Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Du kannst als Selbstständiger Deine Krankenkasse mit einem formlosen Schreiben um Aussetzung der Beiträge bitten. Klaus hatte dazu gestern einen Textentwurf gepostet.
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Vielen Dank für den Hinweis, werde den Beitrag von Klaus mal suchen.

Ohne schon genaueres zu wissen denke ich, aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben. Was ich heute nicht zahle, muß ich eben zukünftig bedienen. Das setzt voraus, daß die jetzt wegfallenden Einnahmen zu einen späteren Zeitpunkt tatsächlich auch nachgeholt werden können.

Gruß

Thomas
 
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Meine Bedenken grundsätzlich: Wir sind auf dem Weg, die Marktwirtschaft außer Kraft zu setzen. Als Krisenbewältigung zuerst einmal ein akzeptables Mittel, aber nur dann, wenn ALLE diese Regelungen auch wieder aufgehoben werden. In diesem Fall zieht sich der Eingriff schon mal über mehr, als 2 Jahre hin.

Die Bedenken habe ich auch, allerdings nicht aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung, sondern aufgrund der Glücksritter und Profitgeier, die jetzt ihre Chance sehen, Kohle zu machen und intensiv nach Schlupflöchern in den notgedrungen mit heißer Nadel gestrickten Regelungen suchen.

Solidarität sehe ich zur Zeit vor allem im direkten Umfeld persönlich un bei klein- und mittelständischen Unternehmen. Bei den großen Konzernen, mit denen ich so zu tun habe oder die Menschen in meiner Umgebung ist da Fehlanzeige. Da tun z.B. sehr viele gerade so, als ob sie von Arbeitsrecht noch nie was gehört hätten.
 
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werde den Beitrag von Klaus mal suchen.

Hab ihn gefunden:


Ohne schon genaueres zu wissen denke ich, aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben. Was ich heute nicht zahle, muß ich eben zukünftig bedienen. Das setzt voraus, daß die jetzt wegfallenden Einnahmen zu einen späteren Zeitpunkt tatsächlich auch nachgeholt werden können.

Das stimmt, aber Deine Krankenkassenbeiträge werden ja auch rückwirkend an Deine Einkommenssituation angepasst. Wenn Du starke Einbußen hast, wird der Krankenkassenbeitrag dementsprechend auch sinken.
 
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Die Bedenken habe ich auch, allerdings nicht aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung, sondern aufgrund der Glücksritter und Profitgeier, die jetzt ihre Chance sehen, Kohle zu machen und intensiv nach Schlupflöchern in den notgedrungen mit heißer Nadel gestrickten Regelungen suchen.

Solche Leute hat es immer schon gegeben, so wie es immer Leute geben wird, die Harz4 ausnutzen. Beides nicht erlaubt und mEn unerheblich.

Überhöhte Mieten nachzuverhandeln ist in solchen Zeiten gerechtfertigt. Es wird halt ne Klagewelle geben, die niemand braucht.
 
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Die Bedenken habe ich auch, allerdings nicht aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung, ...

Ich schon, jetzt werden Freiheitsrechte gekappt, die Marktwirtschaft ausgehebelt, das Bargeld weiter eingeschränkt und wohl zeitnah die anonymen Goldkäufe weiter eingeschränkt. Via Corona kann man jetzt Dinge durchsetzen, die man schon immer durchsetzen wollte.

Anja, ich darf Dich daran erinnern, dass bis heute der Art. 125 NoBailOut im AEU-Vertrag nie geändert wurde, aber seit fast 10 Jahren dieser Artikel ausgehebelt wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Mandat der EZB.
 
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Die Reiseveranstalter sind aber nicht pleite
Lieber hochgeschätzter Hans, ich mag so pauschalierende Aussagen nicht. Generell nicht. ;)

Denn sie sind in ihrer Gesamtaussage immer falsch, weil solchen Aussagen ALLE umfasst, aber nur EINIGE betrifft.

Ich kenne hier im Land wohl ein paar, die sehr wohl "pleite" sind, wenn sie alle geleisteten Vorauszahlungen auf einen Schlag retournieren müssen, ohne die weitergeleiteten Beträge (an Hotels, Schifffahrtslinien, Fluglinien etc.) ebenso sofort retourniert zu bekommen. Und da rede ich noch gar nicht von den vielen Veranstaltern, die ohnehin immer knapp am Rand der Klippe herumwackeln. Da nützen nicht mal mehr ohnehin für solchen Fälle meist nicht mehr geltende bzw. ausreichende Versicherungen.

Und das ist nun in den meisten Fällen (Auslandsreisen) langwierig, schwierig und aussichtslos. Wie du da eine solche Aussage treffen kannst, verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht.
 
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An solche Fälle hat natürlich niemand gedacht, als er/sie sich diese Regelung einfallen lies.

Es hat auch niemand an die vielen Tausend Kleinvermieter gedacht, die die Mieteinnahmen für die Rente oder für “schlechte Zeiten“ eingeplant haben. Der Vermieter kommt in den Köpfen einiger Politiker ausschließlich in Form eines Immobilienhais vor, der mit dem Bentley vorfährt um überhöhte Mieten von armen alten Damen einzutreiben.
Die gibt es, zweifellos, aber es gibt auch die alten Damen, bei denen sich den Rente halbiert, wenn eine Mieteinnahme wegfällt oder den Einzelkämpfer, bei dem die “eiserne Reserve“ fehlt, mit der die Studienkosten für die Kinder oder die eigene Miete abgesichert sind...
 
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Anja, ich darf Dich daran erinnern, dass bis heute der Art. 125 NoBailOut im AEU-Vertrag nie geändert wurde, aber seit fast 10 Jahren dieser Artikel ausgehebelt wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Mandat der EZB.
Nun tu mal nicht so, als müsse jeder wissen worum es geht.
Mit der Bezeichnung hat es bei mir auch nicht Klick gemacht, aber gemeint ist die seit einigen Tagen wieder heftig diskutierte Nicht-Beistandsklausel, zu finden im Vertrag über die Arbeitsweise der EU.
Ich zitiere mal aus Wikipedia:
Die Nichtbeistands-Klausel war konzipiert worden, um EU-Staaten zur Haushaltsdisziplin zu bewegen. Sie sollten nicht darauf hoffen können, bei unsolider Haushaltsführung später durch andere Mitgliedstaaten unterstützt zu werden

Was das Aushebeln betrifft - die Vergangenheitsbetrachtung zu dieser Klausel und das Mandat der EZB sind zwar interessante Themen, aber hier absolut off-topic.
 
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Es hat auch niemand an die vielen Tausend Kleinvermieter gedacht, die die Mieteinnahmen für die Rente oder für “schlechte Zeiten“ eingeplant haben. Der Vermieter kommt in den Köpfen einiger Politiker ausschließlich in Form eines Immobilienhais vor, der mit dem Bentley vorfährt um überhöhte Mieten von armen alten Damen einzutreiben.
Die gibt es, zweifellos, aber es gibt auch die alten Damen, bei denen sich den Rente halbiert, wenn eine Mieteinnahme wegfällt oder den Einzelkämpfer, bei dem die “eiserne Reserve“ fehlt, mit der die Studienkosten für die Kinder oder die eigene Miete abgesichert sind...

Exakt, sehr unangenehm. Lass Dir da mal eine Regelung einfallen, die allen gerecht wird.

Die große Mehrheit der Vermieter wird diese Maßnahme verkraften, wenn nicht noch mehr dazu kommt, oder siehst Du das anders? Wenn bei der Oma mit der kleinen Rente und einem Dreifamilienhaus 2.000€ ausbleiben, wird sie das verkraften. Meines Erachtens sind noch zu viele Leute unterwegs die der Ansicht sind, sie könnten alles retten, was sie haben. Zu viele, die der Ansicht sind, der Staat sei dafür zuständig.

Der Staat verbläst grad derart viel Kohle, dass er am Ende gezwungen sein wird, sich das zurückzuholen. Es steht eine Grundsteuerreform an, die dann sicher nicht mehr auf die Nebenkosten umgelegt werden kann. Ich hoffe sehr, dass es bei diesen Maßnahmen bleibt, denn es hat auch schon Zwangshypotheken gegeben.
 
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Was das Aushebeln betrifft - die Vergangenheitsbetrachtung zu dieser Klausel und das Mandat der EZB sind zwar interessante Themen, aber hier absolut off-topic.

Zustimmung.

Aber wer Verträge und Regeln in der Vergangenheit ignoriert und gebrochen hat, warum soll man dem in Zukunft trauen. Darum ging es bei dem Argument.
 
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Wenn sich die Oma statt Geld für die Altersvorsorge zu sparen ein Mehrfamilienhaus kaufte kann das schon einschneidend sein.

Wie gesagt ... es allen Recht zu machen ist unmöglich. Die Oma wird nicht verhungern. Im Grunde kann man solche Einbußen auch wieder einsparen, in dem man an der Instandhaltung spart. Niemand kann eine Immobilie auf Dauer halten, wenn er keine Rücklagen hat. Und man sollte auch nicht davon ausgehen, dass plötzlich niemand mehr Miete zahlt. Ich geh zurzeit von durchschnittlich 15-30% Ausfall aus, wovon die Hälfte wieder reinkommt.
 
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Wie gesagt ... es allen Recht zu machen ist unmöglich. Die Oma wird nicht verhungern. Im Grunde kann man solche Einbußen auch wieder einsparen, in dem man an der Instandhaltung spart. Niemand kann eine Immobilie auf Dauer halten, wenn er keine Rücklagen hat. Und man sollte auch nicht davon ausgehen, dass plötzlich niemand mehr Miete zahlt. Ich geh zurzeit von durchschnittlich 15-30% Ausfall aus, wovon die Hälfte wieder reinkommt.
Ist auch wieder wahr.
 
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Die Pressetermine für heute:

ca. 11:30 Uhr Regierungspressekonferenz der Bundesregierung zum aktuellen Corona-Sachstand
ca. 12:00 Uhr Pressekonferenz von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zum aktuellen Corona-Sachstand in NRW

zu sehen z.B. bei phoenix.de
 
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Exakt, sehr unangenehm. Lass Dir da mal eine Regelung einfallen, die allen gerecht wird.

Die große Mehrheit der Vermieter wird diese Maßnahme verkraften, wenn nicht noch mehr dazu kommt, oder siehst Du das anders? Wenn bei der Oma mit der kleinen Rente und einem Dreifamilienhaus 2.000€ ausbleiben, wird sie das verkraften. ...

Ich sehe das anders, ja.
Ich mag auch solche Pauschalisierungen nicht.
Ersetze mal das Dreifamilienhaus bei der Oma durch eine Zweizimmerwohnung und stell Dir vor, sie wohnt selber zur Miete und hat keine Luxusrente...
Ich kenne jedenfalls mehr Omas, bei denen es so ist, als Omas mit Dreifamilienhäusern...

Dass jeder Federn lassen muss, ist glaube ich den meisten völlig klar, aber ich halte es für fatal, laut darüber zu reden, Gesetze dahingehend zu ändern, dass einseitig Zahlungsverpflichtungen in laufenden Verträgen einfach wegfallen sollen. Dann vergib lieber unbürokratisch Wohngeld an die Leute, die es wirklich brauchen.
 
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