Ist das tatsächlich so, dass die neueren Nikon DSLR die Blitzleistung ausschließlich mittels der Mess-Vorblitze messen können?
Moin Bernhard,
das ist tatsächlich so, leider. TTL gibt es bei den Nikon DSLR nur in Verbindung mit Meßblitzen. Das gilt sowohl für das ältere D-TTL als auch für das aktuelle i-TTL. (Ich schreibe hier bewusst Nikon DSLR, weil das bei Fuji bis zur S2 Pro noch anders war, dort wurde das alte "analoge" TTL benutzt.)
Ich zerlege mal deinen Beitrag, um auf die einzelnen Aspekte einzeln eingehen zu können.
Sonst muß es doch mindestens möglich sein einen SB-800/600/400 im Modus "Auto" (Messung durch den eigenen Blitz-Sensor) zu betreiben?
Richtig, das geht im Modus A.
Neulich hatten wir hier in einer Diskussion festgestellt und nachgewiesen, daß im komfortableren Modus AA auch ein Meßblitz benutzt wird, trotz Fotozellen-Messung. Was Nikon sich dabei gedacht haben mag, wissen wir leider nicht.
Nur wäre es für mich äußerst unverständlich, wenn eine Nikon DSLR sich nicht irgendwie so überlisten läßt, dass es mit dem SU-4 in Stellung A funktioniert - wenn es doch sogar völlig andere Fabrikate tun können (siehe oben)
Das mit dem SU-4 funktioniert für Systeme, die keinen Vorblitz brauchen.
Wie ist es eigentlich bei verkabelten Anlagen, in denen mit einer DSLR fotografiert wird und gemischt neue iTTL Blitzgeräte mit älteren "analogen" Blitzgeräten verbunden sind? Abgesehen davon, ob diese Zusammenstöpselung nikonseitig überhaupt zulässig ist (bei analogen Kameras denke ich - ja), gehen die älteren Blitze dann auch nur mit manueller Leistung? Sind die Protokolle so inkompatibel, dass die digitale Kamera diese nur zünden aber nicht löschen kann?
Es gibt keine (!) kabelgebundene Multiblitzlösung, die mit den Nikon DSLR funktioniert mit TTL.
Erforderlich wäre, daß die Blitze vor der Aufnahme jeweils Meßblitze aussenden, darum sind alte Blitze inkompatibel, die kennen das nicht. Die Kamera steuert dann auf der Basis der Vorblitz-Messung die Leuchtdauer der Blitzgeräte so, daß die Aufnahme richtig belichtet wird. Die leuichtdauer steht also schon vor Beginn der Aufnahme fest, als Ergebnis der Vorblitzmessung. Darum sind die alten Techniken (Messen während des Aufnahme und Abschalten, wenn die richtige Lichtmenge erreicht ist) von der ganzen Konzeption nicht kompatibel.
Man kann die Blitze per Kabel zusammenstöpseln, aber dann wieder nur manuelle Leistungssteuerung oder Automatik mit Fotozelle.