Bangladesch in vollen Zügen

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Ich freue mich sehr, dass Euch mein Reisebericht gefällt.
Von ein paar früheren Reisen habe ich Vorträge (Audiovisionen) erstellt, die z.B. auf den Globetrottertagen von Diamir oder Treffen vom Namibiaforum gehalten habe.
Es gibt es schon ein größeres Publikum als „nur“ das NFF.
Ob es auch einen von Bangladesch gibt, steht aber noch in den Sternen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die zweite Hälfte. Der Kleine auf dem Puffer bei #213 ist ja irre.
Den habe ich für Dich auch in groß.
#214
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Ich frage mich nur, warum leben und arbeiten so viele Menschen auf oder zwischen den Schienen? Was ist der Grund?
Die Bevölkerungsdichte ist sehr hoch.
Dazu wächst die Bevölkerung rasant.
Da Grund und Boden auf dem Land erschöpft sind, müssen viele Menschen ihr Glück in der Stadt suchen.
Da wird jede Fläche genutzt.
Gebäude werde immer wieder aufgestockt, bis sie zusammenbrechen.
Ganz aktuell: http://www.n-tv.de/panorama/Dutzende-liegen-unter-Truemmern-begraben-article10530681.html

Es werden nicht nur die „Freiflächen“ der Bahnanlagen gentuzt,
auch auf Verkehrsinseln oder gar Baustellen werden Marktstände errichtet.
Dier Mann verkauft Tücher mitten auf einer Kreuzung.
Es wird gerade eine Überführung gebaut.
Staub und Dreck ist schon beim kurzen Durchfahren nicht auszuhalten.
Dieser Mann steht den ganzen Tag da, vermutlich jeden Tag …
… da nützt auch der Mundschutz nix.
#215
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Wie wenig muss dort ein Menschenleben zählen, dass man Schwerstarbeitern eine
derartige Arbeitsumgebung ohne jeglichen Schutz zumutet?! :eek:

Es gibt genügend Menschen, die bereit sind, die Arbeit unter diesen Bedingungen anzunehmen.
Wenn man ständig mit Gefahren und Risiken konfrontiert wird, dann gewöhnt man sich daran.
Es stört niemanden, wenn man in einen Gebäude wohnt, das immer wieder aufgestockt und erweitert wird.
Wo bereits der Putz bröckelt und die untersten Stockwerke marode sind.
Wo man auch kein Geländer braucht …
#216
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… aber ich auf der Reise auch noch nie eine so große Häufung von Menschen gesehen, denen Gliedmaße fehlten. Von diesen Menschen habe ich aber keine Fotos gemacht.
 
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... Wie wenig muss dort ein Menschenleben zählen, dass man Schwerstarbeitern eine
derartige Arbeitsumgebung ohne jeglichen Schutz zumutet?! ...


Du hast völlig recht, allerdings sei der kleine Hinweis gestattet,
daß es noch keine hundert Jahre her ist, daß in der deutschen
Schwerindustrie ähnliche Arbeitsbedingungen herrschten.


Beste Grüße aus dem Ruhrgebiet,

Sven


.
 
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Eine Frage zu 118 und 124: Was hat es mit den rötlich gefärbten Bärten auf sich?
Ich kann es Dir leider nicht genau beantworten,
aber der Prophet soll seine Haare mit Henna gefärbt haben.

Am 8. Reisetag starten wir eine Schleife nach Südosten.
Wir nehmen im Bus Platz.
Die bequemen Schlummerkomfortsitze der „Business Class“ befinden sich im Oberdeck. :relax:
Im Verkehrsgewühl geht es zu, wie beim Autoscooter.
Deshalb wird auf überflüssige Anbauteile, wie Lampen, Spiegel und Blinker gern verzichtet.
#217
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Am Khilgaon Flyover haben wir eine nette Fotoposition gefunden.
Wir betrachten die Häuser mit idyllischer Lage am See.
#218
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Im Kontrast dazu die Gebäude der Steinklopfersiedlung an der Bahnstrecke
#219
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Das Leben spielt sich draußen ab.
Die Kleinen spielen zwischen den Gleisen
#220
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#221
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Bis der nächste Zug kommt.
Der kündigt sich mit lautem tuten an.
Zu unserer großen Freude kommt Lok 2020 mit einem Containerzug durchgefahren.
Die Baureihe 20 ist die älteste aktive Baureihe in Bangladesch.
Die Loks wurden zwischen 1953 und 1956 von General Motors hergestellt.
Sie werden nur noch im Güterverkehr eingesetzt.
#222
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Die Kinder machen sich einen Spaß daraus, Latten und Stöcker an den Zug zu halten.
Das macht einen schönen Lärm, wenn die Sicken der Container daran vorbeischleifen.
#223
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Zunächst mal Danke für die genialen Bilder :~)

Ich werde da selber definitiv nicht hinkommen, denn ich mag dieses Gedränge überhaupt nicht, auch nicht, was ich sonst so sehe, was da an Müll rumgeistert usw..

Frage: was benötigt man denn da so an Schutzimpungen, um das Ganze gesundheitlich einigermaßen heil zu überstehen?
 
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Du hast völlig recht, allerdings sei der kleine Hinweis gestattet,
daß es noch keine hundert Jahre her ist, daß in der deutschen
Schwerindustrie ähnliche Arbeitsbedingungen herrschten.
Ich widerspreche Dir nur ungern, Sven, auch liegt es mir fern, diesen Thread zu "zerlabern", aber
spätestens seit 1883, dem Jahr der Einführung der deutschen Sozialgesetzgebung waren solche Arbeits-
bedingungen im Deutschen Reich passé. Schon alleine deshalb, weil es ab da auch Berufsgenossen-
schaften und staatliche Stellen gab, die eine Einhaltung des Arbeitsschutzes, wie vergleichsweise
rudimentär dieser nach heutigen Maßstäben auch gewesen sein mag, überwachten.

Um den Bogen zum Thema zurückzuschlagen: In Bangladesch hinkt man in Sachen Arbeitsschutz und
Sozialgesetzgebung (Kranken-, Unfall- und Invaliditätsversicherung) offenbar mehr als 130 Jahre hinter
Deutschland her. Manche Bilder, sowohl von den Eisenbahnreisen als auch aus dem Arbeitsalltag der
Menschen dort erscheinen mir fast wie der zynische Versuch, der Überbevölkerung des Landes dadurch
Herr zu werden, dass man möglichst viele Leute einem möglichst hohen Risiko tödlicher Unfälle aussetzt. :rolleyes:
 
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Du hast völlig recht, allerdings sei der kleine Hinweis gestattet,
daß es noch keine hundert Jahre her ist, daß in der deutschen
Schwerindustrie ähnliche Arbeitsbedingungen herrschten.


Beste Grüße aus dem Ruhrgebiet,

Sven


.

Hmm , gibt es ein Beispiel zu z.B. Bild 138, 139 und 140, dass so in Deutschland je gearbeitet wurde?
 
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Hmm , gibt es ein Beispiel zu z.B. Bild 138, 139 und 140, dass so in Deutschland je gearbeitet wurde?

Es gibt hier einen perfekten Arbeitsschutz. Klar, das weiß doch jeder!

Beispiel:
In einem Industriebetrieb müssen - zur Sicherung der Arbeiter - diese z.B. mit beiden Händen jeweils einen Knopf an einer Presse drücken, damit nicht die Gefahr besteht, dass die Finger dazwischen kommen.
- Gesehen 2012.
- Gesehen auch 2012: Auf dem einen Knopf lag ein Mauerstein ... - es ging so halt schneller; irgendeiner in dem Betrieb war sicher zuständig für die Sicherheit, nur gibt es bei uns auch heute noch trotz aller Vorschriften immer wieder Menschen, die aus Leistungswahn, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit sich nicht um Arbeitsschutz scheren und andere, die es sehen und nichts machen - auch hier - auch heute!

Zurück zur Reportage!
 
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Ich möchte jetzt keine Diskussion über Arbeitsschutz in Bangladesch haben.
Wir können nicht unsere Maßstäbe anlegen und direkt auf eine andere Kultur übertragen.
Es gibt ganz andere Randbedingungen: Bevölkerungswachstum, Armut, geringe Bildung
kein Geld für Investitionen, eine öffentliche Verwaltung – die mit der rasanten Entwicklung nicht Schritt hält,
Korruption, …

Frage: was benötigt man denn da so an Schutzimpungen, um das Ganze gesundheitlich einigermaßen heil zu überstehen?

Ich bin kein Medizinmann und kann keine medizinischen Ratschläge geben.
Da ich in den letzten Jahren öfter in tropischen Ländern unterwegs war,
habe ich die normalen Schutzimpfungen, wie Tetanus, Hepatitis, etc.
Malaria Profilaxe war im Januar bei Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt nicht erforderlich.
Solange man keine Tiere anfasst, sich nicht von Insekten stechen lässt, kein Leitungswasser trinkt und nur gekochte/gebratene Speisen verzehrt, sowie nicht in obskuren Tümpeln baden geht, sollte man gut über die Runden kommen.
Bei Essen in Restaurants, die mir nicht geheuer waren, habe ich lieber auf das Essen verzichtet, als z.B. auf der Bus- oder Bahnreise mit beschleunigter Verdauung zu kämpfen.
Aber das gilt nicht nur für Bangladesch, sondern für alle tropischen Länder.

Schauen wir mal kleinen Paparazzi-Tele vom Khilgaon Flyover auf das Treiben neben den Schienen.
Ein Mädchen geht zum Wasserholen an die Pumpe.
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An der Pumpe werden die Behälter gefüllt
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Was mich immer wieder wundert, ist der Zustand der Kleidung …
… Bei diesen Wohnverhältnissen ohne Waschmaschine, Trockner & Co. sollte das gar nicht so einfach sein.
Waschen ist Handarbeit.
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Die Pumpe ist auch gleich öffentliches Badehaus
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Und zwischen den Gleisen wird auch gleich der Abwasch erledigt.
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Man sollte einfach keine Tiere anfassen und sich nicht von Insekten stechen lassen.
 
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Wir fahren jetzt entlang der Bahnstrecke nach Camilla.
Camilla liegt im Osten von Bangladesch nahe der Grenze zu Indien.

In Pubai wartet ein Güterzug mit einer alten Lok der Baureihe 20 auf einen Gegenzug.
Die Wartezeit verlängert sich durch eine Überholung durch einen schnelleren Personenzug.
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Der Güterzug hat keine Nummer und keinen Fahrplan.
Es wird der „BC-Train“ genannt, nach der Wagenbauart.
Die Loks werden von Chittagong aus eingesetzt.
Die Zugmannschaft ist während der ganzen Reise auf Ihrer Lok.
Dabei können sie auch mal über 7 Tage im Land unterwegs sein.
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Der Gegenzug mit Lok 2926 rauscht ohne Halt durch.
Der ist erstaunlich schnell und ich schätze die Geschwindigkeit auf ca. 80-100 km/h.
Wie sich die Menschen bei der hohen Geschwindigkeit und Schaukelei der Wagen auf dem Dach halten können, ist schon bemerkenswert.
Zwei Schulmädchen im Vordergrund sind auf dem Heimweg.
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Etwas weiter östlich ist eine kleine Brücke mit einem kurzen Personenzug und Lok 2613.
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An einer größeren Brücke bei Ghorashal verweilen wir etwas länger.
Die Brücken sind noch alle aus der Kolonialzeit entstanden.
Die Strecke wird auf zwei Gleise ausgebaut.
Eine neue Brücke ist bereits im Hintergrund im Bau.
Hier fährt gerade ein Expresszug mit Lok 2929 über die Brücke.
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Heute Morgen beim Frühstück: Ein Zeitungsbericht mit Bild, ein eingestürztes siebenstöckiges Gebäude, 100 Tote, 700 Verletzte, eine Näherei in Dhaka. Vor einer Woche hätte ich die Nachricht vielleicht nebenher zur Kenntnis genommen, das passiert halt.

Nach deinen Bildern hier liest man solche Dinge neu und völlig anders. Erschreckend beeindruckend deine Bilder. Danke.

Oh, und eins extra für den Puffersitzer :up:
 
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ich möchte dir auch noch mal meinen größten respekt für diese außergewöhnliche bilderserie und deinen damit verbundenen mut aussprechen! die meisten von uns werden eine derart fremde kultur wohl nie zu sehen bekommen - du bringst sie uns wenigstens am heimischen bildschirm näher! :up::up:
 
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Während wir auf den nächsten Zug über die Brücke bei Ghorashal warten,
schauen wir uns mal um, was hier sonst noch so vorbeikommt.
Dieses Gefährt hat eine ausgesprochen gut gepolsterte Rücksitzbank.
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Dieses Gefährt scheint nicht ganz so bequem zu sein.
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Schauen wir mal nach unten.
Obwohl wir auf einer Straßenbrücke mit Gehweg stehen,
scheinen viele Leute doch lieber die Fähre zu nehmen.
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Das Boot ist voll …
… Baumaterial für Dhaka.
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Über uns kreist ein Greifvogel.
Diese Art habe ich oft gesehen.
Aber auch auf den Feldern kann man viele Vögel sehen.
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Lieber Bernd, ich muss es auch mal schreiben - bin inzwischen regelrecht süchtig nach diesem Thread und schaue täglich, ob es neue Bilder hier gibt.

Möchte auch mal herzlich Danke sagen für die wunderschönen Bilder und Beschreibungen dazu. :up:
 
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bin inzwischen regelrecht süchtig nach diesem Thread

Jetzt muss ich Deine Sucht mit Plastikmüll befriedigen. :heul:

An der Eisenbrücke ist auch ein Recyclingbetrieb für Kunststoffe angesiedelt.
Es scheint auch so etwas wie einen „Gelben Sack“ in Bangladesch zu geben.
Hier sind die Säcke gestapelt.
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Im ersten Schritt des Mülltrennungsprozesses wird nach noch brauchbaren großen Plastiktüten gesucht.
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Im zweiten Schritt des Mülltrennungsprozesses wird nach schmackhaften Plastikresten gesucht.
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Die großen Plastiktüten werden im Fluss neben dem Fähranleger einer Reinigung unterzogen.
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Anschließend werden sie so recycelten Tüten sorgfältig getrocknet.
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Der Rest wird dann in Feuer und Rauch umgewandelt
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Zum Abschluss des 8. Reisetages noch zwei Eisenbahnbilder.
Ein Expresszug mit Lok 2921 passiert die Brücke von Ghorshal.
Im Vordergrund sind der Fähranleger und die Plastikmüllwäsche zu sehen.
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Leider geht auch in Bangladesch ein Fototag viel zu schnell zu Ende.
Wir erreichen die imposante Gitterbrücke über den Meghna bei Bhairab Bazar im allerletzen Licht.
Glücklicherweise fährt just in time Lok 2007 mit einem Güterzug über die Brücke.
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Weiter geht die nächtliche Busfahrt noch nach Comilla,
nahe der indischen Grenze.
Zimmer und Abendessen waren schon sehr speziell ...
In dem Restaurant wollte ich kein Fleisch essen.
Da habe ich dann Kartoffeln als "Gemüse" zum Reis bekommen. :eek:
 
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Nicht weit von Comilla entfernt finden wir eine nette kleine Eisenbahnbrücke.
Leider soll der nächste Zug erst in ein paar Stunden kommen.
Somit gibt es nur ein Stimmungsbild ohne Eisenbahn.
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In der Nähe von Laksam Junction ist ein Hindu Tempel in der Nähe der Bahnlinie.
Lok 2911 wurde „falsch herum“ an den Expresszug gehängt.
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Wir warten noch auf einen Güterzug, der in Laksam Junction vom Expresszug überholt wurde.
Da kommt dieses gut ausgefüllte Baby Taxi angeknattert.
Ob die Herren von einer Tupperparty kommen?
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Dann kommt ein Schulbus vorbei.
Leider schaut der Busfahrer nicht in die Kamera.
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Endlich kommt die alte General Motors Lok 2020 mit ihrem Güterzug.
Der Schrankenwärter signalisiert mit der grünen Fahne, alles OK am Bahnübergang.
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Wir fahren nach Laksam Junction und schauen uns den Bahnhof an.
Für die Fotografen wird der Bahnsteig gefegt.
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Die Säcke dürfen liegenbleiben.
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Und ein paar Portraits von den freundlichen Menschen auf dem Bahnsteig
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Während ich noch auf dem Bahnsteig knipste,
hatte unser Reiseleiter auf dem Bahnhofsvorplatz den Frühstückstisch gedeckt.
Das war für die neugierigen Passanten die Touristenattraktion.
Gebettelt hat niemand. Nur gucken!
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Während ich noch auf dem Bahnsteig knipste,
hatte unser Reiseleiter auf dem Bahnhofsvorplatz den Frühstückstisch gedeckt.
Das war für die neugierigen Passanten die Touristenattraktion.
Gebettelt hat niemand. Nur gucken!
Angesichts der Armut und des Elends dort hätte ich wohl keinen Bissen heruntergebracht; ich wäre mir schäbig vorgekommen,
mir vor den Augen von Leuten, die kaum wissen, wie sie sich und ihre Familien über die Runden bringen sollen, ein Frühstück
für verwöhnte "Wessis" in den Magen zu schieben.

Ganz ehrlich, Bernd: wie seid ihr mit dieser Situation umgegangen? :confused:
 
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