Es wird aber ständig davon gesprochen, dass die Krankenhäuser jetzt schon am Limit sind.
Das sind sie grundsätzlich wegen fehlenden Personals. Das hat nichts mit Corona zu tun. Wobei der Begriff "am Limit" in diesen Zeiten eine andere Bedeutung bekommt. Die Zeiten, in denen wir vor 3 Monaten von "am Limit" sprachen, werden wir uns noch als himmlisch zurückwünschen.
Die Grundversorgung ist immer noch sichergestellt. Hinsichtlich Corona "ans Limit" kommen wir, wenn nicht mehr für jeden Patienten, der es braucht, ein Intensivbett zur Verfügung steht.
weil bisher nicht abgefragt wurde, wieviele Tests insgesamt schon durchgeführt worden sind
Als unser Gesundheitsminister das vor ca. 10 oder 14 Tagen anmahnte, zuckte das RKI mit den Schultern: "wurde uns leider nicht gemeldet" und einige Gesundheitsämter plusterten sich behördendeutsch auf: "dazu gibt es keine Erhebungsverpflichtung". Hat mich damals tierisch aufgeregt. Klar steht/stand das nirgendwo als Anordnung - aber hat nicht vielleicht wenigstens ein Mitarbeiter in Hinterposemuckels Gesundheitsamt mal irgendwie mitgedacht und einen Handschlag mehr gemacht, als im Regelwerk steht?
Meiner Meinung nach sollte man die Daten aber dennoch rasch erheben können. Die Tests werden schließlich über die Krankenkassen abgerechnet. Die müssen die Gesamtzahl ja ebenso aus ihrem System ziehen können wie sie das bei anderen Behandlungen auch machen.
Und warum Therapieansätze, die in Südkorea erfolgreich scheinen, nicht auch hier übernommen werden???
Um den verlinkten Artikel einordnen zu können, muss man wissen, dass das genannte Medikament Kaletra (Lopinavir/Ritonavir) zur Behandlung von HIV eingesetzt wird und (verkürzt gesagt) die Vermehrung des HI-Virus hemmt. Es wird von genau einem Hersteller produziert, der dadurch den Preis und die Verfügbarkeit frei bestimmen kann. Es gibt keine Generika.
Zum einen wissen wir nicht, ob Kaletra hierzulande bei COVID-19 Erkrankten eingesetzt wird oder nicht. Zum anderen gebe ich zu bedenken, dass HIV-Infektionen längst nicht mehr die große Rolle spielen, die sie in den 1980er-Jahren hatten. Zum großflächigen Einsatz muss also vermutlich deutlich nachproduziert werden. Und dann würde mich auch interessieren, ob seit der Handlungsempfehlung vom 13.02.2020 im Artikel neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit bei COVID-19 vorliegen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle erfolgversprechenden Therapieansätze begutachtet und bewertet werden, egal woher sie kommen.