Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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...
Und das mit der FFP2 Maskendiskussion hier nervt mich schon länger ... es ist nicht Aufgabe des Staates, seine Bürger mit Brot, Bier, Hosen, Röcken, Klopapier oder Masken zu versorgen. Und das Tragen von Hose oder Rock an öffentlichen Plätzen ist auch vorgeschrieben ... (was ich übrigens als viel weitergehenden Eingriff in meine pers. Freiheit - ohne echten Nutzen - betrachte als die temporäre Maskenpflicht).

Mir sagt niemand, ob ich eine kurze Lederhose in grün, oder eine rote lange Hose aus Baumwolle tragen soll,
aber Politiker machen Lärm:

Bürger, tragt Masken ...
Bürger, tragt keine Masken, wascht die Hände und ...
Bürger, tragt Masken - ist besser als Händewaschen, FFP 2 nicht nötig
Bürger, tragt Masken, FFP 2 nicht nötig, weil keine da
Jede Maske schützt
FFP 2 muß sein, wir geben Euch welche
Dann sind die bestellten Masken geklaut, der Rest gefälscht, ...
FFP 2 muß sein, aber OP reicht auch

Ein Jahr Zeit und immer noch hin und her ohne klare Linie, ohne gesicherte Versorgung. Mal heißt es, sind bestellt, dann gibt es per Krankenkasse ...

Wir sind eingerichtet, um täglich 7000 Impfungen durchzuführen
wir haben keinen Impfstoff
Impfstoff ist bestellt
nein, doch nicht - unsere Partner sind dran ...

Manno, wenn ich nicht selbst das Geld in die Hand nehme, nichts - nur Durcheinander ...

Das ist doch keine Leitung eines Landes in einer Notlage

und dann solch pille palle Video, als ob wir noch nichts gemerkt hätten. - Die Politiker werden inzwischen geimpft. Dieser Bürgermeister in Österreich ist doch auch kein Einzelfall. Die denken auch nur an die eigene Nase.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Unter normalem Umständen ja
nur haben wir durch Covid eine Ausnahmesituation


Ja, wenn man nur auf Sicht fährt, dann ist Corona auch noch nach 10 Monaten eine "Ausnahmesituation", das verstehe ich.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte

...ich halte das für eine Aushebelung des Parlaments...

Wenn ich mich recht erinnere, hat das Parlament das mehrheitlich so beschlossen.
Dass Oppositionsparteien das dann im Wahlkampf kritisieren ist ein normaler Vorgang.
Aber mal abgesehen davon...
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Parlamentsdebatten mit Abstimmung für jede einzelne Entscheidung den Entscheidungsprozess beschleunigt und die “Qualität“ der Entscheidung verbessert hätte... Oder? ;)
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Bürger, tragt keine Masken, wascht die Hände und ...
Bürger, tragt Masken - ist besser als Händewaschen
Da hast Du irgendwas missverstanden. Von Anfang an, also seit nun gut einem Jahr galt und gilt: Du sollst Seinen A***h zuhause lassen! Das ist die Basis, die Grundregel, der Startpunkt für alles andere. Wenn das jetzt mal ausnahmsweise nicht möglich ist, weil Du zB. unverständlicherweise was zu essen kaufen möchtest (wer braucht schon Essen? Die meisten sind eh' zu fett), sollst Du Abstand halten. Dabei verstärkt auf Hygiene – Hände waschen, nicht durch die Gegend rotzen – achten. In Situationen, wo Du absehbar den Abstand nicht halten kannst, sollst Du Maske tragen.

Was hat das Ganze mit "die Politik", "Merkel muß weg", "Bill Gates", "Fake Pandemie", "Ich kenn mich gar nicht mehr aus" zu tun? Muss man erwachsenen Menschen ernsthaft per Gesetz vorschreiben, sie sollen sich vor dem Essen die Hände waschen?!?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Ich glaube, nein ich bin fest davon überzeugt, dass die Pflicht zur Aussprache und die Abstimmung durch das Parlament zu deutlich spezifischeren und wirksameren Maßnahmen geführt hätte.

Man hätte sehr viel planerischer und strategischer verschiedene Infektionsszenarien durchspielen müssen. Man hätte Ziele formulieren müssen, die nicht nur Sterbezahlen und Intensivbettenbelegung, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Parameter berücksichtigen. Man hätte einen Stufenplan gemäß sinnvoller, messbarer Parameter entwickeln müssen.

Jede einzelne Maßnahme hätte (auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse) begründet werden müssen und mit klaren Zielzahlen belegt werden müssen. So eine Aussprache im Parlament hätte sicherlich 2-3 Tage gedauert und hätte schon im September, Oktober stattfinden können.

Dann wäre der kopflose Aktionismus und ein planloses "auf-Sicht-fahren" unterbunden worden und die Regierung wäre gezwungen worden die Pandemie umfassend zu durchdenken.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Ich bin anderer Meinung, aber wir sind off Topic... ;)
 
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Aber vielleicht hast Du ja eine andere, bessere Erklärung, warum so viele Menschen nicht mehr mitspielen???

Ich haette eine - ganz einfache sogar.
Mir ist in der ersten Welle nichts passiert und auch nicht im Sommer - warum also jetzt?
Ging ja das ganze Jahr gut - wird schon weiterhin so sein.

Beste Gruesse Bernd
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Machen doch die sehr viele im Alltag.
Einmal auf der Autobahn fahren über mehrere Stunden.
Abstand null warum?
Ist doch noch nie was passiert.

Handy am Ohr - noch nie was passiert - bis -----aus ungeklaerter Ursache in den Gegenverkehr gefahren.

Fuer mich ist das schon eine fast menschlich normale Reaktion.

Evolutionaer ja auch richtig - Trial and Error - die Dummen wurden dabei frueher aussortiert.

Beste Gruesse Bernd
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Evolutionaer ja auch richtig - Trial and Error - die Dummen wurden dabei frueher aussortiert.

Was leider in Sozialstaaten nicht mehr funktioniert und sich so der Genpool sukzessive "verschlechtert". Aber das ist ein Thema, welches nur mittelbar zu Corona passt. :cool:
 
falconeye
falconeye kommentierte

Was leider in Sozialstaaten nicht mehr funktioniert und sich so der Genpool sukzessive "verschlechtert".
Das hat nichts mit dem Sozialstaat zu tun. Nicht wenige Biologen vertreten die Ansicht, dass die Spezies Mensch schon vor ca. 10.000 Jahren den Höhepunkt der Individualentwicklung überschritten hat. Intelligenz und Hirnvolumen nähmen demnach seitdem ab. Aber die Schwarmintelligenz nimmt halt weiter stetig zu.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Intelligenz und Hirnvolumen nähmen demnach seitdem ab....

Ein Phänomen, welches man auch bei Zoo- und Zirkustieren beobachtet. Der Zoologe Desmond Morris hat das schon vor 50 Jahren in seinem Buch "Der Menschenzoo" thematisiert. Sozialstaaten beschleunigen diese Entwicklung zusätzlich.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
So, das reicht jetzt mehr als deutlich an off-topic.

:back2topic:
 
Da hast Du irgendwas missverstanden.

... "Merkel muß weg", "Bill Gates", "Fake Pandemie", "Ich kenn mich gar nicht mehr aus" zu tun? Muss man erwachsenen Menschen ernsthaft per Gesetz vorschreiben, sie sollen sich vor dem Essen die Hände waschen?!?

Übel, das ist wirklich eine Sauerei, wenn mir so etwas in den Mund gelegt wird.
(Fettdruck und Schriftgröße editiert)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
3 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay, ich gehe davon aus, dass der von dir zitierte 2. Absatz im Kommentar von Markus sich auf die komplette Diskussion und nicht speziell auf deine Äußerung bezog. Und nochmals die Bitte: Beitrag melden oder mich per PN oder den Autor direkt per PN anschreiben, wenn du etwas zu beanstanden hast. Diese Diskussion ist hier im Thread in dieser Art und Weise nicht topic!
 
Kay
Kay kommentierte

Sorry, dann gehen solche Vorgänge unter und es bleibt der Eindruck, ich wäre in dieser Ecke.
Es reicht nicht, dass Du es verstehst.

Solche Beiträge, die andere in die Pfanne hauen - und dazu noch in die falsche - grenzen zumindest schon an Bereiche, die eine Abmahnung verdienen.

Das sollte deutlich gemacht werden und nicht unter irgendeinem Teppich verschwinden !
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Kay, die Moderation hier mache ich. Wende Dich an mich und zwar außerhalb dieses Threads und wenn Dir meine Entscheidung nicht gefällt, dann klinke dich aus dem Thread aus. SO geht es jedenfalls bei allem Verständnis nicht.
 
Dann wäre der kopflose Aktionismus und ein planloses "auf-Sicht-fahren" unterbunden worden und die Regierung wäre gezwungen worden die Pandemie umfassend zu durchdenken.

Der Gedanke ist nachvollziehbar, doch was verstehst du konkret unter "umfassend durchdenken"? 1 Woche, 2 Wochen, 1 Monat?

Was passiert in der Zwischenzeit auf der Straße oder gestehst du den Politikern zu, dass in der Phase des Durchdenkens der absolut komplette Lockdown stattfinden kann, damit den Bürgern der verfassungsgemäß zustehende Schutz des Lebens zugutekommt.

Um nur ein Beispiel zum Nachdenken zu geben: In Albanien müssen sich die Menschen teilweise mit selbstgebauten Maschinen zur Beatmung zu Hause behelfen. Da gibt es keine Notfallbetten mit Ärzten und Pflegern, die für das Wohl der Menschen da sind.

Ja auch ich habe den Wunsch, dass es wieder besser wird. Ich habe aber auch gelernt zu akzeptieren, dass wir in Phasen wie diesen nicht immer alles lang und breit ausdiskutieren können - was letztendlich aber doch über stundenlange Beratungssitzungen mit Fachleuten erfolgt und dann in Entscheidungen mündet, die nach 2 - 4 Wochen neu hinterfragt werden und angepasst werden. Wir Bürger haben die Möglichkeit, uns in angemessener Weise den bestehenden Rahmenbedingungen anzupassen und den Entscheidungsträgern zugestehen, dass auch für sie keine absolute Vorhersehbarkeit der Entwicklung besteht.

Die individuelle Ausgestaltung wird dann in den Bundesländern angepasst. Ja es wirkt wie Stückwerk, ist aber doch letztlich geprägt von dem Wunsch, es den Bürgerinnen und Bürgern so leicht wie möglich zu machen!

Was jeder Einzelne von uns tun kann ist, die Situation der Unwägbarkeiten zu akzeptieren und damit umzugehen. Es wird wohl noch bis Herbst dauern, bis wir spürbare Lockerungen erleben dürfen und uns endlich wieder auf einen Latte im Café treffen können.... Dann können wir jubeln und uns wieder mit neuem Lebensmut an dem Schönen der kleinen und großen Freuden erfreuen.

Auch jetzt schon hat jeder von uns es selber in der Hand, wie er seine aktuelle Situation erlebt.... optimistisch die Zeit nutzen und eigenen Projekten nachgehen z.B. oder mit Respekt und Achtsamkeit mit seinen Mitmenschen im direkten Umfeld umgehen - denn das wird wieder zurückkommen und sich positiv auf die Gesamtstimmung auswirken!
 
Kommentar
HaDiDi versucht fast sein Beginn dieses Threads die Verweigerung von Anti-Covid-19-Maßnahmen nahezu alleine den Politikern und ihrem Versagen in die Schuhe zu schieben. Weil ich, großteils aus eigener Erfahrung im unmittelbaren Umfeld, heftig widersprochen habe, ist mir heute ein Artikel aus einer Standard-Ausgabe vom 9./10. Jänner 2021 aufgefallen. Cristina Biccieri ist eine der weltweit führenden Experten/innen für soziale Normen. Sie schreibt u.a.:
Erstaunlicherweise ist Vertrauen in die Regierung in diesem Fall ziemlich irrelevant. Mit Blick auf die Covid-19-Impfung macht mir das Sorgen. Vor allem in den USA, aber auch andernorts gibt es viele Impfgegner. Und auch das Vertrauen in die Wissenschaft fehlt in weiten Teilen der Bevölkerung. Es wird nicht leicht, genügend Menschen von einer Impfung zu überzeugen.
...wobei in der Folge schon auch die Politik ihr Fett abbekommt:
Regierungen sollten aufhören, das Vertrauen in die Wissenschaft mit widersprüchlichen Botschaften zu unterminieren. Es geschah in Brasilien und den USA. Wir wissen, wie diese Länder durch die Pandemie gekommen sind.
Und weiter
Es braucht Sanktionen – zumindest am Anfang. Soziale Normen sind sehr fragil, vor allem wenn sie jung sind. Sie entstehen aus der Spannung zwischen den Wünschen des Einzelnen und den Bedürfnissen der Gesellschaft. Wenn Verstöße nicht sanktioniert werden, verschwinden sie oft schnell wieder. In der Kommunikation sollten Regierungen viel stärker hervorheben, was andere Menschen tun. Was andere tun, ist für unser eigenes Verhalten relevant. Immer. Nicht nur während der Pandemie.

Hier das Interview in voller Länge:

Exzellent, sehr empfehlenswert. Meiner Meinung nach lohnt es, den Artikel komplett zu lesen. Ja, schon gut, man braucht dazu zwei Minuten, aber die werden wir doch noch haben, oder?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Verstehe ich nicht?

Wenn ich als älterer Mensch quasi in die Einzelisolation gehe, 2x die Woche außerhalb der Stoßzeiten einkaufen gehe, mit optimalem Schutz und sonst auf einen Lieferservice zurückgreife, sind Infektionen ausgeschlossen.

Ich gebe ja gerne zu, dass so ein Leben über Monate nicht besonders spaßig ist, aber aus mikrobiologischer Sicht kann man sich auch bei 20.000 Neuinfektionen täglich perfekt gegen eine SARS2-Infektion schützen.

Sehe ich die Sache mikrobiologisch falsch?
 
falconeye
falconeye kommentierte

[...] einkaufen gehe, mit optimalem Schutz [...] sind Infektionen ausgeschlossen
Damit diese Aussage von unserem Mediziner @HaDiDi nicht einfach so zitiert wird: nein.

Eine FFP2-Maske reduziert das Ansteckungsrisiko um den Faktor 25, eine FFP3-Maske um den Faktor 100 (streng genommen: lässt noch 4% / 1% der Partikel durch).
Das verbleibende Risiko ist nicht Null, zumal, wenn Gesichtsschutz und Handschuhe fehlen. Selbst mit perfekt getragener Maske (die man selten sieht), kann man eine Infektion nicht ausschliessen. Nur unwahrscheinlich genug machen. Aber auch nur dann, wenn eine solche Pandemie-Situation nicht über Monate anhält, die Inzidenz nicht zu groß wird.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Du rechnest jetzt mit theoretischen Werten, demnach wäre auch die Schutzwirkung von Kondomen und der Anti-Babypille nicht 100%. Sie ist deshalb nicht 100%, weil es Anwendungsfehler gibt. Individuell bei richtiger Anwendung schützt ein Kondom aber zu 100%.

Bei einem Rentner, der eine gut sitzende FFP2 Maske nutzt und dann außerhalb der Stoßzeiten 2x die Woche für 15-20 min im Aldi Lebensmittel einkauft, kommt es auch theoretisch-mathematisch nicht zu einer Infektion. Die Viruskonzentration in der Raumlauft ist gering, die Verweildauer ist kurz und dazu eine FFP2-Maske, da passiert nichts, da bekommt niemand eine Virusdosis ab, die zu einer Infektion führt.. - Er soll ja nicht 2 Stunden dicht gedrängt im C&A am Wühltisch hantieren.

Macht der Rentner ansonsten Spaziergänge im Wald und in Parks, fernab von Menschenansammlungen kann es auch nicht zur Infektion kommen.

In Selbstisolation im eigenen Zimmer, oder in der eigenen Wohnung, immer mal gut gelüftet und wenn er dort keine Besucher empfängt, gibt es auch "zero" Infektionsrisiko.

Die Diskussion ist doch lächerlich. Natürlich kann ich mich gegen eine SARS2-Infektion effizient schützen, wenn ich Rentner bin und nicht mehr berufstätig bin. Das geht mit etwas Organisation und wenigen Hilfsmittel, einen Atomschutzbunker braucht man dazu nicht.

Ob so ein Leben über Monate spaßig, zumutbar ist, ist eine ganz andere Diskussion, die man hier nicht vermischen sollte.... aus mikrobiologischer Sicht ist die Sache zumindest eindeutig. Wer sich entsprechend verhält, hat auch bei einer Inzidenz von 400 kein Infektionsrisiko.
 
Zuletzt bearbeitet:
gannet
gannet kommentierte

Der alte Mensch muss aber auch körperlich und geistig dazu in der Lage sein, diese von dir genannten Dinge zu beherzigen...
Beste Grüße
Hanjo
 
falconeye
falconeye kommentierte

Du argumentierst mit weltfremd theoretischer Verhaltensweise, ich kontere mit mathematisch verbleibenden Grenzrisiken.

In der Praxis kann man sein persönliches Infektionsrisiko um einen großen Faktor gegenüber der Allgemeinbevölkerung reduzieren. Sagen wir mal, um 10x oder im Extremfall 100x (mehr ohnehin nicht, denn das schafft selbst eine FFP3 Maske nicht). Wenn das Risiko der Allgemeinbevölkerung dann aber hoch ist, bei drohender Herdenimmunität über 50% ansteigt, dann verbleibt eben doch ein signifikantes Restrisiko. Denn Pannen passieren immer. Ich beobachte das überall und immer wieder bei älteren Menschen in der Nachbarschaft.

Die Inzidenz ist übrigens tatsächlich in der Altersgruppe 65-69 minimal. Aber mit 90/100k trotzdem noch hoch.
 
Zumal man sich gegen eine SARS2-Infektion selbst perfekt schützen kann.
Das wird nicht richtiger, nur, weil du es ständig wiederholst. Fakt: Man kann vieles tun, um das Ansteckungsrisiko zu mindern, man kann sich selbst eben nicht perfekt schützen. Nicht mal mit Gasmaske, schon gar nicht mit FFP2 o.ä. Abgesehen davon, dass es mit ausreichend verfügbaren FFP2-Masken nicht möglich ist, sie absolut dicht zum Körper hin abzudichten, schützen sie in der Regel schon mal nicht die Augen, die ebenso offene Scheunentore für das Virus darstellen. Sie schützen auch nicht vor Idioten, die dich einfach auf der Straße anrempeln, sich an dir vorbeiquetschen, dich ohne Maske auf einen halben Meter anschreien etc. Alles bei nahezu jedem Ausgang erlebt.

Ich war heute in einem größeren Krankenhaus, zwangsweise. Nicht mal die Gänge sind breit genug, um den derzeit in Österreich vorgeschriebenen Mindestabstand von 2m (ja, auch Babyelefanten wachsen) einzuhalten, wenn zwei Patienten einander begegnen. Was sich vor den Schaltern abspielt, sobald ein Pfleger ein volles Krankenbett vorbeischieben will, brauche ich nicht ausführlich zu erläutern, oder?

Dasselbe Bild auf z.B. der schon oft zitierten Mariahilfer Straße: Die ist derzeit zwar halbwegs locker begehbar, was aber erstaunlich viele Trampeltiere nicht daran hindert, in Gruppen so auf dich zuzulatschen, dass du keine Ausweichmöglichkeit mehr hast. Passiert täglich gut zehnmal auf 600m. Was sich abspielt, wenn Geschäfte wieder öffnen dürfen, ist dir klar? Da stehen Schlangen von bis zu 200m vor jedem Geschäft, das mehr als 30% Rabatt verspricht. Dass Geschäfte geschlossen werden sollten, die es in Zeiten einer Pandemie ganz bewusst auf einen derartigen Massenauftrieb anlegen, schließt sie noch nicht.

Und so weiter.

Ich isoliere mich selbst wie auch meine Frau, so schwer uns das auch fällt. Aber eine OP können wir nicht häuslicher Quarantäne abwickeln lassen, auch essen müssen wir zeitweise. Also wird zweimal die Woche eingekauft, meine Liebste kocht. Zum Arzt trägt uns auch keiner in einer hermetisch abgeschlossenen Blase, auch die Apotheke liefert nicht "kontaktfrei" (was eigentlich auch ein Witz für sich ist).

Also betreffen Schutzmaßnahmen eben doch wieder alle, wenn du auch immer wieder betonst, dass ältere Menschen eben auch ein naturgegebenes Recht auf ihren Tod hätten. Wenn ich das selbst für mich so bestimme - oder du für dich - so ist das okay, auch für mich. Wenn aber mein unbekanntes Gegenüber der Meinung ist, darüber an meiner Statt zu befinden - wie du z.B. auch für mich als älteren Mitbürger - so sehe ich das nicht mehr als Frechheit, sondern als gefährliche Drohung.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Die wenig Betroffenen haben natürlich auch keinen Bock auf Einschränkungen, aber sie sind ja auch nicht/kaum gefährdet, das macht dann den Unterschied.

Man kann es auch noch allgemeiner formulieren, wie viel muss das "Kollektiv" beitragen, wie viel obliegt eher der Eigenverantwortung der Gefährdeten?
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

sind es denn die "Alten" ( 70Plus) die munter das Virus in der Welt verteilen ???
und wenn von wem oder wo haben sie es sich eingehandelt?? auch ja von der Generation 80 Puls in den Pflegeheimen
das ist ja auch das Hauptklientel das Eilanträge bei den Gerichten stellt, weil sie für 4 Wochen in ihren Reiselustbarkeiten
eingeschränkt sind;)
Klar sperrt die Alten weg freie Bahn für die Virenschleudern ;)
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

Soll sich die gesamte Gesellschaft etwas einschränken, oder sollen sich bestimmte Gruppen stark einschränken und andere leben quasi normal weiter, das ist doch die eigentliche Frage, die sich als Konsequenz daraus ergibt.
Diese Aussage klingt nachvollziehbar. Die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen, wäre nur logisch aber offensichtlich unerwünscht. Daher wird wohl auch versucht, den Kreis der Risikogruppe lieber etwas auszuweiten (Berichte über schwer erkrankte Teenager oder Leistungssportler, hohe Wahrscheinlichkeiten für Langzeitfolgen selbst bei relativ leichten Krankheitsverläufen). Nachvollziehbar, wenn alle gleich stark betroffen sind, kann man keine relativ kleine Risikogruppe zu einem erhöhten Selbstschutz aus Solidarität gegenüber der Gesamtbevölkerung auffordern.
 
häuschen
häuschen kommentierte


Eine Regierung hat die Aufgabe den Durchschnitt der Bevölkerung einzuschätzen und die Wirksamkeit ihres Handelns ist, gute Arbeit vorausgesetzt, allein abhängig vom Verhalten der Gesamtbevölkerung.

Frau Merkel und ihre Expertenrunde schmeißen Ernst und mich (als repräsentative Gesamtauswahl ;) ) in einen Topf, quirt uns kräftig durch, kippt die Massen auf den runden Tisch und beschließt nach Begutachtung des schleimigen Breis (hoffentlich) entsprechend passende Maßnahmen.
Ich halte es daher für ebenso wahrscheinlich, dass die Wirksamkeit von Maßnahmen eben nicht allein von der Entscheidung der Politik abhängig ist. Eine ausreichend gegängelte und gleich geschaltete Bevölkerung ist da eindeutig leichter zu bändigen, was man am Beispiel China ja wunderbar sehen kann.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Re: "Eine neue proaktive Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV-2"

Seit Montag geistert ein Ansatz durch die wissenschaftliche und politische Diskussion in Deutschland, was wir hier so noch nicht beleuchtet hatten:
Die "Null-Covid"-Strategie. Ausgangspunkt ist dieses Papier:
mit dem Titel der Überschrift oben, welches u.a. von Melanie Brinkmann unterzeichnet ist (nicht jedoch von Viola Priesemann, Dirk Brockmann oder Christian Drosten ...).

Der Grundgedanke ist uns bekannt, ich habe ihn hier ja schon mehrmals als eine der verfügbaren Optionen aufgezeigt: Erst bringt man mit R ~ 0.7 in wenigen Wochen die Fallzahl auf Null, erst dann lockert man auf normales Leben, haut dann aber auf jeden einzelnen Fall energisch drauf. So, wie es China oder Australien macht. Neu im Vorschlag ist, dies regional "bottom-up" statt "topo-down" zu machen, also jeder Landkreis zunächst für sich, wodurch sich "grüne Zonen" ergeben. In "grünen Zonen" ist normales Leben oder wirtschaften erlaubt, aber der Zugang von aussen wird streng reglementiert und im wesentlichen auf andere grüne Zonen beschränkt. So wachsen grüne Zonen und schaffen Anreiz für andere Regionen, die Strategie zu übernehmen.

Hier auch direkt meine Meinung dazu:
  • Ja, zu Beginn der Pandemie im Frühjahr
  • Ja, falls es keinen Impfstoff gibt
  • Nein, in einem Land mit der aktuellen Inzidenz und Impfverfügbarkeit wie Deutschland.
Ich darf mein "Nein" kurz begründen: Der Weg von Inzidenz 200 auf Inzidenz 0.5 (50% der LK mit 0 Fällen) bei R=0.7 (Halbwertszeit = 7.8 Tage) dauert 9.6 Wochen, wäre also in KW13 beschritten. Nach Ostern könnte dann in den meisten (dann grünen) Zonen auf Maßnahmen bis auf Einreisebeschränkungen und Kontrolltests verzichtet werden. Das wäre die Strategie für 2020 gewesen ... Deswegen hatte ich ja schon ganz zu Beginn im Februar geschrieben "Break the Curve statt Flatten The Curve". "Flatten The Curve" war ein teurer Irrweg, der dann ja auch ausser in den USA und Schweden nicht begangen wurde. Aber leider halt auch kaum die Alternative, wie oben beschrieben. Allerdings jetzt, 2021, beginnt die Impfung Wirkung zu zeigen. Ich gehe von 500.000 Impfungen / Woche bis KW 8 aus, dann 1 Mio. Impfungen / Woche, nach Ostern 2 Mio./Woche. Ferner zunächst Verzicht auf die zweite Dosis. Macht 9 Mio. Impfungen, oder eine Reduktion von R um 0.89 bis Ostern. Zusammen mit dem saisonalen Effekt wird die Pandemie in D daher nach Ostern zusammenbrechen, solange moderate Einschränkungen aufrechterhalten bleiben (Großveranstaltungen etc.) - bis zum Herbst 2021 müssen wir mit Impfen aber durch sein ... Allerdings erfordert die neue Virusvariante eine Sonderbetrachtung, die ich in einem anderen Post anstellen werde.

Mein "Nein" oben ist auch ein Kompromiss. Ich persönlich würde diesen Ansatz selbst jetzt befürworten. Er stellt immer noch das mathematische Optimum dar. Aber man muss auch den gesellschaftlichen Schaden betrachten, wenn ein großer Teil der Bevölkerung den Weg nicht nachvollziehen kann und gezwungen werden müsste. Der Zug, die Null-Covid Strategie vermitteln zu können, ist im März 2020 abgefahren. Und da der Vorschlag heute nicht alternativlos ist ...

Kekulé und Drosten äussern sich übrigens ähnlich, Drosten allerdings positiver und Kekulé negativer.

Man muss noch einen Aspekt beachten: Die Existenz der neuen Virusvariante flösst aktuell Wissenschaft und Politik Respekt ein. Das kann einem theoretisch in wenigen Wochen um die Ohren fliegen und zu katastrophalen Bildern und Zuständen führen und es könnte bald zu spät sein, daran etwas ändern zu können. Ich sehe diesen Vorschlag der Null-Covid Strategie daher als konstruktiven Vorschlag für einen Weg, wie dies sowohl zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten als auch zuverlässig noch verhindert werden könnte. Der Vorschlag ist aber nicht alternativlos.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Jedes Jahr gibt es rund 10.000 Suizide in Deutschland, ähnlich viele Menschen sterben jährlich an Krankenhauskeimen. Rund 20.000-30.000 Menschen sterben jedes Jahr an einer Pneumonie, usw. usw. und das seit vielen Jahren.

Da gab es nie irgendwelche Gedenkfeiern, keine Aktion Lichtfenster, aber bei Corona hat jetzt jeder noch eine medienwirksame Idee und möchte noch einen draufsetzen, so zumindest empfinde ich diese Aktion.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Naja, man findet bei jeder Gedenkfeier ein Beispiel für eine, die nicht stattgefunden hat. Ist für mich kein Argument dafür, dass es diese eine deswegen auch nicht geben darf :nixweiss:. Wenn die Gedenkfeier irgendwie medienwirksam sein soll und das vielleicht am Ende auch ist, seis drum. In erster Linie ist das mal ein Haltepunkt für Angehörige und für die Menschen, die mitfühlen. Und wenn es nur eine Handvoll ist, die sich davon angesprochen fühlt, dann ist sie für etwas gut. Und schaden tut sie auch nicht.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Ich empfand die Aktion als "unehrlich und scheinheilig", da werden Tote für andere Zwecke instrumentalisiert und habe deshalb polemisch darüber berichtet. Aber vielleicht tue ich ja dem Staatsoberhaupt damit unrecht und er weiß nichts von den vielen anderen Toten jedes Jahr.

Mir ging es nicht um ein respektloses Verhalten gegenüber Angehörigen und Verstorbenen.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

Was genau nicht umsetzbar ist, hat er nicht weiter erklärt.
Ebensowenig wie Du dich hier inhaltlich mit der Null-Covid Strategie befasst hast und neue Einsichten beisteuern könntest. Herr Spahn heisst dich sicher herzlich in seinem Club willkommen, @HaDiDi ;)
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Ich habe mich jetzt etwas damit beschäftigt. Insbesondere mit Beiträgen von Prof. Christian Zeller. Das war ernüchternd.

Ich war davon ausgegangen, dass es sich um ein medizinisch/epidemiologisches Projekt handelt - so wie es in Asia-Pacific in einigen Staaten durchgeführt wird. Mir scheint Null-Covid in Europa hat eher einen ideologisch, linksangehauchten Touch.

Zunächst will man die ganze EU ins Boot bekommen, (OK damit hat sich das Thema eigentlich schon erledigt, die EU ist doch völlig zerstritten und uneins), dann geht es nicht um den kurzen harten Lockdown, der alle trifft, sondern doch um selektive Maßnahmen, bestimmte Industriezweige Rüstungsindustrie, Automobilindustrie, etc. - also Großkapitalismus... da wird zugesperrt. Sorry, aber in der europäischen Null-Covid-Bewegung engagieren sich (einige/viele) Leute, denen geht es nicht primär um Epidemiologie. So zumindest mein Eindruck.

Für einige scheint Covid nur die Blaupause für andere Projekte, wo man auch die Grundrechte einschränken kann, hat bei Covid ja gut geklappt... nach dem Motto lass keine Krise ungenutzt verstreichen. Den Eindruck habe ich schon länger, vorne steht Covid drauf, aber bei einigen geht es eher um den linksökologischen Umbau der Gesellschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Neue Einschätzung zu B.1.1.7

Es gibt eine neue, unabhängige Studie aus Oxford zur Ausbreitung von B.1.1.7 in UK:
"Increased infections, but not viral burden, with a new SARS-CoV-2 variant".

Bisher gab es ja große Unsicherheiten, wie stark sich R bei der neuen Variante unterscheidet. Die Studie in Oxford hat nun "UK’s nationally representative surveillance study" ausgewertet und genauere, belastbarere Ergebnisse erhalten.

Das Ergebnis ist, dass sich B.1.1.7 täglich 6% schneller ausbreitet (95% CI 4-9%) als bisherige Varianten. Bei einem Serienintervall S = 4 Tage (dem Standard für SARS-CoV-2, allerdings bisher nicht verifiziert für die neue Variante) entspricht dies einem ∆R ~ 0.26 (95% CI 0.17 - 0.41). Ich fasse dies mal mit R ~ +0.3 zusammen. Andere Quellen zitieren hier auch +0.35. Die Schwankung bleibt regional und zeitlich beträchtlich. +6% täglich bedeuten +50% wöchentlich. Diese Zahl ist etwas niedriger als die ursprünglichen +70% in den Medien, dies sind also "Good News".

Z.Zt. haben wir im Lockdown etwa R=0.88 in KW2 erreicht (der Rückgang der Zahlen sieht aktuell deutlicher aus, ein Teil des Effektes (ca. ∆R -0.06) ist aber immer noch dem Rückgang an Testungen geschuldet - mehr dazu am Samstag).

Wenn wir das so beibehalten, ergibt sich:
Rt (alte Variante) ~ 0.85
Rt (B117) ~ 1.15

Es gibt keine aktuellen Zahlen zu B117, Drosten "schätzt" aber, dass es z.Zt. weniger als 1% der Proben sind, mit einem Ersteintrag Anfang Dezember und Haupteinträgen durch den Reiseverkehr über Weihnachten. Damit würden sich die folgenden Inzidenz-Zahlen ergeben (bitte aufklappen):
Code:
KW    Normal    B117    Total    B117/Tot
3    150,0    1,0    151    0,7%
4    112,9    1,3    114    1,1%
5    84,9    1,6    87    1,9%
6    63,9    2,1    66    3,2%
7    48,1    2,7    51    5,2%
8    36,2    3,4    40    8,6%
9    27,2    4,3    32    13,7%
10    20,5    5,5    26    21,3%
11    15,4    7,1    22    31,5%
12    11,6    9,0    21    43,8%
13    8,7    11,5    20    56,9%
14    6,6    14,7    21    69,2%
15    4,9    18,8    24    79,2%
16    3,7    24,0    28    86,6%
17    2,8    30,7    33    91,6%
18    2,1    39,2    41    94,9%
19    1,6    50,1    52    96,9%
20    1,2    63,9    65    98,2%
21    0,9    81,7    83    98,9%
22    0,7    104,3    105    99,4%
23    0,5    133,2    134    99,6%
24    0,4    170,1    170    99,8%
25    0,3    217,2    217    99,9%
26    0,2    277,4    278    99,9%
27    0,2    354,2    354    100,0%
28    0,1    452,4    453    100,0%
29    0,1    577,8    578    100,0%
30    0,1    737,9    738    100,0%
Man sieht, dass es bis ca KW13 "gut geht", und dann anschliessend trotz bis dahin erfolgreichen Lockdowns und Erreichen einer Inzidenz von 20 wieder "losgeht", mit katastrophalen Effekten ab KW27 (Anfang Juli). Glücklicherweise werden saisonale Effekte und das Impfen dies zeitlich nach hinten verschieben.

Aber es wird auch klar:
  1. Der strenge Lockdown jetzt ist tatsächlich notwendig, um das Ausbrechen der B117-Variante wirklich in den Herbst zu verschieben.
  2. Es gibt ansonsten nur zwei Alternativen:
    1. Eine Impfstrategie, die im Herbst die Bevölkerung zu 70% geimpft hat.
    2. oder die Null-Covid Strategie aus dem Papier oben (denn mit Rt~0.7 kann sich die B117 gar nicht erst weiter ausbreiten).
  3. Die "spannende" Phase ist die Zeit ab KW14, also zwischen Ostern und dem Punkt, an dem ca. 20 Mio. geimpft sind.
Das kann man rechnen und sich so überlegen. Ich finde aber, diese Überlegungen werden von unseren Medien nicht ausreichend transparent kommuniziert. Die Politikberatung funktioniert, unsere Politiker machen auf mich einen ganz schön beindruckten Eindruck. Aber irgendwie erklärt es niemand den Medien - und die nicht der Bevölkerung ...
 
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bernhard64
bernhard64 kommentierte
„Aber irgendwie erklärt es niemand den Medien - und die nicht der Bevölkerung ...“

Das sagen viele in meinem Umfeld auch, wenn ich - dank der Infos, die Du und andere hier posten - aufklärerisch tätig sein darf. Das geht jetzt so seit Beginn dieses Threads.
Allerding will sich irgendwie auch keiner die Mühe machen, sich zu informieren. Da kommen Aussagen wie, „nee, also den Lanz schau ich seit Beginn der Pandemie nicht mehr an. Ist doch immer dasselbe.“ usw. Geschweige denn, dass sich HIER einer auf mein anraten hin angemeldet hätte.
Das kommt davon, wenn es gesellschaftsfähiger ist, den Kulturteil und nicht den Wissenschaftsteil der Zeitung zu lesen ... ( darüber hat sich Hoimar von Ditfurth schon in den 80ern beklagt).
Also wer in den Medien sucht, würde auch fündig werden.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ja, natürlich, wir hier im Thread werden ja auch fündig auf der Suche nach Quellen und Belegen. Aber eigentlich sollte niemand großartig suchen & finden müssen, insbesondere nicht bei einem Thema, das alle betrifft.
Ich mache übrigens ähnliche Erfahrungen in meinem weiteren Umfeld, also z.B. Nachbarn oder Eltern der Freunde unserer Kinder.
 
Pressetermin heute:

10.00 Uhr Pressekonferenz zur Corona-Lage im Lockdown u.a. mit Jens Spahn (CDU, Bundesgesundheitsminister), Prof. Lothar H. Wieler (Präsident Robert Koch-Institut), Prof. Christian Drosten (Direktor Institut für Virologie Charité Berlin) und Prof. Gernot Marx (Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI)

zu sehen bei phoenix
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Jetzt live:

 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ähnliches Thema, nur sehr viel humoristischer präsentiert, hatte gestern die Maybritt in ihrer Talgschau.

Da konnte man sehen wie Helge Braun von Schwesig und Lobo in die Zange genommen wurde und zu Helge Hilflos wurde. Christiane Woopen wollte ihm dann mit der klugen Bemerkung: "Wir müssen uns auch mit Afrika vergleichen", zur Hilfe eilen. Ist es wirklich schon so schlimm?

Ok, geographisch ist Afrika sicherlich näher als Südkorea, aber man könnte sich ja auch mal mit Israel vergleichen, geographisch auch nicht so weit weg... :cool:

maybrit illner vom 21. Januar 2021 - ZDFmediathek
 
#Null-COVID, #ZeroCovid - was genau ist damit gemeint, wie unterscheiden sich beide Ansätze, welche Pro- und Contra-Argumente gibt es? Video aus der Reihe "Possoch klärt!" bei br24:

 
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Kay
Kay kommentierte
Ist mir schon wieder zu viel Selbstdarstellung (und etwas, was Hugo " Gequatsche " nennen würde).

Entweder es gibt eine klare Ansage, oder wieder Sero ist besser als Null, Sunil wäscht weißer als weiß und FFP 2 ist besser, aber weil zu teuer auch OP.

Wahrscheinlich ist es doch bald sinnvoller, über eine Reise nach Thailand nachzudenken.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
was für ein Klugschei...
eigentlich müsste die Regierung alle Hebel in Bewegung setzten
um diesem Experten ins Beraterteam zu holen, dann wäre der Spuck in 3 Wochen vorbei;)
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Erklärungs-Entertainment statt sachlicher Analyse... :geek:

Warum hat Thailand rund 6 Monate eine Null-Covid-Strategie durchgehalten, was waren die Maßnahmen, hätte man ja mal analysieren können. - Übrigens Thailand ist keine Insel, da gibt es sehr lange Landesgrenzen und sehr viel Warenaustausch mit Burma, Laos, Kambodscha und Malaysia.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ach, Leute.... ist doch schön, wenn es immer was zum Meckern gibt. Da könnt ihr alle mal ne Runde Dampf ablassen. DAZU hatte ich das Video aber nicht eingestellt.

Also, man kann vom Protagonisten im Video halten, was man will, aber grundsätzlich ist das erstmal nur ein Versuch, die verschiedenen Begriffe zu erklären. Nirgendwo bezeichnet er sich als Experte noch hat er eigene Vorschläge. Das ist auch nicht sein Auftrag.

Ich könnte euch auch ein DW-Video mit einem Streitgespräch zwischen einem zerocovid Befürworter und einem absoluten Gegner verlinken. Da werden direkt Argumente ausgetauscht, auch recht leidenschaftlich. Oder rein wissenschaftliche und sachliche Betrachtungsweisen, dann aber auf englisch und über eine Stunde lang. Aber da weiß ich auch schon, was da kommt "Was, so lang? Das kann ich mir nicht bis zum Ende anhören" - "Was soll ich jetzt damit anfangen?" - "Der Typ hat ja eine unangenehme Stimme"...

Also stell ich euch, nett wie ich bin, eine Zusammenfassung der derzeitigen Meinungen in einer erträglichen Länge ein - die kann natürlich nicht jedes Land und seine Maßnahmen einzeln abhandeln oder diese bewerten, dann wäre es ja wieder zu lang. Kann man aber am Video kritisieren, das stimmt @HaDiDi . Da gibt es dann andere Publikationen, zumeist auch auf englisch, die das abhandeln. Mal sehen, ob ich die Grafik der 27 #ZeroCovid-Länder noch wiederfinde bzw. deren Quelle, an der man das gut erkennen kann.

Aber wie auch immer - wenn ihr euch lieber über den Vortragenden aufregt und ihn als Klugschei... oder Selbstdarsteller bezeichnen müsst, anstatt euch den Inhalten zu widmen, und generell sonst nichts dazu zu sagen habt, dann sind wir von der Diskussionskultur in den von den meisten hier so oft gescholtenen sozialen Medien nicht mehr weit entfernt.

Wenn Ihr diskutieren wollt, dann bitte über Inhalte. Sonst hat das alles hier keinen Zweck.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
... nachem wir uns alle infiziert haben.

Effekte einer Herdenimmunität zeigen sich schon sehr viel früher, außerdem kann es bei einer infektiöseren Variante und übervollen Hospitälern auch zu Verhaltensänderungen bei der Bevölkerung kommen. Selbst in Brasilien gab es immer nur sehr kurze Corona-Phasen mit exponentiellem Wachstum.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Das eine schliesst das andere nicht aus.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
@Fiesta1
sorry irgendwie verstehe ich dein Smile nicht so ganz
was ist daran lustig ????????
 
P
promike kommentierte
Müsste doch mittlerweile bekannt sein, dass der Kleinwagen gerne provoziert
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Frag ihn bitte privat, er kann hier schon länger nicht mehr schreiben.
 
Noch ein paar regionale Nachrichten zur Nacht:

Bremen verschickt FFP-2-Masken an alle 15- bis 59-Jährige (Personen Ü60 bekommen durch die Verordnung des Bundes ohnehin ihr Kontingent)

In Baden-Württemberg wurde die Pflicht für Besucher im Krankenhaus zur Vorlage eines aktuellen PCR-Tests oder eines Antigenschnelltests gelockert. Die neue Regelung sieht nur noch einen Schnelltest oder das Tragen einer FFP2-Maske vor.


Die Coronavariante in Garmischer Klinikum ist keine neue Mutation, sondern bereits sei März 2020 bekannt
 
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bernhard64
bernhard64 kommentierte
„Bremen verschickt FFP-2-Masken an alle 15- bis 59-Jährige (Personen Ü60 bekommen durch die Verordnung des Bundes ohnehin ihr Kontingent)“

schmeckt etwas Schal, wenn man aus einem Geberland stammt :cry:, Bremen 771 Mio €
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Die FFP2-Aktion von Bremen finde ich grundsätzlich richtig und sollte eigentlich bundesweit erfolgen, finanziert über das Gesundheitsministerium. - Mit Masken, die in einem deutschen Unternehmen produziert wurden.

Dass der Föderalismus ganz grundsätzlich teilweise sonderbare Stilblühten treibt, ist schon lange bekannt. Nehmerländer verteilen Wohltaten, die letztendlich von Geberländern finanziert werden. Besonders kreativ ist da Berlin. Da die Nehmerländer in der Überzahl sind, wird sich an dem Zustand so bald nichts ändern.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
In Bremen leben doch nur ein paar Hansel:6874:
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Wir sind kein Politikforum. Die Diskussion um Nehmer- und Geberländer ist in diesem Thread und auch als Kommentar unter diesem Beitrag off-topic. Das wisst ihr auch selbst.....
:back2topic:
 
falconeye
falconeye kommentierte
Danke für den Link.
Es ist erstaunlich, welche Freiheiten deutsche Amtsrichter bei ihrer Rechtsprechung haben. Was unterscheided ein Urteil dann noch von einer individuellen Meinungsbekundung eines Richters? Egal, wie interessant diese Meinung im Einzelfall sein mag.

Wenn Amtsrichter alle kompetent wären, fände ich den Vorgang gut. So aber denke ich, hier hat sich nur der Richter eines kleinen Amtsgerichts selbst eine politische Bühne geschaffen. Was durchaus disziplinarische Konsequenzen haben könnte. Die Staatsanwalt beantragt jedenfalls schon einmal Rechtsbeschwerde.

P.S. Hier geht es um ein Amtsgerichtsurteil, nicht den FOCUS ...
 
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häuschen
häuschen kommentierte
Wenn ich es richtig überflogen habe, geht es um eine „Hinterhof-Party“ mit 8 Leuten im Frühjahr 2020.
Ob der Richter zur jetzigen Zeit ähnlich argumentieren würde? Bzgl. der Belastung des Gesundheitssystems zum Beispiel.
 
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VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte


Glückwunsch zu Deiner herrlichen Selbstironie.
 
Furby
Furby kommentierte
Die Richter sind frei und unabhängig in ihrer Urteilsfindung und das ist gut, selbst wenn es schon einmal Urteile gibt, die von juristischen Laien angezweifelt werden. Außerdem sollte man den exakten Sachverhalt kennen, auf das Urteil beruht und nicht dessen Zusammenfassung von einem Medienschreiber, der darauf angewiesen ist, dass sein Verleger ihn "mag", was der aber nur tut, wenn die Schreibe auflagensteigernd ist.
Außerdem gibt es bei den meisten erstinstanzlichen Entscheidungen die Möglichkeit, diese mit Rechtsmitteln zu überprüfen und eventuell kassieren zu lassen wenn man durch sie beschwert ist. Dieses System ist besser und demokratischer als ein System in dem die Justiz - die nicht umsonst im demokratischem Staat die "dritte Gewalt" ist (Prinzip der Gewaltenteilung) - den Weisungen der Obrigkeit zu unterstellen. Das hatten wir ja auch schon in Deutschland. Gegen Richter, die vorsätzlich Fehlurteile produzieren, gibt es außerdem dienstrechtliche und strafrechtliche Möglichkeiten (Rechtsbeugung). Aber das dürfte im vorliegenden Fall nicht gegeben sein.
 
Moin
ja und wie ist das mit den Masken im Auto ???? ( ist ein bisschen ChitChat)
weder beim ADAC oder sonstigen Autozeitschriften findet man klare Aussagen.
Klar auch da gelten eigener Hausstand plus max. 1 Fremdperson.
dann aber, es sollten nach Möglichkeit Masken getragen werden ( ob einfache OP/FFP2 oder Alltagsmasken)
ist unklar aber noch unklarer ist, das Masken muss so getragen werden das die Gesichtszüge bzw. die
Person einwandfrei zu erkennen ist.??? wie soll das denn funktionieren ;)
nur mal so als kleines Beispiel:
sonniger Wintertag FFP2 Masken und Sonnenbrille :):)
 
Kay
Kay kommentierte


Hugo :D meint : Lasst Euch doch von der Krankenkasse die Lincoln Navigator Extendet Version spendieren, dann klappt das auch mit dem Abstand !:cool:
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Kay

ach Hugo zur Zeit fahre ich einen Stretch-Hummer H2
das Problem ist nur dass das Hinterteil 6 Meter aus der Garage steht ;);)
 
Kay
Kay kommentierte
Zieh doch einen Mantel über - dann sieht man das Hinterteil nicht so ... - wir kommen ab.

@Beuteltier : mal ernsthaft : frag doch die Kasse. Es müßte für Arztfahrten eine Taxi-Regelung geben.
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Masken ja, auch der Fahrzeuglenker (Fahrer) soll/ muss ein Masken tragen, aber so, das er einwandfrei zu identifizieren ist ;)
Die Masken sind doch gechippt. Die geheime Weltregierung weiß also ganz genau, wer da gefahren ist. Wenn das nun ein Problem ist, die Info an die Bußgeldstelle weiterzuleiten, scheint es mit der geheimen Weltregierung nicht weit her zu sein.
 
Kay
Kay kommentierte
Michael (Beuteltier) kommt aus Agawang - das sucht die Weltregierung gerade in Sri-Lanka ...
 
Update 23. Januar 2021

Germany
New Cases 22.01.2021: 16366
Weekly average: 14490
7 day incidence: 122,2
Rt: 0,86 (0,57 - 1,28)
Forecast 19.02: 4345 (191 - 99009) [Incidence: 36,6]
Alert Value A: 1,30 very high risk

Screen Shot 2021-01-23 at 13.09.35.png

Die Inzidenz ist weiter gefallen. Allerdings ist ein Teil des Effektes dem weiterhin verringerten Testaufkommen geschuldet. Ohne diesen Effekt läge die Inzidenz noch bei ca. 145 statt 122. Allerdings hat sich der Effekt auf den gemessenen Wert von Rt totgelaufen, Rt läge bei unverminderter Testung etwa bei ca. 0.88. Die Schwankung an Testungen hat zu einer Schwankung der gemessenen Rt-Werte geführt, die aber durch meine Korrektur größtenteils elimiert wird (vgl. hellgrüne und dunkelgrüne Kurven im Bild rechts).

Die Zahl der Toten schwankt jetzt und zeichnet den Verlauf der (korrigierten) Inzidenz mit einem Versatz von 3 KW nach, vgl. rechte Abb. (orange vs. schwarz). In den RKI-Zahlen sieht man das nicht so deutlich, da diese nicht korrigiert sind. D.h., mit einem deutlicheren Rückgang ist ab KW 5 zu rechnen.

Beim jetzigen Rt-Wert wäre bis 19.2 eine Inzidenz von 37 erreicht, mit grossen Unsicherheiten. Dieser Rt-Wert (0.85) ist auch mindestens (bis nach Ostern) erforderlich, um die B117-Variante halbwegs im Zaun zu halten, bis die Impfungen Wirkung zeigen - vgl. #4930. Das wird ab Mitte Februar eine Gratwanderung für die Politik. Im Moment is der Alertlevel immer noch "very high risk", der Lockdown also leichter zu rechtfertigen.
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Austria
New Cases 22.01.2021: 2088
Weekly average: 1585
7 day incidence: 125,3
Rt: 0,88 (0,78 - 0,98)
Forecast 19.02: 586 (245 - 1397)
Alert Value A: 1,23 very high risk

Switzerland

New Cases 22.01.2021: 2156
Weekly average: 2007
7 day incidence: 164,0
Rt: 0,91 (0,62 - 1,33)
Forecast 19.02: 633 (33 - 12070)
Alert Value A: 1,22 very high risk

Spain

7 day incidence: 527,0
Rt: 1,10 (0,89 - 1,37)
Alert Value A: 2,26 out of control

Portugal

7 day incidence: 784,7
Rt: 1,20 (0,94 - 1,53)
Alert Value A: 2,53 out of control

Ireland

7 day incidence: 361,6
Rt: 0,79 (0,40 - 1,59)
Alert Value A: 1,14 very high risk
Irland hat es trotz des B117-Ausbruchs unter Kontrolle gebracht.

United Kingdom
7 day incidence: 401,9
Rt: 0,85 (0,73 - 0,99)
Alert Value A: 1,65 very high risk

US

7 day incidence: 380,8
Rt: 0,87 (0,76 - 0,99)
Alert Value A: 1,56 very high risk

Korea, South

7 day incidence: 5,6
Rt: 0,83 (0,74 - 0,92)
Alert Value A: -0,23 moderate risk
Die iberische Halbinsel hat ein Problem.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Zusätzlich zur iberischen Halbinsel gibt es aktuell noch 3 Hotspots (500 - 700 Inzidenz) in der Nähe zu D, die zu beobachten sind:
  1. Provinz Bozen (Südtirol)
  2. Karlovy Vary (grenzt an Sachsen)
  3. Hradec Králové (Nord-Tschechien)
Mit weiter sinkenden Fallzahlen wird eine Kontrolle des Grenzverkehrs immer wichtiger. Aktuell vor allem in den LK Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis, Hof, und insbesondere Wunsiedel, Tirschenreuth.
 
Laut einer Blitz-Studie des Sheba Hospital in Israel ist der BioNTech Impfstoff sogar zu 98% wirksam!

Quelle: https://www.sheba.co.il/item/128411 (bitte per Tool übersetzen lassen), hier der relevante Ausschnitt:
Der Gehalt an Antikörpern im Blut von Sheba-Mitarbeitern stieg nach der zweiten Impfung an
18-01-2021
- Laut einer serologischen Studie, die unter den in Sheba geimpften Mitarbeitern durchgeführt wurde -

Ermutigende und überraschende Ergebnisse in der vom Sheba Medical Center durchgeführten serologischen Untersuchung: Ungefähr eine Woche nach der zweiten Dosis des Corona-Impfstoffs stieg der Antikörperspiegel im Impfstoff um das 6- bis 20-fache. Diese Antikörperspiegel sind sogar höher als die Antikörperspiegel bei schwer-betroffenen Patienten, die sich von Corona erholt haben.
Die Studie, bei der 102 Tests analysiert wurden, ergab, dass nur zwei Probanden keine angemessenen Antikörperniveaus entwickelten.

Dem stehen Wirksamkeiten von nur 70% (AstraZenica) oder gar 50% (SinoVac) gegenüber. Zusätzlich verhindert der BioNTech Impfstoff "möglicherweise" eine Ansteckung Dritter. Während diese Zahl bei AstraZenica bei nur -27% liegen soll (Quelle unbekannt).

Sollten sich diese Zahlen erhärten, sollten die Impfstoffe von AstraZenica und SinoVac nicht zugelassen werden, muMn. Oder nur als zusätzliches, unabhängiges Impfangebot ausserhalb der Wartelisten (d.h., privat zugelassen, aber nicht öffentlich beschafft). Denn damit lässt sich womöglich keine Herdenimmunität sicherstellen, und was dann ... ?

Tatsächlich ist es eine Zulassungsvoraussetzung für einen Impfstoff in D, dass er Vorteile gegenüber den bereits zugelassenen Impfstoffen bietet. Es handelt sich also nicht um einen freien Markt. Parallel beobachte ich erste Medienkampagnen China's (SinoVac) gegen BioNTech wegen der Impftoten in Norwegen. Dem kommt man durch eine Nichtzulassung auch zuvor ...
 
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falconeye
falconeye kommentierte
Noch ein Kommentar vom Studienleiter:
Dr. Gili Regev-Yochay, Direktor der Abteilung für Epidemiologie von Infektionskrankheiten bei Sheba, sagte, dass die ersten Ergebnisse darauf hinwiesen, dass die geimpften Personen wahrscheinlich keine Träger oder infektiös waren - eine Angelegenheit, die Wissenschaftler bisher nicht bestimmt haben - da die Antikörperspiegel hoch genug waren, um jegliche Viruspartikel zu unterdrücken.

"Das bedeutet, dass der Impfstoff wunderbar funktioniert", sagte Regev-Yochay.
[aus: https://www.timesofisrael.com/israe...ot-2nd-shot-have-high-level-covid-antibodies/ ]
Dies ist wohl die Quelle für die jüngste Aussage, der BioNTech-Impfstoff verhindere nicht nur die Symptome, sondern auch die Weitergabe des Virus.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Das ist doch mal eine überaus erfreuliche Nachricht.

In wie weit besteht eigentlich die Möglichkeit, das „Rezept“ von BioNtech für andere Produzenten freizugeben, um davon ganz schnell Unmengen produzieren zu können? Geht es da nur um Geld?
 
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falconeye
falconeye kommentierte

Das „Rezept“ von BioNtech für andere Produzenten freizugeben
Die RNA-Sequenz von BNT162b ist, glaube ich, veröffentlicht und recht kurz, da, anders als bei z.B. BNT162a, nur ein Teil(*) des Spike-Proteins, der ja wiederum nur ein Teil der Virus-RNA ist, kodiert wird (plus einiger Zusätze). Bliebe die Lizenzierung, aber das ist nicht der Punkt.

Ungeachtet dessen gibt es nämlich ausser BioNTech kaum Hersteller, die den Herstellungsprozess beherrschen, die nötigen Experten sind weltweit Mangelware, von den Zulieferern und Maschinen ganz zu schweigen.

Moderna hat das gleiche Problem, produziert noch weniger.

CureVac in Deutschland könnte ggfs. helfen, ich vermute aber, die haben noch gar keine Produktionskapazitäten aufgebaut, da sie gerade erst in die Phase III der klinischen Tests kommen. Aber ja, das wäre zu prüfen.

Insgesamt sind die Rufe nach einer Lizenzproduktion des BioNTech-Vakzins ein Zeichen mangelnden Sachverstands. Der schnellste Weg ist tatsächlich, BioNTech selbst zu helfen, möglichst schnell weitere Kapazitäten aufzubauen - denn für BioNTech ist jede Steigerung viel schneller umsetzbar, sie wissen genau, was zu machen ist.

Klassische Impfstoffe wie Vektorimpfstoffe lassen sich hingegen in Lizenz fertigen, scheinen aber längst nicht so gut zu funktionieren, s.o.

Ich hab irgendwo ein Paper zu mRNA-Impfstoffen aus 2019 gelesen und schon dort wurde darauf hingewiesen, dass der Aufbau von weltweit ausreichenden Kapazitäten eine Challenge werden würde. Zu dem Zeitpunkt gab es noch NULL mRNA-Impfstoffe und vor November 2020 war nicht klar, ob dieser Ansatz tatsächlich funktioniert. BioNTech selber sieht/sah ja nicht umsonst die mRNA-Technologie für Krebsmedikamente und nicht für Impfstoffe.

Das Hauptproblem ist - glaube ich - weniger die Produktion von grossen Mengen RNA (30 µg pro Dosis, macht für 1 Milliarde Dosen gerade mal 30 kg - 30 kg Impfstoff - That's it!). Das geht mit der Polymerase Kettenreaktion ganz gut. Das Hauptproblem wird sein, die Ummantelung mit den Lipid-Nanopartikeln im großindustriellen Prozess hinzubekommen. Hierfür benötigt es viele Zulieferer, die ihrerseits ihre Prozesse ausbauen müssen. Die ganze Industrie gibt es noch gar nicht. Die Umrüstung von Marburg läuft seit September und soll noch bis März benötigen.

Ironischerweise dürfte Deutschland (genauer der Komplex BW, BY, A, CH und Norditalien) das Land mit der weltweit besten Infrastruktur sein, das zu stemmen - mit einem Netz fantastisch guter Maschinenbau-Mittelständler. Das Paar BioNTech und Germany ist hier ein Paar "Made in Heaven" für die Bekämpfung der Pandemie. Deutschland hätte jedes Recht, einen Teil der ersten Produktion abzuzwacken - die Welt profitiert ohnehin - aber das nur am Rande. Die Produktionskapazitäten von Moderna vs. BioNTech/CureVac zu beobachten, wird interessant werden.

Anm.: Moderna Therapeutics gab die Pläne zum Bau ihrer Anlage im September 2016 bekannt. Der Bau der 110 Millionen Dollar teuren Anlage wurde Anfang 2018 abgeschlossen. Sie steht in Norwood, Massachusetts südöstlich von Boston. BioNTech hat mehrere Produktionsanlagen und produziert seit spätestens 2014 mRNA Produkte. Mit Mainz, Idar-Oberstein und Marburg (ab Frühjahr) wird BioNTech in 3 Fabriken BNT162b herstellen. Pfizer betreibt eine Facility in Puurs (Belgien) und drei in den USA, die für BNT162b ebenfalls zum Einsatz kommen sollen (laut Statements aus 2020). Es ist der aktuelle Umbau des Pfizer-Werkes in Puurs, der zu den aktuellen Lieferengpässen bei BioNTech führt.
___
(*) Das wird übrigens oft falsch wiedergegeben, auch vom Paul-Ehrlich-Institut :(
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Klassische Impfstoffe wie Vektorimpfstoffe lassen sich hingegen in Lizenz fertigen, scheinen aber längst nicht so gut zu funktionieren, s.o.

Warten wir mal noch einige Monate und weitere Mutanten ab, ob dieser Satz dann noch in dieser Absolutheit gilt, oder dann Impfstoffe mit mehr Viruskomponenten andere Vorteile zeigen.

Bei der Impfung würde ich eine flexiblere Vorgehensweise vorschlagen, abhängig von der Vielzahl und Häufigkeit von Sozialkontakten.

Heißt konkret, für Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen die zu Hause "gepflegt" werden und nur noch einen kleinen Aktionsradius haben, wäre der AstraZeneca-Impfstoff ideal, weil logistisch nicht besonders aufwendig. Auch ist es bei dieser Gruppe nicht so wichtig, ob sie bei einer Infektion das Virus noch weitergeben können, sie haben nur wenige soziale Kontakte. Bei dieser Gruppe reicht es aus, wenn die Impfung schwere Krankheitsverläufe unterbindet. Notfalls verabreicht man eine zweite Boosterimpfung, also drei Spritzen insgesamt - auch dadurch erhöht sich der Antikörpertiter. Dafür könnten auch Hausärzte ganz schnell eingesetzt werden. Hierdurch hätte man in den Risikogruppen die Sterblichkeit von rund 10-15 Mio. Menschen in Deutschland schnell reduziert.

Die mRNA Impfstoffe werden dagegen in Impfzentren mit der entsprechenden Infrastruktur verabreicht und dort an Gruppen, die noch ziemlich mobil im gesellschaftlichen Leben sind.
 
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Kay
Kay kommentierte

Das klingt vernünftig, was Du so schreibst - oft sogar sehr vernünftig ... - wird aber in der Praxis nicht umsetzbar sein :
Wer teilt die Leute ein, wer überwacht und kontrolliert die Einteiler ... mit Datenschutz , mit ohne Datenbank,
da dauert das Konzept schon länger als mancher Flughafen.
Hier klappt hoffentlich das, was unsere Regierung und Aufsicht so anzettelt - irgendwann - mit viel Verspätung - amtlicher Inkompetenz ... -
aber dann (hoffentlich) mit deutscher Bürokratie und Gründlichkeit.
 
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