Hi,
mit der Kulturtechnik des Lesens kann man erfahren, zu welchen Ergebnissen ein anderer Tester gekommen ist. In der Regel wird er das mit Bildbeispielen belegen, so dass man (im Idealfall) seine Ergebnisse nachvollziehen kann.
Mit der Naturtechnik des selber machens kann es evtl. passieren, dass man zu besseren oder schlechteren oder gar komplett konträren Ergebnissen kommt ... beispielsweise, weil man die Tools besser/schlechter bedienen kann, weil man eine andere Anmutung des Bildes mag, weil man Schwächen als solche nicht betrachtet oder weil man sich einfach mit dem Tool nicht adäquat auseinander setzen kann oder will.
Völlig ungeeignet ist es aber, wenn für einen Vergleich "nur" die konvertierten JPEGs zur Verfügung stehen, denn ihnen sieht man nicht an, welches Potenzial die zugehörige RAW-Datei hatte und für welche Arbeitsschritte sich der Bearbeiter entschieden hat und welche er gemieden oder vergessen.
Und wenn man nun die Ergebnisse eines Jahrzehnts vieler Fotografen revue passieren lässt, kann man durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass es keinen wirklichen Sieger gibt, sondern die RAW-Konverter - gerade in letzter Zeit - alle sehr nahe zusammen sind, die jeweiligen subjektiven Vorlieben aber trotzdem sehr vehement vertreten werden. Das ist auch soweit okay, es wird aber dann problematisch, wenn die eigene subjektive Vorliebe einem Fragesteller als objektive Wahrheit genannt wird.
Ciao
HaPe