Seltsam, mit zwei F-Kameras konnte ich mich noch nie wirklich anfreunden :
F4 & F6
Gerade heute im Nachhinein ist und bleibt ja die F4 aufgrund ihrer "mäusekino-freien" Bedieungung ein Meilenstein und einzigartig. Und da finde ich entsprechende Würdigung keineswegs fehl am Platz.
Dennoch, habe ich da lieber entweder eine "richtige" Mechanische oder eine "richtige" Elektronische in der Hand.
Die F6 scheint mir irgendwie genau das Gegenteil der F4 : Elektronik pur. Das sind zwar alle AF-Kameras, doch bei der F6 ist es mir dann bezüglich Praxisrelevanz dann doch zu viel. So kann ich mich nur sehr schwer mit dem grossen Display auf der Rückwand anfreunden.
Überhaupt wirkt sie auf mich zu "gefällig". Und die eingefasten Tästchen sind nichts für meine Wurstfinger.
Und da hat sie dann doch noch etwas Essentielles mit der F4 gemeinsam. Denn die F4 wurde ja gerade im Hinblick auf die anfänglich negativen Erfahrungen die man bei der Markteinführung der F3 machte, so konstriuiert. Also, dass die manuellen, realen Einstellknöpfe/Hebel Mechanik suggerieren.
Während die F5 eine konsequente Weiterführung aufgrund der Erfahrungen mit der F801/s & F90/x-Reihe inkl den professionellen Anforderungen der F-Vorgänger war, konnte man dies von der F4 & F6 nicht mehr sagen.
Erinnern wir uns : auch die F3 wurde aufgrund der Erfahrungen die man mit den elektronisch gesteuerten Consumermodellen gesammelt hatte, konstruiert. Nur fiel man - wie erwähnt - bei der F3 im Gegensatz zur F5 anfänglich durch.
Das die F6 keine eigentliche Fortführung der F-Reihe ist, liegt auf der Hand.
Ich denke, es wäre nicht verfehlt, die F6 als "mechanisch abgespeckte, dafür elektronisch aufgerüstete/aktualisierte F5" zu bezeichnen.
Andererseits ist das auch nicht abwegig oder aus Nikon-Sicht unverständlich. Es tut ihr keinen Abbruch, es mindert sie nicht.
Und ehrlich gesagt, möchte ich es mir noch vorenthalten, einer F6 nicht zu widerstehen . . .