Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Damit wir mal ein paar Fakten zur zitierten Umfrage bekommen und nicht über Auswertungsmethoden und Fragestellung spekulieren müssen:

Zur Auswertung der 4. Welle (= Befragung)

Zum Fragebogen
Was lernen wir daraus, wenn wir uns den Fragebogen ansehen?
Die Frage nach der "Ansicht, dass es sich bei der Corona-Epidemie um eine wirklich ernste, gefährliche Erkrankung bzw.
Krise handelt." wurde überhaupt nicht gestellt, auch keine ähnliche Frage. Die ermittelten 41 Prozent beruhen also offenbar
auf einer Interpretation der Antworten diverser Fragen in der Zusammenschau.
Wie sagte ich bereits? - ...shit out. Oder "Traue keiner Umfrage, die Du nicht selbst..."

Grüße, Christian
 
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Also gut, Christian, wenn Du gerne Haare spalten möchtest, dann machen wir das mal. Nicht, weil ich zuviel Zeit hätte oder mir das Spaß macht, sondern weil ich nicht möchte, das Leser des Threads falsche Schlüsse ziehen könnten.

Was lernen wir daraus, wenn wir uns den Fragebogen ansehen?

Eine Menge, wenn wir uns den Fragebogen sorgfältig ansehen und vielleicht auch noch zusätzlich das Studienprotokoll (auf der Übersichtsseite der Umfrage verlinkt) lesen, wenn wir denn wissen wollen, wie die Studie angelegt ist. Also, ich jedenfalls.

Die Frage nach der "Ansicht, dass es sich bei der Corona-Epidemie um eine wirklich ernste, gefährliche Erkrankung bzw. Krise handelt." wurde überhaupt nicht gestellt, auch keine ähnliche Frage. Die ermittelten 41 Prozent beruhen also offenbar auf Interpretation der anderen Fragen in der Zusammenschau.

Wir sprechen hier über folgendes Teilergebnis (Originalzitat)
41% (Vorwoche 34%) halten eine Erkrankung für gefährlich, ein knappes Drittel ist sich unsicher. Ältere und chronisch kranke Menschen denken eher als junge und gesunde, dass die Erkrankung für sie schwerwiegend ist. Wer im Gesundheitssektor arbeitet, Angst hat, hält die Erkrankung für schwerwiegender. Wer den Ausbruch für einen Medienhype hält, hält sie für harmloser.

Ich halte Dir mal zugute, dass Du mit der Aufstellung und Auswertung solcher Studien nicht vertraut bist. Aber nur mal eine Frage aus dem Abschnitt "Probability and Severity" Bogen herausgegriffen:

Wie schätzen Sie eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus für sich selbst ein? Hier antwortet man in Abstufungen von "völlig harmlos" bis "extrem gefährlich"

Wie sage ich bereits? - ...shit out.
Tja.
 
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Auf welche Seite dieses Threads müsste ich mich begeben um die Diskussion zu lesen?
Hab ich mal recherchiert:

Ab hier (16.03.) geht es erstmals um das Dokument

Aktuell wurde es dann nochmal am 22.03.

 
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Die Frage nach der "Ansicht, dass es sich bei der Corona-Epidemie um eine wirklich ernste, gefährliche Erkrankung bzw.
Krise handelt." wurde überhaupt nicht gestellt, auch keine ähnliche Frage. Die ermittelten 41 Prozent beruhen also offenbar
auf einer Interpretation der Antworten diverser Fragen in der Zusammenschau.

Wie schätzen Sie eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus für sich selbst ein? Hier antwortet man in Abstufungen von "völlig harmlos" bis "extrem gefährlich"

Wenn wir schon beim Haarespalten sind. Die Frage "Wie schätzen Sie eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus für sich selbst ein?" ist tatsächlich keine Frage, die undbedingt zur Antwort/Interpretation "41% halten eine Erkrankung für gefährlich" passt. Ich würde die Infektion für mich selbst als wahrscheinlich überlebbar (nicht vollkommen harmlos, aber weit weg von extrem gefährlich) einschätzen, halte die Erkrankung aber tatsächlich für gefährlich (für andere, die Psyche, die Wirtschaft, das soziale Miteinander,...).

Anja, wenn Du also Statistiken (und die dazugehörige Datenbasis) richtig interpretieren und andere korrigieren möchtest, dann bitte ich Dich, da sehr korrekt zu sein.
 
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Hallo Sebastian,

Anja, wenn Du also Statistiken (und die dazugehörige Datenbasis) richtig interpretieren und andere korrigieren möchtest, dann bitte ich Dich, da sehr korrekt zu sein.

das bin ich gerne, solange es nicht zu sehr off-topic in diesem Thread wird. Ich kann an dieser Stelle nicht auf die Aufstellung und Auswertung solcher Umfragen eingehen. Daher habe ich weiter oben auf die Webseite zur Umfrage und auf das Studienprotokoll hingewiesen.

Ich möchte allerdings vermeiden, dass hier im Thread der Eindruck entsteht, die Umfrage und ihre Ergebnisse seien ohne Wert und man müsse ihnen keine Bedeutung beimessen, weil eine Ergebnisformulierung sich nicht zu 100% in einer der gestellten Fragen widerspiegelt.

Die Interpretation der vorgelegten Ergebnisse bleibt ohnehin jedem selbst überlassen. Für den einen sind die 7 % Steigerung zur Vorwoche ein gutes Zeichen, der nächste sagt "immerhin, der Trend geht nach oben" und der dritte "das ist viel, viel zu wenig".
 
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Quelle: hessenschau
 
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Wenigstens gibt es auch mal gute Nachrichten: ein neues Produkt das das Infektionsrisiko deutlich senkt und das sogar ohne Mundschutz. Wird hier erst mal nur für Fahrradfahrer angeboten, aber sicher auch bald für Passanten verfügbar!

 
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Damit wir mal ein paar Fakten zur zitierten Umfrage bekommen und nicht über Auswertungsmethoden und Fragestellung spekulieren müssen:
Danke. Also wurde hier falsch zitiert. Aus deiner Quelle:

41%: halten eine Erkrankung für gefährlich, ein knappes Drittel ist sich unsicher. Ältere und chronisch kranke Menschen denken eher als junge und gesunde, dass die Erkrankung für sie schwerwiegend ist.​
75%: finden das Coronavirus eher besorgniserregend oder besorgniserregend.​

Die restlichen 59% schätzen also ihr persönliches Risiko für eher nicht gefährlich ein, was sich ja mit der Demografie der Epidemie und den Verlaufszahlen ganz gut deckt. Das Zitat hier, die 41% beziehen sich auf die Krise ist also falsch. Diese Zahl lautet 75%.
 
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Wenigstens gibt es auch mal gute Nachrichten: ein neues Produkt das das Infektionsrisiko deutlich senkt und das sogar ohne Mundschutz. Wird hier erst mal nur für Fahrradfahrer angeboten, aber sicher auch bald für Passanten verfügbar!


Und das am 1. April... ;)

(Wobei die Technologie ja schon länger bekannt ist: “Farbkompensation mittels Fluxkompensator dank Howalgoniumlinse
biggrin.gif
“ )
 
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Ich möchte allerdings vermeiden, dass hier im Thread der Eindruck entsteht, die Umfrage und ihre Ergebnisse seien ohne Wert und man müsse ihnen keine Bedeutung beimessen, weil eine Ergebnisformulierung sich nicht zu 100% in einer der gestellten Fragen widerspiegelt.
Hat das hier irgendjemand behaupet oder ist das eine (böswillige) (Über-)interpretation deinerseits?

Tatsächlich sollte man wissen, daß derlei Umfragen und deren Ergebnisse von verschiedenen Seiten Unwägbarkeiten unterworfen
sind, welche direkte Auswirkungen auf ihre Aussagekraft haben. Auch sollte man wissen, daß die Antworten solcher Umfragen regelmäßig
auf verschiedene Arten miteinander verknüpft und interpretiert werden. - Es soll sogar Menschen geben, die den wissenschaftlichen
Anspruch derartiger Umfragen infrage stellen. Auch, wenn das jetzt nicht in dein Weltbild paßt. Solche Umfragen sind jedenfalls nicht
so in Stein gemeißelt, wie es manchen leichtgläubigen Zeitgenossen scheint.

Außderdem ist bei der von dir genannten Frage die Antwortmöglichkeit eine Skala von sieben Punkten ("Völlig harmlos" bis "Extrem
gefährlich"). Sollte die Interpretation, jemand sei der "Ansicht, dass es sich bei der Corona-Epidemie um eine wirklich ernste, gefährliche Erkrankung bzw. Krise handelt." tatsächlich auf dieser Frage beruhen, wäre noch zu klären, wo auf der Skala von 1 bis 7 die Gefährlichkeit beginnt.
- Bei 4, bei 5, oder erst bei 6? Je nachdem, wo man diese Grenze zieht, ergibt sich ein völlig anderes Bild.

Grüße, Christian
 
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Hat das hier irgendjemand behaupet oder ist das eine (böswillige) (Über-)interpretation deinerseits?
Weder noch. Wie ich schon schrieb: "Ich möchte allerdings vermeiden, dass hier im Thread der Eindruck entsteht, ..."
Auch, wenn das jetzt nicht in dein Weltbild paßt.
Mein Weltbild ist hier nicht Thema.
Je nachdem, wo man diese Grenze zieht, ergibt sich ein völlig anderes Bild.
Je nun. Das ist bei fast allem so im Leben. Schau doch nach auf der Webseite oder nimm Kontakt zu den Verantwortlichen auf, wenn dich das interessiert. Was hilft uns der Allgemeinplatz jetzt in der Diskussion weiter?
 
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.

Ich glaube, eben habe ich einigen Leuten etwas Freude gemacht.


Es gab nämlich tatsächlich für mich etwas Klopapier und das habe
ich unter meinem Mantel versteckt. Und immer wenn ich an jemand
vorbei kam, der mir humorbehaftet schien, habe ich verstohlen den
Mantel aufgerissen und "Klopapier…???" gemurmelt. :hehe:


Zwei, drei haben tumb "Nein, danke" geantwortet, der Rest hat wie
erhofft herzlich gelacht … boah, hatte ich Spaß am 1. April!


.
 
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Mal eine gute Nachricht ... bzw. eigene Beobachtung ;)

Gemäß des Modells von Dirk Brockmann http://rocs.hu-berlin.de/corona/docs/forecast/results_by_country/ haben wir in Deutschland am Montag mit 5800 Neuinfizierten (gefittet) den Peak durchschritten. Bis 6.4 sagt das Modell 4000 Neuinfizierte/Tag voraus. Meiner Meinung nach sollte man die Maßnahmen bei einem Rückgang auf ~100 Neuinfizierte/Tag weitgehend aufheben, aber nicht vorher. Hier bringt am Ende jeder zusätzliche Tag viel.

In China hat der Rückgang vin 1000 auf 100 Neuinfizierte/Tag 8 tage gedauert, der Rückgang von 100 auf 10 noch einmal 7 Tage. Erst da hat China den Lockdown für die meisten Provinzen beendet. In den 3 Wochen danach hat sich die Zahl in China auf ca. 50 Neuinfizierte/Tag eingependelt. Der Rückgang vom Peak (Ähnlcih groß wie bei uns, natürlich viel größere Dunkelziffer) auf 1000 Neuinfizierte/Tag hat 13 Tage benötigt.

HaDiDi wird die Zahlen nicht glauben. Aber das grundsätzliche Schema und die nötigen Zeiträume werden trotzdem passen.

Übertragen auf Deutschland würde dies bedeuten:
Ca. 31.3.: Peak
Ca. 14.4: 1000 Neuinfizierte/Tag *** noch zuviel.
Ca. 21.4: 100 Neuinfizierte/Tag *** kritisch, erneutes Aufflackern wahrscheinlich.
Ca. 28.4: 10 Neuinfizierte/Tag *** akzeptabel, Case Tracing etc. sollten mittelfristig ein Aufflackern verhindern können.

Am 20.4. soll ja die Lage bewertet werden. Ich vermute, dass man die Maßnahmen dann zum Montag 0:00, 27.4., weitgehend aufheben wird. Social Distancing, Großveranstaltungen etc. bleiben natürlich in Kraft.

Dirk verwendet das Dashboard der John Hopkins Uni. Die offiziellen Daten vom RKI geben das noch nicht her, wegen des grotesk grossen Meldeverzugs. Das hätte man nun wirklich per Einbeschluss des Bundestages auf eine Meldung per Webformular modernisieren können (und müssen). Die Daten des RKI zeigen lediglich, dass diese Woche deutlich schlechter als letzte Woche ausfällt. Allerdings macht Dirk sein Modell für das RKI, d.h., dort weiss man dies alles auch ;)

Dirk verwendet ein eigenes Modell, das SIR-X Modell (SIR ist Standard in der Literatur). Das X misst den Effekt von gegenmaßnahmen und erlaubt die Schätzung von R0. Leider veröffentlicht Dirk diesen Wert nicht. Und schätzt auch nicht über 6 Tahe hinaus, da dann die Unsicherheiten zu gross würden. Es wäre aber schon schön, zu wissen, wann wir bei 100 Neuinfizierten/Tag landen würden. Täglich neu berechnet ...

Wie auch immer, dies ist erst einmal eine gute Nachricht.

Länder mit mehr als 100 Fällen, die den Peak aktuell durchlaufen oder bereits durchlaufen haben:
Australien, Österreich, China, Hong Kong, Tschechien, Irland, Israel, Deutschland, Italien, Südkorea, Norwegen, Spanien, Schweiz, Thailand.

Frankreich, UK haben noch mindestens 1 Woche, die USA möglicherweise weniger, bis zum Peak. Schweden hat ungebremstes exponentielles Wachstum.


Dann schauen wir mal in 1 Monat, wieviel Mist ich hier verzapft habe :)
Aber diese Analyse lässt sich ja täglich aktualisieren :)
 
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