Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Ich möchten noch was zu @mfey s Fragen schreiben

Der tödlich verunfallte Motorradfahrer mit positiven Test ist dann also auch ein Coronatoter?
Das würde voraussetzen, dass wir alle Verstorbenen auf SARS-CoV-2 testen. Das geschieht meines Wissens nach nicht. Oder meinst Du, jemand ist zu Lebzeiten positiv getestet und verunfallt dann?
Es gibt eine Empfehlung des RKI, auf den Totenscheinen eine Infektion, falls bekannt, zu vermerken. Das heißt nicht, dass das die Todesursache ist.

Mir geht es nur um verläßliche Daten zur Letalität, die es leider nicht gibt.
Die es auch noch gar nicht geben kann. Haben wir ja hier schon mehrfach besprochen : Dazu müsste man jeden infizierten Toten obduzieren, um die genaue Todesursache festzustellen und zusätzlich jeden Verstorbenen post mortem auf SARS-CoV-2 testen, dann ggf auch obduzieren.
Oder verstehe ich Dich falsch?

Auch vermisse ich eine klare Ansage, welches Ziel denn nun erreicht werden soll:

Ich finde, das definierst Du selbst doch schon:
Nein, erst wenn wir einen Impfstoff haben oder Herdenimmunität (ersteres möglichst schnell, letzteres angepaßt an die gesundheitlichen Versorungsmöglichkeiten) wird es wieder ein unbeschwertes öffentliches Leben geben.

Oder auf welchen Wert wollte man denn die Reproduktionszahl drücken?
Besser nichts dazu sagen, weil man es nicht weiss, aber dann um so heftiger darauf hinweisen dass nur ein bisschen unter eins auf keinen Fall reicht?

Meiner Meinung nach sollten wir R nicht so auf Kante genäht wie jetzt (guck Dir mal das CI an) um 1 herum halten. Dabei habe ich im Hinterkopf, dass das alles nur mathematische Schätzwerte sind, die vielleicht, vielleicht aber auch nicht die Realität abbilden. Das Beste wäre imho, wenn R bei 0,2 gehalten werden könnte. Das ist aber illusorisch, weil bis dahin noch einiges andere den Bach runtergeht. R ist eben auch nur eine der vielen Stellschrauben, die jetzt wichtig sind. Drehst Du an einer, hat das Auswirkung auf die anderen. Deswegen ist R0 nicht das allein selig machende Mittel.

Wie ich schon mehrfach bemerkte, das Recht eines Patienten, dass ihm ein staatlich garantiertes Gesundheitssystem zur Verfügung gestellt wird, damit er entsprechend den schulmedizinischen Standards behandelt werden kann, das sollte unser höchstes Ziel sein, wenn wir es mit einer bislang nicht kausal behandelbaren Erkrankung zu tun haben.

Volle Zustimmung. Zu Deiner Frage nach der Kapazität des Gesundheitssystems habe ich noch eine Pressemitteilung von der DIVi von gestern. Das Intensivregister, jetzt verpflichtend, kennen wir ja schon alle. Nun kommt der nächste Schritt. Ich poste die Meldung vollständig, weil ich euch für die 2 Absätze nicht auf andere Seiten jagen will:

Steuerung der Pandemie: Erste Prognosemodelle Mitte Mai erwartet

(24.04.2020) Unter der gemeinsamen Leitung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI; Prof. Dr. Christian Karagiannidis) und des Robert KochInstituts (RKI; PD Dr. Grabenhenrich) hat sich gestern die Gruppe Steuerungs-Prognose von intensivmedizinischen COVID-19-Kapazitäten (SPoCK) konstituiert. Diese wird über die kommenden zwei Jahre täglich Vorhersagen des weiteren Verlaufs von intensivmedizinisch zu behandelnden COVID-19-Patienten auf lokaler, überregionaler wie auch europäischer Ebene öffentlich bereitstellen. Diese können dann von Entscheidungsträgern im öffentlichen Gesundheitsbereich zur Steuerung der Pandemie genutzt werden. Mit der Bereitstellung erster Modelle, bezogen auf Deutschland sowie einzelne Bundesländer, darf bis Mitte Mai gerechnet werden.

Die interdisziplinäre Gruppe bringt dabei Kompetenzen aus den Bereichen Public Health/ Epidemiologie (RKI), der Intensivmedizin (DIVI; Kliniken der Stadt Köln, Universität Witten-Herdecke, Charité – Universitätsmedizin Berlin), der Biostatistik/ Prognose-Modellierung (Universitätsklinikum Freiburg, IMBI), der Medizininformatik/ Datenintegration (RWTH Aachen, BIH Berlin), der internationalen Gesundheitssystemforschung (TU Berlin) und der regionalen Modellierung (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung) zusammen.

Quelle: Pressemitteilung DIVI
 
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Denn wer kauft schon eine Zeitung wenn drin steht:
Alles wird gut - wir machen vieles richtig - wir stehen im internationalen Vergleich hervorragend da - weltweit werden wir gelobt fuer unser Krisenmanagement - in den USA herrscht Merkelmania.
All das steht in der von mir abbonierten Augsburger Allgemeine.
Die ist offensichtlich nicht darauf angewiesen, mit reißerischen Headlines um Spontankäufer zu werben...
 
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Hab mir gerade die Zahlen von Schweden angesehen da geht es jetzt wieder richtig gut nach oben jeden Tag.
Umgerechnet auf unsere Bevoelkerungszahl waeren das fast 9000 Neuinfizierte pro Tag.
Man kann den Schweden nur wuenschen das der Chefepidimologe recht behaelt und die Durchseuchung schnell erreicht ist.
Denn wenn dessen Annahme der Dunkelziffer falsch ist, dann wird Schweden bis Ende des Jahres wohl ein Drama erleben.

In Singapur war oder ist lock down wegen der 2. Welle und siehe da die Zahlen gehen stetig nach unten

Bei all der Diskussion ueber Letalitaet oder Mortalitaet faellt mir derzeit eines auf.
Wann immer keine oder verspaetete oder halbherzige Massnahmen getroffen wurden - und/oder das Gesundheitssystem ueberfordert wurde sterben recht gleichmaessig in allen diesen betroffenen Laendern um die 14% und das bei unterschiedlichsten Testquoten.

Dort wo rechtzeitig und konsequent eingegriffen wurde und das Gesundheitssystem nicht ueberfordert war liegt man bei 3-5%
 
2 Kommentare
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Je mehr Daten zusammen kommen, umso klarer schält sich das heraus, ja.
 
Furby
Furby kommentierte
Gerade in Singapur soll der Virus in den "Wohnanlagen für die Fremdarbeiter aus Indien/Bangladesh" zurzeit fröhliche Urstände feiern, weil die da auf engstem Raum unter hygienisch fragwürdigen Bedingungen hausen. (kam gestern in den TV-Nachrichten, ich meine 'Heute')
 
Hab mir gerade die Zahlen von Schweden angesehen

Ich schaue mir fast täglich die Zahlen auf https://www.worldometers.info/coronavirus/ an.

Da vergleiche ich z.B. Schweden mit Belgien, oder Frankreich mit UK. In UK und Schweden dominieren die Herden-Anhänger, in Belgien und Frankreich die Lockdowner.

Aber wenn man Infizierte und Tote pro Mio. Einwohner vergleicht, sind die Herden-Anhänger nicht schlechter.

Nimmt man dann noch Länder, wie Südkorea, Taiwan, Hong Kong, Japan in die Vergleichszahlen auf, dann sieht man, dass auch ohne Lockdown hervorragende Ergebnisse erreicht werden können - wenn die Bevölkerung einen gewissen "Reifegrad" erreicht hat.
 
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1 Kommentar
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Die horrenden Zahlen in Belgien kann ich dir erklaeren ich habe Geschaeftspartner in diesem Land.
Belgien meldet JEDEN Toten in einem Altersheim - ohne Nachtestung - als Coronatoten.

Betreffs Reifegrad wuerde ich eher sagen - jener der Wirtschaft.
In Asien wird - von den Geschaeftsinhabern - strikt kontrolliert - die haben es begriffen, besser vorbeugen als geschlossen werden.

In Hotels in HKG Fiebermessen bei JEDEM Eintritt ins Hotel - zum Fruehstuecksbuffet, Restaurant etc.
Desinfektion der Haende beim Eintritt.
Strikte Masken und Handschuhpflicht beim Personal und ggf. der Besucher je nach Landesanweisung.
Und bei uns?

Heute morgen beim Baecker - weder Masken noch Handschuhe - nichts.

Das Bewusstsein, Versagen und die Reife fehlt nicht bei der Bevoelkerung sondern bei vielen Geschaeften.
Warum?

Weil es KEINE klaren Vorgaben gibt von den Behoerden.
Bei Fressnapf in Coburg - Eintritt nur mit Einkaufswagen - strikt - egal was du kaufen willst - Diskussion ausgeschlossen - danke das ich mich da jetzt dran infizieren darf wenn ich nur ein Hundehalsband brauche.
Beim Edeka - Einkaufswagen limitiert auf maximale Besucherzahl - gute Idee - aber null Kontrollen am Eingang - jede Menge Menschen mit Einkaufskoerben und Taschen sind zusaetzlich unterwegs.
Bei Rossmann in einer Filiale - nur eine Person darf den Laden betreten - mit Einkaufswagen - dann nehmen die Paare halt jeder einen.
Das kann man jetzt beliebig fortsetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die New York Times zu den Todeszahlen im Vergleich zum langjährigen
Mittel in besonders stark befallenen Gebieten:

Wenn statistisch also bis zu drei mal so viele Menschen sterben im Vergleich,
dann bedeutet das für den Einzelnen, daß sich die mittlere Lebenserwartung
von aktuell z.B. 81 Jahren auf 54 Jahre verkürzt.
 
2 Kommentare
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Ich hab bei uns auch noch nichts gelesen zu der sogenannten Übersterblichkeit.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Deutschland kann dazu auch kaum seriöse Angaben machen, weil bisher nur in 2 Bundesländern (ich glaube Berlin und Hessen) entsprechende IT-Plattformen mit Daten gefüttert werden. Ihr könnt für Europa bei euromomo nachschauen:
 
Die New York Times zu den Todeszahlen im Vergleich zum langjährigen

Die New York Times betrachtet einen sehr kurzen Zeitraum von 4 Wochen und erkennt eine Übersterblichkeit.

Prof. Kuhbandner, Beitrag #3.352.3 betrachtet einen Zeitraum von vier Monaten und stellt keine Übersterblichkeit fest.

Letztendlich geht es doch darum, ob es für das Jahr 2020 tatsächlich eine deutliche Übersterblichkeit im Vergleich zu anderen Jahren geben wird. Auch das lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
 
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Ich denke, wir können aus allem Jonglieren mit Zahlen, Infizierungs-, Erkrankungs- und Todesfällen, Statistiken aus Heinsberg oder Entenhausen und Prognosen unserer mittlerweile 80 Millionen Gesundheitsexperten, Virologen und Aluhutträgern eines zumindest klar ableiten: Gesundheitlich unmittelbar Betroffenen und Angehörigen der besagten Risikogruppen dürften diese Analysen, wissenschaftlichen Modelle und theoretischen Versuchsaufbauten ziemlich scheißegal sein, wenn es in erster Linie um die eigene Gesundheit und das eigene Leben geht.

Und dies sollte uns allen in erster Linie einmal bewusst sein.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Komische Stelle hier. Aber trotzdem: Happy Birthday, Klaus. (Das singe ich jetzt zweimal und meine Hände sind wieder sauber ;) )
Bleibt gesund!
 
Fraenker
Fraenker kommentierte
Alles Gute zu deinem Geburtstag aber vor allem Gesundheit wünsche ich dir:).
 
Kay
Kay kommentierte
Na, wenn das so ist, dann holt auch Bibo sein Schnuffeltuch und klettert in die Höhe !

full
 
Heide 2
Heide 2 kommentierte
Herzlichen Glückwunsch aus der Lüneburger Heide. :leb:
 
Wölkchen
Wölkchen kommentierte
....den Glückwünschen schließe ich mich -bleib gesund.:)
 
Ich denke solche Meldungen sollten auch dem letzten Zweifler klar machen das JEDER davon schwer betroffen sein kann.

Es trifft jeden
 
2 Kommentare
Fraenker
Fraenker kommentierte
Ich denke solche Meldungen sollten auch dem letzten Zweifler klar machen das JEDER davon schwer betroffen sein kann.
Dieses Forum ist aber sicher nicht der richtige Platz, um sowas zu posten. Wer zweifelt denn hier daran, dass es prinzipiell jeden schwer treffen kann?
Habe ich zumindest hier noch nicht gelesen.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Formuliere ich es mal anders, die Beteiligten hier im Forum waren nicht gemeint.
Solche Meldungen sollten es jedem Zweifler - wer auch immer die verlinkte Meldung ausserhalb des Forms liest klar machen das es ihn ebenfalls hart treffen kann.
 
Bei meinem wöchentlichen Einkauf im Supermarkt ist mir heute folgendes aufgefallen:

Mehr Kunden als bisher hatten zwar Mund-Nasen-Masken angelegt, aber viele wurden offensichtlich leichtsinniger und hielten den Mindestabstand nicht mehr ein.

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann riskieren wir m. E. wieder eine höhere Zahl von Infektionen.

Gruß
Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Naja, die Message die ankommt bei vielen ist wohl LOCKERUNG = so schlimm ist das Virus also doch nicht.
 
Wölkchen
Wölkchen kommentierte
Heute in der Schlange vor der Apotheke steht eine Frau mit Mundschutz und in der Hand eine Zigarette.
Einmal kurz den Mundschutz hoch, einen tiefen Zug, Mundschutz wieder runter, das wiederholte sich, bis
zum letzten Zug.:platsch:
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Warum?
Sie ist als Raucher doch geschuetzt durch das Nikotin ;):giggle: meint sie vielleicht.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Das alles bestätigt meine Meinung, dass die Lockerung eindeutig zu früh kam.
 
mfey
mfey kommentierte
Ne, der Maskenzwang kam zu früh, nun muss sie immer die Maske hochziehen.........
 
Naja, die Message die ankommt bei vielen ist wohl LOCKERUNG = so schlimm ist das Virus also doch nicht.
Dabei wird aber vergessen, dass die Lockerung nur durch die strengen vorausgehenden Maßnahmen möglich war.
Eine wahrlich paradoxe Situation - denn als Folge müssten jetzt noch strengere Maßnahmen verhängt werden.

Gruß
Hans
 
1 Kommentar
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Ja, solange, bis es der letzte Vollhorst kapiert hat, meine Meinung.
 
Apropos Vollhorst ...

Wie stellen die, die heute so penibel auf Abstand aus sind, sich denn das Leben in einem Jahr vor, wenn ich mal fragen darf? Wieviel Abstand sollen Schüler von Schülern, Schüler von Lehrern, Kindegartenkinder von Erziehern nehmen?
Ich habe den Eindruck, dass die meisten Teilnehmer hier darauf hoffen sich gar nicht zu infizieren, bis ein Impfstoff gefunden ist. Ist das nicht auch ein wenig vollhorstig?
 
4 Kommentare
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Albert, ich habe keine Ahnung, wie es in einem Jahr aussehen wird und ich glaube, es gibt niemanden, der das weiß. Vielleicht durchreise ich dann wieder fremde Länder oder ich gucke mir die Radieschen von unten an.... Das müssen wir auf uns zukommen lassen.
Und du hast Recht, ich für meinen Teil hoffe, dass ich bis zum Vorliegen eines Impfstoffes oder eines wirksamen Medikamentes nicht infiziert werde. Dem entsprechend verhalte ich mich. Ob mir das gelingen wird? Keine Ahnung. Aber Hoffnung zu haben, finde ich nicht vollhorstig.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Exakt so geht es mir auch, nur ist das nicht unbedingt weise, weiß man doch, dass dies nur funktioniert, wenn man weiter ähnliche Maßnahmen vorsieht, wie sie zurzeit bestehen. Die Frage ist aber, wie das funktionieren soll. Und ist es tatsächlich richtig so weiter zu machen? Insbesondere dann, wenn man die Sache global betrachtet, denn das Virus kennt keine Grenzen.
Ich habe den Eindruck, dass jedes Leben, das hier in Deutschland auf Grund der danieder liegenden Wirtschaft gerettet wird, alsbald mehrere Leben in einem Land kostet, das stärker unter dem globalen, wirtschaftlichen Niedergang leidet.
Ich befürchte, dass eine Generation von Kindern und Jugendlichen geistig verarmt, wenn sie gar nicht, oder nur halbherzig unterrichtet wird. Viele Alte leiden mehr unter der Vereinsamung und würde sich freiwillig lieber dem Infektionsrisiko aussetzen.

Ich bin nicht der Ansicht, dass wir sofort jede Vorsicht über den Haufen werfen und so weitermachen sollen, wie früher. Aber diese penetrante Übervorsicht, dieses Verteufeln derjenigen, die sich nicht perfekt an Abstandregeln halten und das ständige sich lustig machen finde ich ekelig, spießig und dämlich, auch weil keine halbwegs „ganzheitlich“ denkende Regierung es zulassen wird, dass wir mehrere Jahre so weiter machen.

Die Menschheit leidet seit tausenden von Jahren unter Kriegen, Pandemien und Hunger. Aber keine Generation war derart verweichlicht um ihre Gesundheit bange, wie unsere heutige.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Hinter deinem letzten Satz setze ich mal ein Fragezeichen, denn ich kann niemanden mehr fragen, der die Zeit vom WK I bis zur Nachkriegszeit des WK II durchlebt hat, wie bange er um seine Gesundheit war. Vielleicht hast du Recht, vielleicht aber auch nicht.
Ansonsten beschreibst du den Teufelskreis, in dem wir z.Z. stecken und leider hast du mit allem, was du schreibst Recht.
Was die "halbwegs „ganzheitlich“ denkende Regierung" nun auch entscheiden wird. Es läuft immer wieder auf die Formel heraus: Wirtschaft gegen Leben. So komme ich auch immer auf mein Credo zurück: Die aktuellen Lockerungen kamen zu früh.
 
Kay
Kay kommentierte
Ich spiele lieber Poker, wenn ich wenigstens die eigenen Karten kenne !
 
Ich möchten noch was zu @mfey s Fragen schreiben


Das würde voraussetzen, dass wir alle Verstorbenen auf SARS-CoV-2 testen. Das geschieht meines Wissens nach nicht. Oder meinst Du, jemand ist zu Lebzeiten positiv getestet und verunfallt dann?
Es gibt eine Empfehlung des RKI, auf den Totenscheinen eine Infektion, falls bekannt, zu vermerken. Das heißt nicht, dass das die Todesursache ist.


Doch, in der Vergangenheit zumindest wurde jeder Tote, der vor dem Tod positiv getestet wurde, als Corona-Toter in der Corona-Todesstatistik erfasst, was ja auch mehrere Virologen kritisiert haben. Deshalb der schiefe Vergleich mit dem Motorradfahrer, der noch lebend eingeliefert wurde, dann unstrittig an den Folgen eines Unfalls verstirbt, dass der eben auch noch die Coronastatistik bereichert, wenn er im KKH nun positiv getestet worden sein sollte.
Man kann es auch so formulieren: Die Todeszahlen differenzierten nicht zwischen an covid-19 ursächlich verstorben, oder eigentlich an etwas anderem verstorbem (Schlaganfall mit Hirnblutung) , sofern covid-19 als Nebendiagnose festgestellt wurde.
Obduktionen wurden übrigens zuerst von Herrn Drosten pikanterweise als zu gefährlich eingestuft, wogegen die Pathologen zu Recht protestiert haben.
 
2 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Wenn man an Corona erkrankt, die Krankheit die Lungenfunktion derart einschränkt, dass der Mensch letztendlich am Herzinfarkt, oder Organversagen verstirbt, dann ist er kein Opfer der Pandemie? Wer glaubt den Scheiß als stichhaltiges Argument für die These der falschen Todeszahlen?
Das war jetzt auch übertrieben, aber Corona kann wohl schon derart schwächen, dass eine große Zahl an Verstorbenen ohne die Infektion noch leben würde.
 
mfey
mfey kommentierte
Nein, es gibt Hauptursachen, Hauptdiagnosen und Nebendiagnosen. Man kann Läuse und Flöhe gleichzeitig haben.
Und dann sollte schon differenziert werden, ob der Schlaganfall / Herzinfarkt mit und ohne Corona zum Tod geführt hat/hätte, was man als Arzt am Verlauf sehen und im Totenschein wenngleich nur sehr verkürzt darstellen kann.
Dazu kommt noch der Quatsch, dass bis 2019 zumindenst dank unserer föderalen Strukturen noch nicht einmal ein bundesweit einheitliches Formular geschweige den ein elektronisch übermittelbarer Erfassung vorlagen.
 
Es läuft immer wieder auf die Formel heraus: Wirtschaft gegen Leben. So komme ich auch immer auf mein Credo zurück: Die aktuellen Lockerungen kamen zu früh.

So scheint es auf den ersten Blick.

Tatsächlich aber gibt es eine gute medizinische Versorgung nur in Ländern mit einer starken Wirtschaft. Kann das Gesundheitssystem nicht mehr finanziert werden, dann sinkt kurze Zeit später auch die Lebenserwartung. Die Rücklagen reichen nur für wenige Monate. In Coronazeiten sinken die Einnahmen, Beiträge, aber die Kosten steigen weiter. In wenigen Monaten werden Wartungen verschoben, kleinere Reparaturen, die Sparaktionen werden dann immer tiefergehend und spätestens Ende das Jahres sind viele Krankenhäuser marode. In 2021 sterben dann wieder mehr Menschen an Tumoren und Schlaganfällen, da Behandlungskapazitäten fehlen.

Wir hier im Forum gehören häufig zum älteren Semester. Hier gibt es auch schon viele Rentner und Pensionäre. Auch die sollten sich klar machen, dass Hubertus Heil nicht die Renten und Pensionen zahlt, sondern die Zahlungen für Juni jetzt erst von einer florierenden Wirtschaft erarbeitet werden müssen. Die Rücklagen in der Rentenkasse liegen nur bei wenigen Wochen, tatsächlich aber gibt es keine Rücklagen, (schon in guten Zeiten werden 100 Mrd. € Steuergelder in die Rentenkassen transferiert). Der Werkzeugmacher von Opel sprach zwar immer von sicheren Renten, aber das war damals schon eine Illusion. Deutschland verfügt über keinen Kapitalstock zur Alterssicherung, da gibt es keinen nationalen Pensionsfond, wie in Norwegen. Deutschlands Renten sind sicher, aber nur wenn die Wirtschaft rund läuft.

Und dann kommt immer das Argument mit der Druckerpresse. Einfach Schulden machen, einfach zusätzliches Gelddrucken, dann lässt sich das alles finanzieren und überbrücken. Das ist der Traum vom Schlaraffenland. Wir sind im Lockdown, sind in Kurzarbeit, spielen ein bisschen Homeoffice, die Wirtschaft ist runtergefahren, aber "Lebbe geht weider". Warum haben wir eigentlich vorher gearbeitet, wenn es jetzt auch ohne Arbeit geht???

Das was derzeit in Deutschland abläuft, ist eine Reichtumsillusion. Wenn extensives Gelddrucken zu Wohlstand führen würde, wäre Simbabwe unter Mugabe das reiste Land der Welt geworden. Tatsächlich aber gab es dort Hyperinflation und eine Verarmung von 90% der Bevölkerung.

Nein, es heißt nicht Wirtschaft gegen Leben, sondern nur mit einer starken Wirtschaft kann es überhaupt ein sozial abgesichertes Leben geben.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Hat er Grad überhaupt von Thailand geschrieben?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
@HaDiDi: zum wiederholten Male, bitte Quellenangabe für Deine Behauptungen, die Du hier als Fakten formulierst oder deutliche Kennzeichnung als Deine eigene Meinung. Das betrifft in diesem Beitrag insbesondere die folgenden Sätze:

Die Rücklagen reichen nur für wenige Monate.
In wenigen Monaten werden Wartungen verschoben, kleinere Reparaturen, die Sparaktionen werden dann immer tiefergehend und spätestens Ende das Jahres sind viele Krankenhäuser marode.
In 2021 sterben dann wieder mehr Menschen an Tumoren und Schlaganfällen, da Behandlungskapazitäten fehlen.
Die Rücklagen in der Rentenkasse liegen nur bei wenigen Wochen, tatsächlich aber gibt es keine Rücklagen,
Das was derzeit in Deutschland abläuft, ist eine Reichtumsillusion.

Ich habe wirklich nicht die Zeit, dauernd hinter den Belegen herzubetteln. In Zukunft werden unbelegte Aussagen, die nicht als eigene Meinung begründet sind ohne Kommentar gelöscht bzw. der Beitrag entsprechend editiert.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Genau, und bitte keine FAKE Behauptungen Asien haette keine Lockdowns und dennoch niedrige Zahlen.
Das ist schlicht FALSCH und einmal Googeln zeigt das.
Und ehrlich @AnjaC ich hab keine Boecke hier auf Doomsday Fantasien die voellige Spekulation sind und niemand helfen.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Selbstverständlich sind viele Kommentare Meinungen, ich werde das zukünftig zu Anfang erwähnen.

Die meisten wirtschaftlichen Aussage sollten Allgemeinwissen, wenn man täglich die Wirtschaftsnachrichten verfolgt, z.B. so ein Bericht. Zitat: "Die Nachhaltigkeitsrücklage entspreche somit wie im Vorjahr 1,79 monatlichen Ausgaben."
Und nicht vergessen, dass war vor der Corona-Krise. Es gibt quasi keine Rücklagen für die Rentenversicherung. Ähnlich sieht es bei den Krankenversicherungen aus, das kannst Du dann aber selbst googlen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
"das kannst Du dann aber selbst googlen." Das mach ich, wenn ich das gerade zufällig suchen möchte. Wenn Du hier solch eine Behauptung einstellst, dann belege sie, sonst fliegt sie raus.
 
China will wohl die Geschichte zum Wuhan Virus umschreiben lassen. Wer die chinesische KP näher kennt, ist nicht überrascht:

 
4 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Wenn meine Arbeitnehmer nicht immer mit dieser Thaiseuche zu kämpfen hätten, würden sie sicher auch noch bei Euch Urlaub machen. Die Phuket-Kinder sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
 
mfey
mfey kommentierte
China ist der Meinung, dass seine Coronapolitik im Westen falsch dargestellt wird und wendet sich deshalb an deutsche Minsterialbeamte, ist das schon verwerflich?
Ein Schweizer Virologe lobt den frühen Erfahrungsaustausch der Chinesen in anglo-amerikanischen Fachzeitschrifen, so dass die internationalen Experten schon sehr früh in die Fachdiskussion einbezogen wurden, warum hören wir das nicht?
Man kann da schon ein wiederkehrendes Muster sehen, arrogant auf undemokratische Staaten zu blicken und ohne Faktencheck erst mal mit unbelegten Äußerungenen Meinungsmache zu betreiben.
Die Spanische Grippe müsste man dann also als US oder Kansas-Virus umtaufen, damit man sich auch auf WuhanVirus verständigen kann?

 
A
audiomac kommentierte
... nicht schon wieder. Der hat es ja geschafft in kurzer Zeit mit seinem Schreiben sehr viral zu gehen.
Und NEIN er ist KEIN Virologe. Und Die Mittelländische (Zeitung?) ist ein eher dubioses Organ - ohne richtiges Impressum - ohne Nennung des Herausgebers - ohne Eintrag im Handelsregister....

 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Ob er nun ausschliesslich Virologe ist oder nicht, kann man doch vernachlässigen
wenn man liest "Für seine Leistungen in der experimentellen Forschung zu
Infektionskrankheiten erhielt er 1998 den Merck-Sharp-Dohme Preis. "

Der ist nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen, und die Fakten die er
anführt sind alle nachprüfbar.
 
Ich habe den Eindruck, dass die meisten Teilnehmer hier darauf hoffen sich gar nicht zu infizieren, bis ein Impfstoff gefunden ist. Ist das nicht auch ein wenig vollhorstig?
Erzähl das mal den Leuten in den Risikogruppen und deren Angehörigen, die ihre besonders gefährdeten Familienmitglieder nicht infizieren wollen. Ich habe keine Lust auf russisch Roulette, nur damit die Wirtschaft wieder rollt. Ich habe auch keine Lust, so wie die Leute in einem Hochhauskomplex in Grevenbroich, von Uneinsichtigen mit ihnen bekannter (!) Infektion gefährdet zu werden. Wo so viel Uneinsichtigkeit herrscht, müssen Regeln her. die treffen dann alle, auch die Vernünftigen. Manchmal denke ich, zusätzlich zum Corona-Test sollte man gleich einen EQ-Test mitmachen. Mit Intelligenz scheint das nur am Rande zu tun zu haben, ich hab gestern beim Einkaufen auch Akademiker gesehen, die sich für den Nabel der Welt hielten. Ohne Maske und frei durch den Supermarkt hustend.

 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

Moin Albert
so das Du dich bestätigt fühlst habe ich Anjas Beitrag schon mal geliket
 
häuschen
häuschen kommentierte
Ich hatte konkrete Fragen gestellt, die jedes Kind versteht.
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

Diese Fragen stehen aber auf dem Index.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Unsinn!
 
Sedlitzer
Sedlitzer kommentierte
Ihr redet ein wenig aneinander vorbei, scheint es.
Natürlich hofft jeder, sich nicht zu infizieren. Zumindest meine Leute und ich gehören dazu. Noch weniger möchten wir, dass Angehörige aus der Risiko-Gruppe - die wir sogar im eigenen Haus haben - (ich zähl mich nicht mal dazu, obwohl als erste Zahl in meinem Alter nun auch schon eine 6 steht) infiziert werden.

Die Mehrzahl sicher auch, dass schnell ein Impfstoff gefunden wird, aber eben das wird dauern, nach allem, was man bisher weiß.

Wir wissen aber alle doch, dass es nicht noch viele weitere Monate so wie bisher weitergehen kann, das hält keine Wirtschaft aus. Von irgendwoher muss das Geld, das der Staat (noch) leicht auszugeben vermag, ja herkommen.
Und wer der Illusion anhängt, alles nicht so schlimm, das schaffen wir noch lange, ist in meinen Augen realitätsfern, oder um es mit @häuschen zu sagen "leicht vollhorstig".
 
In diesem Thread geht es oftmals um die Frage: Wer ist intelligent, wer ist dumm? (Dumme "Vollhorsts" sind ja meist die anderen, die man für dümmer hält, als man selber ist.)

Viel zu wenig werden altruistische Charaktereigenschaften wie Rücksichtnahme auf andere, Mitleid mit anderen überhaupt erwähnt (Anja und noch ein paar weitere mal ausgenommen).

Vor allem Männer in vorgerücktem Alter scheinen sich nur noch aufs kalte Rechnen verlegt zu haben - mit Infektionszahlen, Reproduktionszahlen, Toten und sogar mit Dunkelziffern.

Das wollte ich nur mal sagen, weil es mich schon seit Langem ärgert.

Gruß
Hans
 
4 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Ein schöner Einwurf, Hans. Mich nervt dieses Gemecker ja bereits von Beginn an.
Die Menschheitsfamilie umfasst eben auch die Unverständigen und die mit weniger Empathie.
Wenn ich so klinge, als wäre ich der harte Hund, der sein Auge nur auf die Wiederbelebung der Wirtschaft legt,
dann liegt das daran, dass ich die Sache versuche mit Abstand zu betrachten,
da bleiben die individuellen Interessen Einzelner auch mal auf der Strecke.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Man muss nicht gleich Altruist sein um einfach Respekt zu haben vor Anderen und um sein Ego etwas zurueck zu stellen wenn es um deren Gesundheit geht.
Fuer mich sind das "normale" menschliche Anteilnahme.
Aber Tuer aufhalten, andere vor lassen, ueber die Strasse helfen, einfach jedem den man trifft ein Laecheln schenken ist aus der Mode.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
@Hans: Wir alten Männer zeigen die Zahlen nicht aus Kälte, sondern
um den Ernst der Lage verständlich zu machen und eben genau um
die Rücksichtnahme zu werben, die diese Lage für uns alle nötig macht.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Im Unterschied zur Fotografie ist Statistik eine Möglichkeit, die Welt nicht mehr erleben zu müssen, weil damit alles in Zahlen verwandelt wird.
 
Okay, ich nehme an, Du meinst diesen Kommentar hier - sonst bitte nochmal genau sagen, worauf Du Antworten haben möchtest.

Exakt so geht es mir auch, nur ist das nicht unbedingt weise, weiß man doch, dass dies nur funktioniert, wenn man weiter ähnliche Maßnahmen vorsieht, wie sie zurzeit bestehen. Die Frage ist aber, wie das funktionieren soll. Und ist es tatsächlich richtig so weiter zu machen? Insbesondere dann, wenn man die Sache global betrachtet, denn das Virus kennt keine Grenzen.

Meine Antwort ist: ich weiß es nicht. Ich sehe im Moment aber auch keine Alternative dazu, denn ich habe keine bessere Lösung parat.

Ich habe den Eindruck, dass jedes Leben, das hier in Deutschland auf Grund der danieder liegenden Wirtschaft gerettet wird, alsbald mehrere Leben in einem Land kostet, das stärker unter dem globalen, wirtschaftlichen Niedergang leidet.

Das ist eine für mich sehr schwierige Diskussion, Leben gegeneinander abwägen. Für mich ist jedes verlorene Leben eines zuviel. Andererseits frage ich mich aber auch, welches Leben in einem anderen Land, das stärker unter dem globalen, wirtschaftlichen Niedergang leidet, gefährdet wird, wenn sich hier die Leute an Hygieneregeln, Maskenpflicht und Mindestabstand im Alltag halten?

Ich befürchte, dass eine Generation von Kindern und Jugendlichen geistig verarmt, wenn sie gar nicht, oder nur halbherzig unterrichtet wird.

Damit habe ich ja nun einige Wochen praktische Erfahrung. Digitales Lernen funktioniert hier bei uns ziemlich gut. Ich weiß, dass das nicht überall so ist und dass vermutlich vor allem die älteren Schüler besser damit zurecht kommen, weil sie selbstständiger sind und vor allem schon gelernt haben, wie man denn überhaupt lernt. Das ist aber doch auch ein Wirtschaftszweig, den wir nicht nur wegen Corona sondern generell ausbauen sollten und auch können.

Viele Alte leiden mehr unter der Vereinsamung und würde sich freiwillig lieber dem Infektionsrisiko aussetzen.

Ja, das ist schwierig, nicht nur, aber besonders auch in der Altersgruppe. Ich kenne einige Senioren. Von denen sagt aber keiner, er möchte sich lieber infizieren als Kontakte vorerst auf Telefon, Videochat o.ä. beschränken.

Ich bin nicht der Ansicht, dass wir sofort jede Vorsicht über den Haufen werfen und so weitermachen sollen, wie früher. Aber diese penetrante Übervorsicht, dieses Verteufeln derjenigen, die sich nicht perfekt an Abstandregeln halten und das ständige sich lustig machen finde ich ekelig, spießig und dämlich, auch weil keine halbwegs „ganzheitlich“ denkende Regierung es zulassen wird, dass wir mehrere Jahre so weiter machen.

Es gibt imho einen Unterschied zwischen dem erhobenen Oberschullehrerzeigefinger und einem freundlichen, aber deutlichen Hinweis, dass (wie meine Mutter das nennt) "auch noch andere Idioten als man selbst" unterwegs sind. Mir wird oft deutlich, dass eine Krise polarisiert und sowohl das Beste als auch das Schlechteste in uns hervorbringen kann. Und ich gebe zu, ab und an kriege auch ich einen Koller und lasse meinen Frust über das Erlebte hier im Thread ab. Das kann schon sein, dass das spießig und dämlich ist, aber ich denke, je besser wir uns jetzt an die Einschränkungen halten, desto eher schaffen wir es wieder zurück zum Containment einzelner Cluster. Mai Thy hatte da neulich einen netten Vergleich in einer der unsäglichen Talkshows:
Gib einem Kind ein Marshmellow. Es kann den Marshmellow sofort essen oder aber 10 Minuten damit warten. Wenn es wartet, bekommt es einen zweiten dazu. Ungefähr so ist das auch mit den Lockerungen.

Die Menschheit leidet seit tausenden von Jahren unter Kriegen, Pandemien und Hunger. Aber keine Generation war derart verweichlicht um ihre Gesundheit bange, wie unsere heutige.

Das kann ich nicht beurteilen. Ich halte es aber für wahrscheinlich, dass auch unter der Pest, der spanischen Grippe, Naturkatastrophen wie Dürre etc. die Menschen Angst um ihre Gesundheit und ihr Leben hatten und alles getan haben, um ihre Situation zu verbessern und Krisen zu bewältigen. Verweichlicht finde ich ein wirklich richtig fieses Wort, weil es unterstellt, wir wären nicht hart und stark genug, bis zum Äußersten zu gehen und unsere Gesundheit für andere Ziele hintenanzustellen. Ich finde, es ist eher eine Stärke, wenn wir uns an geänderte Lebensbedingungen anpassen können. Dazu gehört in diesem Fall eine andere Art von Schutz als wir es bisher gewohnt sind und ein geändertes Verhalten. Schwach und verweichlicht, wenn man denn das Wort unbedingt verwenden will, sind in meinen Augen die, die es nicht schaffen, 1,5 Meter Abstand zu anderen zu halten, sich die Hände ordentlich zu waschen und eine Maske zu tragen. Für mich sind das geringe Einschränkungen, die einfach umzusetzen sind. Ist das wirklich zu viel verlangt?
 
Kommentar
Nimmt man dann noch Länder, wie Südkorea, Taiwan, Hong Kong, Japan in die Vergleichszahlen auf, dann sieht man, dass auch ohne Lockdown hervorragende Ergebnisse erreicht werden können - wenn die Bevölkerung einen gewissen "Reifegrad" erreicht hat.

Schlicht Unsinn und Falschmeldung Suedkorea hatte einen Lockdown sogar noch schaerfer als unserer.
Singapur hat heute Nacht den Lockdown bis 1. Juni verlaengert und deren Todeszahlen sind wirklich niedrig, so hat es mir eine Freundin von dort geschickt.

screenshot-63.jpg

@häuschen
Zitat:
Die Menschheit leidet seit tausenden von Jahren unter Kriegen, Pandemien und Hunger.
Aber keine Generation war derart verweichlicht um ihre Gesundheit bange, wie unsere heutige.


Sorry, aber das ist Stammtischgeschwaetz auf tiefsten Niveau und davon wird mir uebel - denn genau diese Art von Argumentation hat die Welt schon immer in Probleme gebracht.

Auf dem Sofa sitzen mit Computer und schnellen Internet, sicher durch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt mit garantierter Behandlung, den Edeka um die Ecke mit vollen Regalen, die Rente in der Tasche, die teure Fotoausruestung im Rucksack und dann erzaehlen der Rest da draussen sei verweichlicht. :sick:
 
2 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Du meinst, ich schließe mich selbst dabei aus?

(das gibt jetzt meinen zweiten Runterdaum in diesem Forum, so)
 
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Klaus Harms
Klaus Harms kommentierte
Danke, einer der besten und treffensten Beiträge, die ich hier seit Tagen gelesen habe! Mich als Betroffener macht dieses ganze hirnlose Gesabbel mit Inhalten wie völlig überflüssiger Lockdown, bewusste Schwächung der Wirtschaftssysteme, sinnvolle Durchseuchung der Gesamtbevölkerung, Schaffung einer Herdenimmunität und 2018 war mehr Pandemie als jetzt, stellenweise sprachlos bis wütend. Geht es hier dank Anja noch relativ gesittet in der Diskussion zu, kann man beim Lesen etlicher völlig verblödeter Beiträge in den Sozialen Medien gar nicht so viel fressen, wie man kotzen könnte. Ich hatte es schon angemerkt, dass wir über die Gesundheit und über das Überleben von Menschen sprechen. Und ich habe schon als kleines Kind gelernt, dass genau diese zu den höchsten Gütern zählt. Es ist völlig daneben, diese Güter mit wirtschaftlichen Interessen abzuwägen!
 
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Apropos Vollhorst ...

Ich habe den Eindruck, dass die meisten Teilnehmer hier darauf hoffen sich gar nicht zu infizieren, bis ein Impfstoff gefunden ist. Ist das nicht auch ein wenig vollhorstig?
Willst Du behaupten :
Warten auf einen Hoffnungserfolg ist dumm, weil unrealistisch,
denn jeder infiziert sich auf jeden Fall, bevor die Impfung weltweit abgeschlossen ist ?
Gehen wir mal davon aus, das dauert noch +- ein Jahr. Dann kann trotzdem niemand sagen, wie hoch das Risiko ist, trotz Abstand und Schutz bis zum Tag X in ca. einem Jahr mit der Wahrscheinlichkeit Y infiziert zu werden.
Soll man dann davon ausgehen, man wird auf jeden Fall vor einer Impfung infiziert - warum ?
Auswandern zu Hadidi ?
Desinfektionslösung nuckeln ?
Pokern nach kölner Art " es ist schon immer ... " ?

Da warte ich auf Deine / andere Lösungsvorschläge und Alternativen !

Vielleicht gibt es bald ein Mittel zur Behandlung,
oder die Welt geht eh unter ...
 
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häuschen
häuschen kommentierte
Nein. Als Rentner mit ausreichend Rücklagen, wenn sie nicht nur aus Euros bestehen, kann man seine Wohnung nicht verlassen, sich das Essen liefern lassen und 2 Jahre vor dem TV vor sich hin vegetieren, bis alles vorbei ist. Man kann sich die Zeit mit Forengeschwätz und einem Virologie-Studium vertreiben. Man kann sein Risiko bis auf ein Minimum reduzieren und damit ziemlich sicher sein sich nicht zu infizieren. Man kann auch etwas mehr Risiko eingehen und sich dennoch nicht infizieren. Alles möglich und alles unterschiedlich lebenswert.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Purer Quatsch, du kannst als Risikogruppe Fahrrad fahren, joggen, einkaufen mit Maske und mit Abstand mit deinen Nachbarn oder sonst wem reden den du triffst.
Mein Leben ist lebenswert - sehr sogar -fuer mich- auch ohne Fusballstadion, Oktoberfest, Ballermann oder Schuetzenfest oder Biergarten.
Wer das braucht um nicht zu vegetieren - der hat mein ausdrueckliches Bedauern - denn dagegen gibts keine Impfung.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Und ich kann auch ohne Drogen glücklich sein.
Ich frage mich, warum meine Beiträge nicht auch mal so verstanden werden, wie sie gemeint sind. Außerdem kann nicht jeder Ältere joggen und Fahrrad fahren.
 
Kay
Kay kommentierte


Deine Beiträge versuchte ich zu beantworten.

Eine Lösung, wie man sich verhalten soll, hast Du bisher kein Stück gegeben.
Nur damit, dass man als Rentner ein höheres Risiko eingeht, davon wird doch die Wirtschaft auch nicht gerettet.
Und ob ich nun mit oder Motor auf dem Fahrrad sitze, ob ich jogge, oder im Park Petanque spiele, ist doch wurscht.
Ich kann als Rentner nicht mehr so schnell laufen, oder bin im Kirschkernweitspucken schlechter als früher,
aber ich kann mich doch auch mit eingeschränktem Risiko auch amüsieren.

Wie soll man denn bitte Deine Beiträge verstehen ? Du schreibst von Drogen. Niemand sonst hat das Thema hier bisher gebracht. Soll ich jetzt zum Schneemann gehen ?

Zeig mal Zunge - sag, was Du meinst. Sag, was die Rentner tun sollen. Soll ich joggen ?
Bringt es die Wirtschaft nach vorn, wenn jeder Rentner jetzt drei Räder kauft - ist das die Rettung der Welt ?
Sprich Klartext. Alles mit vollem Risiko - jeder Rentner ohne Schutz in Baumarkt, Supermarkt und Puff ??? Wat denn nu ???
 
mfey
mfey kommentierte
Auch wenn es schon mehrfach auch von anderen gesagt wurde.
Langsame Durchseuchung über 1-2 Jahre anstreben, damit die unvermeidlichen Todesopfer nicht noch durch Triagetote erhöht werden und im nächsten Jahr die Impfung helfend dazu kommt, das ist der einzige Weg den ich sehe.

Statt abstraker statistischer Variablen, die bei fehlender repräsentativer Zahlenerhebung nicht wirklich helfen, muss man den Schwerpunkt auf die Behandlungskapazitäten und einen vernünftigen Schutz der Risikogrupen legen, indem man Pflegerinnen, Ärzte und andere mit körpernahen Dienstleistungen engmaschig kontrolliert und finanzielle Einußen zu 100% ausgleicht, gilt auch für das Kurzarbeitergeld. Noch haben wir reichlich entwicklungsfähige Produktionskapazitäten und noch funktionierende Lieferketten (allerdings immer problematischer) und es besteht keine ernsthafte Gefahr einer Inflation , im Gegenteil, bei Wegbrechen der Nachfrage werden wir Deflation und Arbeitslosigkeit erzielen. Noch ca. 2 Monate nach meiner persönlichen Bewertung, gestützt u.a. auf makroskop.eu Berichte, haben wir Zeit um durch Aufrechterhaltung der Geldströme (Verlustausgleich bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern ) die Sicherung der Arbeitsplätze sowie die wirtschaftliche Wiederbelebung bei ausreichender Gesundheitsversorgung zu meistern.
Und nein, das Geld dazu muss nicht erst angespart werden, sondern souveräne Staaten können es schöpfen, man muss dies nur intelligent tun. Und, Staatsschulden -ein Blick in die Realität - können einfach fortgeschrieben werden, wenn es nicht anders geht (bei uns sogar zu Minuszinsen...) Es werden nicht nur Schulden sondern in gleicher Höhe auch Forderungen der Sparer vererbt.
Also hab ich bei der gegenwärtigen unterlastigen Belegung der Krankenhäuser eher ein leicht optimistisches Gefühl. Ja wir können das schaffen, wenn die Politik dazu lernt.
 
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