Guten Morgen zusammen
Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass Europa und da meiner Meinung nach auch noch einmal Deutschland zu spät reagiert hat. Nur: was nutzt uns jetzt das Beklagen? Ich habs glaub ich irgendwo schon mal geschrieben: Schuld verteilen hilft jetzt kein bisschen weiter, weil dadurch nichts besser wird. Aus den Fehlern lernen schon.
Im Gegenteil: halten wir uns gedanklich an den Versäumnissen fest und daran, was "die da oben" alles falsch gemacht haben, dann entstehen Ärger, (blinde) Wut, Hilflosigkeit, Ohnmacht u.v.m. Die wollen irgendwo hin - es heißt nicht umsonst z.B. "mir platzt der Kragen". Wenn die eigene Grundstimmung dadurch aggressiv, depressiv, negativ wird, erweisen wir uns selbst und den Menschen in unserer Umgebung (die kriegen es ja ab) einen Bärendienst.
Wichtig ist imho jetzt, dass wir achtsam auch mit uns selbst umgehen. Dazu gabs hier ja schon einige Tipps. Klar regt mich auch so manche Aussage in den Medien auf. Man könnte sich, wie
@Gianni33 schrieb, einfach weniger davon anschauen - das widerspricht aber meinem persönlichen Informationsbedürfnis

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Ihr könnt das jetzt für banal halten, aber folgendes hilft mir: Ich suche mir seit langem jeden Morgen nach dem Aufstehen (und dem ersten Kaffee!!!

) bewusst etwas Schönes zum Ansehen aus. Oft ist das einfach der Blick aus dem Fenster / vom Balkon. Dabei bleibe ich ein paar Minuten und konzentriere mich nur auf das. Aktuell habe ich beim Blick auf den noch blätterlosen Wald genau einen einzelnen Nadelbaum im Blick, der "immergrün" heraussticht und der braungrauen Trostlosigkeit seiner umstehenden Kameraden trotzt. Den begrüße ich jeden Morgen in Gedanken. Ein kleines Ritual, das mir hilft, den Tag positiv zu beginnen. Braucht nur ein paar Minuten meiner Zeit, beschert mir aber einen guten Start.
Bin ich die einzige, die so kleine Gewohnheiten hat, die gut tun und vielleicht ein bisschen "crazy" klingen?
