Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Coronavirus — the non-intuitive properties of R0

Artikel zur R0 Auswertung ist nun publiziert:
 
2 Kommentare
AnjaC kommentierte
Danke, Falk. Der Alert value ist ein interessanter Ansatz! Ich bin gespannt, wie dieses Zahl sich entwickeln wird. Erstaunt war ich, dass Du die Dunkelziffer für Deutschland mit einem Faktor 4,5 ausweist. Ich kann die Rechnung nachvollziehen, war aber bisher davon ausgegangen, es liegt so um den Faktor 3 herum.
 
falconeye kommentierte
Der Faktor kam halt so raus. Schwankt relativ stark, wenn R nicht stabil ist, das kann man im Einzelfall sicher genauer rechnen. Aber mach ich nicht in der Breite. Interessanterweise ist der Faktor muMn zufällig aber auch recht treffend. Für Gangelt wurde der Faktor zu 3 bestimmt, wir wissen aber auch, dass er ausserhalb eines Hochinfektionsgebietes höher liegen muss. Hat sogar Streek selbst erwähnt, wurde von den Medien aber überhört. Und ich nehm ja auch nicht die Gangelt-CFR, sondern 1%.

Den Alert Value A hätte ich ja gerne Risk Level R genannt. Aber in einem Artikel über R0 keine gute Idee
 
Zuletzt bearbeitet:
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@ernst.wDie Daten für Österreich stammen vom Dashboard der John Hopkins Uni, als Referenz im paper verlinkt. Das hatte ich aber hier bereits mitgeteilt.

Wenn es eine Diskrepanz zu den daten der Österr. regierung gibt, würde mich das interessieren. Wo veröffentlicht Österreich seine Auswertung? Welche Daten werden da genommen. Die JHU nimmt ihre Daten schliesslich letztlich auch von österr. Quellen.

Meine Auswertung ist automatisiert. Wenn da was falsch ist, steckt das schon in den Daten der JHU. In deutschland gibt es ja auch eine Abweichung, aber die ist verstanden: das RKI arbeitet mit Nowcasting und dem Krankheitsbeginn, liefert ca. 1 Woche zeitnähere Daten, aber mit grösseren statistischen Fluktuationen.

P.S. Laut info.gesundheitsamt.at gab es 22.-29.4. 38 Tote (per CSV-Datenquelle), laut JHU 70 Tote. Die letzten 10 werte der täglichen Infektionen laut Öster. (laut epikurve.csv) ist
60
68
70
56
80
62
31
50
53
38

laut JHU und meinem Tool:

46
78
52
77
69
77
77
49
83
45

Die Nachfrage zur Diskrepanz musst Du an die JHU richten. Aus den FAQs der JHU:
What are the sources of data informing the dashboard?
The data sources include the World Health Organization, the U.S. Centers for Disease Control and Prevention, the European Center for Disease Prevention and Control, the National Health Commission of the People’s Republic of China, local media reports, local health departments, and the DXY, one of the world’s largest online communities for physicians, health care professionals, pharmacies and facilities.

Ich denke, die Zahlen stammen also vom European Center for Disease Prevention and Control, da mal nachfragen. Bzw. warum Österreich an die EU andere Daten meldet, als sie ihrer Bevölkerung mitteilen ...

Hab jetzt auch die daten bei ECDPC gecheckt, für Austria: wieder andere Zahlen. Ich nleib bei meinen Zahlen der JHU, die geniessen international den besten ruf und werden auch intern beim RKI verwendet (halt nicht für amtliche Bekanntmachungen).

Ein Hinweis der AT-Website: "Die Zuordnung zu einem Datum erfolgt je nach Verfügbarkeit der Informationen in folgender Reihenfolge: Erkrankungsdatum > Diagnosedatum > Meldedatum." Internatinal vergleichbar sind Daten nur, wenn sie nach dem Meldedatum erfasst werden. Daher ergibt sich ggfs. die Diskrepanz. Wird das Erkrankungsdatum benutzt, ergeben sich andere Zahlen und ein geringerer zeitlicher Verzug. Dann müssten aber die amtlichen Daten vor ca. 1 Woche einen Anstieg von R0 berichtet haben ...
 
Klaus Harms kommentierte
Glaubst Du, dass all das diese Community nährt, ihren Betrieb weiter online gestalten zu können?

 
Kay kommentierte
Community war, jetzt sind wir Zahlen.
Die fetten und zweifarbigen Überschriften dokumentieren die Berechnungen, die " jeder nachprüfen kann ... " - nun denn - soweit sind wir ...
 
gannet kommentierte
Ich persönlich finde ja Falks Berechnungen für diesen Thread deutlich sinnvoller, als Politikermeinungen mit Kotz-Emojis zu kommentieren und die anschließende Diskussion der Politikermeinung zu verbieten...
 
ernst.w kommentierte
@falconeye
Danke, wenn ich beim Antworten bin, kann das dauern. Und da sehe ich nur, was schon geschrieben ist. Nachträge sind für mich während meiner Bearbeitung nicht sichtbar. Also, kurz: Ich habe diesen Absatz bei meiner Antwort noch nicht gelesen. Erklärt die Unterschiede nur teilweise (weil sich die Zahlen über längere Zeiträume dann auch mal im Mittel nähern müssten, aber immerhin.

Danke für die Erklärung, die ich persönlich in diesem Thread für essentielle Information und nicht für geschäftsschädigende Aussagen (im Sinne des Kommentars von Klaus) halte.
 
D
dimetos kommentierte
Ich kann nicht für die Community sprechen. Aber mir bringen Falks Berechnungen etwas. Ich möchte mir ein eigenes Bild davon machen, wohin die Reise geht und ob wir auf dem richtigen Weg sind. Und dabei bin ich für sachliche Informationen dankbar, die ich nachrechnen könnte, wenn ich wollte.
 
Erkrankungsdatum > Diagnosedatum > Meldedatum." Internatinal vergleichbar sind Daten nur, wenn sie nach dem Meldedatum erfasst werden. Daher ergibt sich ggfs. die Diskrepanz.

Diskrepanzen ergeben sich schon beim Testen. Bleibt die tägliche Testanzahl konstant? Wird beim Testen statistisch einheitlich vorgegangen. Bleibt die Anzahl der Wiederholungstests konstant? Wird überwiegend in Hot Spot Areas getestet, oder auch in der Fläche? Gibt es screening, random Tests?

Danach kommen Diskrepanzen bei der Testanalyse? Werden 7 Tage die Woche täglich die gleiche Anzahl an Tests bearbeitet, oder werden Di, Mi, Do mehr Tests als Mo und Fr analysiert und gibt es an Sa, So und Feiertagen nur noch einen Notdienst mit geringerer Kapazität.

Es gibt also viele "Diskrepanzen", die in Summe zu unsicheren, schwankenden Ausgangsdaten führen. Wenn man jetzt mit exakter Mathematik diese "wechselhafte" Datenbasis bearbeitet, bekommt man zwar schöne Zahlen, die eine wissenschaftliche Exaktheit zeigen sollen, aber tatsächlich gibt die Datenlage so eine Aussage gar nicht her. Maximal können wir einen Trend ablesen. Werden in drei Wochen die täglichen Neuinfektionen steigen, fallen, oder etwa gleich bleiben.

Einen Trend fortschreiben bedeutet dann aber auch, dass sich das Verhalten der Bevölkerung in einem Zeitraum von 5-6 Wochen nicht ändert, bzw. äußere Faktoren (politische Maßnahmen) Verhaltensänderungen induzieren. Ansonsten müsste man diese Verhaltensänderungen antizipieren und in der Trendbeurteilung berücksichtigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Ein wirklich richtungsweisendes Urteil, gegen einen Nanny-Staat. Die Politik ist nicht die Gouvernante im Heim für unerzogene Kinder. - "Wenn ihr nicht lieb seid, sperre ich euch wieder ein."

Die Politik soll sachlich und objektiv informieren (nicht mit schlimmen Bildern "Nudging" betreiben), sie soll über praktische Schutzmaßnahmen informieren, aber sie soll vor allem Schutzmaterialen zeitnah herbeischaffen. Wenn schon bei einer relativ harmlosen Covid-Epidemie Grundrechte über Wochen außer Kraft gesetzt werden, was soll denn dann geschehen, wenn es mal wieder eine wirklich tödliche Epidemie (Letalität 10-20% der Bevölkerung) geben wird.

 
Kurt Raabe kommentierte

Albert das kann ich Dir nicht sagen.... es war lediglich meine persönliche Meinung dazu.
 
Kurt Raabe kommentierte

aber ein Richter sollte/müsste um die Gefährlichkeit eines Virus wissen um darüber urteilen zu können ob eine
Maßnahme verhältnismäßig ist
 
Furby kommentierte
@falconeye, mit Deinem Kommentar liegst Du daneben. Der Richter hat lediglich festgestellt, dass die Politik im Saarland die Rechtsgüterabwägung nicht/falsch vorgenommen hat, das darf er, das ist sein Job. Er hat nur zur Erläuterung der Politik Beispiele genannt, hat ihr jedoch keine zwingende Handlungsempfehlung gegeben, auch das darf er. Das Urteil ist in der Sache richtig. Er hat nicht die Entscheidung der Politik als solche kritisiert, sondern nur, wie sie zustande gekommen ist. Er hat kritisiert, dass die den Eingriff in die Grundrechte nicht ständig beobachtet hat und dabei bei Änderungen der Lage neu abgewägt hat, ob der Grundrechtseingriff immer noch gerechtfertigt ist. Hätte die Politik das getan, und wäre auch nach Änderung der Sachlage zu der Entscheidung gekommen, dass nach der Rechtsgüterabwägung der Eingriff in die Grundrechte im Verhältnis zu dem bedrohten Rechtsgut (Leben und Gesundheit der Bevölkerung) angemessen ist, hätte das Gericht die Ausgangssperre nicht kassiert. Das hat es getan, weil bei Änderung der Lage (Rückgang der Infiziertenzahlen), keine weitere Rechtsgüterabwägung getroffen wurde. Es hat festgestellt, dass über einen längeren Zeitraum andauernde Grundrechtseingriffen, besonders wenn die so intensiv sind, permanent auf die Verhältnismäßigkeit überprüft werden müssen, und das ist gut so: Die Begründung hat das Gericht selbst gegeben: Die Tage staatlich angeordneter "Freiheitsberaubung", kann der Staat den Menschen nicht wiedergeben, es sind quasi für ihn "verlorene Lebenstage".
 
Reaktionen: Kay
gelenkpfanne kommentierte
falconeye kommentierte
@Furby Das hatte ich verstanden und in meiner Antwort berücksichtigt. Die ständige neue Abwägung der Lage wird zumindest hier in Bayern ständig betont: man prüfe täglich, welche der Maßnahmen noch notwendig bzw. angemessen seien. Das wird im Saarland nicht anders sein, wird vielleicht nicht so offensiv öffentlich gemacht.

In meinem Dammbeispiel: es wird täglich geprüft, ob der Damm von alleine hält. Aber das machen einige, die für den Damm verantwortlich sind, also keine Richter. Und der gesunde Menschenverstand wird allen Beteiligten sagen, dass der Damm auch ohne sie hält - schliesslich passiert nichts, wenn man vom Damm tritt. Bei einer so kritischen Sache darf es nicht nach dem gesunden Menschenverstand Einzelner gehen, sonderm dem geballten Sachverstand Vieler. Und wenn diese auch irren, hat es die Dammgemeinschaft/Bundesland/Menschheit dann halt nicht besser verdient.
 
Die Politik soll sachlich und objektiv informieren (nicht mit schlimmen Bildern "Nudging" betreiben),
Ist das die Politik oder eher die Medien? Schau Dir mal eine original PK, ein vollständiges Interview oder gar eine BT-Debatte in ihrer gesammten, ermüdenden Länge an und vergleiche dann, was davon in die Schlagzeilen kommt. Noch schlimmer sind Talkshows: der Wissenschaftler oder Politiker sagt, wissen wir nicht, wird noch erforscht, kann man zu dem Zeitpunkt nicht sagen, und der Moderator stochert und bohrt solange, ich will ein ja oder nein hören, bis er den Gesprächspartner zur Weißglut getrieben hat, dass er sich zu einer unbedachten Äußerung hinreißen lässt. Am nächsten Tag steht dann in der Zeitung, oft auch noch unzulässig verkürzt, X hat Y gesagt.

Hat er das?
 
2 Kommentare
of51 kommentierte
Dafür bekommst du von mir einen extra
 
Gianni33 kommentierte
Leider bemerke ich die Tendenz der Medien, auf "Drama" aus zu sein, nicht nur bei der dafür schon immer bekannten Boulevard-Presse, sondern auch bei den öffentlich-rechtlichen Medien. Am liebsten ist es ihnen, wenn sie über Zwietracht zwischen angeblich nichts als interessengesteuerten, karrieregeilen Politikern berichten können, um ein vermeintlich sensationslüsternes Publikum zu befriedigen und hohe Einschaltquoten für den Sender zu sichern. Da bleibt die Objektivität dann eben häufig auf der Strecke.

Da schaue ich mir dann lieber Sendungen wie TERRA X an...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo sind Ethik, Moral und Philosophie geblieben ?

Müssen wir uns nur noch unter Virologie, Epedimie und Statistik ducken, die uns zu unmündigen Zahlen verkümmern lassen ?

Die Überschriften derer, die meinen, unser Leben sei nur noch das Ergebnis ihrer Hochrechnung, werden immer größer.

Erst wurde dieser unselige Begriff der " Leitkultur " geboren - haben wir jetzt noch eine " Restkultur " ?

Wo sind unsere Bilder - fotografierte und geträumte ? Wo sind unsere Ideale und Lebensziele geblieben ?

Geht es nur noch um das irgendwie Überleben ?

Ist nur noch die schnöde Ziffer hinter dem Komma das, was unser Leben ausmacht, alles andere

die milde belächelte Zaghaftigkeit der Sofa-Glaskugelschauer ?

Wer bestimmt hier wen ?

Wo treiben wir hin -
wohin lassen wir uns treiben ?
 
4 Kommentare
gelenkpfanne kommentierte
Ich würde das Zeug, was Du heute zu Dir genommen hast, mal lieber weglassen.
 
Kay kommentierte
Sind das die Reaktionen, die helfen : Andersdenkende für bekloppt, oder bekifft zu erklären ?

Das Nachdenken weglassen, weil die jüngste Hochrechnung uns glauben lässt ?

Die Kirche (bin Atheist) wird abgeschafft und der Bischof durch den Virologen ersetzt ?
Ruft uns der Statistiker die Zahlen zum Gebet ?

Statt Goethe, Schiller und Kant jetzt nur noch Drosten, Kekulé und Streeck ?

Schau Dir den Anfang dieser Seite an : Die Überschriften in diesem Forum von dem Hauptrechner werden von Tag zu Tag größer - wer hält hier wen für ... geht es nur so ?
 
häuschen kommentierte
Hy Kay,

wenn man Deine Einlassung erstmal entwurschtelt hat, bekommt eine wage Ahnung von dem, was Du sagen wolltest und dem stimme ich im Groben schon zu
 
falconeye kommentierte
@Kay first things first
 
Leider kann ich aus deinem groß und laut geschriebenen Posting nicht zitieren, du dürftest mit deiner Formatierung die Zitatfunktion überfordert haben. Deshalb eben handgebastelt:
Wo sind unsere Bilder - fotografierte und geträumte ?
Die Frage kann ich dir ganz einfach beantworten, schon gar in diesem Forum:
und generell
sowie
wenn du eine gültige Mitgliedschaft hast.

Hier bekommst du sogar geträumte Bilder und Phantasie geliefert:

Es zwingt dich doch niemand, unangenehme Nachrichten auch immer an derselben Stelle abzuholen, wo du sie täglich erwartest und anscheinend auch suchst. Widme dich doch lieber den schönen Dingen des Lebens, die dir Freude bereiten!

Ich hingegen bekomme in einem Forum keine Depressionen beim Lesen von Fakten und Statistiken, nicht mal bei bissigen Kommentaren. Ich und andere lesen also weiter mit. Ist das in Ordnung für dich?
 
4 Kommentare
Klaus Harms kommentierte
Danke Ernst und willkommen im Kreis derer, die gemerkt haben, dass diese Community noch nicht zum Coronaforum mutiert ist!
 
Kay kommentierte
Das ist auch in Ordnung für mich, wenn weder Du noch andere ganze Seiten brauchen und Überschriften, die ich ohne Brille von der Tüt aus lesen kann.
Bisher ging es ohne Schriftgröße 26, Fettdruck und Farben. (Siehe Seitenanfang)

Ich brauche auch keine Konfrontation mit Dir, lieber Ernst.
Lass Dich von Fakten und Statistiken weiter leiten, dann weißt Du weder warum und wieso, wie Du ständig schreibst, aber irgendwie hilft es wohl, zu wissen, was wichtig ist.
 
falconeye kommentierte
> Community noch nicht zum Coronaforum
Denkt das jemand? Ist doch nur ein Thread!
 
Klaus Harms kommentierte
Corona:
1. Woche: Schock
2. Woche: #wirbleibenzuhause
3. Woche: Solidarität
4. Woche: Zusammenstehen
5. Woche: Alle sind Helden
6. Woche: Reicht langsam
7. Woche: Lockerungen jetzt!
8. Woche: VIROLOGEN-DIKTATUR!!
9. Woche: Hängt Drosten!!!
10. Woche: 2. Welle

11. Woche: Schock
 
Ehrlich gesagt man muss nichts über das Virus oder R0 wissen sondern einfach nur schauen was in anderen Ländern FAKT ist - retrospektiv um mir zu überlegen was passiert mit verschiedenen Ansätzen der Bekämpfung.

Südkorea, Hongkong haben seit 5 Tagen keine Neuinfektion, Taiwan hatte insgesamt nur 429 Fälle und gestern noch einen.
Das Ergebnis einer strikten und schnellen Politik die erst gelockert wurde als die Faelle sich unter dem 100er Bereich pro Tag bewegt haben.

Ergebnis:
Sie können ihre Wirtschaft wieder anlaufen lassen und das Leben deutlich normalisieren.

Und dann schaue ich mir an:
UK zögerlicher Anfang, nichts gemacht, verharmlost und dann nachdem der Virus bereits verteilt war doch Massnahmen.
Schweden - halbherzig - freiwilliges social distancing - Fehler bei der Einschätzung und den Rechenmodellen.

Ergebnis:
UK hat enorme Neuinfektions- und Todeszahlen und kommt davon nicht runter, gestern ein erneuter Peak mit 6000.
Schweden - seit mehreren Tagen erneut explodierende exponentielle Neuinfektionen umgerechnet auf D im Bereich 6000 pro Tag.

Mein Fazit:
Dämmt man das Virus konsequent von Anfang an ein mit Massnahmen - die der Wirtschaft und Bevoelkerung evtl. nicht gefallen - dann schafft man es offensichtlich innerhalb 8 Wochen das ganze Geschehen soweit in den Griff zu bekommen das man wirklich lockern kann in Richtung Normalzustand mit ein paar Hygienemassnahmen wie Masken und Desinfektion.

Ist man halbherzig erfolgt breitere Durchseuchung - die aber bei weitem nicht reicht fuer eine Herdenimmunität.
Diese Länder schieben dann einen Bugwelle an Neuinfektionen vor sich her von der sie nur ganz schwer und langsam runter kommen.

Ergo ein andauernder Stresstest fuer das Gesundheitswesen und das ganze Land und die Bevölkerung müssen über einen viel längeren Zeitraum mit Beschränkungen leben als bei den Beispielen aus Asien.

Vielleicht sollte man es unserer Bevölkerung und Wirtschaft mal so erklären statt mit Rechenmodellen und R0 Zahlen und einem Rumgeeiere wieviele hundert pro Tag man braucht zur Aufhebung des Lockdowns.

Wir kennen die Beispiele aus Asien, wir kennen unsere Bettenkapazität also könnten wir eine klare Zahl kommunizieren z.B. 300 pro Tag.
Aber dann hätte man keine politisch keine Hintertür mehr offen früher zu öffnen wenn der Druck einiger Lobbyisten zu gross wird.
 
Kommentar
Mein Lockdown im Lockdown (eine theoretische Betrachtung) - ein Thema im Thema

Ein Virus grassiert und die Experten sagen, es sei am sinnvollsten, Alles zum Stillstand zu bringen. Die theoretische Überlegung: Wenn alles zu Stillstand kommt, außer der Zeit, dann verschwindet dieses Virus beinahe ebenso schnell, wie es gekommen ist. Klingt logisch, ist logisch.
Man wartet insgesamt ungefähr 4 Wochen, komplett abgeschottet, oder sicher geschützt und das Virus ist verschwunden.

Tatsächlich bedeutet das, dass die gesamte Menschheit vier Wochen lang nur noch ernährt und gesundheitlich versorgt werden muss, mehr nicht.

Für meinen persönlichen Dunstkreis würde das bedeuten:

Ich bekomme 4 Wochen lang keinen Pfennig Geld, muss aber auch keinen Pfennig Geld ausgeben, außer für Nahrung und Körperpflege.
Ich erweitere meinen persönlichen Dunstkreis um die Menschen, die auf mich angewiesen sind. Meine Ex-Frau, meinen Sohn und meine 10 Angestellten.
Für mich kein Problem, selbst wenn es drei Monate wären. Für die Lufthansa anscheinend problematisch, weil man ja immer von 1 Mio. Kosten pro Stunde hört. Aber genau das gehört hier dazu. In einem echten Lockdown sollten auch die Kosten eines solchen Unternehmens eingefroren werden können. Wenn das nicht machbar ist, läuft mEn nämlich irgendwas gehörig falsch.

Problematik, die ich für lösbar halte:

Menschen, die krank sind, müssten weiter versorgt werden.
Menschen, die nix haben, müssten ernährt werden.
Strom müsste ggf. mal kostenlos bereitgestellt werden.
Nahrungsmittel müssten hergestellt und transportiert werden.
Die Bevölkerung müsste weiter informiert und auf dem Laufenden gehalten werden.

Würde mich mal jemand belehren, an welchen und an wievielen Stellen ich meine Denkfehler habe?

p.s. Dies sind wirtschaftliche Betrachtungen, die den Idealfall voraussetzen, dass niemand aus Dummheit die Infektionsregeln verletzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
häuschen kommentierte
Ryanair-Boss O‘Leary verzichtet auf 50% seines Gehaltes, setzt seine Leute auf 80% und schmeißt 3000 Mitarbeiter raus.
Ich denke er hat genug, um auch mal 1 Jahr lang kostenlos zu arbeiten.
So wird das nix mit meiner Utopie
 
gelenkpfanne kommentierte
Deswegen ist’s auch eine Utopie. Menschen mit sehr viel Geld sind aus bestimmten Gründen Menschen mit sehr viel Geld. Daran ändert auch Corona nichts.
 
hansolo22 kommentierte
Wenn Ryanair pleite geht waere dies eine Wohltat fuer die Umwelt und vieles andere.
 
HaDiDi kommentierte
Ich fliege nicht mit Ryanair, oder AirAisa, aber ich freue mich, dass es die Billig-Airlines gibt, denn dadurch bleiben auch "ordentliche" Airlines preislich erschwinglich. Wettbewerb und Konsumentenauswahl ist immer gut!
 
Zuletzt bearbeitet:
hansolo22 kommentierte

Ich boykottiere solche Anbieter die unwuerdige Arbeitszustaende und Vertraege haben.
Nur Idioten glauben das Dumping Wettbewerb was Gutes waere.
Und der Begriff Idiot bezieht sich hier auf die griechische Bedeutung und ist nicht als Beleidigung gemeint.
Was Konsumentenauswahl von Dumping Fleisch, Kleidung, Fluegen bewirkt sehen wir tagtaeglich.
 
Es mußte erst Harrison Ford aka hansolo22 kommen, um die Sache mit der Kommunikation auf den Punkt zu bringen.
Ich glaube, ich kann mir jetzt nach tagelanger Abstinenz von diesem Thread die Lektüre diverser Posts samt Nachposts mit verwurschtelten Nachnachposts sparen.
 
Kommentar
Update 1. Mai, eigenes Modell

Ich habe das Modell gestern veröffentlicht:

Es berechnet nun ein Gefahrenniveau (Alert Value A), mit etwa folgender Skala:
A<0 means low risk, A< -1 is fully controlled.
A~0 means moderate risk.
A>0 means high risk, A>1 means very high risk, A>2 means out of control.

Germany
New Cases 30.04.2020: 1470
Weekly average: 1411
R0: 0,78 (0,70 - 0,88)
Forecast 28.05: 257 (108 - 612)
Alert Value A: 0,22

Austria

New Cases 30.04.2020: 50
Weekly average: 64
R0: 0,95 (0,64 - 1,39)
Forecast 28.05: 33 (2 - 673)
Alert Value A: 0,08

Switzerland

New Cases 30.04.2020: 179
Weekly average: 156
R0: 0,83 (0,75 - 0,91)
Forecast 28.05: 17 (8 - 35)
Alert Value A: 0,18

Italy

New Cases 30.04.2020: 1872
Weekly average: 2213
R0: 0,83 (0,75 - 0,91)
Forecast 28.05: 633 (294 - 1363)
Alert Value A: 0,79

France

New Cases 30.04.2020: 671
Weekly average: 1248
R0: 0,97 (0,44 - 2,11)
Forecast 28.05: 140 (0 - 59495)
Alert Value A: 0,31

United Kingdom

New Cases 30.04.2020: 6032
Weekly average: 4739
R0: 1,01 (0,96 - 1,06)
Forecast 28.05: 3253 (2229 - 4748)
Alert Value A: 1,34

Sweden

New Cases 30.04.2020: 790
Weekly average: 620
R0: 1,02 (0,90 - 1,15)
Forecast 28.05: 696 (265 - 1828)
Alert Value A: 1,42

Australia

New Cases 30.04.2020: 9
Weekly average: 7
R0: 1,09 (0,72 - 1,65)
Forecast 28.05: 1 (0 - 19)
Alert Value A: -1,09

Singapore

New Cases 30.04.2020: 528
Weekly average: 713
R0: 0,71 (0,42 - 1,20)
Forecast 28.05: 243 (4 - 14044)
Alert Value A: 0,38

Brazil

New Cases 30.04.2020: 7502
Weekly average: 5307
R0: 1,52 (1,25 - 1,85)
Forecast 28.05: 89467 (19483 - 410843)
Alert Value A: 1,67

Thailand

New Cases 30.04.2020: 7
Weekly average: 16
R0: 0,73 (0,54 - 1,00)
Forecast 28.05: 2 (0 - 18)
Alert Value A: -2,03
 

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gelenkpfanne kommentierte
Danke, die Herren.
 
falconeye kommentierte
"Warum gibt es keine Zahlen für die USA in Deiner Aufstellung?"
Die Zahlen für die USA sind per County in einer eigenen Datenquelle. Die regelmäßig auszuwerten ist mir zu viel Stress. Vielleicht packt die JHU die USA-Daten mal mit in die globale Quelle ...
 
AnjaC kommentierte
gelenkpfanne kommentierte
Nochmal kurze Nachfrage, wenn es erlaubt ist. In Deinem Artikel sind die Grenzwerte etwas anders definiert (Alert levels:
A<-2 means no risk
A<-1 means full control
A<-0.25 means low risk
A<+0.25 means moderate risk
A≥+0.25 means high risk
A≥+1 means very high risk
A≥+2 means out of control).

Gibt’s da Gründe für?
 
falconeye kommentierte
Das ist das gleiche, nur mehr als Liste formuliert. Und für den Wert 0 (moderate risk) habe ich nun einen Bereich [-0.25, 0.25], statt "ungefähr 0"
Und das ganze ist ja eher Alchemie statt Chemie Aber immer noch besser als die Lage völlig subjektiv mal nach R0, mal nach Fallzahlen, mal nach Dunkelziffer zu brwerten ...
 
Hi häuschen, tatsächlich stelle ich eine ähnliche Überlegung im Paper an, das ich hier mehrmals verlinkt habe:

Wenn man die Zeit verlangsamt, verlangsamt sich nicht die Ausbreitung der Epidemie, sondern sie verschwindet. Bei einem R0 von 2.4 genügt eine Verlangsamung um den Faktor 3 (R0 wird 0.8) und wenige (berechenbare) Wochen später ist der Spuk vorbei.

Ein solcher "Slowdown" statt Lockdown wäre: nur noch 1/3 der Aktivitäten finden statt. 1/3 Arbeitstage, 1/3 Gehalt, 1/3 Miete Zinsen Tilgung Fahrten Einkäufe Besuche Ausflüge Wartungsvertragseinnahmen Lieferungen Lizenzgebühren (hallo Adobe) Wareneingang Warenausgang etc.

Das Virus verschwindet, weil er seine Biologie nicht bremsen kann. Wir aber auch nicht (und in Wahrheit ist es unsere Biologie, die er bremsen müsste ...). Daher kann man die Herstellung von Energie, Lebensmitteln, Wasser, Unterkunftsbauten (resultiert aus Sex) nicht (auf Dauer) drosseln. Und viele Maschinen auch nicht. Und die virologische Forschung müsste man ja sogar beschleunigen, nicht bremsen - auch da hängt ne Menge dran, bis zum Glasröhrchen ...

Dennoch hat die Menschheit sich enorm von der Biologie abgekoppelt: nur ein Bruchteil der Menschen arbeiten für die Erzeugung von Strom, Wasser, Lebensmitteln, Medizinische Versorgung etc., Viel weniger als 1/3. Und Unterkünfte, Traktoren, Gebäude etc. können mit viel zeitlicher Latenz gebaut werden, die der Virus nicht überleben würde. Ebenso die dann vermehrt benötigten Unterhaltungsmittel (Filme, Bücher, etc.).

Da hätte man vermutlich etwas Intelligentes auf die Beine stellen können. Hätte aber jemand mal im voraus überlegen, und die Politik mit einem Was-wäre-wenn Gesetz aufs Gleis setzen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Das ist auch in Ordnung für mich, wenn weder Du noch andere ganze Seiten brauchen und Überschriften, die ich ohne Brille von der Tüt aus lesen kann.
Nein, auch wir "brauchen" keine großen Überschriften, sie stören uns nur nicht ganz so wie dich. Wir verbraten nicht unsere Zeit, um über alles und jedes zu jammern.

Und wenn wir Bilder sehen wollen, fragen wir nicht klagend, wo denn die bleiben, sondern posten eben selbst welche, wenn wir "zu wenige" vorfinden.
Den Rest des Tages tun wir, was uns Spaß macht oder was ohnehin gemacht werden muss. Das Leben kann so schön sein.
 
AnjaC kommentierte
häuschen kommentierte
Ebend
 
falconeye kommentierte
„Gerade gestern in der Pressekonferenz mit Frau Merkel konnte man mal wieder merken, wie sehr sie als Physikerin für die Wissenschaft wirklich brennt“
Hab ich auch gesehen, ich dachte, ich sehe nicht richtig. Die müde verbrauchte, oft stumme Kanzlerin ... blüht plötzlich auf wie ein junges Mädchen und ist kaum zu bremsen, beim Erklären, warum man was wann wem wie erklären musste ... (bei der Nachfrage eines Journalisten). Kann ihr mal jemand nen Link zu meinem Artikel schicken? Hätte sie bestimmt Spaß dran

Der beste Satz (aus dem Gedächtnis) „in der Wissenschaft ist ja immer alles grundsätzlich neu, nicht so, wie bei uns in der Politik, wo wir die Dinge doch sehr oft wiederholen müssen“.
 
falconeye kommentierte

Danke für den Link, habe die Lektüre aber wegen Ungenauigkeit abgebrochen. Das besagte Trump-Zitat habe ich live miterlebt. Er schlug lediglich vor, auch die Wirkung von Desinfectant Injektionen und UV Licht als Therapie zu untersuchen. Natürlich trotzdem dumm, aber ich jasse es, wenn Journalisten die Dinge zu Gunsten des Click-Bait verkürzen. Da bin ich dann raus.
 
hansolo22 kommentierte

Schade.
Es lohnt sich - aus meiner Sicht - den Essay zu Ende zu lesen denn er bringt das Problem auf den ursaechlichen Punkt - die Bevoelkerung welchen einen solchen "Idioten" gewaehlt hat und was der psychologische Hintergrund dessen ist.
 
Würde mich mal jemand belehren, an welchen und an wievielen Stellen ich meine Denkfehler habe?
Ich soll also vier Wochen zuhause bleiben? Ok, Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus der Leitung und ab und an geht man halt mal einkaufen.
Ein Problem hätte ich, wenn ALLE vier Wochen zuhause bleiben sollen, dann kommt kein Wasser mehr aus der Leitung, kein Strom aus der Steckdose, einkaufen fällt auch flach und an den ungeleerten Mülltonnen feiern die Ratten Party. Ein Arzt kommt dann übrigens auch nicht mehr, wenn ich in dieser Zeit erkranken sollte, keine Feuerwehr, kein Rettungsdienst, keine Polizei.
Du kannst Dir ja mal überlegen, wieviele Ausnahmen Du machen müsstest, von der allgemeinen Regel, jeder bleibe vier Wochen zuhause. Ah ja, da hast Du genau den Zustand, den wir derzeit haben. Da müsstest Du doch sagen, ja, alles richtig gemacht. Könntest Du Deinen Bagger, von jetzt auf gleich, einfach so stehen lassen, keine Pflege, keine Wartung? Und was müsstest Du alles tun, um ihn nach einem Monat Stillstand wieder zum laufen zu bringen? Ein Flugzeug ist, glaube ich, nicht ganz so robust wie ein Bagger.
Könntest Du Deine Firma, von jetzt auf gleich, einfach so stilllegen - alles bleibt so wie es jetzt ist, niemand kümmert sich mehr um irgendwas? Wie würde es dort nach einem Monat aussehen?
Wenn das nicht machbar ist, läuft mEn nämlich irgendwas gehörig falsch.

Ich erweitere meinen persönlichen Dunstkreis um die Menschen, die auf mich angewiesen sind. Meine Ex-Frau, meinen Sohn und meine 10 Angestellten.
Der eine Angestellte bekommt vielleicht gerade ein Kind, hier haste mal 'nen Hunni auf die Hand, ein anderer richtet gerade seine neue Wohnung ein, ok, nimm dir zwei Tage frei, wir schaffen die Arbeit auch mit neun. Die Ex-Frau will dies, der Sohn jenes und dann ruft auch noch ein Auftraggeber an und nervt rum, also wieder umdisponieren.

Jetzt erweitere Deinen Dunstkreis mal auf 80 Mio., dann weisst Du, um was Fr. Merkel oder "die Politik" sich gerade alles zu kümmern hat.
 
3 Kommentare
häuschen kommentierte
Was mich und meine Bagger betrifft ... kein Problem.
Bei Flugzeugen geht es auch, wie wir ja nun wissen.
Strom, Wasser, Müllabfuhr ... mit entsprechender Schutzausrüstung machbar, so viele Menschen arbeiten da nicht und an Ärzte und Pflegepersonal hatte ich Ja auch gedacht.

Das Problem ist primär die Tatsache, dass zu viele Menschen der Ansicht sind, dass der ganze Aufwand auch bezahlt werden muss. Muss er nämlich nicht. Einen begrenzten, voraussehbaren Zeitraum über lässt sich im Grunde alles kostenlos machen.

Selbst den Sprit für meinen Bagger kriegt man zZt kostenlos, an dem Zeug verdient grad nur der Staat.
 
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markusm1000 kommentierte
Wie kommt der Sprit für Deinen Bagger von den arabischen Ölfeldern über Rotterdam schließlich in den Tank Deines Baggers? Soviel zum Thema, so viele Menschen arbeiten da nicht.
 
häuschen kommentierte
Im Lockdown brauchen die sehr wenig
 
Nur Dein so groß geschriebener Beitrag war es - ich habe Dich da auch nicht verstanden, "nur" bemerkt, dass Dich was aufregt und Du Dir Sorgen machst.

Nein : Ich war sauer !!! Den Beitrag habe ich genauso groß geschrieben wie oden auf der Seite der Beitrag zur R0 Auswertung stand :

" Coronavirus — the non-intuitive properties of R0 " - das stand oben auf der Seite in Schriftgröße und in Schwarz und blau.

Offenbar hat das keinen gestört. Bei R0 ist das wohl schon normal geworden.
 
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falconeye kommentierte
Das war eine kopierte Überschrift für ein etwas längeres Posting, in das viel Zeit investiert war. Das blau hat das Forum selber gemacht, das kann ich nicht beeinflussen. Wenn ihr lieber eine Bleiwüste wollt, sagt mir dies. Und wenn sich jemand so mockiert, dann bitte über die ohne Eigenarbeit kopierten Artikel von Klaus (ist besser geworden ). Ich kanns auch ganz lassen, ich muss euch hier nicht an meinen Gedanken und Veröffentlichungen beteiligen.
 
ernst.w kommentierte
Ich weiß, es nervt. Aber lass dich von solchen Postings nicht von deiner Arbrit abhalten. Für mich ist sie wertvoll, ebenso wie die Veröffentlichung von staatlichen Hilfen, Presseterminen etc.

Für andere eben ist wichtig, ihre Ängste oder ihren Ärger rauszulassen. Das ist auch notwendig. Das halten wir aus.
 

Für mich sind das keine Einzelurteile, sondern eine mangelnde Koordination in diesem falsch verstandenen Föderalismus.
Das fing mit Söder und Laschet an und endet bei Führerscheinneuregelungen, bei denen ein Jugendlicher in einem Bundesland Mofa fahren darf und im nächsten eine Anzeige wegen Fahren ohne Führerschein riskiert. Müssen wir jetzt Bußgeld und Co. neu regeln ? Ist das first things first ?
Da hat doch jemand (mit oder ohne Praktikanten) den Überblick verloren, was wichtig ist.

Es braucht doch keinen Guru in der Wissenschaft. Es braucht keinen Häuptling in der Politik, der dem staatsgläubigen Volk an der Marionettenstrippe sagt, welches Bein zu heben ist. Aber wo bleibt eine Koordination - deshalb und nur deshalb habe ich stets nach dem Praktikanten gerufen.
Wenn es brennt, gibt es eine Einsatzleistelle. Wo ist jetzt bitte die Corona-Brand-Leitstelle ? Irgendwo stand jezt (!), dass soetwas europaweit wohl zumindest " angedacht " ist. Bei Industrie und Wirtschaft hätten wir längst einen Krisenstab.
Wir haben doch nur diese paar Bundesländer mit weniger Mitgliedern als in einer Schulklasse. Warum brauchen die - mal ganz überspitzt formuliert - überhaupt eine Kanzlerin ? Schaffen die das nicht, sich zusammenzusetzen, Dinge wie gemeinsame Regelungen zu erarbeiten, gemeinsame Bedarfe zu ermitteln ?
Ich habe die mangelnde Kooperation bei der Maskenbeschaffung kritisiert. Das klappt immer noch nicht vollständig.
Die Bevölkerung sollte irgendwann getestet werden. Jetzt besorgt wohl wieder Laschet Tests für die Fußballprofis und der Bürgermeister von heinsberg für seine Bürger. Das ist das, was mich nervt. Nenn es Praktikant, nenn es Zusammenarbeit, nenn es Übersicht haben. Wenn man die Übersicht nicht hat, muss man sich mit den Menschen zusammentun, die die Übersicht erarbeiten.

Irgendwann - so sagt mir meine Glaskugel - wird es genügend Testmaterial geben
und dann werden " plötzlich " die Glasröhrchen oder die Gummiringe fehlen, oder die Etiketten zum beschriften.

Da nützt es, ständig den R0-Wert zu berechnen. Aber das kann nicht alles sein.
Falconeye stellt nicht nur die Werte fest für die BRD, sondern auch für andere Länder.
Können denn " unsere " Politiker nur bis an die nächste Wahl und ihr Bundesland denken ?

Nicht alle 14 Tage sollten sich die Herrschaften treffen, sondern täglich - und sei es eben jetzt per Videoschalte - und die Aufgaben bewältigen.
Nicht jeder allein.
Alle, die in der BRD etwas schlaues wissen, oder jemanden kennen, der etwas weiß - und den ranholen.
Nicht warten, bis sich jemand in der Talkshow profiliert.
Alle gemeinsam. Alle europäischen Außenminister, alle europäischen Gesundheitsminister, alle europäischen Innenminister.
Es wird Zeit. (Es wurde bereits Zeit.)
 
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falconeye kommentierte
Mit first things first ist gemeint: zuerst gewinnt man mal den Krieg.
 
Kay kommentierte
Mir schon klar.
Es ist kein Krieg in Heinsberg, einer in Bayern und einer im Saarland. Wenn wir nicht einmal in diesem Krieg es schaffen, gemeinsam in allen Bundesländern aufzurüsten, wenn wir keinen ausreichenden Kampf mit unseren europäischen Verbündeten organisieren, sondern nach wie vor Leute wie Laschet meinen in irgendeinem Bundesland sei der Fußball so wichtig, dass jetzt die Testkapazitäten für die millionenschweren Fußballer als erstes eingesetzt werden müssen ...
wie wollen wir da einen Krieg gewinnen ?
Bisher sind alle Kriege, egal, ob an der deutschen Ostfront, in Vietnam, oder sonstwo, die nur mit " erstmal alle drauf auf den Feind " geführt wurden, verloren worden.

Will man etwas erreichen, braucht es Planung. Die Planung braucht einen Planungsstab. Danach sollte die Vorbereitung die wichtigste Aufgabe sein. Gemeinsam.

Heute hat Laschet seine Schleuder, Söder seine Keule und Lauterbach rät dazu, sich erst einmal vor dem Feind zu verschanzen - Lektion 1, moderne Kriegsführung !
 
falconeye kommentierte
> Mir schon klar
Glaub ich kaum, ich seh dich nicht im stichwörtlichen Schützengraben, oder am Kartentisch. Sondern Du kritisierst die Generäle aus bequemer Entfernung. Das kann man tun, aber ist kein „first thing“. Ich nehme mir das hier mal raus, da ich immerhin versucht habe, bessere Karten an die Front zu schicken.
 
Kay kommentierte


Du hast recht.

Vielleicht ist es auch gerade meine " bequeme " Entfernung, die mich nervt.
Ich glaube, Dinge, Abläufe zu sehen, bei denen ich nicht weiß, wie ich eingreifen könnte.
An das ZDF habe ich geschrieben. Eine Antwort kam. -
Aber : Herr Lanz hat seine darauf folgende Rederunde (Talkshow) dennoch wider erwarten (bleibt bitte ohne Belehrung) nicht mit mir abgestimmt.

Für den Gang in die Politik ist es für mich wohl kaum der richtige Zeitpunkt. Mein Fehler war, dass ich vorher nicht erkannt habe, wie wichtig ich einmal sein könnte.

Aber mal ernsthaft :
Können wir Dir helfen, bei ZDF & Co. vorstellig zu werden, oder / und Frau Merkel & Co. zu beglücken, oder ... ?
Wenn ich irgendwo eine Chance sehe, die Sache zu fördern, bin ich gern dabei !
 
Alle, die in der BRD etwas schlaues wissen, oder jemanden kennen, der etwas weiß - und den ranholen.


Alle gemeinsam. Alle europäischen Außenminister, alle europäischen Gesundheitsminister, alle europäischen Innenminister.

Ach Kay, wir Deutsche sind doch alle ganz schlau und wissen alles. Und die davon am wenigsten 'ne Ahnung haben
sind besonders schlau.

Alle gemeinsam? Alle an einem Strang? Das ganze Gegenteil passiert doch in den letzten Jahren in Europa.
Flüchtlingsproblem, EU Austritt, Demokratieabbau und Rechtsruck, ... vergiss es, weit weg von gemeinsam.
 
Kommentar
Falconeye stellt nicht nur die Werte fest für die BRD, sondern auch für andere Länder.
Können denn " unsere " Politiker nur bis an die nächste Wahl und ihr Bundesland denken ?

Falconeye schreibt einen bestehenden Trend für die nächsten 4 Wochen fort auf Basis von Infektionen/menschlichem Verhalten, dass wiederum 10-20 Tage zurück liegt. Kann man machen, er wird damit auch immer mal wieder eine richtige Vorhersage treffen. Immer dann, wenn man den Trend einfach fortschreiben kann und sich am Verhalten der Menschen nichts ändert. - Eventuelle Änderungen der Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen werden dabei dann aber nicht prognostiziert.

Zum politischen Personal in Deutschland, zur Versorgung mit Masken und Desinfektionsmitteln sowie Schutzausrüstung für das medizinische Personal schreibe ich besser nichts mehr, ich will Euch ja nicht das erste Maiwochenende versauen. Vor allen Dingen, wenn man berücksichtigt, dass Deutschland eine der höchsten Steuern- und Abgabenquoten (Enteignungsquote) der Welt hat. Wenn die Bürger so kräftig an den Staat abdrücken, kann man auch deutlich überdurchschnittliche Leistungen, Infrastruktur, Vorratshaltung erwarten.

In Beitrag #3.511 schreibt Falconeye auch über Thailand. Hier wird die Dunkelziffer zwar ziemlich hoch sein, vor allem in den Dörfern im Isaan, aber die Tendenz stimmt trotzdem. Ein relativ chaotisches Schwellenland (mit niedrigen Steuern) bekommt das Containment ganz gut hin und die Bevölkerung schützt sich selbst. Infektionen und Sterbezahlen sind sehr niedrig.
 
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AnjaC kommentierte
Wie schätzt Du die folgende Meldung ein?
Zitat aus dem br24-Ticker von gestern, 16.23 Uhr:
"In Thailand hat die Corona-Krise in den vergangenen Wochen zu einem starken Anstieg von Suiziden geführt. Experten führen dies auf die Angst vieler Thailänder vor Job- und Einkommensverlusten zurück, wie der asiatische Pressedienst Ucanews am Freitag berichtet. Zudem empfänden die Menschen die finanzielle Soforthilfe der Regierung in Höhe von 5.000 Bath (140 Euro) als unzureichend. Laut einer Studie der Universität von Chiang Mai hingen seit 26. März 38 Suizidversuche, von denen 28 tödlich endeten, mit dem Lockdown, Geschäftsschließungen und Arbeitsplatzverlusten zusammen. Dies seien Anzeichen für das schwere Versagen der Regierung im Umgang mit der Situation, hieß es. Gründe seien auch Verzögerungen und Ineffektivität bei der Verteilung der Finanzhilfen. Die Wissenschaftler äußerten zudem die Befürchtung, die Zahl der Suizide aufgrund wirtschaftlicher Folgen der Corona-Krise könnte schon bald die Zahl der Covid-19-Toten übersteigen."

Ucanews, von denen ich vorher noch nie gehoert hatte, habe ich nachgeschlagen. Das ist eine Nachrichtenagentur, die Themen behandelt, die für die katholische Kirche auf dem asiatischen Kontinent von Interesse sind. Die Meldung, auf die br24 sich bezieht, findet man hier, die zitierte Studie habe ich auf die Schnelle nicht verifizieren können:

 
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falconeye kommentierte
Thailand hatte ich extra dir zuliebe aufgenommen. Ist auch ein interessantes Beispiel.
Die Dunkelziffer ist im Alert Wert bereits abgeschätzt, aus der Zahl der Toten (unter der Annahme, dass zumindest deren Zahl stimmt).
 
Moin
ich denke ob Du aus dem fernen Thailand über die deutsche Politik
rumkackerst oder nicht wird hier keinem das Wochenende versauen
Deutschland ist meiner Meinung nach was medizinische Versorgung, Infrastruktur, soziale Absicherung
relativ gut aufgestellt. Muss ja auch einen Grund haben warum der größere Teil der Flüchtlinge , wenn sie
denn wählen können/dürfen nach Deutschland wollen und nicht nach Thailand.
Ich bin jedenfalls froh, sollte mir was zustoßen hier zu leben.
 
Kay kommentierte

Also, so komisch finde ich das nun wirklich nicht.
Auf meinen Reisen - und speziell auch der letzten Halbjahresreise mit meiner rollenden Schnarchkiste - habe ich mir auch die Gegenden mit dem Hintergrund angeschaut, ob ich da oder dort wohl gerne leben möchte / könnte.
In meinen jungen Jahren habe ich in der Schweiz und in Süddeutschland gelebt. Wenn ich damals geheiratet hätte, wäre ich sicher auch nicht gerade wieder in meiner Heimatstadt hängen geblieben.
Meine Frau ist Spanierin. An einen Daueraufenthalt auf Malle denken wir auch ab und zu nach. Deutsche Freunde leben in Spanien. Spanische Freunde leben hier. So what ?
 
Gianni33 kommentierte
Ich kenne einige, die so lange im Ausland in ihrer Eigentumswohnung bzw. Häuschen glücklich waren, bis sie im vorgerückten Alter schwerer erkrankten und dann reumütig nach Deutschland zurückkehrten, um sich hier unserem Gesundheitssystem anzuvertrauen.

Insbesondere als älterer Risikopatient mit Vorerkrankungen würde ich bei einer schwerwiegenden Corona-Infektion mich lieber in einem deutschen Krankenhaus behandeln lassen als in Spanien, Italien, Frankreich, England...

Dir, Kay, kann sowas ja nicht mehr passieren - denn du hast in Hamburg das Krankenhaus gleich um die Ecke.
 
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HaDiDi kommentierte
Kay kommentierte
Danke Gianni.

Ich habe keine Probleme damit, mich im " Ausland " behandeln zu lassen.

Mit Corona möchte ich auch nicht in das Krankenhaus hier in Hamburg, direkt gegenüber, weder " reumütig " , noch überhaupt.
Im UKE gab es Infektionen auf der Station der Schwererkrankten..

Meine Frau geht auf Mallorca, wenn sie ärztliche Hilfe braucht, dort ins Krankenhaus. So ist das da geregelt. In ländlicher Gegend gibt es " consultorio medico ".
Meine Mutter lag in Peking im Krankenhaus. Sie schwärmte von der Pflege und Behandlung dort.

" Reumütig " bezeichnen das nur die Besserwisser, die schon immer gesagt haben ... und immer nur denken, Ausland, das ist Ausland. Das sind die anderen. Wenn du zu den anderen gehst, wirst du schon sehen, was du davon hast ...

P.S. :
Übrigens :
Auf dem Land sind " die Anderen "

die von der anderen Seite des Flusses kommen

hier in Norddeutschland - es gibt Leute, die denken so - immer noch ...
 
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falconeye kommentierte

> "Insbesondere als älterer Risikopatient mit Vorerkrankungen würde ich bei einer schwerwiegenden Corona-Infektion mich lieber in einem deutschen Krankenhaus behandeln"​
Nun ja, bei Corona macht das scheinbar nur bei den 10% der Fälle einen grösseren Unterschied, die zwar ins Krankenhaus müssen, aber nicht invasiv beatmet. Da scheint mir wichtiger, ob das Land die Ausbreitung im Griff hat. Und da sehen z.Zt. D,A,CH und Thailand gut aus.
 
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