Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Guten Morgen zusammen :)

Mit steigenden Infektionszahlen und zunehmender Anzahl an Hot Spots nimmt die Besorgnis zu. Ist ja nur logisch. Eine (eine!) Folge davon ist nicht nur hier in diesem Thread, dass -nennen wir es mal - "energiereicher" diskutiert wird. Also mit mehr Engagement, meinetwegen auch mehr Entrüstung und mehr Lautstärke. Das ist nicht verkehrt, denn es bedeutet auch das verstärkte Suchen nach praktikablen Lösungen.

Ich möchte dennoch darum bitten, dass ihr vor dem Antworten kurz innehaltet. Mir fällt auf, dass wieder viele Antworten sehr persönlich genommen werden. Darum geht es aber nicht, es geht um einen Austausch. Kaum ein Kommentar der letzten Tage hatte zum Zweck, jemandem seine Sicht der Dinge abzusprechen oder ihn persönlich als gaga abzustempeln, wurde aber oft so aufgefasst. Also bitte: diskutiert in der Sache und macht euch bewusst, dass es hier nicht darum geht, ob der eine mehr Recht hat als der andere.

Genauso (und das ist jetzt meine persönliche Meinung) die Diskussion um "die" Jugend, "die" Alten, "die" Partygänger, "die" Panikmacher, "die" Verantwortungslosen. Es liegt in unserer Natur, in Situationen, in denen uns die Kontrolle zu entgleiten droht, nach Schuldigen zu suchen. Hat man solche vermeintlich gefunden, ist es eine Erleichterung, mit dem Finger auf sie zu zeigen und zu sagen "ihr seid schuld! Wenn ihr nicht so viel gefeiert hättet, wenn ihr rechtzeitig Pläne für Schulen aufgestellt hättet, wenn ihr mehr Handschuhe gekauft hättet, wenn ihr die Hot Spots komplett abgeriegelt hättet, .... dann wäre alles nicht so schlimm wie es ist".

Aber was hilft es? Nichts. Es schadet imho eher. Denn es spaltet uns in einer Situation, in der das wichtigste unser Zusammenhalt ist. Es geht hier um jeden einzelnen und damit um uns alle. Und da hilft es nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen und sie auszuschließen aus dem "Kreis der angeblich allwissend Vernünftigen". Es geht darum, alle ins Boot zu holen und nicht, sie von der Bordkante zu schubsen.

Natürlich kann und soll man hinterfragen, was die Verantwortlichen tun und getan haben und wie sinnvoll das war. Das hilft, es in Zukunft besser zu machen. Aber eine Schuld zuzuweisen löst nicht das Problem. Nebenbei bemerkt erlebe ich z.B. "unsere Jugend" als deutlich verantwortungsbewusster als ihr bisher bescheinigt wird. (Mal ganz abgesehen davon, dass meine 3 Exemplare und ihre Freunde sehr viel braver und weniger ich-bezogen sind, als ich es in ihrem Alter war. Nicht nur hinsichtlich Corona, sondern generell)

Das Infektionsgeschehen ist längst nicht mehr einzelnen Clustern zuzuordnen, wie wir vor kurzem noch gehofft haben. Es ist wie erwartet wieder diffus geworden- und damit kann es jeden von uns treffen, ohne dass wir daran schuld sind. Wir werden in den meisten Fällen nicht erfahren, wer uns angesteckt hat und ob der sich vorher unvernünftig verhalten hat. Ja, das ist sch*****, wenn man die Schuld keinem geben kann. Man könnte sich so viel besser fühlen, denn im Umkehrschluss bedeutet es ja, dass man selbst eben auf gar keinen Fall irgendwas dafür kann. Und was hilft es tatsächlich? Nix.

Das ist KEIN Plädoyer dafür, einfach alles laufen zu lassen, ganz im Gegenteil. Dies ist nicht die Zeit für Party, Fremdkuscheln, ein Bad in Menschenmengen und Unvorsichtigkeit. Es ist die Zeit, aufeinander aufzupassen und zusammenzuhalten. Überall, auch hier im Thread.

Also bitte, lasst den Oberlehrerzeigefinger stecken und nehmt vor allem trotz aller Besorgnis und der damit einhergehenden leicht gestiegenen Dünnhäutigkeit nicht so viel so persönlich.

Das war das Wort zum Wochenende ;) Ich wünsche euch ein schönes!
 
2 Kommentare
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Schön, daß wir Dich haben!
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Gut gebrüllt, Löwin!
Hoffen wir mal, dass sich wirklich alle angesprochen fühlen, die gemeint waren... ;)
 
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Update 17. Oktober 2020 -- KW42

Germany
New Cases 16.10.2020: 7695
Weekly average: 5615
7 day incidence: 47,3
Rt: 1,40 (1,16 - 1,68)
Forecast 13.11: 78688 (18423 - 336087)
Alert Value A: 1,42 very high risk

Screen Shot 2020-10-17 at 11.55.42.png

Der aktuelle Anstieg hat nun mit zuletzt täglich über 7000 Fällen den Höhepunkt vom März (6933) überschritten. Der Alertvalue ist innerhalb nur einer Woche um 0,50 gestiegen -- allerdings war der steilste Anstieg von A vor einer Woche. Daher wird A "erst" in ca. 2 Wochen den Wert 2 out of control erreichen, wenn die beschlossenen Maßnahmen keine Wirkung zeigen sollten. Ich denke aber, die Botschaft sickert langsam durch und dazu wird es nicht kommen.

Mein Dunkelziffer-Indikator U, der auch in A eingeht, misst indirekt den Alterschnitt der Infizierten und die Test-Positivenquote, indem er den Verlauf der Todesfälle einbezieht. Dieser Indikator ist vom Tiefststand 0,2 am 8.9.2020 auf zuletzt 1,2 angestiegen - bei einem Höchststand von ~10 am 22.03. Der Altersschnitt war zuletzt 39J und steigt aktuell um 1J/Woche, die Test-Positivenquote liegt aktuell bei 2.48% (zuvor 1.66%, Tiefststand 0.74%), die Toten (täglich, 7-Tagesmittel) liegen wieder bei 25 (Höchststand 250, Tiefststand 3). Die Corona-Karte der EU zieht die Grenze bei einer Test-Positivenquote von 4%.

Bei dem aktuellen Trend erhöht sich die Todesrate um ca. 2.1x / Woche und die Fallzahlen (Rt 1,4) um 1,8x / Woche. Die Todesrate steigt schneller, da parallel der Alterschnitt steigt. Ab ca. 300 Toten täglich würde unser Intensivwesen überlastet, dieser Punkt wäre bei ungebremster Entwicklung am 9.11. erreicht. Es wird sicher zu einer Abbremsung kommen - hoffentlich schnell genug und stark genug. Allerdings wird sich der Anstieg der Todesrate erst noch beschleunigen, da vor 3 Wochen (dem Zeitpunkt der Infekton der jetzt Versterbenden) Rt noch deutlich niedriger lag.
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Austria
New Cases 16.10.2020: 1163
Weekly average: 1171
7 day incidence: 92,5
Rt: 1,11 (0,97 - 1,26)
Forecast 13.11: 3027 (1124 - 8156)
Alert Value A: 1,33 very high risk

Switzerland

New Cases 16.10.2020: 3105
Weekly average: 2008
7 day incidence: 164,0
Rt: 1,65 (1,33 - 2,05)
Forecast 13.11: 139411 (26516 - 732965)
Alert Value A: 2,33 out of control

Italy

7 day incidence: 79,3
Rt: 1,50 (1,43 - 1,56)
Alert Value A: 1,88 very high risk

France

7 day incidence: 211,0
Rt: 1,30 (0,44 - 3,79)
Alert Value A: 1,88 very high risk

Spain

7 day incidence: 160,7
Rt: 1,00 (0,72 - 1,38)
Alert Value A: 1,42 very high risk

United Kingdom

7 day incidence: 170,4
Rt: 1,11 (0,94 - 1,32)
Alert Value A: 1,57 very high risk

Belgium

7 day incidence: 464,0
Rt: 1,58 (1,52 - 1,63)
Alert Value A: 2,64 out of control

Netherlands

7 day incidence: 290,3
Rt: 1,10 (0,96 - 1,26)
Alert Value A: 2,00 out of control

Poland

7 day incidence: 108,7
Rt: 1,47 (1,26 - 1,71)
Alert Value A: 2,20 out of control

Czechia

7 day incidence: 476,4
Rt: 1,42 (1,14 - 1,76)
Alert Value A: 2,53 out of control

Croatia

7 day incidence: 103,5
Rt: 1,49 (0,37 - 5,98)
Alert Value A: 1,87 very high risk

US

7 day incidence: 116,0
Rt: 1,11 (1,07 - 1,16)
Alert Value A: 1,48 very high risk

Brazil

7 day incidence: 68,9
Rt: 0,82 (0,73 - 0,92)
Alert Value A: 0,79 high risk

Russia

7 day incidence: 66,3
Rt: 1,12 (1,09 - 1,16)
Alert Value A: 1,39 very high risk

India

7 day incidence: 28,9
Rt: 0,80 (0,70 - 0,91)
Alert Value A: 0,44 high risk

Japan

7 day incidence: 3,0
Rt: 1,04 (0,61 - 1,77)
Alert Value A: -0,32 low risk
 
Influenza-Map Vergleich -- KW41

Screen Shot 2020-10-17 at 13.03.40.png

Ich zeige hier mal einen Vergleich der aktuellen Influenza-Karte mit dem Vorjahr. Es gibt jährlich große Schwankungen, aber der grundsätzliche Verlauf ist recht ähnlich. Wirksame Anti-Corona Maßnahmen sollten sich in einer "blaueren" Influenza-Karte widerspiegeln.

Hier der Link zu den Karten: https://influenza.rki.de/maparchive.aspx
 
Kommentar
"Impfungen am UKE haben begonnen. Insgesamt 30 Freiwillige zwischen 18 und 55 Jahren nehmen an der Studie teil." Mopo / frisch
 
4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Ja, aber hier beginnt erst Phase 1. Das einzige weit fortgeschrittene Impfprojekt in D ist das von BioNTech in Mainz (gemeinsam mit Pfizer), welche in Phase III bereits 37000+ Probanden ohne Studienstopp getestet haben und nun bereits in der Begutachtungsphase sind.

Es handelt sich um einen mRNA Impfstoff, einerseits schlecht, da neue Impftechnologie, andererseits gut, da schneller viele Impfdosen produziert werden können. Aber natürlich ist jeder weitere Impfkandidat etwas Gutes.

Zusatz ... Ich vermute, dass mit dem aktuellen Anstieg der Fallzahlen in Europa möglicherweise die vorsorgliche Produktion des BioNTech Impfstoffes bereits in die Wege geleitet wird. Vorsicht, reine Spekulation!
 
falconeye
falconeye kommentierte

P.S.
Pfizer gab wohl kürzlich bekannt, dass es in der dritten Novemberwoche eine EUA (Emergency Use Authorization) von der FDA beantragen werde, da dann die geforderten 2 Monate seit Testung von 50% der Probanden der 2nd Dose in Phase 3 verstrichen sei.

Dies sind die Anforderungen an eine EUA für einen Impfstoff: https://www.fda.gov/media/142749/download

Im Rahmen einer EUA kann während einer Public Health Crisis (wie jetzt Covid) ein Medikament (wie dann der Impfstoff) eingesetzt werden. D.h., jeder Amerikaner kann sich (ab Anfang Dezember) auf freiwilliger Basis impfen lassen, Verfügbarkeit vorausgesetzt. Eine Impfkampagne wird es auf dieser Basis aber wohl nicht geben können (vermute ich) und die meisten Amerikaner lehnten zuletzt (bei der Schweinegrippe) die Idee einer Impfung unter EUA ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
luckyshot
luckyshot kommentierte
Laut NTV wurde die Massen-Produktion schon begonnen:
 
falconeye
falconeye kommentierte
Danke für den Link. Milliardäre werden sie aber über den Börsenwert des Unternehmens. Eine Impfdosis ist mit ca. 10€ relativ preiswert, da wird man nicht so schnell reich mit, nachdem man die Kosten abgezogen hat ...
 
Null-Fall Corona Politik erringt Erdrutsch-Wahlsieg.

Wer meint, Corona-Leugner seien die Mehrheit, der schaue sich das aktuelle Wahlergebnis in Neuseeland an ;)

Anm. Aktuell hat Neuseeland ca. 3 neue Fälle täglich, Frühling und nur wenige Prozent Wirtschaftseinbuße.
 
Kommentar
Nur mal so zur visuellen Verdeutlichung:

w40_41_COVID_subnational_Last_2week.png


Quelle:
 
Kommentar
4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Danke, eine solche Analyse wollte ich die Tage schon mal machen, allerdings mit Convolution der Altersverteilung über die IFR und einer Verschiebung des Altersschnittes mit 1J / Woche.

Die Aussage der Arbeit, 150-300 Todesfälle wöchentlich bis Anfang November, ist bereits jetzt eingetreten, die Arbeit ist wohl schon ein paar Tage alt ... Insgesamt recht viel Text für eine recht simple Betrachtung. Ich sage oben bis zum 9.11. sogar 2000 Tote wöchentlich voraus, wenn die Maßnahmen nicht greifen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ja, die Arbeit ist vom 13.10.2020. Die Betrachtung mag simpel sein und die Schlussfolgerungen sind für uns hier im Thread nicht neu - aber sie untermauert noch einmal eindringlich mit Zahlen und Fakten.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Die Arbeit enthält eine nette Formel für die altersabhängige IFR:

IFR (a) = 10% * 10 ^ ((a - 82) / 20) mit a für Alter in Jahren und a < 100.

Vielleicht nicht die genaueste Formel, aber nett als Erinnerung. Sie besagt, dass die IFR 10% mit 82J ist, und um 1/10 alle 20J weniger abnimmt. Also 1% mit 62J und 0.01% mit 22J.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

Als Ableitung hieraus folgt, dass die Zahl der Toten, bei gleicher Fallzahl, aktuell wöchentlich um 10^(1/20) oder 12.2% zunimmt, da der Altersvhnitt aktuell um 1J/Woche zunimmt.

Daher muss aktuell der Wert von Rt mit 1.068 multilpiziert werden, um das effektive Rt für die Zunahme der Intensivfälle abzubilden. Für D erhöht sich Rt damit von 1.40 auf effektiv 1.50. Das wöchentliche Wachstum erhöht sich damit von 1.8x auf 2x, wie ich weiter oben auch schon einmal abgeschätzt hatte. Hier kommen also zwei unterschiedliche Methoden zum gleichen Schluss: Die Fallzahlen für die Intensivmedizin verdoppeln sich aktuell wöchentlich.
 
Vergleich zwischen meinen 4-Wochen Forecasts und tatsächlich eingetretenen Fallzahlen

Screen Shot 2020-10-17 at 21.31.58.png

Vergleich für Deutschland. Die tatsächlichen Fallzahlen (orange) bewegen sich i.d.R. innerhalb des Korridors meiner Vorhersage 4 Wochen zuvor. Ausnahme: Der Tönnies-Fall (unerwarteter Peak am 26.6. - und übertriebener Optimismus am 3.7. danach für den 31.7.-Forecast). Im Großen- und Ganzen ist die Fehlerbreite demnach realistisch abgeschätzt.
 
2 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich habe zwischendurch immer mal wieder deinen Forecast mit den gemeldeten Zahlen verglichen, auch andere Länder betreffend. Deine Prognosen sind sehr gut und ich bin froh, dass wir deine wöchentlichen und zuverlässigen Einschätzungen hier zur Verfügung haben. Schade, dass offizielle Stellen sich nicht ausreichend dafür interessieren!
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Dito. Ich habe es nicht grafisch ausgewertet, aber meine Vergleiche
Deiner Forecasts mit den eingetretenen Zahlen zeigten auch immer
"nailed it!".
 
England diskutiert über einen vorsorglichen und zeitlich befristeten Lockdown, um die Zunahme von Neuinfektionen zu brechen. Als Möglichkeiten werden Herbst- und Weihnachtsferien genannt, damit wirtschaftliche Auswirkungen möglichst begrenzt werden können.

Preprint, englisch:

 
1 Kommentar
häuschen
häuschen kommentierte
Wenn das Alle so machen, raten Hadidi und ich zum Kauf von Amazon-Aktien ;)
 
3 Kommentare
T
Tom.S kommentierte
Da wird der CT-Wert entsprechend hoch sein.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hm, ich spekuliere mal: Virusanzucht in der Probe nicht mehr möglich, aber Befund natürlich trotzdem meldepflichtig?

Zitat aus

Im Gegensatz zu replikationsfähigem Virus ist SARS-CoV-2 virale RNA bei vielen konvaleszenten Patienten noch Wochen nach Symptombeginn in der RT-PCR nachweisbar (Xiao et al., 2020; Zheng et al., 2020; Zhou et al., 2020). Dass diese positiven RT-PCR-Ergebnisse bei konvaleszenten Patienten nicht zwingend mit Kontagiosität gleichzusetzen sind, wurde mehrfach gezeigt, zum einen durch die parallele Durchführung von PCR und Virusanzucht (Bullard et al., 2020; Covid-Investigation Team, 2020; Singanayagam et al., 2020; Wolfel et al., 2020) und zum anderen durch eine großangelegte Studie des koreanischen CDC, die unter anderem Kontaktpersonen von genesenen Patienten mit erneut positiver PCR untersuchte (Korea Centers for Disease Control, 2020).
 
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte
Dankeschön. Wenn der Wert sowieso gebraucht wird, dann sollte er doch grundlegend bei der Beurteilung der Gefährlichkeit mit beachtet werden.
 
Moin
wünsche euch einen guten Wochenstart
die Corona-APP
scheint zu funktionieren...
heute Morgen bekam ich den Hinweis das ich eine Begegnung mit niedrigem Risiko hatte.
Man müsste sich aber keine Sorgen machen da sich die Begegnung auf einen kurzen
Zeitraum oder einen größeren Abstand beschränkt hätte.
Es besteht kein besonderer Handlungsbedarf
 
Cassie
Cassie kommentierte
Bisher waren es ja nur Begegnungen mit geringem Risiko, wo die App sagt, das man nichts unternehmen muss. Ich denke wenn es eine Begegnung mit hohem Risiko war, wird die App sich schon melden. Einmal die Woche kommt ja auch die Push Benachrichtigung, daß die App noch Aktiv ist.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

denke auch das da nachgearbeitet werden sollte.
So ist es nicht klar war es z.B. bei mir am Samstag(17.10) im Gartencenter
oder am Samstag (10.10) auf der P&A :(
 
Cassie
Cassie kommentierte
Das ist eigentlich unerheblich und wäre Wasser auf die Mühlen der Datenschutzskeptiker. Nach 14 Tagen verschwindet die Meldung, da nur die letzten 14 Tage ausgewertet werden, dann siehst du ja zumindest ob 10. oder 17..
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

wie bzw. ab was für einem Zeitpunkt ist dieser 14 Tage Rhythmus ?
so wie ich das verstanden habe ab dem Tag der Erstinstallation
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ich denke, dies ist ein gleitendes 14-Tage Fenster.
 
Österreich Pressekonferenz um 10:30 Uhr betreffend Maßnahmenverschärfung in Österreich. ZIB Spezial auf ORF2.
 
4 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
T
Tom.S kommentierte
Wird sich wohl wieder nicht viel an den Zahlen ändern.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
??? Was meinst du? Die täglichen Infektionszahlen liegen ohnehin täglich auf dem Tisch. Oder meinst du andere Zahlen?
 
T
Tom.S kommentierte
Ich meine, dass es nicht viel an den tägl. Infektionszahlen ändern wird.
 
4 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Das ist übrigens der Datenstand vom 11.08.2020, geht nur bis Meldewoche 29 (Tabelle 2 im PDF, Seite 6 und Abbildung 1, Seite 7). Ich bin auf aktuelle Zahlen gespannt und hoffe, die Aufstellung wird weitergeführt.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Da es m.W. nicht mit der Gesetzeslage vereinbar ist, dass die Polizei in Privaträumen nach Verstößen gegen Abstands- und Maskengebot schaut, und in nicht-privaten Räumen bzw. im Freien die Kontrollen zu selten sind, müssen wir eben damit leben, dass "manche" mit ihren Verstößen "viele" gefährden.
Der Rat an diejenigen, welche sich zur Risikogruppe zählen oder einfach überhaupt nicht infiziert werden wollen, Situationen aus dem Weg zu gehen, in denen sie infiziert werden könnten, würde von diesen sicherlich gerne befolgt - lässt sich aber in Bussen und Bahnen, Einkaufspassagen und Fußgängertunnels kaum verwirklichen, wenn man da eben durch muss.
 
T
Tom.S kommentierte
......lässt sich aber in Bussen und Bahnen, Einkaufspassagen und Fußgängertunnels kaum verwirklichen, wenn man da eben durch muss.
Das ist wahr aber die gute Nachricht ist, dass es praktisch gar keine Infektionen aus diesem Umfeld gibt.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Der dickste Klopper ist der Privathaushalt
Möglich, aber unerheblich. SARS2 verbreitet sich mit kleinem Dispersionsfaktor Kappa. D.h., es verbreitet sich über Gelegenheiten, auf einen Schlag Dutzende anzustecken, nicht über die Infektion von Familienangehörigen. Im Privatbereich sind dies eigentlich nur größere private Feiern, aus welchem Anlass auch immer. Der Besuch eines zweiten Haushalts, ohne Maske und Abstand, gehört nicht dazu, bleibt darum ja auch in Hotspots erlaubt.

Im übrigen ist laut den meisten Gesundheitsämtern das aktuelle Infektionsgeschehen diffus, d.h., die Quellen der Infektionen sind nicht mehr zu erkennen. Da werden aktuell auch keine Infektionsquellen mehr statistisch erfassbar sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für das BGL wird es laut Söder Maßnahmen geben, die praktisch einem Lockdown entsprechen. Quelle. Die Welt
 
2 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Br.de berichtet:
 
HKBergnarr
HKBergnarr kommentierte

Danke für die fachgerechte Quellenangabe!
 
Zum Thema LongCovid oder Post-Covid-Syndrom oder wie immer es am Ende offiziell genannt werden wird, gibt es einen lesenwerten Artikel von Krautreporter, der für 3 Tage ohne Bezahlschranke lesbar ist:


Darin auch erwähnt das Projekt LEOSS (Lean Open Survey on SARS-CoV‑2 infected patients). Leoss ist das europäische Fallregister für Patienten und Patientinnen mit SARS-CoV-2-Infektion. Es wird von der europäischen Task-Force für Infektionsschutz (EITaF) und der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) betrieben.
 
Kommentar
Heutige Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie zu einem wissenschaftlich begründeten Vorgehen gegen die Covid-19 Pandemie

Zitat:
"Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen."

Hinweis: Nachdem Christian Drosten den Link eben auf Twitter gepostet hat, ist die Seite der Gesellschaft für Virologie wegen zu hoher Zugriffszahlen zeitweise schwer zu erreichen.... ;) Ggf später nochmal versuchen - ich konnte den Artikel zwischenzeitlich aufrufen.

Quelle:
 
3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Danke. Die Stellungnahme scheint gezielte eine Antwort auf https://www.sciencemediacentre.org/...lockdown-policies-and-for-focused-protection/ zu sein. Unterzeichnet hat die Stellungnahme:
Dr. Marco Binder, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Technische Universität Braunschweig und Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig Prof. Dr. Christian Drosten, Charité, Universitätsmedizin Berlin Prof. Dr. Isabella Eckerle, Universitätsklinikum Genf, Schweiz Prof. Dr. Beate Sodeik, Medizinische Hochschule Hannover Prof. Dr. Friedemann Weber, Justus-Liebig-Universität Gießen
Hier geht es explizit um die Frage, ob eine Durchseuchung eine valide Option darstellt.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Hier geht es explizit um die Frage, ob eine Durchseuchung eine valide Option darstellt.
Hier noch einmal meine Antwort auf diese Frage ...

Gemäß der Formel von oben (Erhöhung des Risikos um 10x alle 20 Lebensjahre) und unter der Annahme, dass wir alle 83J alt werden, ist das Risiko etwa so verteilt:
82J: IFR 10% - 1 Million Einwohner - 70.000 Tote x6 (77-83) = 420.000
62J: IFR 1% - 1 Million Einwohner - 7.000 Tote x20 (57-76) = 140.000
42J: IFR 0.1% - 1 Million Einwohner - 700 Tote x20 (37-56) = 14.000
22J: IFR 0.01% - 1 Million Einwohner - 70 Tote x20 (17-36) = 1.400
2J: IFR 0.001% - 1 Million Einwohner - 7 Tote x17 (0-16) = 119
Das sind über 500.000 Tote. Aber selbst, wenn es irgendwie gelänge, die vulnerable Gruppe ab 60J zu isolieren, wären es ca. 40.000 Tote 0 - 59J. Und die vulnerable Gruppe lässt sich effektiv nicht isolieren, wenn der Rest der Bevölkerung infiziert ist. Hinzu kommt eine unbekannte Langzeitperspektive nach Infektion.

Daher halte ich es nach wie vor für nicht serös, diese Option zu diskutieren.

Übrigens hat Söder auf der PK nach der MP-Konferenz explizit erwähnt, dass Durchseuchung eine Option sei, die man ausgeschlossen habe. Offensichtlich hat man dies durchaus diskutiert. Und aus vermutlich ähnlichen Gründen verworfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Es gibt ein wenig Ärger - das Blatt hängt heute an der Haustür zur Vorbereitung der Demo morgen. (Sorry, nicht gut fotografiert):


full


Ausschnitt:

full
 
Kay
Kay kommentierte
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Die schwache Beteiligung würde ich auf Corona-Vernunft zurückführen. Zum einen praktizieren Beschäftigte im Gesundheitswesen ihre Verantwortung stärker, als in anderen Branchen, zum anderen wollen sie kein Spreadevent riskieren. Darüber hinaus denke ich, dass es in HH zahlenmäßige Begrenzungen für solche Veranstaltungen gibt.
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

... und die Organisationsquote dürfte gering sein.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Das kann ich nur für die Allgemeine Landesverwaltung in NRW beurteilen. Da war die Organisationsquote recht hoch; je älter umso höher.
 
Kay
Kay kommentierte

Es hieß in der offiziellen Ankündigung, dass der Veranstalter 180 Teilnehmer erwartet hatte. Aber es waren nicht mehr als ca. 2 Schulklassen, keinesfalls über 100.
 
3 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Klingt erstmal gut. Mal schauen, was in Phase III und beim follow-up der bisherigen Patienten herauskommt. Ältere Menschen (> 59 Jahre) wurden leider in Phase II der Studie nicht mehr rekrutiert, lediglich in Phase I. Das ist schade.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich glaube, von diesem impfstoff hatte ich hier schon einmal vor Monaten berichtet, vgl. auch https://www.fiercebiotech.com/resea...cine-by-china-s-sinopharm-clears-animal-tests

Es handelt sich um den einfachst möglichen denkbaren Ansatz für einen Impfstoff, wie ihn vermutlich jedes Krankenhauslabor lokal entwickeln könnte: man nimmt aktives Virus, inaktiviert es (Laugen etc.) und injiziert es dann. Normalerweise versucht man diesen weg im Westen nicht, da dabei meist kein guter Impfstoff bei rauskommt. Es kommt z.B. oft zu ADE (Antibody-dependent enhancement) und anderen unerwünschten Effekten.

Dass man mit inaktivierten SARS2 Viren Affen impfen konnte, war im Juni ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Impfstoffentwicklung gegen SARS2 eher einfach werden würde.

Ein Teil meiner Einschätzung zur Verfügbareit von Impfstoffen beruht auf diesen Tests. Es wundert mich nicht, dass der Impfstoff nun auf der Zielgeraden ist. Dennoch sind inaktivierte Virenimpfstoffe nicht unbedingt die beste Wahl, es wird vermutlich andere, besser verträgliche und besser immunisierende Impfstoffe geben. Andererseits ist jeder funktionierende Impfstoff ein Gewinn.

P.S.
Es wundert mich ehrlich gesagt, dass dieser Impfstoff inzwischen in China nicht verfügba ist. Die CP hatte doch so viel Druck gemacht, den weltweit ersten Impfstoff zu haben und nun ist nicht einmal die Phase III abgeschlossen. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass China keinen Zugang zu Infizierten besäße, da China quasi Corona-frei ist. In Phase III muss ja nachgewiesen werden, dass Geimpfte sich kaum noch infizieren - dafür muss aber ein Ansteckungsrisiko bestehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Ich denke der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Um die Taube kann man sich später noch kümmern, wenn man weiß, wie man aufs Dach kommt. ;)
 
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