mich würde einmal interessieren wir ihr persönlich damit umgeht, was ihr nun im täglichen Leben anders macht als sonst. Welche Gewohnheiten ihr euch zur Zeit abgewöhnt habt oder auf was ihr besonders achtet. Auf was verzichtet Ihr obwohl es euch schwer fällt?
Im Tagesablauf hat sich für mich nichts geändert, weil ich pflegebedingt ohnehin ungefähr 22 von 24 Stunden bei meiner Mutter bin.
- Ganz im Gegenteil, ich würde etwas ändern, kann es zur Zeit aber nicht. Ich habe letzte Woche den Plan gefaßt, nur zweimal in der
Woche Einkaufen zu gehen. Angesichts leerer Regale klappt das derzeit aber nicht.
Gestern zum Beispiel: Rewe 1 hatte nicht alles, was ich brauchte, also zu Rewe 2 und zwei, drei Dinge dort geholt.
Beide hatten keine Haferflocken, "unser" T-Papier war auch nicht da. (Leere Regale bei Brot, T-Papier etc., Nudeln, Mehl, und einigen anderen Dingen.)
Also bin ich heute noch einmal los. Obwohl ich ja, zwecks Verminderung von Kontakten, zu Hause bleiben wollte. Ich war in sage und
schreibe 8 (!) Rewe-Filialen und in einer von DM. In allen Läden wurden Regale zum Kauf angeboten, glaube ich. Jedenfalls waren Preisschilder
dran

.
Jetzt habe ich immer noch kein T-Papier, ein Pfund Haferflocken (von 2), ein Kilo Zucker (Gelegenheitskauf), zweimal Gemüsesaft (brauche ich sowieso) und noch drei Kleinigkeiten. Ich war in neun Läden unter Leuten und habe bei vier Kassiererinnen bezahlt (und eventuell haben wir Erreger ausgetauscht).
Morgen mache ich Einkaufspause. Und wenn ich "unser" T-Papier am Freitag sehen sollte, werde ich gleich zwei Packungen kaufen, denn wer weiß,
wann es das wieder gibt. Damit arbeite ich mit an dem Effekt, den ich eigentlich gerne vermeiden würde.
Wenn alle Waren normal verfügbar wären, hätte ich in dieser Woche keine neun Läden besucht (bis heute, am Freitag werden es definitiv mehr werden), sondern bestenfalls vier (2 x 2) oder fünf.
Ich bete darum, daß keine Einlaßbeschränkungen in den Läden eingeführt werden, dann wird es zumindest in der ersten Zeit noch schlimmer werden, weil ich dann noch mehr Zeit mit Einkaufen verbringen würde und ich vielleicht jeden Tag raus müßte: Montag Rewe 1 und 2, Dienstag Rewe 3 und 4, und so weiter.