der Effekt ist sogar als eine von vielen räumlichen Darstellungsmethoden etabliert (3D für Arme ... sozusagen). Zwei stereoskopische aufgenommene Bilder werden nicht parallel jedem Auge separat präsentiert, sondern als animiertes GIF nacheinander beiden Augen gleichzeitig (Frequenz meist so um die 1 bs 2 Hz). Mit der Zeit wird man zwar kirre, wenn man das Geflacker länger betrachtet, aber der räumliche Effekt stellt sich zuverlässig ein ... egal ob man mit einem oder zwei Augen nutzt.Bewegungsparallaxe unterstützt bei der Tiefenwahrnehmung selbstverständlich auch das einäugige Sehen [...]
(3D für Arme ... sozusagen).
ja, das Prinzip fußt auf einen der ältesten räumlichen Effekte überhaupt, wie man ihn beispielsweise bei Dioramen seit über 100 Jahren einsetzt oder auch bei Theater-Kulissen. In diesem Fall eben per Software zwangsbewegt.... oder auch 2.5D, wofür vom Grundsatz her sogar ein einziges Foto reicht.
Abseits der Diskussion um Schärfe und Korrektur möglichst vieler optischer Fehler stehen auf dieser Seite Begriffe wie Microkontrast und "3D" Bildwirkung im Mittelpunkt der Diskussion.
Aber ... dieser kontrastvermindernde Effekt vieler Glasflächen wird als MTF bei wenigen lp/mm gemessen! Zwar nicht als Auflösung, aber doch gemessen und publiziert. Und da sehen die Vielflächnervom Schlage eines 50/1.4 Art oder 200/2G echt nicht schlecht aus. Der Aufwand beim Design kommt nicht nur der Auflösung zugute, sondern eben auch dem Mikrokontrast. Damit entbehren die Ausführungen des Blogs einer gewissen technischen Grundlage und müssen doppelt kritisch hinterfragt werden.
Was ich hiermit getan hätte. Nichts zu danken
Jan,
ich gestehe gerne zu, dass es Objektive geben kann, die schönere Bilder erzeugen als meßtechnisch Überlegene.
Ähnliches gibt es ja auch im Audiobereich, man denke nur an den Charme (Achtung Rechtschreibung) von Röhrenverstärkern.
Aber, dies ist dann ein Effekt, den das Objektiv erzeugt. Den kann man prinzipiell auch mit einem perfekten Objektiv erzeugen, wenn man die Fehler z.B. des Summilux misst (eine PSF) und per Konvolution auf das Bild des idealen Objektivs anwendet.
Oder kurz: Die Summicron-Abbildung ist einfach nur ein Bildeffekt.
Das ist ja auch ok und ich habe nix dagegen, wenn Objektive mit schöner Zeichnung zum Einsatz kommen.
Nur: Im eingangs verlinkten Blogartikel wurde behauptet, moderene Rechnungen seien unter dem Strich schlechter. Und das ist muMn Unsinn.
Oh Mann ...
Hab jetzt nur das erste Posting und den Blog gelesen, aber mann oh mann ...
Das ist ja ESOTERIK pur! Ich fühle mich an die besten Zeiten von High-End Audiozeitschriften erinnert. Da waren auf Keramikständern verlegte Lautsprecherkabel ein Muss! Bis dann endlich mal Doppelblindversuche kamen ...
Geht's noch?
Der Autor des Blogs hat sicher ein berechtigtes Anliegen und interessantes Thema. Aber er sieht Dinge in die Bilder hinein, die nicht da sind.
Die meisten seiner flachen Bilder sind bei weichem Licht, die meisten seiner 3D-Bilder bei Sonne. Ganz toll, echt. Das Beispiel mit seiner Bekannten genau so: Die 3D-Variante hat steileres Licht mit mehr Schatten.
Wer mit seinem Blog gegen den Strom schwimmen möchte, sollte sich schon ein ganz klein wenig Mühe geben und nicht meine kostbare Zeit verschwenden.
Und zum Schluss mal was zur Technik ...
Er sagt ja im wesentlichen, dass Objektive mit weniger Glasflächen besser sind, wegen Mikrokontrast, ominösem 3D etc.
Aber ... dieser kontrastvermindernde Effekt vieler Glasflächen wird als MTF bei wenigen lp/mm gemessen! Zwar nicht als Auflösung, aber doch gemessen und publiziert. Und da sehen die Vielflächnervom Schlage eines 50/1.4 Art oder 200/2G echt nicht schlecht aus. Der Aufwand beim Design kommt nicht nur der Auflösung zugute, sondern eben auch dem Mikrokontrast. Damit entbehren die Ausführungen des Blogs einer gewissen technischen Grundlage und müssen doppelt kritisch hinterfragt werden.
Was ich hiermit getan hätte. Nichts zu danken
Ich finde es durchaus dankenswert, wenn der Autor des Artikels einmal darauf hinweist, dass man auch mit alten Nikkoren gute, kontrastreiche und vor allem auch microkontrastreiche Bilder machen kann.
Fully agree.Nur: Im eingangs verlinkten Blogartikel wurde behauptet, moderene Rechnungen seien unter dem Strich schlechter. Und das ist muMn Unsinn.
Das ist eigentlich eine sehr weitreichende Aussage.Jan,
ich gestehe gerne zu, dass es Objektive geben kann, die schönere Bilder erzeugen als meßtechnisch Überlegene.
Falk,Das ist ja auch ok und ich habe nix dagegen, wenn Objektive mit schöner Zeichnung zum Einsatz kommen.
ich vermute, es ist eine Größe, die die Homogenität (oder eben Inhomogenität) des Unschärfescheibchens einer ideal punktförmige Lichtquelle beschreibt, das von dem realen Objektiv erzeugt wird. Leider wird dazu ein einzelner Wert (z. B. die Standardabweichung vom Luminanz-Mittelwert) nicht ausreichen, weil die Inhomogenität viele Ursachen und damit auch viele Ausprägungen haben kann.Welche messtechnische Äquivalenz müsste ich hier für diesen Eindruck heranziehen?
Jan, das stimmt so nicht.Kontrast lässt sich immer erhöhen, aber wenn er zu groß ist nicht reduzieren!......klassische Hochleistung Linsen sind auf Kontrast getrimmt.....nicht immer das Beste für die digitale Welt...
Falk,
eine Frage dazu: Welcher messtechnische Wert würde am ehesten heranzuziehen sein, wenn ich den Übergang von der Schärfeebene in den Unschärfebereich betrachte? Ich meine nicht das "finale" Bokeh im entfernteren Unschärfebereich, sondern den Anfang des Überganges.
ich vermute, es ist eine Größe, die die Homogenität (oder eben Inhomogenität) des Unschärfescheibchens einer ideal punktförmige Lichtquelle beschreibt
Welcher messtechnische Wert würde am ehesten heranzuziehen sein, wenn ich den Übergang von der Schärfeebene in den Unschärfebereich betrachte? Ich meine ... den Anfang des Überganges
Quelle: Zeiss, "Schärfetiefe und Bokeh", Seite 23
- Hochleistungsobjektiv Zeiss MasterPrime für 35mm Filmkamera ARRIFLEX bei Blende 1.5 Man sieht, wie hoch bei solchen Öffnungen und Leistungen die Anforderungen an die Kamerapräzision sind; 1/100 mm ändert die MTF bei 40 Lp/mm um 20%!
- Modernes, sehr gutes Kleinbildobjektiv 1.4/50 bei voller Öffnung; beachten Sie den Unterschied zum Distagon.
- Ein historisches lichtstarkes Objektiv, das bei voller Öffnung f/1.5 größere Abbildungsfehler hat, zeigt eine insgesamt flachere, breitere Kurve, ...
....wir reden doch über Fotografie, oder?!?...
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