Stimmt schon alles, was ihr schreibt, aber wenn man das so liest kommt es einem vor, als seien Messtechnische Daten zu Objektiven nur was für Technik-Freaks, oder Testchart-Fotografen.
Auch wenn man heutzutage viele Fehler von Objektiven in der EBV nachträglich wegbügeln kann, macht es häufig doch einen Unterschied im Ergebnis, denn mit der Korrektur gehen häufig auch andere Artefakte einher. So kann ich z.B. ein Bild nachschärfen, aber das Bildrauschen wird dadurch auch stärker betont, als bei einer Aufnahme die nicht nachgeschärft werden muß. Insofern sind auch z.B. Kontrast und Auflösung einer Optik nicht ganz unwichtig für das Ergebnis.
Ich habe auch ein paar alte Optiken, die ich aufgrund ihre Eigenschaften mag und gerne nutze. Aber das hängt von der Aufgabe ab und manchmal sind eben auch die technischen Details der Optiken in der Praxis wichtig.
VG
Ai Nikkor Q.C Auto 1:2.8 f=135mm, ... Der Buchstabe Q (lat. quattuor=4) besagt, dass das Objektiv (nur) vier Linsenelemente aufweist. Wird ein Objektiv mit so wenigen Linsenelementen denn heutzutage noch produziert?
...Wenn du mich aber fragen würdest, welches Leitz/Leica 2/90er Summicron ich noch habe.....dann ist es das "Alte".(auch digital)......das APO Summicron war faszinierend!!...keine Frage!...unglaublich die Kontraste, perfekte optische Rechnung!! für mich immer noch eine der besten Objektivrechnungen aller Zeiten!......aber ich fotografiere keine Ziegelmauern und ergötze mich nicht an Kontrastkurven, ich fotografiere Aufträge!.......in der Praxis war das genau ein Problem....bei Konzerten in kleine Jazzläden mußte ich 1 Blende für die "Schatten" zugeben........das "alte Summicron" war so weich, da konnte ich auch die Blende 2 voll nutzen......
High contrast lenses
There is some confusion about the meaning of high contrast in the context of lens testing. One reads very often about the possibility that a high contrast lens should be matched to a low contrast subject and a low contrast lens should be a good choice for a high contrast subject. The match of a high contrast negative to a low contrast printing paper is well known and presumably one assumes that the same kind of match works for the contrast properties of a lens. A high (low) contrast subject or scene is one where the contrast range from deep shadows to specular highlights is wide (narrow). Or in other words the tone reproduction curve is steep or extended. What works for the tone reproduction cycle in the subject-negative-positive process cannot be migrated to the properties of a lens.
A high contrast lens does reproduce the spatial frequencies with good edge contrast. The low spatial frequencies (around 10 to 20 lp/mm) define the main outlines of the subject. But we need the high spatial frequencies to get good edge sharpness. See the figure below, which shows a bar line with steep edges. To reproduce these edges we need the high frequencies! In the diagram the rounded smoothed curve represents the reproduction of the bar line when the high spatial frequencies have been filtered. The resulting bar line has soft edges and will be seen in the picture as an outline with a fuzzy edge.
A high contrast lens will reproduce the details of the subject with good edge contrast, whereas the low contrast lens will reproduce the details with fuzzy edges and the cut-off level where fine detail is totally blurred is reached quickly.
Low contrast lenses are not able to reproduce the high spatial frequencies faithfully and quite often have a high amount of residual aberrations, which will be seen in the picture as an elevated level of flare. This may be the cause for the confusion: the flare in the low contrast lens will redistribute some of the light of the highlight parts of the picture to the shadow areas, which will have more density at the expense of the highlights. It seems that the tonal range is extended in the shadows, but that is not the case. The tonal range is identical, and there is not more shadow detail. The shadows seem to be easier to print.
Quelle: http://www.imx.nl/photo/leica/lenses/lenses/page82.html
Zur Vermeidung von Missverständnissen: Ein Objektiv wie dieses Apo-Summicron, welches bei voller Öffnung in dem Sinne „kontrastreicher“ abbildet als sein Vorgänger, dass bei identischen Ortsfrequenzen und identischem Motivkontrast ein vergleichsweise höherer Bildkontrast resultiert, führt der Natur der Sache nach in der Sensor-/Filmebene nicht zu einer Abbildung mit weniger Zeichnung in den Lichtern und Schatten, sondern zu einer Abbildung mit mehr Zeichnung in den Lichtern und Schatten:
...na das mit den "Schatten" würde ich aber nochmals überdenken.....eine höhere Streuung des Lichts zwischen den Linsen (wie bei dem alten Objektiv) ist eine diffuse Vorbelichtung!.....daher sind die Schatten ja weicher und schon vorbelichtet und das reduziert den Kontrast (und die messbare Auflösung natürlich auch, sie wird ja überlagert)....rein "optisch" gesehen ein Fehler!...in der Praxis bei bestimmter Beleuchtung wie in einem kleinen Jazzclub war es für mich ein Vorteil ein weicheres Objektiv zu nehmen, da ich beim APO Summiron eine Blende "dazu" geben muß, um auf den Wert der Zeichnung zu kommen, der in der alten Optik schon sichtbar war....daher die Wahl..
Grüße,
Jan
Ende letzten Jahres hatte ich ein altes 70-150/3.8 Vivitar da, das habe ich mal mit einem AF-S DX 18-200 VR Nikkor verglichen.Da waren die weichen Objektive im Vorteil, weil der geringere Kontrastumfang besser mit dem hart entwickelten Film harmonierte.
Dank meiner analogen Erfahrung kann ich deine Argumentation nachvollziehen. Wir hatte ja zu Analogzeiten das Problem, dass durch die empfindlichekeitssteigernde Push-Entwicklung die Kontraste aufsteilten und so der hohe Motivkontrast nicht mehr auf den Film passte. Da waren die weichen Objektive im Vorteil, weil der geringere Kontrastumfang besser mit dem hart entwickelten Film harmonierte. Bei Diafotografie waren mir jedoch die knackigen Optiken lieber.
...na das mit den "Schatten" würde ich aber nochmals überdenken.....
A picture (which is flat) will evoke this impression of reality when the representation of the reality is as close to the original as possible. Modern Leica lenses give a very high fidelity representation of reality and are able to record the finest details and shades of tones, much more so than older lenses. So their recording capability of the real world is higher and so the impression of reality is also better.
Give an example!
Take a picture, very classical!, of a girl with bare shoulders in a three quarter pose. And position the light in such a way, that the shoulder gets some highlights to bring in depth and the impression of roundness of the shoulder. A modern lens will record all the tiny details in the skin and will also render with high fidelity all the fine shades of white in the highlight area, and when expertly exposed also in the specular highlights. This gives a true impression of roundness of shoulder. An older Leica lens will wash out the finer shades of white and the outlines of the shoulder will be softer, blending more into the background. So the visual clues for a realistic appearance are less well recorded.
But a higher contrast lens will crush the fine shades of tone and the finer details? As said before, a higher contrast lens (everything else equal of course) will record finer details than the lower contrast lens. Highlight and shadow detail is also rendered to a higher degree as the higher contrast lens will give a bit more contrast to tonal areas that are very close in luminance and thus makes them just noticeable where the lower contrast lens will record the shades below the threshold of vision.
Quelle: http://www.imx.nl/photo/technique/technique/page44.html
Dass die bei voller Öffnung und identischem Motiv vom Apo-Summicron in der Sensor-/Filmebene angelieferte bessere Zeichnung in den Lichtern und Schatten den Fotografen nicht davon entbindet, diesen in der Sensor-/Filmebene vorliegenden höheren Mikro-Kontrast – sofern er im Rahmen der jeweiligen Aufgabenstellung überhaupt von Interesse sein sollte - auf handwerklich angemessene Weise per Sensor oder Film aufzuzeichnen, ist so wahr wie meines Erachtens selbstverständlich. Und in solch einer Selbstverständlichkeit sehe ich keinen Anlass dafür, meine Ausführungen in Beitrag #104 zu korrigieren.
...da ist mir eine Linse mit etwas mehr "Streulicht" zwischen den Linsen lieber.....da ist was zu sehen....
Das ist halt auch der Unterschied zwischen Praxis und Messwerten zumindest in bestimmten Grenzbereichen....da zählt was ich sehen kann!....und wenn ich im Schwarz (Schatten) beim APO Summicron nur echtes "schwarz" sehe, sehe ich nichts!....bringt mir aber in diesem Moment auch nichts!...da ist mir eine Linse mit etwas mehr "Streulicht" zwischen den Linsen lieber.....da ist was zu sehen....
Grüße,
Jan
denn die 'flaue' Optik bringt kein bisschen mehr an Information auf den Film, in Grenzbereichen höchstens weniger.
Als Beispiel in einem der Bücher von Ansel Adams, Das Negativ, das Positiv und die Kamera zeigt er ein Beispiel das die Schattenzeichnung bei einem unvergüteten Objektiv besser ist wie bei einem moderne MC Objektiv!
Was verstehst du unter flaue Optik: Als Beispiel in einem der Bücher von Ansel Adams, Das Negativ, das Positiv und die Kamera zeigt er ein Beispiel das die Schattenzeichnung bei einem unvergüteten Objektiv besser ist wie bei einem moderne MC Objektiv!
... und hatte keine 'Angst' vor schwarzen, oder weißen, Flächen im Bild. Gerade davon lebte ja die Schwarzweißfotografie. Das überall noch Zeichnung drin sein muß macht viele Digitalaufnahmen ja auch etwas langweilig.
Heute sind die Sensoren da deutlich weiter, so dass man an dieses Thema eigentlich gelassener herangehen kann.
Ich habe ja nun zwei "alte" non ai-Objektive aus den sechziger Jahren zu meiner Df angeschafft und stelle immer wieder fest, dass die damit gemachten Fotos einen speziellen "look" haben, insbesondere, was die Farben anbetrifft.
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