Ich möchten noch was zu @mfey s Fragen schreiben
Es gibt eine Empfehlung des RKI, auf den Totenscheinen eine Infektion, falls bekannt, zu vermerken. Das heißt nicht, dass das die Todesursache ist.
Oder verstehe ich Dich falsch?
Ich finde, das definierst Du selbst doch schon:
Meiner Meinung nach sollten wir R nicht so auf Kante genäht wie jetzt (guck Dir mal das CI an) um 1 herum halten. Dabei habe ich im Hinterkopf, dass das alles nur mathematische Schätzwerte sind, die vielleicht, vielleicht aber auch nicht die Realität abbilden. Das Beste wäre imho, wenn R bei 0,2 gehalten werden könnte. Das ist aber illusorisch, weil bis dahin noch einiges andere den Bach runtergeht. R ist eben auch nur eine der vielen Stellschrauben, die jetzt wichtig sind. Drehst Du an einer, hat das Auswirkung auf die anderen. Deswegen ist R0 nicht das allein selig machende Mittel.
Volle Zustimmung. Zu Deiner Frage nach der Kapazität des Gesundheitssystems habe ich noch eine Pressemitteilung von der DIVi von gestern. Das Intensivregister, jetzt verpflichtend, kennen wir ja schon alle. Nun kommt der nächste Schritt. Ich poste die Meldung vollständig, weil ich euch für die 2 Absätze nicht auf andere Seiten jagen will:
Steuerung der Pandemie: Erste Prognosemodelle Mitte Mai erwartet
(24.04.2020) Unter der gemeinsamen Leitung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI; Prof. Dr. Christian Karagiannidis) und des Robert KochInstituts (RKI; PD Dr. Grabenhenrich) hat sich gestern die Gruppe Steuerungs-Prognose von intensivmedizinischen COVID-19-Kapazitäten (SPoCK) konstituiert. Diese wird über die kommenden zwei Jahre täglich Vorhersagen des weiteren Verlaufs von intensivmedizinisch zu behandelnden COVID-19-Patienten auf lokaler, überregionaler wie auch europäischer Ebene öffentlich bereitstellen. Diese können dann von Entscheidungsträgern im öffentlichen Gesundheitsbereich zur Steuerung der Pandemie genutzt werden. Mit der Bereitstellung erster Modelle, bezogen auf Deutschland sowie einzelne Bundesländer, darf bis Mitte Mai gerechnet werden.
Die interdisziplinäre Gruppe bringt dabei Kompetenzen aus den Bereichen Public Health/ Epidemiologie (RKI), der Intensivmedizin (DIVI; Kliniken der Stadt Köln, Universität Witten-Herdecke, Charité – Universitätsmedizin Berlin), der Biostatistik/ Prognose-Modellierung (Universitätsklinikum Freiburg, IMBI), der Medizininformatik/ Datenintegration (RWTH Aachen, BIH Berlin), der internationalen Gesundheitssystemforschung (TU Berlin) und der regionalen Modellierung (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung) zusammen.
Quelle: Pressemitteilung DIVI
Das würde voraussetzen, dass wir alle Verstorbenen auf SARS-CoV-2 testen. Das geschieht meines Wissens nach nicht. Oder meinst Du, jemand ist zu Lebzeiten positiv getestet und verunfallt dann?Der tödlich verunfallte Motorradfahrer mit positiven Test ist dann also auch ein Coronatoter?
Es gibt eine Empfehlung des RKI, auf den Totenscheinen eine Infektion, falls bekannt, zu vermerken. Das heißt nicht, dass das die Todesursache ist.
Die es auch noch gar nicht geben kann. Haben wir ja hier schon mehrfach besprochen : Dazu müsste man jeden infizierten Toten obduzieren, um die genaue Todesursache festzustellen und zusätzlich jeden Verstorbenen post mortem auf SARS-CoV-2 testen, dann ggf auch obduzieren.Mir geht es nur um verläßliche Daten zur Letalität, die es leider nicht gibt.
Oder verstehe ich Dich falsch?
Auch vermisse ich eine klare Ansage, welches Ziel denn nun erreicht werden soll:
Ich finde, das definierst Du selbst doch schon:
Nein, erst wenn wir einen Impfstoff haben oder Herdenimmunität (ersteres möglichst schnell, letzteres angepaßt an die gesundheitlichen Versorungsmöglichkeiten) wird es wieder ein unbeschwertes öffentliches Leben geben.
Oder auf welchen Wert wollte man denn die Reproduktionszahl drücken?
Besser nichts dazu sagen, weil man es nicht weiss, aber dann um so heftiger darauf hinweisen dass nur ein bisschen unter eins auf keinen Fall reicht?
Meiner Meinung nach sollten wir R nicht so auf Kante genäht wie jetzt (guck Dir mal das CI an) um 1 herum halten. Dabei habe ich im Hinterkopf, dass das alles nur mathematische Schätzwerte sind, die vielleicht, vielleicht aber auch nicht die Realität abbilden. Das Beste wäre imho, wenn R bei 0,2 gehalten werden könnte. Das ist aber illusorisch, weil bis dahin noch einiges andere den Bach runtergeht. R ist eben auch nur eine der vielen Stellschrauben, die jetzt wichtig sind. Drehst Du an einer, hat das Auswirkung auf die anderen. Deswegen ist R0 nicht das allein selig machende Mittel.
Wie ich schon mehrfach bemerkte, das Recht eines Patienten, dass ihm ein staatlich garantiertes Gesundheitssystem zur Verfügung gestellt wird, damit er entsprechend den schulmedizinischen Standards behandelt werden kann, das sollte unser höchstes Ziel sein, wenn wir es mit einer bislang nicht kausal behandelbaren Erkrankung zu tun haben.
Volle Zustimmung. Zu Deiner Frage nach der Kapazität des Gesundheitssystems habe ich noch eine Pressemitteilung von der DIVi von gestern. Das Intensivregister, jetzt verpflichtend, kennen wir ja schon alle. Nun kommt der nächste Schritt. Ich poste die Meldung vollständig, weil ich euch für die 2 Absätze nicht auf andere Seiten jagen will:
Steuerung der Pandemie: Erste Prognosemodelle Mitte Mai erwartet
(24.04.2020) Unter der gemeinsamen Leitung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI; Prof. Dr. Christian Karagiannidis) und des Robert KochInstituts (RKI; PD Dr. Grabenhenrich) hat sich gestern die Gruppe Steuerungs-Prognose von intensivmedizinischen COVID-19-Kapazitäten (SPoCK) konstituiert. Diese wird über die kommenden zwei Jahre täglich Vorhersagen des weiteren Verlaufs von intensivmedizinisch zu behandelnden COVID-19-Patienten auf lokaler, überregionaler wie auch europäischer Ebene öffentlich bereitstellen. Diese können dann von Entscheidungsträgern im öffentlichen Gesundheitsbereich zur Steuerung der Pandemie genutzt werden. Mit der Bereitstellung erster Modelle, bezogen auf Deutschland sowie einzelne Bundesländer, darf bis Mitte Mai gerechnet werden.
Die interdisziplinäre Gruppe bringt dabei Kompetenzen aus den Bereichen Public Health/ Epidemiologie (RKI), der Intensivmedizin (DIVI; Kliniken der Stadt Köln, Universität Witten-Herdecke, Charité – Universitätsmedizin Berlin), der Biostatistik/ Prognose-Modellierung (Universitätsklinikum Freiburg, IMBI), der Medizininformatik/ Datenintegration (RWTH Aachen, BIH Berlin), der internationalen Gesundheitssystemforschung (TU Berlin) und der regionalen Modellierung (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung) zusammen.
Quelle: Pressemitteilung DIVI


