Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Tagesschau vom 13. März 2021: In KW 15 bundesweite Inzidenz von 350!

Klick!

KW 15 läuft aktuell. Die Inzidenz ist bei 160.
 
Kurt Raabe kommentierte
es ist ein prognostizierter Wert
heute 29426 Neuzugänge (RKI)
ich befürchte das diese Zahl in der 15/16/17 KW real wird
das RKI hat diese Zahl bestimmt nicht aus dem Kaffeesatz gelesen...
 
falconeye kommentierte
@Timotheos

Mein VoC-Modell vom 13. März:

[ https://www.nikon-fotografie.de/com...egen-coronavirus-abgesagt.295040/post-2797530 ]
sagte für heute eine Inzidenz von 165 vorher.

Ich habe aber mehrmals berechnet und begründet, wie ich auf meine, und das RKI auf seine Prognosen kommt. Z.B. berücksichtige ich saisonale Effekte (und seit neuestem auch Impfeffekte). Auch hier im Thread wurde das kontrovers diskutiert.

Das RKI kann als amtliche Vorhersage nicht einfach spekukulative Effekte einrechnen, so, wie ich das kann. Allerdings haben sich diese spekulativen Effekte als ziemlich zutreffend erwiesen.

Lasse ich saisonale und Impfeffekte weg, komme ich ziemlich exakt auf das Modell des RKI. Dass diese Effekte nicht berücksichtigt sind, wurde vom RKI klar kommuniziert, von den berichtenden Medien allerdings weniger ...

Ich plane ein Update meines Modells zum 24.4., nach der Osterdelle, um abschätzen zu können, ob die dritte Welle bereits bei ca. 200 gebrochen ist, oder uns tatsächlich erst noch bevorsteht. Das ist alles andere als bereits klar.

Insgesamt geht es hier doch nicht darum, sich in Lagerkämpfen oder Scheingefechten zu engagieren. Dafür ist dies nicht der Thread. Sondern es geht hier darum, den Dingen möglichst objektiv auf den Grund zu gehen - egal, was wer wann gesagt hat, oder nicht.

Entweder, man ist in dieser Diskussion und Pandemie ein Helfer oder ein Störer. Störer werden von mir hier im Thread auf kurz oder lang ignoriert. Bei dir, @Timotheos , habe ich mir nich keine abschliessende Meinung gebildet, also: gib Dir ein wenig mehr Mühe, bitte, hilfreiche Beiträge zu verfassen. Danke Dir.
 
P
pulsedriver kommentierte


Die Grafik finde ich auch für die Schweiz plausibel Wir beobachten hier genau ein ähjnliches Verhalten, nur die Zeitachse ist was verschoben. Auf jeden Fall viel besser als was unsere Taskforce vorhersagt. Anfang Februar ein Minimum, dann langsames Wachstum, dann eines, das fast wie lineares aussieht. Sehr gut sieht man das am 7 Tageschnitt des Schweizern Fernsehens, wenn man mal berücksichtigt, dass der auf den letzten 2 Tagen noch sehr volatil ist und man einen Knick nach oben oder unten nur in den letzten 2 bis 3 tagen dieses 7 tagesschnitts besser noch nicht als Änderung ansieht.


Natürlich hat der auch die Osterdelle. Die interessante Frage ist nun, ob wir nach der schon wieder "Normalverhältnisse" bezüglich Tests haben.
Wenn ja, hätte das vorher "lineare" Wachstum für den 12.4. eigentlich einen 7 Tageschnitt von ca. 2500 auf dieser Kurve haben müssen, es waren aber 2200. Das könnte ein Hinweis sein, dass das Wachstum bereits weniger stark ist als bis Ende März, auch wenn man die Osterdelle ausklammert. Mit dem Timing der BR Massnahmen (ab 19.4. wird gelockert) haben wir nun die Chance, das zu überprüfen. Die zahlen, die am 26.4. gemeldet werden (also Freitag davor udn das Wochenede) gehen mehrheitlich noch auf Infektionen mit den alten Regeln zurück. Ab dem 27.4. kann man dann annehmen, dass der Effekt der neuen Lockerungen sich niederschlägt.

Ich sehe eine recht hohe Chance, dass das Wachstum bis Ende nächster Woche weiter unter dem bleibt, was ein lineares Wachstum seit Mitte März gemacht hätte Wenn ja, dann wären wir berieits im Bereich des Modelles, wo das Wachstum immer mehr abnimmt.

Ist für mich auf jeden Fall logischer als die rein exponentiellen Modelle unserer taskforce. Wenn es nach deren Modell ginge, wären wir jetzt bei über 20'000 pro Tag, in Realität sind es 10mal weniger. Die Slide ist natürlich an den meisten Orten nicht mehr zu sehen, hier findet man sie aber noch in den Kommentaren, auf der Mitte der Seite:

Solche rein exponentiellen Szenarien ohne Dämpfungsfaktoren sind meines Erachtens Humbug und liegen nach 2 bis 3 Monaten so weit von der Realität, dass man damit jeder Glaubwürdigkeit verspielt. Da wird dann gesagt: Wir müssen jetzt mehr beschränken sonst kommt das (damals ging es z.B um die Aussenterrassen in Skigebieten).
 
falconeye kommentierte

Solche rein exponentiellen Szenarien ohne Dämpfungsfaktoren sind meines Erachtens Humbug
Nun ja, die muss man als Diskussionsreferenz aber schon auch machen. Die Gültigkeit ist natürlich definitionsgemäß auf einen Bereich beschränkt, in dem Rt konstant bleibt - d.h., sich weder Maßnahmen noch das Verhalten der Bevölkerung signifikant ändern, somit auch nicht die Inzidenz. In der Praxis wohl max. 2 Wochen.

Dämpfungsfaktoren gibt es auch nicht immer. Derer gibt es ja nur ca. 4:
  • Klima
  • Impfung
  • Angst vs. Frust ("Compliance")
  • Maßnahmen
Im Augenblick haben wir 2 Dämpfungsfaktoren, die positiv wirken, eine Debatte, die im Moment für leicht steigende Compliance sorgt, und noch kaum verschärfte Maßnahmen. Ich habe mit meinen Parametern gespielt. Viel Luft ohne verschärfte Maßnahmen bleibt nicht, dann reichen die anderen Faktoren trotzdem nicht, die Welle zu brechen. Der Status Quo ist ein wenig ein Tanz auf dem Vulkan ...

Apropos Osterdelle ... Zumindest in D sind die Zahlen wohl erst wieder ab 24.4. belastbar. Das lerne ich aus der Weihnachts-/Neujahrsdelle.
 
P
pulsedriver kommentierte
In der Schweiz haben wir einen zusätzlichen Dämpfungsfaktor, zumindest solange man davon ausgeht, dass einmal Infizierte auch gegen die B1.1.7 einen guten Schutz haben. Es gibt nicht so viele Untersuchungen dazu und die wenigen zeigen auch noch nicht alle die gleichen Werte, aber 20% der Gesamtbevölkerung ist kein so unrealistischer Wert dafür in der Schweiz. Dazu kommen noch Geimpfte, die das Virus bisher nicht hatten, aber schon Impfschutz aufgebaut haben, was ja auch nach der ersten Dosis teilweise geschieht. Damit sind wir bereits auf ungefähr 30%, die einen gewissen Schutz haben oder besser.
Ich vermute, dass auch das einer der Gründe sein könnte, weshalb die Anzahl besetzter Intensivbetten bisher in der 3. Welle doch weniger hochschiesst. Dass ein teilweise Schutz zumindest die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs reduziert, ist nicht ganz abwegig.
 
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Wir wissen, dass das Risiko einer Infektion mit dem Alter massiv steigt.
Schlichtweg falsch - gedacht.
Das Risiko einer Infektion ist nicht vom Virus abhaengig sondern vom Kontakt und dem Verhalten dabei - und zwar ausschliesslich.
Das Risiko daran zu versterben ist allerdings altersabhaengig.
 
2 Kommentare
D
dimetos kommentierte
Gibt es dafür eine verlässliche Quelle?

Die nackte Zahl der Infektionen ist jedenfalls deutlich altersabhängig, wenn man mal die Statistik anguckt, insbesondere bei Ü80 (habe hier gerade nur Zahlen für die Schweiz: https://www.covid19.admin.ch/de/epidemiologic/case (Verteilung nach Altersklassen)). Ein Teil lässt sich vermutlich mit den Ausbrüchen in Heimen erklären, aber dass es nur auf Kontakt und Verhalten ankommt, halte ich für eine gewagte These.
 
P
pulsedriver kommentierte
Es war unglücklich formuliert. Ich meinte das Risiko, das mit einer Infektion einhergeht.
 
Hier mal ein Beitrag zu China. Ich denke der zeigt ganz klar, dass man es mit den massnahmen übertreiben kann, wenn man rücksichtslos einfach alles macht, um das Virus nur möglichst schnell einzudämmen.


Das soltle uns eine Warnung sein. natürlich ist es noch ein weiter Weg von den aktuellen Massnahmen in Europa bis zu sowas. Aber wenn man weiter beliebig Grundrecht einschränken kann, ohne dass die Wirksamkeit dieser Einschränkungen sichtbar ist, dann kommen wir immer weiter in diese Richtung. Zumindest soweit, bis die Gerichte Massnahmen dann für ungültig erklären. Die unabhängigen Gerichte haben wir ja noch zum Glück.
Und nein, das heisst nicht, dass ich gegen massnahmen bin. Das Masken was bringen, dürfte sich langsam bei den mesiten rumgesprochen haben. Dass man in der Pandemie jetzt nicht ein Fussballstadion bis auf den letzten Platz mit grölenden Fans füllt, sollte auch langsam klar sein. Es gibt also durchaus Sinnvolles bei den Einschränkungen. Das heisst aber nicht, dass man nun alles und jedes an Einschränkung probieren sollte, ohne sich mal vorher Gedanken zur Wirksamkeit und zu potentiellen Schäden zu machen. Und im besten Fall veröffentlicht man die Gedanken dazu noch, sodass das auch überprüft werden kann.
 
P
pulsedriver kommentierte
Wie gesagt: Ich bin durchaus auch bereit, auf etwas zu verzichten oder mich anzupassen. Solange ich den positiven Effekt davon auch verstehe.
Ich mag es aber nicht, auf etwas zu verzichten, nur weil die Regierung es sagt. Ist das wirklich zu viel verlangt, dass die die Quellen, auf denen sie ihre Entscheide basieren, veröffentlichen? Sodass man das nachvollziehen kann, wenn man mag? Und dass sie ihre Entscheide begründen im Sinne "weshalb ist diese Einschränkung wirksam, weshalb nicht eine andere?"
Mir ist bewusst, dass das im Frühling 2020 oft noch nicht möglich war. Aber in der Zwischenzeit weiss man doch einiges mehr.
Zumindest hier in der Schweiz sehe ich auch solche positiven Entwicklungen. Im Frühling 2020 war die Grundschule auf Fernunterricht, mit all seinen negativen Folgen grade bei den Jüngsten. In der zweiten Welle waren die Schulen bis 9. Schuljahr nie zu. Kein Fernunterricht. Sondern nur punktuell diejeingen Klassen oder Schulhäuser, wo es überhand nahm, für rund eine Woche in Quarantäne.
 
AnjaC kommentierte
Ich weiß ja nicht, wie das die Schweizer Regierung so handhabt. Ich finde, die deutsche Bundesregierung sowie das RKI (Robert-Koch-Institut) liefern jede Menge Informationen, warum was wie beschlossen und geregelt wurde. Beim RKI kannst Du alle möglichen Studien und Veröffentlichungen nachlesen, hier im Thread gibt es etliche Quellenangaben - es ist ja jetzt nicht so, dass wir keine Infos hätten.

Letztlich - und ich wiederhole es gerne nochmal - ist es das Ziel, Rt verlässlich und dauerhaft unter 1 zu drücken, am besten gleich auf 0,7. Das geht nur mit Einschränkung der Mobilität. Schau Dir gerne mal die wöchentlichen Modellrechnungen von @falconeye hier im Thread an oder höre die Podcasts von Christian Drosten und Sandra Cisek.
 
P
pulsedriver kommentierte
Ahh, dann ist das besser als hier. Hier heisst es "Die Taskforce sagt". Der R Wert wird von der ETH berechnet und musste seltsamerweise nach einem wichtigen Termin nachträglich nach unten korrigiert werden: Am 18.12. 2020, als die Regierung viele Einschränkungen beschloss, wurde R-Wert 1.13 gemeldet. Kann man hier z.B. noch nachlesen: https://www.fr.de/politik/coronavir...terbach-ski-gebiete-urlaub-bars-90133208.html
Inzwischen sieht die Kurve so aus:
Ab dem 5.12. den ganzen Dezember unter 1. Nichts von wegen 1.13. Was ein gewaltiger Unterschied ist. 1.13 ist in einem Monat schon fast eien Verdoppelung. Und jeden tag unter 1.00 reduziert die zahlen.
Die Formel, wie er berechnet wird, habe ich bisher noch nicht gefunden. Müsste ja zumindest für mathematisch geschulte Leute möglich sein, den R Wert rechnerisch nachzuvollizehen, wenn man die Anzahl positiver Tests pro Tag als Grunddaten hat und weiss, dass die Inkubationszeit wohl am häufigsten 5 bis 6 Tage beträgt. Optimaler wäre natürlich noch eine statistische Verteilung der Inkubationszeit.

Solche Sachen stärken halt das Vertrauen nicht unbedingt. Wie hätte der Bundesrat am 18.12. entschieden, wenn der R Wert in der zit davor schon damals korrekt mit 0.9x angegeben worden wäre?
 
falconeye kommentierte

Ich veröffentliche hier wöchentlich (am Sa) auch die aktuellen epidemiologischen Werte für die Schweiz, unabhängig selbst berechnet (Datenquelle JHU, anders als viele Landesbehörden, ohne rückwirkende Korrekturen).

Am 18.12. lag die Schweiz (im geglätteten 7-Tagesmittel) bei Rt=1.01, mit fallender Tendenz.

Der Alertlevel meines Modells für die Schweiz hatte am 14.12. noch +2.00 ("out of control") gemeldet, das beschreibt eine sehr bedrohliche Situation, die einschneidende Maßnahmen zwingend erfordert. Am 18.12. lag dieser bei 1,96 ("very high risk"). Die aktuelle Situation für die Schweiz am 1.4. liegt bei Rt (im geglätteten 7-Tagesmittel) = 1.08 und A=1.5 ("very high risk"); Werte danach durch Ostern verzerrt.

Zum Vergleich: Der Alertlevel für Singapur liegt bei 0.04 ("moderate risk").
 
D
dimetos kommentierte
Letzte Woche hast Du das Ausland leider auf Israel und Singapur beschränkt. Vielleicht könntest Du die südlichen Nachbarn ja wieder mit aufnehmen.
 
Leute... Auch wenn wir unserem Gegenüber nicht zustimmen oder uns seine oder ihre Probleme / Bedenken belanglos, unwichtig, (hier das Adjektiv eurer Wahl einsetzen) erscheinen, begegnen wir uns hier ALLE mit Respekt. Kritik oder eine andere Meinung können und werden wir hier sachlich und ohne persönlichen Angriff oder beißenden Sarkasmus äußern.

Ich weiß, dass viele von uns nervlich auf dem Zahnfleisch gehen. Aber ich lasse nicht zu, dass ihr das hier an euren Mitforenten auslasst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
2 Kommentare
Kay kommentierte
Hugo freut sich: Dann dürfen wir irgendwann im Sommer nach Bayern, um dort unseren Respekt zu bekunden!
 
AnjaC kommentierte
Das kommt daher, dass das RKI seine Richtlinien geändert hat. Es unterscheidet jetzt nicht mehr zwischen Kontaktpersonen Kategorie 1 und Kategorie 2:


Genauer wird das in der Pressemitteilung von Bayerns Gesundheitsminister Holetschek ausgeführt:
 
Allerdings auch ein Beleg, dass die Politik nicht unbedingt Panik machen wollte ...

Absichtlich als gesonderter Beitrag zitiert, ist das ein sehr interessanter Punkt.

Zu Anfang will man keine Panik machen, zum Teil verständlich, aber eben auch gefährlich.
Wenn man sich dann dafür entscheidet, zu viel Panik zu machen, schlägt auch das ganz sicher heftig zurück und der Staat macht sich letztlich unglaubwürdig.

Zum Beispiel im Hinblick auf die britischen Mutante, die ja angeblich so tödlich und die blutjunge Menschen in die Intensivstationen treiben sollte, von der sich aber inzwischen herausstellte, dass nur die höhere Ansteckungsrate übrig blieb.

Das gesamte Volk wurde durch die Berichterstattungen erreicht, die Lager sind gebildet und werden durch Übertreibungen nur weiter gestärkt, bzw. auseinander getrieben.
 
häuschen kommentierte


Dass ich Medien verfolge, die die Virusgefahr noch mehr übertreiben, als es mir ohnehin schon vorkommt, kann ich mir kaum vorstellen.
Dass ich den Kekulè-Podcast nicht konzentriert genug verfolgt habe, schon eher.

Ich höre von ihm 30%, Du schreibst von 50%. Und selbstredend verlaufen dann 30/50% mehr Erkrankungen tödlich, wenn sich 30/50% mehr Menschen infizieren. Das mit den 50% höheren Hospitalisierung haben ich überhört, falls es erwähnt wurde.
Für mich war der Tenor, dass ein mit B 1.1.7 infizierter Mensch keine höhere Wahrscheinlichkeit hat daran zu versterben, als ein mit der ursprünglichen* Variante Infizierter. Habe ich das falsch verstanden?
 
häuschen kommentierte
ernst.w kommentierte
falconeye kommentierte

Ich höre von ihm 30%, Du schreibst von 50%.
Die Zahl 30% bezieht sich auf die Infektiösität. Exakt auf den Unterschied im R. Hier erwähnt er übrigens auch die neuesten Zahlen aus UK mit R +0.35. Ich selber bestimme dieses Delta-Rt ja ebenfalls, und zwar unabhängig und für Deutschland. Mein Wert lautet aktuell ebenfalls 0.35. Das RKI bestimmt diesen Wert nicht.

Die Zahl 50% bezieht sich auf die (potentiell erhöhte) Tödlichkeit. Hier erwähnt er zunächst (am Rande) den bekannten Stand der Publikationen, die ca. +50% mehr Hospitalisierungen nahelegen (mit grossen Unsicherheiten). Plus zwei neue Publikationen, eine, die ab Hospitalisierung keinen Unterschied sieht. Und eine, die per Eingabe per App keinen Unterschied bei den Hospitalisierungen sieht. Nur Letztere steht im Widerspruch zum bekannten Stand. Aber Selbst-Reporting per App ist keine sehr belastbare Quelle.

Und selbstredend verlaufen dann 30/50% mehr Erkrankungen tödlich, wenn sich 30/50% mehr Menschen infizieren
Das ist trivial und ist natürlich nicht gemeint. Einmal mit B117 infiziert, stehen die Chancen (geringfügig) schlechter, nach meiner Interpretation der Datenlage. Wobei muMn eher unwichtig ist, ob geringfügig nun 1.2, 1.5 oder 1.8x mal schlechter heisst, denn das entspricht auch nur einer Verschiebung des Altersrisikos um ca. 3.5 Jahre.

Dass ich Medien verfolge, die die Virusgefahr noch mehr übertreiben, als es mir ohnehin schon vorkommt, kann ich mir kaum vorstellen.
Sicher? Denn so, wie Du es im Zitat sagst, unterliegst Du vermutlich nämlich einer selektiven Wahrnehmung übertriebener Gefahrendarstellungen.

Obwohl, da stimme ich dir zu, drückt Wieler in letzter Zeit ziemlich auf die Tube. Da baut das RKI Druck auf die Politik auf. Wer weiss, was da hinter den Kulissen z.Zt. alles abgeht ... Da ich keine bösen Absichten unterstelle, werte ich das als Nervosität des RKI - die Zahlen steigen und sie wissen nicht, wie es weitergeht ...
 
Zuletzt bearbeitet:
häuschen kommentierte
Sicher? Denn so, wie Du es im Zitat sagst, unterliegst Du vermutlich nämlich einer selektiven Wahrnehmung übertriebener Gefahrendarstellungen.

Natürlich bin ich mir da nicht sicher. Wer ist bei diesem Thema schon tatsächlich neutral in diesem Punkt.
Ich höre <1 Stunde Deutschlandfunk am Tag und schaue maximal 2 Nachrichtensendungen im TV pro Woche.
Das tue ich exakt mit der von Dir wohl gemeinten Selektivität, denn ich achte neben den dort verkündeten Information
sehr darauf, wie diese formuliert werden und worauf der Fokus gelegt wird.

Natürlich lese ich nebenbei noch diese, oder jene Studie, oder informiere mich speziell zu gewissen Themen.
Wenn ich hier etwas über Gefahrendarstellung schreibe, meine ich die Informationen, mit denen der gemeine Bürger
berieselt wird, über TV und Hörfunk. Dinge, die Herr Wieler von sich gibt, bekomme ich nur fetzenweise mit,
wie z.B. den Ausschnitt seines Statements im Kekulè-Podcast.
 
Heute zum zweiten Mal in den Nachrichten gehört bzw. im TV gesehen: "Eine voll geimpfte Person steckt andere nicht an. Das weiß man heute."

Nun, "man" weiß das vielleicht, ich wusste das bis heute nicht. Gibt es dazu mehr als Aussagen vereinzelter mehr oder weniger fachkundiger Personen?
 
Zuletzt bearbeitet:
ernst.w kommentierte
Also ist noch immer keine Sicherheit, nur eine Wahrscheinlichkeit, gegeben.
 
D
dimetos kommentierte
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gab es die Befürchtung, dass das Virus sich zunächst im Nasen/Rachenraum vermehren könnte, bevor es in den tieferen Atemwegen / in der Lunge tatsächlich bekämpft wird. Gleichzeitig gab es die Hoffnung, dass Impfstoffe, die per Nasenspray verabreicht werden können, eine frühere Bekämpfung des Virus im Körper ermöglichen. Gute Quellen finde ich dazu im Moment nicht, erwähnt wird es aber hier:
 
falconeye kommentierte

Hm, war das gesetzt?
In der Berichterstattung nicht, sage ich ja.
Ich konnte diese vorsichtige Zurückhaltung aber von Anfang an nicht nachvollziehen. Es gab die wissenschaftliche Möglichkeit, dass Immunität nicht vor Infektiösität bewahrt. Aber muMn hätte man diesen Disclaimer weglassen können - ab dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens der hohen Antikörperlevel.
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit kommentierte

Nein, umgekehrt. Wenn die Infektion ihren Herd im Nasen-/Rachenraum hat,
verläuft es tendentiell milder als wenn die ersten Abwehrmechanismen des
Körpers durchbrochen werden und es gleich auf die Lunge geht.
 
falconeye kommentierte

Das stimmt, aber das meinte @dimetos vermutlich nicht. Es gab mal die Überlegung, dass eine intramuskuläre Impfung womöglich keine ausreichende Antikörperbildung in den oberen Schleimhäuten anregen könnte. Da hätte eine Nasensprayimpfung helfen können. Das hatte sich dann mit der hohen Wirkung von BioNTech erledigt.
 

Sieben-Tage-Inzidenz über 200:Stadt Krefeld verhängt Ausgangssperre ab Montag

RP-Online / kein Link da Bezahlsperre

Köln ebenfalls
hier ein Auszug PR-Online
 
AnjaC kommentierte
Sie ;-) Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln
 
P
pulsedriver kommentierte
Tönt für mich extrem hilflos. Ich weiss auch nicht, ob eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr private Treffen auf ein Bierchen drastisch reduziert. Von 18 bis 5 Uhr, da würde das vielleicht funzen. Aber bis 21 Uhr?
Im übrigen, wenn man private Treffen verhindern will, hat er mal überlegt, die letzte U Bahn, den letzten bus um 18 oder 19 Uhr fahren zu lassen? Oder gar den ganzen städtischen Nahverkehr ruhen zu lassen? Oder die Nutzung der Ubahn etc nur noch mit einer Bestätigung des Arbeitgeders zuzulassen, dass es nötig ist, und das auch nur noch auf dem direkten Weg von/zur Arbeit? Ist der in D bei euch nicht Sache der Stadt, sondern des Landes? Ja, der Kollateralschaden wäre grösser, die positiven Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen vermutlich aber auch. Ja, wahrlich keine schöne Massnahme, aber wenn die Intensivstation voll ist, braucht es vorallem Massnahmen, die etwas bringen, und die einer Überprüfung durch die Gerichte standhalten. Wenn die Unis sowieso Fernunterricht machen, gibt es ausser dem Weg zur Arbeit eigentlich nur noch wenige zwingende Gründe, einen Bus oder eine UBahn nutzen zu müssen. All die Fahrten zum Vergnügen, für Besuche, zum Einkaufen in einem billigeren geschäft als dem nächsten finden dann halt nicht mehr statt - wäre ja genau das Ziel, das viel weniger fahren.
 
falconeye kommentierte

Das habe ich hier auch schon mal erwähnt, Beschränkung des privaten PKW und ÖPNV alternativ zu einer Ausgangsbeschränkung. Das ist verfassungsrechtlich womöglich weniger brisant und ähnlich effektiv. Aber da es die Menschen ähnlich betreffen würde, vermutlich ohne großen Unterschied. Die Grenze 21:00 ist vermutlich den Ladenöffnungszeiten bis 20:00 geschuldet.

Ich denke übrigens schon, dass eine Beschränkung auch ab 21:00 einen Effekt hat, denn bei 250€ Bußgeld als einsamer PKW unterwegs trauen die wenigsten sich auf den Heimweg - und dann treffen sich die Kumpels oder Mädels dann eben doch lieber seltener ...

Der Spaziergang nach 21:00 ist deutlich weniger riskant und soll ja eigentlich auch gar nicht behindert werden.

Ausserdem sind diese Ausgangsbeschränkungen ab 21/22:00 doch seit März 2020 wiederholt im Einsatz. Der aktuelle Aufschrei ist doch eher eine Trotzreaktion gegen Maßnahmen des Bundes. Das wird bei den Freien Wählern in Bayern besonders deutlich: Sie verhängen selber eine Ausgangsbeschränkung in Bayern, wollen gegen die des Bundes jetzt aber Verfassungsbeschwerde einlegen. Ich finde es ja löblich, die Souveränität der Länder zu verteidigen. Aber da muss es doch bessere Streitobjekte geben, wo es weniger dringend ist.
 
falconeye kommentierte

Sie ;-) Henriette Reker
Mir ist tatsächlich egal, wie der Oberbürgermeister von Köln mit Vornamen heisst
Mir ist auch egal, ob der Bürgermeister schwarz, asiatisch, Rollstuhlfahrer, weiblich oder sonst irgendwas ist. Eine KI wäre höchstens erwähnenswert.

Bei dem :Innen-Wahnsinn haben die meisten vielleicht vergessen, dass die meisten Berufsbezeichnungen in der deutschen Sprache geschlechtsneutral sind. Bürgermeister gehört dazu, auch ohne Bürgermeister:Innen.

Übrigens misst man die Effizienz und Fortschrittlichkeit einer Sprache nach ihrer Fähigkeit zur Datenkompression ohne Informationsverlust. So sind z.B. die starken Verben entstanden.

"Bürgermeister" ist also eine objektiv fortschrittlichere Form von "Bürgermeister:Innen". Die Verwendung von "Bürgermeister:Innen" ist also ein ganz klarer Regressionbug von Deutsch 2.0, der in Deutsch 3.0 gefixt sein soll. Als Early Adopter arbeite ich heute schon mit Deutsch 3.0.

Disclaimer. Ich kann nicht ausschliessen, dass in Deutsch 3.0 die noch kompaktere Form "das Bürgermei" nicht Einzug gehalten haben wird Im Saarländischen sind Frauen heute schon sächlich, "Es Annegret (Kramp-Karrenbauer)"
 
Zuletzt bearbeitet:
markusm1000 kommentierte
Das ist der Kompromiss, den man schließen muss. Diejenigen, die alleine das Virus und die Krankheit im Blick haben, wünschen sich eine totale Ausgangssperre. Die Wirtschaft abends, damit die Menschen tagsüber arbeiten können, die Gastronomie tagsüber, damit die Menschen abends feiern können. Manche fühlen sich eingesperrt und möchten überhaupt keine Ausgangssperre usw. usf.
Da hat sich dann eben 21 - 5 herauskristallisiert.
Aber da muss es doch bessere Streitobjekte geben, wo es weniger dringend ist.
Nö, das ist derzeit die beste Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir haben schließlich bald Wahl.
 
5 Kommentare
Georgie1956 kommentierte
Der letzte Absatz trifft voll ins Schwarze! Aber leider ist das ja nicht für alle eingängig.
 
falconeye kommentierte

Man sollte das mit den "Leichtsinnigen, Gleichgültigen und Verbohrten" nicht ganz so eng sehen, finde ich. Klar, ohne diese Gruppe stünden wir heute deutlich besser da.

Aber das trifft auch auf die Gruppe der Präsenz-Berufstätigen zu. Oder die Schüler und Lehrer. Und auch andere.

Pandemiebekämpfung ist nicht einfach. Und ungerecht. Die Lasten sind ungleich verteilt. Auch die Lasten der Einschränkung. Warum auf Privatkontakte verzichten, wenn andere beruflich zu Tagungen fahren (und ja, die gibt es im Kleinen immer noch!)?

Ich finde es richtig, den Privatbereich stärker zu reglementieren als die Wirtschaft. Aber es ist nicht einfach vermittelbar, und nicht jedem.

Deswegen finde ich die Charakterisierung "Leichtsinnigen, Gleichgültigen und Verbohrten" zu eindimensional - zumindest für eine FAZ.

Mir fehlt das Positive an der Berichterstattung, eine Betonung all des Erreichten. @HaDiDi (R.I.P.) sagte hier einmal im Sommer, niemals nimmer würde unsere Gesellschaft einen zweiten Lockdown aushalten, gar beschliessen. Oh, Du Kleingläubiger

Im Ernst, all diese Dinge hätte ich im Januar 2020 für unmöglich gehalten und mir ging es damals deshalb richtig schlecht:
  • Nicht therapeutische Maßnahmen im grossen Stil durchgesetzt
  • Grundrechtseinschränkungen ohne grössere Unruhen
  • Keine Einschränkungen mit Gütern des täglichen Bedarfs, Strom, etc.
  • Durchhalten von einschneidenden Maßnahmen über viele Monate
  • Die tatsächliche Kontrolle der Pandemie (d.h., keine signifikante Übersterblichkeit), trotz hohen R0 von 2-3
  • Entwickeln und Zulassung von hoch wirksamen Impfstoffen in unter 18 Monaten (nämlich 9 Monaten)
  • Eine Wirtschaftsleistung von dennoch ca. 95%
Klar, von 160 Ländern sind wir nicht das Land, das die Pandemie am klügsten und wirksamsten bekämpft hat (diesen Preis würde ich Jacinda Kate Laurell Ardern überreichen). Aber müssen wir immer versuchen, #1 zu sein? Ist alles ein Wettstreit? Ich dachte, damit hätten wir 1945 abgeschlossen ...

Für mich ist das Glas auch immer halb leer. Aber Leute, ihr anderen hier im Thread habt doch bestimmt auch noch halb volle Gläser irgendwo rumstehen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Georgie1956 kommentierte

Nun, v. Altenbockum hat sich vermutlich deshalb auf die Gruppe der "Leichtsinnigen, Gleichgültigen und Verbohrten" eingeschossen, weil die am leichtesten zur Pandemiebekäpfung beitragen könnte. Sie müssten nur ihre evolutionsgegebene Denkmaschine richtig (bzw. überhaupt) benutzen.
Die anderen von dir genannten Gruppen tragen zum Teil möglicherweise ungewollt zum Pandemiegeschehen bei, weil z.B. manche Arbeitgeber ihnen nicht die Möglichkeit von Homeoffice zubilligen, obwohl es möglich wäre. Oder Schüler und Lehrer, die mit Distanzunterricht klar kommen, aber zur Schule gehen müssen.
Was die Ungerechtigkeit angeht, gebe ich dir natürlich recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurt Raabe kommentierte

Deswegen finde ich die Charakterisierung "Leichtsinnigen, Gleichgültigen und Verbohrten" zu eindimensional - zumindest für eine FAZ.

Meiner Meinung nach findest Du diese Gruppe im Privaten- und Beruflichen Umfeld

Aber müssen wir immer versuchen, #1 zu sein?
Mir fehlt das Positive an der Berichterstattung, eine Betonung all des Erreichten.
so ähnlich drückte sich Frank-Walter Steinmeier
in seiner Osteransprache auch aus
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte

weil die am leichtesten zur Pandemiebekäpfung beitragen könnte
Natürlich. Aber das mit dem Sündenbock ist halt nicht ganz so einfach ...
Ich sag mal so: diese Gruppe ist am ärgerlichsten, aber nicht automatisch schuld.


findest Du diese Gruppe im Privaten- und Beruflichen Umfeld
Das stimmt vermutlich. Aber gemeint ist meist das Verhalten im Privaten, glaube ich. Im Beruflichen Umfeld kann man ja noch disziplinarisch gegensteuern, so der AG denn will.

Ich will diese Gruppe auch gar nicht in Schutz nehmen, sie nervt. Aber 100% Compliance ist in einer Gesellschaft realitätsfern. Pandemiebekämpfung geht auch mit <100% Compliance. Daher ist es womöglich nicht zielführend, immer auf der Compliance rumzureiten. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Im übrigen gilt natürlich: je nachvollziehbarer die Maßnahmen, und je sichtbarer die erfolge, desto höher die Compliance. Es gibt da also einen Feedback-Effekt
 
Im Heute Journal auf ZDF gestern um 19 Uhr: Es hat noch kein land einen B1.1.7 Ausbruch ohne Ausgangssperre eingedämmt. Ich weiss nicht mehr, wer es war, kann es auch online am PC aus der Schweiz wegen Geoblocking nicht anschauen.

Mag sein, dass das stimmt, soviele Länder mit einem massiven B1.1.7 Ausbruch gab es noch nicht. Aber ich bin ziemlich sicher, dass die Schweiz es schaffen wird. Vielleicht nicht mit all den Lockerungen, die grade jetzt gemacht wurden, vielleicht muss das zum Teil wieder zurückgenommen werden. Aber eine Ausganssperre sehe ich hier nicht als nötig an. Liegt vielleicht auch an der anderen Mentalität bezüglich Besuchen. Ja, ich sehe viele Besuche, aber das sind seit Oktober zu praktisch 100% nur die Schulkinder, die halt ihre Freundschaften besuchen gehen. Nun ja, die sehen sich sowieso stundenlang jeden Tag in der Schule da machen 2 Stunden zusammen Playstation zocken oder im Garten spielen auch keine grosse Änderung mehr. Die Kinder durften übrigens auch die ganze Zeit zum Sport, unter 15 Jahren war das in der zweiten Welle nie verboten. Was ich auch konsequent finde. Wenn Kinder nicht mehr zum Ballett, Karate,... dürfen, dann ist sofort auch der Turnunterricht an der Schule zu stoppen! Dann wird halt im Klassenzimmer statt dessen gemalt oder gerechnet.

Und noch was Spannendes: Der Kanton Uri ist bei uns seit 2 Wochen ein Hotpsot und auch die Wochen davor war das kein besonders ansteckungsarmer Bereich. Die letzten 7 Tage hatte er eine Inzidenz von 400 oder mehr. Intensivstation? Ein Bett mit einem Covid 19 Patienten belegt.

Es kommt also wohl auch bei B1.1.7. noch sehr darauf an, wer sich ansteckt.
 
5 Kommentare
falconeye kommentierte
In der Schweiz steigen die Intensivfälle erst seit ca. 1.4. wieder, in D seit ca. 15.3. Ohne das jetzt im Detail zu analysieren, scheinen die Hospitalisierungen 2 Wochen später dran zu sein. Die Ursache ist nicht einfach B117, denn D und CH haben etwa zeitgleich die 50% überschritten, in KW7/8. Ich kann da jetzt nicht tiefer einsteigen, aber ich befürchte, das Problem mit den Intensivstationen kommt auch auf die Schweiz zu.

Was in CH auffällig anders als in D ist, ist ein Inzidenzpeak von fast 1000! Ende Oktober bei den 20-29J.

Schön ist übrigens https://www.covid19.admin.ch/de/international/case?mapZoom=neighbours&geo=DE&time=phase2b
Eine Grafik des Verlaufs in D von unserem Nachbarn in CH
 
Zuletzt bearbeitet:
P
pulsedriver kommentierte

In D sanken die Zahlen der positiven Tests im März aber noch lange. In der Schweiz steigen sie seit ca. dem letzten Drittel des Februar hingegen wieder. Die Intensivsbetten haben erst 6 Wochen später wieder steigende Zahlen. Das ist auch für Corona ungewöhnlich lange.
Ja, wir werden hier auch noch eine Zunahme der Intensivfälle sehen. Einfach weil das was verzögert ist und weil die Zahlen der positiven tests bisher steigen. Wenn der Anstieg der Ansteckungen jedoch bald gestoppt werden kann, müsste sich das jeweils rund 10 Tage bis 2 Wochen später auch auf die Neueinlieferungen auf die Intensivstation durchschlagen.
Die Kurve der Hospitalisierungen steigt seit rund 2 Wochen nicht mehr:
Das ist ein gutes Zeichen. Ja, wenn der Druchscnitt nur die letzten 2 oder 3 tage sinkt, dann sagt das nichts, wegen der vielen Nachmeldungen, die noch kommen können. Aber der Durchschnitt hat vor rund 2 Wochen aufgehört zu wachsen. Was sich natürlich erst verzögert auf den den intensivstationen äussern wird.
Hospitalisierungen sind eigentlich ein guter Indikator. Besser als positive Tests. Vor Ostern liessen sich viel mehr testen als sonst - weil man für viele Länder einen PCR test braucht und Ferien anstanden. Über Ostern dann weniger. Sowas verzerrt das Bild. Wenn es einem so schlecht geht, dass man ins Spital muss, dann geht man aber auch über Ostern ins Spital. Während man einen Test bei minimalen Symptomen vielleicht schon mal sein lässt über die Feiertage - oder dann einen der inzwischen kostenlos erhältlichen Selbsttests macht.
 
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falconeye kommentierte

Die Kurve der Hospitalisierungen steigt seit rund 2 Wochen nicht mehr
Ich hatte mir https://www.covid19.admin.ch/de/epidemiologic/hosp angesehen. Alles ab dem 6.4. ist noch verzerrt, das Plateau direkt davor halte ich für eine Schwankung, wie sie auch am 19.3. oder 9.3. vorkam. Deine Lesung der Daten enthält leider viel Wunschdenken

Übrigens gibt es den jetzt grossen Versatz zwischen Anstieg der Fälle und Hospitalisierungen aufgrund der Impfungen. Zeitgleich mit der Zunahme der Fälle sinkt das Durchschnittsalter. Das gleicht sich eine Zeit lang aus, je nach Impftempo und Impfpriorisierung.
 
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ernst.w kommentierte
Was mich ein wenig verwundert:
Aber eine Ausganssperre sehe ich hier nicht als nötig an
Was führt dich zu dieser Meinung? Hast du mehr Wissen, Daten, Ausbildung auf diesem Fachgebiet? Oder ist es "gesunder Hausverstand" (der uns in diesem Fall nicht weiterbringt) bzw. Wunschdenken? Gibt es irgendwo belastbare Belege für deine Einschätzung?

(Ehrliches Interesse.)
 
P
pulsedriver kommentierte

Ich gehe bei meiner Deutung davon aus, dass nur die Tests verzerrt sind wegen Ostern, nicht aber die Spitaleintritte. Weil ich eben davon ausgehe, dass jemand, dem es wirklich schlecht geht, auch über die Feiertage ins Spital geht. Während eine triefende Nase ohne sonstige beschwerden dann vielleicht plötzlich weniger ein Grund ist, einen Covid Test machen zu lassen.

Hier sind beide Kurven:

Tiefer Knick bei den positiven Tests um Weihnachten. ca. 11.12. bis bis 31.12. sind wohl verzerrt. Ca. 3 Wochen Bei den Spitaleintritten in der gleichen Zeit zwar mal einzelne Tage tiefer, weil die Zahlen ja auch nicht immer gleich gemeldet werden. Aber ein 3 Wochen breiter Rückgang, der nachher wieder weg ist? Nee, gibt es bei der Hospitalisierung um Weihnachten nicht.

In deinem Link ist ja auch eine Kurve für den Schnitt über 7 Tage drinnen. Auch die zeigt über Weihnachten keinen Ausnahme nach unten.

Deswegen würde ich bei den Spitaleintritten keine Vorbehalte wegen Ferien machen, sondern die Daten voll zählen. Vorbehalte sind da nur bei den nachmeldungen zu machten, die Werte der letzten 5 bis 7 Tage können da noch relevante Korrekturen erfahren.
 
Update 17. 4. 2021

Germany
New Cases 16.04.2021: 23856
Weekly average: 20483
7 day incidence: 172,7
Rt: 1,17 (1,04 - 1,32) | 1,24 (7-day avg)
Forecast 14.05: 96314 (39309 - 235986)
Alert Value A: 1,82 very high risk


Wie letzte Woche angekündigt, befinden wir uns immer noch in der Osterdelle. Nun beim Maximum der Gegenpendelbewegung - gut an der blauen Kurve zu erkennen. Im weiteren Verlauf wird die blaue Kurve (die Alertlevel) wieder fallen, oder auch auf diesem hohen Niveau verharren. Davon abhängig wären weitere Maßnahmen wie eine allgemeine Ausgangsbeschränkung dringend erforderlich, oder vielleicht auch nicht. Dies kann ich mit dem Update nächste Woche sagen, aktuell ist es dafür noch zu früh.

Die Inzidenz ist mit 173 vermutlich bereits wieder etwas realistischer erfasst, als A oder Rt. Der Wert des RKI (161) hinkt nach.

Wenn dies stimmt (die 173), ergibt sich insgesamt ein minimal positiveres Bild als mein Forecastmodell (mit B117, Klima und Impfungen) von vor 2 Wochen. Ein Update zeige ich hier erst wieder nächste Woche. Aber ein Szenario, wonach die aktuelle Welle bei knapp 200 zum 1.5. ihren Scheitelpunkt durchläuft, bleibt damit weiterhin unter den wahrscheinlicheren Kandidaten. Das setzt natürlich voraus, dass weiterhin in Hochinzidenzkreisen mit aller Kraft gegengesteuert wird. Die Notbremsenregel gilt ja unabhängig vom kommenden Bundesgesetz und ist im bisherigem Verlauf, insb. dem Absinken von Rt seit Mitte März, bereits enthalten.

Wie es ohne saisonale Effekte und Impfungen weitergeht, zeigt der Forecast im Bild oben: eine Option auf 100k Neuinfektionen täglich binnen 30 Tagen. Und das macht das RKI aktuell ziemlich nervös.

Die Zahl der Toten steigt wieder, auf nun 228 im 7-Tagemittel (+34), Differenz zur Vorwoche). Die Zahl der Intensivpatienten steigt weiter, auf nun 4740 (+225; +5%). In der Demografie sind nun die 20-24J besonders "aktiv", mit einer Inzidenz von +70 über dem Ø. Das Minimum liegt bei 75-84J. Der Dunkelzifferindikator steigt leicht, ein beunruhigender Hinweis auf einen echten Anstieg der Dunkelziffer, denn das Durchschnittsalter der Infizierten steigt nicht. Dies kann aber auch an Ostern liegen, dann wäre die Delle noch nicht vorbei ...

Die Variants of Concern wurden für KW14 vom RKI nicht aktualisiert! Kann man auch nicht erwarten, bei 1100 Mitarbeitern lässt Ostern keinen Spielraum Nicht in Ordnung ist dann aber, blind zu fahren und aus Nervosität laut "Achtung, heiss und fettig" in die Politik zu rufen ... Sie müssen das natürlich tun, die einzige Alternative wäre halt gewesen, härter an detaillierteren und zeitnäheren Modellen zu arbeiten. Ich erinnere mich hier an eine Aussage von Dirk Brockmann in einem 1h-Interview, er möge es nicht, wenn man ihm sage, was er tun solle ...

Die PCR-Tests sind auch noch nicht wieder auf Vor-Oster Niveau. In KW13/14 lagen die Tests mit ca. 1,15 Mio. deutlich unter den 1,4 Mio. davor, die Positivenrate ist entspr. deutlich gestiegen, auf 11,0% und 12,0%. Das ist viel zu hoch, wir testen viel zu wenig. Alles über 3% ist kritisch für die Kontrolle der Pandemie. In KW7 waren wir gerade mal wieder auf 6% gekommen.
 
häuschen kommentierte
Mich verwirren die extremen Unterschiede zwischen Rt und 7-Tage Inzidenz bei den Ländern sehr.
Ich frage mich dann, warum wir uns in Deutschland so sehr nach den Inzidenzen richten, wenn wir doch eigentlich R drücken wollen.
Habe ich ein Verständnisproblem?
 
bernhard64 kommentierte

Die Gesundheitsämter in D sind so organisiert, dass sie 5 Fälle pro Arbeitstag und 100.000 Einwohner verfolgen können. Macht 25/100.000 pro Arbeitswoche. Damit ließe sich die Pandemie schnell austrocken -> R0 deutlich kleiner als 1, weil nur wenige die Chance haben jemanden anzustecken.
Erst hat man diesen Wert auf 30 erhöht ("die schaffen das"), dann 50 (ist wohl ne handlichere Zahl). Die 100 um die jetzt diskutiert wird ist mMn eine Bankrotterklärung. Man erlaubt einen R-Wert von über Null und gibt die Verfolgung auf. Somit ergeben sich volle Intensivstationen und viele Tote. Ich finde das nur schwer erträglich.

Zu Deiner Frage: Die beiden Zahlen beeinflussen sich zwar im Zeitablauf, können aber je nach Situation im Land verschiedene Niveaus einnehmen. Ein R von >1 sorgt also für einen täglich höheren Wert der Inzidenz als am Vortag und umgekehrt. War man auf hohen Infektionsniveau und hat Maßnahmen ergriffen, so kann R auf 0,7 sein, die Inzidenz aber noch auf 200, nur dass sie am Vortag höher gewesen sein muss und morgen noch geringer ist.

Umgekehrt kann bei einer Inzidenz von 25 der R-Wert auf 1,5 hochschnellen (Verhaltensveränderung, Öffnungen). In der Folge wird auch die Inzidenz wieder steigen. Beispiel Thailand: Inzidenz 11,8 / R 1,9. Heißt, dass ausgehend von einem niedrigen Niveau jeder 2 ansteckt. Kennst Du das Video mit den 2 Tischtennisbällen auf der Mausefalle? Das ist R=1 ohne Abstandsregeln


Wenn ich was falsch sehe, bitte korrigieren - aus Fehlern lernt man am besten. Schlaua durch Aua.
 
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falconeye kommentierte

Mich verwirren die extremen Unterschiede zwischen Rt und 7-Tage Inzidenz bei den Ländern sehr.
@bernhard64 hat das schon sehr gut erklärt. Noch mal kurz: Rt ist groß, Inzidenz klein vor einer Welle. Und anders herum nach einer Welle.

Ich frage mich dann, warum wir uns in Deutschland so sehr nach den Inzidenzen richten, wenn wir doch eigentlich R drücken wollen.
Du hast kein Verständnisproblem, das ist i.d.T. dumm.

Es gibt aber einen Aspekt: die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen. Einmal juristisch in einer Güterabwägung gegen Grundrechtseingriffe. Aber wichtiger: auch technisch bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen. Und wie Du sagst, es geht im Grunde nur darum, Rt dauerhaft unter 1 zu halten. Ich illustriere:

Bei nur einem Fall über 3 Wochen in einem Stadt-Gesundheitsamt kann der Wildtyp von SARS-CoV-2 ohne jede unspezifische Maßnahme kontrolliert werden. Wir haben das im Januar-Februar 2020 im Webasto-Fall gesehen: das Cluster konnte vollständig eliminiert werden, das Genom des Webasto-Strains ist ausgestorben. Dafür wurde Webasto aber geschlossen, Mitarbeiter in 150km Entfernung getestet und isoliert (also nicht auf LK-Ebene beschränkt gearbeitet) und in einem Fall die Kontakte bis Spanien verfolgt (yepp, Dienstreise fürs Gesundheitsamt). Diesen Aufwand kann ein Gesundheitsamt nur im Einzelfall leisten, aber dann reicht es aus. Es gab keinerlei Einschränkung des Lebens ausserhalb dieser einen Firma.

Diese Inzidenz (1 auf 3 Wochen München) war 0.02/100k. D.h., jede Inzidenz größer als 0.02/100k benötigt womöglich weitere Maßnahmen. Dies macht sich die Null-Covid Strategie zu eigen: JEDER Fall ist einer zuviel, weil er womöglich weitere Maßnahmen erfordert. Ein Problem ist das Testen: auch bei Null-Inzidenz muss man testen, zumindest stichprobenartig, da man sonst keinen Dunkelziffernindikator hat.

Das andere Extrem sind Inzidenzen im dreistelligen Bereich: hier werden Fälle kaum noch verfolgt, es hilft nur noch ein drastisches Herunterfahren des gesamten gesellschaftlichen Lebens.

Hätte die Politik sich STRENG an eine EINFACHE Strategie gehalten, nämlich IMMER sofort Maßnahmen so zu ergreifen, dass Rt dauerhaft bei ca. 0.9 verweilt, dann wäre die Inzidenz automatisch unter 1 geblieben und daher die Kosten und Einschränkungen moderat.

Wegen Einschleppungen etc. hätte man dafür aber wegen weniger Fälle immer mal wieder ganze Städte mit Schliessungen kontrollieren müssen. Und entweder hätte man das EU-weit so genacht, oder D hätte eine grundsätzliche Einreisequarantäne benötigt. Und es wurde versäumt, das frühzeitig zu vermitteln, nicht zuletzt unseren Richtern.

Und so kam es zu diesen Inzidenzgrenzwerten, ab denen gehandelt wird. Sie sind ein fauler Kompromiss, aber natürlich besser als nichts, denn Maßnahmen sind tatsächlich inzidenzabhängig, siehe Webasto.

Den ganzen Zusammenhang erfasse ich mit meinem ALERT Level A, den ich hier regelmäßig veröffentliche: Er enthält sowohl Inzidenz, als auch Rt (und einen Dunkelzifferindikator). A misst, wie sehr die Pandemie unter Kontrolle ist, oder auch nicht. Maßnahmen (bzw. Verschärfungen/Lockerungen) müssen sich an A orientieren, nicht der Inzidenz oder Rt allein. So benötigt aktuell etwa Thailand ähnliche Maßnahmen wie Deutschland, trotz unterschiedlicher Inzidenzen (natürlich angepaßt an die klimatischen und kulturellen Unterschiede).
 
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Kay kommentierte
" Und es wurde versäumt, das frühzeitig zu vermitteln, nicht zuletzt unseren Richtern. "

Nur einmal zum Verständnis:
Kein Richter urteilt aus eigenem Antrieb (außer über den Rotwein zum Abend).
Es braucht immer jemanden, der meint, irgendetwas ist (wiedermal) nicht richtig und muß überprüft werden.

Wenn diese ewige Besserwisserei endlich aufhören würde, hätten die ...
 
häuschen kommentierte
Besten Dank. Da habe ich wohl damals geschludert, als Du Deine Berechnungsgrundlagen erläutert hast
 
Sorgenkind Indien


India
New Cases 16.04.2021: 234692​
Weekly average: 188669​
7 day incidence: 97,6​
Rt: 1,32 (1,30 - 1,34) | 1,32 (7-day avg)​
Forecast 14.05: 1596713 (1425869 - 1788027)​
Alert Value A: 1,69 very high risk

Indien kam eher glimpflich durch die Pandemie, mit einem Alertlevel von im Februar "moderate risk".

Aber im Februar hat sich der Trend umgekehrt und seit März steigen die Fälle exponentiell an, mit einem Rt um 1,3. Das entspricht genau einem ∆Rt von 0,35, wenn man für die Zeit vor Februar ein Rt von ca. 0,95 beobachtet. Dies spricht dafür, dass Indien nicht auf die neuen Virusmutationen reagiert oder reagieren kann. Der Kurve nach zu urteilen, hat Indien Anfang oder Mitte März zwar reagiert, aber es hat letztlich wenig bewirkt. A nähert sich entsprechend schnell "out of control".

So entsteht ein riesiges Reservoir, in dem das Virus weiter mutieren kann. Nicht gut. Zumal auch in der jüngeren Bevölkerung Indiens irgendwann viele Tote zu erwarten sind. Aktuell liegen diese Zahlen etwas über unserer 2.Welle, nicht viel für ein Land dieser Größe.

Aber das wird nicht so bleiben. In nur 30 Tagen werden sich ca. 1.5 Mio. täglich in Indien infizieren, mein Forecast ist da sehr bestimmt. Das ist +1% der globalen Zahl, täglich! Und hört da ja nicht auf, Indien hat momentan keinen saisonalen Effekt oder Impfeffekt auf seiner Seite.

In Brasilien sehe ich diesen Effekt nicht, entweder sind da schon viele immun, oder B117 ist dort noch nicht sehr verbreitet. Was durchaus sein kann, da Indien enge Bonds zu UK hat, Brasilien nicht.

Folgerung: Länder, die bisher Corona gut unter Kontrolle halten konnten, müssen aufpassen, von B117 nicht überrollt zu werden. Die bisherigen Konzepte können versagen, auch wenn sie Rt gut im Zaum halten konnten. Meiner Meinung nach kann es sich kein Land leisten, beim Impfen zu trödeln, auch in der 3. Welt nicht.
 
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Kommentar
Ich habe es diese Woche geschafft bei der Hotline in Baden/Württ. durchzukommen. Ich gehöre zu Gruppe 2. Keine Termine.
Unsere Hausärztin hat diese Woche 18 Dosen bekommen, eine für meine pflegebedürftige Mutter. Wir könnten in ca. 8 Wochen dran kommen. Vielleicht sind dann nächstes Jahr alle durchgeimpft.
Heut hab ich einen 76jährigen getroffen der sagte er lässt sich nicht impfen, wg. Nebenwirkungen und ausserdem habe er eine Grippeschutzimpfung, die schütze zu 60%. Der nimmt die Lage auch nicht ernst.
Ich hoffe halt dass ich noch ein paar Monate bis zur Impfung verschont bleibe. Mttlw. habe ich drei Streamingdienste und fange wieder mit Modellbau an. Ich will mich nicht unters Volk mischen und mein letzter Vogelhotspot wird jetzt von Wildlife Fotografen mit Tarnkleidung und Tarnneopren verkleideten Objektiven überrannt, die treten schon in Rudeln auf. Der Spass wurde mir auch schon verdorben. Manchmal glaube ich diese Kacke hört nie auf.
 
Lichtschachtsucher kommentierte
Ich weiß jetzt nicht, ich bin dieses Jahr 60, aber durch den Kontakt mit einer Pflegebedürftigen dürfen wir seit dem 8.4. geimpft werden. Ich habe mir extra die Formulare vom Sozialministerium von Baden/Württ. heruntergeladen. Die Dame an der Hotline ließ mich aber nicht zu Wort kommen, sie hat mich direkt nur nach dem Alter gefragt und dann sofort ohne Erklärung "keine Termine" gesagt. Und damit war das Gespräch beendet. Ich hatte auch bei der Hotline in Berlin einen Kontakt, der Mitarbeiter dort meinte dass es in Baden/Württ. häufig der Fall sei dass die Hotline überlastet ist und Impfzentren kaum online zu erreichen sind und es schwierig ist einen Termin zu bekommen. Was in unserem Fall auch nichts nützen würde weil das Land keine Codes zum anmelden vergibt und man daher dem Terminlotto ausgesetzt ist.
Er hat mir dann die Tel. Nr. des Baden/Württembergischen Sozialreferenten gegeben und meinte wenn sich viel Leute dort beschweren würden, würden die da unten vielleicht mal in die Gänge kommen. Das ist jetzt kein Witz.
Mir wird das ganze langsam zu blöd und warte bis unsere Hausärztin uns impfen kann, irgendwann.
 
Kay kommentierte


Komm nach Hamburg, da biste dran.
Terminvereinbarung hier: https://www.hamburg.de/corona-impfung
am besten online das Formular ausfüllen, Terminbestätigung, Ausweis und Impfpass mitnehmen.
Bundesland = Hamburg, Impfzentrum gibt es nur eins.

Wenn es nicht klappt, helfe ich Dir (falls Du in Hamburg geimpft werden willst und dann auch Impfstoff vorrätig ist).

Vielleicht findest Du auch online etwas besseres als Deinen Telefonkontakt vor Ort und trotzdem näher dran als Hamburg.
 
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Lichtschachtsucher kommentierte
Wäre schön wenn ich mal weg könnte. So ein kleiner Impfausflug an die Nordsee könnte mir gefallen. Vielleicht kann man bei euch auch als Schwabe einwandern, die Landesväter hier und ihre Gefolgschaft missfallen mir immer mehr.
 
Kay kommentierte

Stell Dich nicht so an: Morgens her, mittags geimpft, abends zurück. Im Moment müßten sie sogar sonnabends impfen.
Wenn man das will, geht das per Bahn oder Auto.
Übrigens liegt Hamburg nicht an der Nordsee - nicht, dass Du Dich verfährst!

Als Schwabe such Dir einen Dolmetscher, der hochdeutsch kann. Das isch sonst aweng schwierig.
 
Lichtschachtsucher kommentierte
Meine Tochter und mein Enkel leben in Hamburg, sie hat dort vor Jahren eingeheiratet und und arbeitet in der Verwaltung eines privaten Altenpflegeheims. Das letzte mal sind wir hingeflogen, und vor ca. 20 Jahren bin ich mal durch den Elbetunnel nach Dänemark gefahren. Leider haben wir wenig Kontakt aber vielleicht lande ich mal in dem Heim, dann kannst du mich besuchen und wir schlürfen Burgunder aus der Schnabeltasse. Wer weiß, wenn einen nicht vorher das Virus dahin rafft.
 
AnjaC kommentierte
hast Du dafür eine Quelle zum Nachlesen? Das ist an mir bisher völlig vorbeigegangen.
 
ernst.w kommentierte
habe ich auf die Schnelle gefunden.
 
Fraenker kommentierte

da Israel mit den Zahlungen im Rückstand ist! Was für ein egoistisch und asozial handelndes Land ...
Das gibt es im Großen wie im Kleinen. Hoffentlich überlebt das Bewusstsein darüber die Pandemie.
 
falconeye kommentierte

Ich nutze gerne die Israel Times, wenn es um Israel oder Erkenntnisse in Israel geht. Aktuell
-> https://www.timesofisrael.com/israe...million-vaccine-doses-bypassing-cabinet-vote/

D.h., man streitet sich und halbiert nun die Menge auf „nur“ 18 Mio., für eine bereits geimpfte Bevölkerung von 9 Mio. ...
Begründet wird das damit, dass man ja alle 6 Monate die Bevölkerung mit wieder je 2 Dosen auffrischen müsse. Das nenne ich mal Pessimismus ...

Schön fand ich einen Begriff aus der von @EvaK verlinkten Jerusalem Post: Europa‘s 3.Welle sei von der „von der Leyen“ Virus-Mutante getrieben
 
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Ab 1. Juni soll man sich gratis impfen lassen können, wenn man nach Alaska in die Ferien reist:

 
1 Kommentar
Kay kommentierte
Hab lange nicht mehr in der Bar von Chicken (Alaska) um nuggets geschachert.

 
Auch noch eine interessante Sache: Wir haben in der Schweiz seit Februar sog. "Untersterblichkeit". D.h. es sterben weniger, als im langjährigen Schnitt erwartet.

Wenn man sich die Daten holt:

stellt man fest: Wenn man 2020 nur bis Ende September anschaut - also nur die erste Welle und das bisschen Corona über den Sommer, dann liegt eine ungefähr normale Sterblichkeit vor. Ungefähr heisst: Die Anzahl Tote pro 100'000 liegt in einem engen Bereich um den Durchschnitt. Ich weiss nicht genau, was für eine Schwankung da normal ist, aber da die Zahlen oft recht ähnlich sind über die Jahre, werden das nur 2 oder 3 % sein, vermute ich. Wir haben im Frühling zwar ein paar Wochen mit einem hohen peak nach oben, dafür war der Winter und der Sommer dann aber etwas unter dem langjährigen Schnitt, das gleicht sich aus.
Dann haben wir von Oktober bis Januar einen grossen Peak nach oben, welcher für 2020 dann wirklich für eine "Übersterblichkeit" gesorgt hat. Und seit Februar dafür weniger als im langjährigen Schnnit erwartet. Wenn man sich die Kurven mal nur grob abschaut, sind da rund 2 Monate mit 800 zu hohen Werten, plus davor der Anstieg, und dann wieder runter. Und seit Februar liegen wir 200 drunter. Ganz grob geschätzt kann man also sagen: Wenn es bis Ende 2021 weiter bei den rund 200 weniger bleibt als im langjährigen Schnitt, dann wäre auch der grosse Peak von Ende 2020 ausgeglichen.

Die Taskforce hat uns lange vorgehalten, wie viele Lebensjahre verloren gingen mit den Toten. Dabei haben sie sich, so viel ich weiss, einfach plump die Daten nach der sog. Sterbetafel genommen. Sprich: Jemand mit 85 hat noch x Jahre. Vergessen dabei: rund die Hälfte der Todesopfer gab es in Pflegeheimen. Aufenthaltsdauer in Alters- und Pflegeheimen liegt aber bei nur 881 Tagen im Schnitt:
Das sind rund 2.5 Jahre. Die Taskforce hat hingegen wohl einfach die Werte der Sterbetafel genommen:
Also rund 8 Jahre für jemanden mit 85. Und 14 Jahre für jemanden mit 75.
Man kann also einfach formuliert sagen: Das Virus hat überproportional viel diejenigen als Opfer gefordert, die eine für ihr Alter unterdurchschnittliche Lebenserwartung hatten. Auch unter den sehr Alten.

Wie stark dieser Effekt nun genau war, werden wir daran sehen, wie lange es dauert, bis die zu hohen Sterbezahlen von dem Peak im Herbst und bis Anfang Winter 2020 wieder ausgeglichen sind. Wenn das nur 1 Jahr geht, sind wirklich mehrheitlich bereits sehr kranke gestorben, die eine relativ kurze Lebenserwartung noch hatten. Und dauert es mehrere Jahre, dann kann man das Umgekehrte draus schliessen.
 
Kurt Raabe kommentierte

Danke Peter
hatte gestern lange mit meiner Cousine telefoniert,
sie arbeitet als Intensivschwester auf der Covid-Station
 
häuschen kommentierte


Peter, das trifft ebenso auf viele andere Unerträglichkeiten in unserer Welt zu, die zum Teil weitaus mehr Opfer und weit größeres Leid verursachen. Wenn hier Argumente auf den Tisch gebracht werden, die nach näherer Prüfung keine sind, gehört das mit zur Diskussion.
Diese Leichensack-Vergleiche bringen nicht mehr, als Uneinigkeit zu schüren, insbesondere dann, wenn sie derart übertrieben dargestellt werden.

Europa befindet sich seit über 12 Monaten mehr, oder minder stark im Lockdown. Solche Begebenheiten wirken sich selbstredend auf die Sterberate aus. Ich sehe diese Zahlen also ebenso als vollkommen ungeeignet an, um die Gefährlichkeit von Covid zu beurteilen. Das muss man einfach nur aufklären und verstehen.
Und wenn Du das nächste Mal beim Einkaufen darüber nachdenkst, ob Du 12 Steaks für die Gäste kaufst, obschon nur 10 Leute kommen, denk an den Hunger in der Welt. Und freu Dich, wenn kein Veganer hinter Dir steht und Dich nach Afrika schicken will, weil Du überhaupt daran gedacht hast Fleisch zu kaufen.
 
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falconeye kommentierte

Ausnahmslos ALLE hätten lieber etwas länger gelebt.
Lieber Peter, dein Beitrag ist besonders heute sehr angebracht.

Denn heute gedenken wir offiziell den 80.000 Corona-Toten in Deutschland.

Aber dessen ungeachtet bitte ich dich, abstrakte Überlegungen nicht per se in Misskredit zu bringen. Auch diese sind wichtig, um in einer Katastrophe den Überblick wahren, steuern und Resourcennutzung optimieren zu können. Natürlich ist der Grat zum Besserwissertum hier schmal, aber dennoch diese Bitte. Dann haben anekdotische Berichte wie der deine einen um so höheren Wert, weil man sie auch in das grosse Ganze einordnen kann. Daher noch einmal danke dafür.

Der Mensch besteht aus Herz und Verstand .
 
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sam25 kommentierte
Danke sehr für diesen Beitrag... ich sehe das auch so. Es braucht beides...
 
P
pulsedriver kommentierte
Natürlich ist der Tot keine schöne Sache, nein, wirklich nicht. Wenn dem mehr Gewicht in der Betrachtung gewährt werden soll, dann schreibe ich es eben so: Dank der Massnahmen, die wir wegen Corona ergriffen haben, gibt es eine nicht unerhebliche Zahl an Leuten, die heute noch leben und ohne die Corona Massnahmen nicht mehr leben würden. Und das sind nicht nur Leute, die ohne die Massnahmen an Corona gestorben wären sondern auch an Grippe usw.

Wenn wir das weiter denken, sollten wir den Teil der Massnahmen, die nicht so wahnsinnig weh tun, auch weiter machen, selbst wenn Corona mal besiegt ist. In anderen Kulturen schüttelt man sich auch nicht die Hände oder umarmt sich dauernd, und Masken sah man in gewissen Ländern schon lang vor Corona häufig auf der Strasse. Wir haben diesen Winter den klaren Beweis erbracht, dass man damit trotz schon lange vorhandener Impfung viele Grippetote verhindern kann. Das geht auch mit relativ wenig einschneidenden Methoden, dafür muss man keine Läden schliessen oder Ausgangssperren verhängen, nein Hände waschen und nicht mehr schütteln und Maske tragen, das bringt auch in der Hinsicht schon wahnsinnig viel.
 
...ich überfilege nur noch das hier, die Antworten an einige Verweigerer, Querdenker hier spare ich mir. Dient nur meiner Gesundheit.

Mein mittlereweile sehr selterne Kontakt, sowohl persönlich wie auch telefonisch, mit menier Tochter schildert eine fast 95% Belegung.

Mitlereweile hat sie nach einen 10-Tage Dienst ein Tag frei! Meistens die Nachtschicht.

Ich kann nur hoffen das einige uneinsichtigen hier nicht bei ihr im Leichensack enden. ( o.T.: "Soviele Leichensäcke habe ich bis jetzt noch nie zumachen müsen")

Also, geht raus und vergnügt Euch, bleibt bitte aber der Mehrheit der Bevölkerung fern, auch bei einkaufen. Am besten, ab in die sächsische Schweiz, dort scheinen viele Immun zu sein. Oder es nicht wahr haben zu wollen.

Gruß

Peter
 
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....das ist keine Moralkeule, das ist Betroffenheit, lieber Albert....
Wenn Susanne frage, was sie darüber denkt, dann hat sie tränende Augen. Aber schimpfen würde sie nie. Aber sie sagt das genau so nüchtern als Covid- Betroffene mit Langzeitfolgen, welche nun langsam verschwinden...

Und nun habe ich genug gesagt...
 
Kommentar


...Diese Leichensack-Vergleiche bringen nicht mehr, als Uneinigkeit zu schüren, insbesondere dann, wenn sie derart übertrieben dargestellt werden.

...so, so, Du glaubst das wäre übertrieben?

Hast Du Lust, mal mit meiner Tochter, wenn sie frei hat, sich mal telefonisch zu unterhalten?

Sie kennt es nicht von Hören-Sagen, sie ist vor Ort.

Es nervt nur noch..

Gruß

Peter
 
2 Kommentare
häuschen kommentierte
Sam hat mich grad aufgeklärt ... es ist Betroffenheit.
Ich habe versucht daran zu erinnern, dass es sehr viel Leid auf der Welt gibt und dass Vorwürfe und genervt sein uns da nicht wirklich weiterhelfen.
 
sam25 kommentierte
...hab‘ ich auch so gehört, lieber Albert...
 

...na dann, wenn die Menungen derer die vor Ort gegen die Krankheit einen anekdotischen Charaktar haben, da schweige ich lieber.

Es ist einfacher Charts und Spekulationen aufzustellen, als die Pandemie zu bekämpfen.

Gruß

Peter
 
2 Kommentare
falconeye kommentierte
"anekdotischer Bericht" ist der Fachbegriff für konkrete Fallerzählungen. Ich habe mir den Begriff nicht ausgedacht. Entschuldige bitte, wenn das deine Gefühle verletzt haben sollte.
 
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häuschen kommentierte
Da sollte man dann ein wenig goolen, denn den Begriff „Anekdote“ als Hintergund in Falks Aussage zu begreifen, wäre eher fatal.
“Andekdotische Evidenz“ scheint mir da der passendere Suchbegriff zu sein, wenn ich das richtig ergründet habe.
In den falschen Hals bekommen, wertet aber auch das solche Fallbeschreibungen eher ab.
 
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