Guten Morgen zusammen
Für unsere Tochter beginnt am Montag die Schule wieder (10. Klasse kurz vor dem Realschulabschluss). Dank der guten digitalen Struktur und einer sehr engagierten Schule sind wir seit den Schulschließungen gut im Kontakt mit den Lehrkräften, auch wenn es teilweise individuell anfangs ein bisschen holprig war mit den Arbeitsaufträgen und Materialien. Trotzdem war es der Schule erst gestern möglich, konkrete Infos zur Schulöffnung für die Abschlussklassen mitzuteilen. Der Rektor schrieb von sich ständig aktualisierenden Vorgaben des Kultusministeriums, die sich wohl teilweise gegenseitig überholten. Gestern kam dann ein dreiseitiges Schreiben mit Verhaltensregeln und neuer Organisation des Schulalltags. Sehr gut gemacht, sehr gut überlegt, ließ für uns keine Fragen offen.
Umso erstaunter war ich, als gestern Abend erste Bilder von Schulöffnungen aus anderen Bundesländer über die Medien kamen, verbunden mit dem entsetzten Aufschrei "ist es wirklich wahr, dass die Eltern aufgerufen werden, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier zu spenden??" Den Aufruf hatten wir hier zwar nicht. Aber wenn, dann wären wir dem gefolgt. Was wäre daran so schlimm? Es geht schließlich um unsere Kinder und um die Schulfamilie und um ganz konkrete, pragmatische Hilfe.
Zum Thema Desinfektionsmittel informierte unsere Schule, dass die Landesregierung es für ausreichend hält, wenn genügend Möglichkeiten zum Händewaschen zur Verfügung stehen (das ist gegeben). Desinfektionsmittel wird daher nicht gestellt. Die Lehrkräfte finanzieren trotzdem aus eigener Tasche für jede Schülergruppe Desinfektionsmittel in ihrem Raum. Da ist es auch ohne Aufruf selbstverständlich, unserer Tochter nicht nur ihr eigenes, selbstgemachtes Mittel im handlichen, zweckentfremdeten Deosprüher mitzugeben, sondern noch eine Flasche für die Gruppe mitzuschicken. Da bricht einem doch kein Zacken aus der Krone, oder?
Na, wie auch immer - ich habe in den letzten Wochen durch das Home Schooling erstaunlich viel Wissen aufgefrischt bzw. neu gewonnen. Ich kann euch z.B. jetzt genau erklären, wie man Seife herstellt (Chemie) oder wie Acrylglas zu einer Käseglocke verarbeitet werden kann (Werken). Nur in Mathe bleibt vieles in irgendwelchen tiefverborgenen Hirnwindungen verschüttet, zumal mancher Lösungsweg offenbar heute ganz anders unterrichtet wird als damals bei mir - und diese Abfolge ist halt einzuhalten, auch wenn die Ergebnisse am Ende identisch sind. Schwierig zu vermitteln bei einem Pubertier mit bescheinigter schwerer Matheallergie

Sonst sind wir ganz gut zurecht gekommen. Mein einziger Kritikpunkt: bezüglich der Menge an Material und den digitalen Abgabeterminen hätten sich die Lehrer untereinander besser absprechen können. So kam manches so geballt, dass es kaum zu schaffen war und andererseits gab es manchmal Leerlauf.
So, das war der kleine Bericht zum Wochenende - ich wünsche euch einen schönen Tag! Nachher gibts noch die Pressetermine, wie gewohnt.
Man schreitet mit Maske (staatsmännisch) rein, tritt ans Rednerpult, Entfernt die Maske UND FALTET DIESE SCHÖN, SORGFÄLTIG ZUSAMMEN, dann spricht man (da sollte die Maske auf sein), dann FALTET MAN DIE MASKE SORGFÄLTIG AUSEINANDER und zieht sie wieder an.
Das entspricht nicht den Empfehlungen über den richtigen Umgang mit Hygiene-Masken. (Nach einer versehentlichen Berührung der Maske müssen die Hände gründlich desinfiziert werden)