D300 Autofokus macht mich langsam verrückt.

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Kommt halt drauf an. Wenn das Objektiv weniger lichtstark ist oder nicht mit Offenblende fotografiert wird, mag man auch bei einem Zoom mit der AF-Feineinstellung zu befriedigenden Ergebnissen kommen. Anderenfalls aber nicht.

Der Fehlfokus meines 24-70/2,8 benötigte (vor der Justierung) je nach Brennweite Korrekturturwerte von +10 bis über +20. Das heißt, mit einem festen Korrekturwert war es nicht möglich, mit Offenblende bei allen Brennweiten scharfe Aufnahmen zu bekommen.

Inzwischen ist das Thema erledigt, da der Nikon-Service das Objektiv bestens justiert hat - wenn auch erst beim zweiten Anlauf. Aber ich bin jetzt voll zufrieden und das Objektiv fokussiert nun so, wie man es angesichts seines Preises erwarten kann.
 
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...Kommt halt drauf an. Wenn das Objektiv weniger lichtstark ist oder nicht mit Offenblende fotografiert wird, mag man auch bei einem Zoom mit der AF-Feineinstellung zu befriedigenden Ergebnissen kommen. Anderenfalls aber nicht...

@JohnnyB:

Ich habe aber das 24-70 /2.8 und fotografiere 80% meiner Bilder mit Offenblende und komme mit einem festen Korrekturwert zu guten Ergebnissen.

:)
 
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Wenn das Objektiv weniger lichtstark ist oder nicht mit Offenblende fotografiert wird, mag man auch bei einem Zoom mit der AF-Feineinstellung zu befriedigenden Ergebnissen kommen. Anderenfalls aber nicht.
Nikon D300 BDA schrieb:
In den meisten Fällen wird eine AF-Feinabstimmung nicht empfohlen. Verwenden sie sie nur im Bedarfsfall.
Aus eigener Erfahrung kann ich diese Aussage nur unterstreichen.

Ich habe mich über die mangelnde Schärfe meines 24-120VR hauptsächlich bei kurzen Brennweiten geärgert. Ausserdem wollte ich versuchen, die Schärfe meiner drei 1.8-Festbrennweiten bei Offenblende zu "optimieren".

Ich habe also mit den vier Objektiven und der AF-Feinabstimmung mit verschiedenen Testmethoden so lange herumgekaspert, bis ich zu folgenden Erkenntnissen gekommen bin:

Eine minimale Verbesserung der Abbildungsleistung des Zooms bei kurzen Brennweiten durch eine AF-Feinabstimmung hatte ich mit deutlicher Verschlechterung bei den langen Brennweiten erkauft.
Dieses Verhalten war dann auch noch von der Motiventfernung abhängig. Resultat: die AF-Feinabstimmung für dieses Objektiv deaktiviert.
Bei dem Festbrennweiten habe ich nach Tests (Testfoto-Verstellung-Testfoto) für jedes Objektiv einen Korrekturwert (zw. +/- 5 und 15) ermittelt. Als mir dann beim Betrachten von Fotos, die bei rel. offener Blende gemacht wurden ein Fehlfokus auffiel, erneuter Test. Ergebnis: deutlich andere Korrekturwerte für jedes der drei Objektive. Und wieder Fehlfokus bei zwei von drei.:nixweiss:
Ich habe dann herausgefunden, dass ein oder wenige Testfotos zur zuverlässigen Ermittlung eines sinnvollen Korrekturwertes u.U. einfach nicht ausreichen, da der AF der Kamera-Objektiv-Kombinationen eine gewisse Wiederholungenauigkeit aufzuweisen schien.

Endresultat: AF-Feinabstimmung nur für das 1.8 85mm, dessen Fokusgenauigkeit als einzige von dieser Korrekturmöglichkeit reproduzierbar profitierte.

Wir alle kennen keine technischen Details zum Regelprinzip des Kamera-AF und dessen Störfaktoren. Ausserdem wissen wir weder zuverlässig, auf welche Art genau verschiedene Kameras und Objektive im Werk oder vom Service justiert werden. Ebenso ist uns das Funktionsprinzip der AF-Feineinstellung unbekannt. Auch darüber, von welchen Faktoren die Wiederholgenauigkeit des AF abhängt (elektronische Toleranzen, Spiel in der Mechanik...) gibt es bisher nur Spekulationen.
Das bedeutet, dass wir mit "AF-Tuningversuchen" in einen rel. komplizierten Regelalgorithmus eingreifen und ohne wirklich sorgfältiges Testen der Auswirkungen unserer Korrekturen eine grosse Chance haben, den AF eher zu verschlimmbessern.
Ausserdem scheint es wohl Probleme mit bestimmten Kamera-Objektiv-Kombinationen zu geben, sowie konstruktionsbedingte Eigenheiten einiger Objektive, die einen Fehlfokus in bestimmten Situationen verursachen, der weder mit der AF-Feinabstimmung noch vom Service behebbar ist.

Meine Rückschlüsse:
Wenn ich mit meinen alten, eher ausgenudelten Festbrennweiten einen sicheren, absolut korrekten Fokus bei Offenblende haben möchte, verwende ich nach Möglichkeit manuellen Fokus mit Liveview und hoher Monitorvergrösserung auf das zu fokussierende Motivteil. Sollte dies nicht möglich sein, mache ich zur Sicherheit mehrere Aufnahmen mit AF, nachdem ich zwischendurch komplett neu fokussiert habe.

Sollte ich ein neues Objektiv kaufen und bei diesem einen Fehlfokus feststellen, so erwäge ich eine Wandlung des Kaufes oder eine Justierung durch den Herstellerservice. Sollte es ein teures 2,8-Zoom sein, dann erwarte auch ich eine perfekte Fokussierung ggfs.nach einem Service durch den Hersteller. (Ich weiss aber auch, dass ich erst einmal einen möglichst sicheren "Beweis" dafür erbringen sollte, dass tatsächlich Kamera, Objektiv oder gerade diese Kombination von beidem, das Problem verursacht. Dies stärkt die "Verhandlungsposition" bei evtl. Reklamationen und senkt die Gefahr, später kleinlaut zugeben zu müssen, dass der Fehler doch hinter dem Sucher zu finden war!:rolleyes:) Ergibt auch mehrfacher Serviceaufenthalt keine Besserung, so versuche ich, vom Kauf zurückzutreten.
Auf alle Fälle gehe ich davon aus, dass ein neues lichtstarkes Zoom im Rahmen seiner technischen Möglichkeiten (ggfs. nach einem Service) ohne die Zuhilfenahme der AF-Feinabstimmung zu funktionieren hat.
(Sollte Nikon das Gegenteil behaupten, so werde ich die Auswirkungen der Feinkorrektur bei diesem Objektiv genauestens im Auge behalten.)

Ein mit jedem Objektiv an jeder Kamera absolut perfekter AF, der dem Pixelpeepen in der 200%-Ansicht standhält, ist wohl zur Zeit eher Wunschdenken. In den meisten Fällen kommen Kameras und Objektive gut justiert und brauchbar zum Anwender. In manchen Fällen mag es Probleme geben. In diesen Fällen sollte man jedoch sehr sorgfältig nach der Ursache suchen. Ich hoffe, ich weiss jetzt, worauf ich zu achten habe und gehe an eventuelle Probleme aufmerksam aber zunächst gelassen heran.

gruss,

Peter
 
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Da Fokussierungsfehler dutzende verschiedene Ursachen haben können, gibt es mindestens ebensoviele Erfahrungen zum Thema Fokusfeinjustierung.

Man sollte aber aus genau diesem Grund die Feinjustierung nicht als grundsätzlich sinnlos hinstellen, da man eben bei der "passenden" Fehlerursache + Geduld + Technikverständnis sehr wohl eine reproduzierbare Verbesserung erreichen kann. Auch bei Zooms...
 
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Da Fokussierungsfehler dutzende verschiedene Ursachen haben können, gibt es mindestens ebensoviele Erfahrungen zum Thema Fokusfeinjustierung.
... und ich wollte darauf hinweisen, dass manche dieser Erfahrungen (wie meine Erstversuche) auf Trugschlüssen beruhen könnten!
Sollte mein ausuferndes Geschwafel bei dir den Eindruck erzeugt haben, dass ich die AF-Feineinstellung auf jeden Fall für Blödsinn halte, und denen, die von Erfolgen bei Zooms berichten, ihr Urteilsvermögen abspreche, so bitte ich, das zu entschuldigen!:winkgrin:
Man sollte aber aus genau diesem Grund die Feinjustierung nicht als grundsätzlich sinnlos hinstellen, da man eben bei der "passenden" Fehlerursache + Geduld + Technikverständnis sehr wohl eine reproduzierbare Verbesserung erreichen kann. Auch bei Zooms...

Meine eigenen Erfahrungen und die einiger Forumsteilnehmer (auch mit dem 24-70) lassen mich jedoch in dieser Angelegenheit erst einmal eher skeptisch. Sollte ich einmal den Drang nach einem solchen Objektiv verspüren, so werde ich ganz sicher versuchen, einen eventuellen Fehlfokus vom Hersteller beheben zu lassen, bevor ich mich damit in die befürchteten Untiefen der AF-Feineinstellung begebe.

gruss,

Peter
 
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@Hans Maulwurf:

So weit kommt es noch, das Du Dich entschuldigst.
Sei nicht so unterwürfig ! :scherz:

Der Hersteller ist natürlich in der Pflicht, für ein ordentlich funktionierendes System zu sorgen, aber wenn man sein gutes Stück nicht wegschicken kann oder will und der Service 200+ km weit weg ist, freut man sich schon erstmal über die Justierung.
 
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. . . . Verbesserung erreichen kann. Auch bei Zooms...

Die Betonung liegt darauf, dass man eine Verbesserung erreichen kann. Das heißt aber nicht, dass eine vollständige Korrektur gelingen wird - von seltenen Ausnahmefällen mal abgesehen.

Zur Erinnerung: Bei meinem 24-70/2,8 waren Korrekturwerte von +10 bis über +20 erforderlich. Deshalb hatte ich bis zur erfolgreichen Justierung einen Korrekturwert von +15 eingestellt, was den durchschnittlichen Fehlfokus natürlich deutlich verringert hat. Aber je nach der Brennweite war damit die Korrektur entweder zu stark, oder gerade passend oder nicht stark genug. Eine einwandfreie Korrektur bei allen Brennweiten war jedenfalls mit der AF-Feinabstimmung nicht möglich.
Ich wäre mit der durch die AF-Feinabstimmung erzielten Verbesserung auf Dauer nicht zufrieden gewesen.
 
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@JohnnyB:

In Deinem Fall könnte ich auch nicht damit leben...

Meine D300 hat einen Backfokus, aber eben immer und bei allen Objektiven,
somit lässt sich das hervorragend durch die interne Korrektur beheben.

Bis April läuft noch die Garantie, bis dahin gebe ich sie zum Service zum "Entbackfokussieren" und lasse auch gleich den einen Hotpixel wegbeamen, der mich schon lange ärgert.
 
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