Über die eigene persönliche Zukunft in der Nach- oder Zwischen-Corona-Zeit zu sprechen ist mangels Fluxkompensator schwierig. Ich habe zwar eine Glaskugel, aber außer zum "Durchfotografieren" taugt die ansonsten zu nix.
Meine Gegenwart sieht wie folgt aus:
Ich bin Pensionär, habe also keinerlei zusätzlichen Stress bei Maloche. Die Kohle trifft (bisher) immer pünktlich ein und wird auch durch Corona zunächst nicht weniger (vielleicht später, falls es zu Steuererhöhungen kommen sollte).
Dankbar bin ich mir selbst gerade jetzt für die Entscheidung mit 5% Verlust bei der Brutto-Pension (Netto nur noch 3%) 3,5 Jahre früher aus dem Dienst ausgeschieden zu sein.
Meine Verwandschaft ist auf normalem biologischen Weg deutlich geschrumpft, damit auch die "Menge" an Sorgen um die Angehörigen.
Bis hierhin also realistisch betrachtet keine Veränderungen zur Vor-Corona-Zeit.
Was mir allerdings mehr und mehr zu fehlen beginnt sind meine sozialen Kontakte. Die finden nur noch elektronisch statt, weil wir uns alle einig waren, auch auf das erlaubte Zusammenkommen mit "einer weiteren Person" bewusst zu verzichten. Aber das ist ja etwas anderes, als sich gemütlich am Tisch bei einer Tasse Tee (wenns denn unbedingt sein muss auch Kaffee) gegenüber zu sitzen, zu quatschen, auf die Politik zu schimpfen, das neue Oberteil der Nachbarin zu begutachten, Fotos zu begroßschnautzen, gemeinsame Bau- und Bastelprojekte durchzuführen etc. pp. Aber wem erzähle ich das....
Vor Corona hatte ich durchschnittlich 2 Treffen pro Woche mit Freunden in Restaurants, Bars etc. Dazu hätte ich nun auch mal wieder Lust.
Und die Besuche in der Muckiebude und in der Sauna fehlen mir.
Auch das meist nur rein gedanklich-optische Shoppengehen wäre mal wieder schön. Nunja, die Möglichkeiten dazu werden gerade zum Teil wieder geschaffen. Nutzen werde ich das allerdings vorübergehend noch nicht. Denn das Einkaufen und ÖPNV-Fahren sind immer noch die "gefährlichsten" Tätigkeiten in dieser Krise.
Einkaufen haben ich von durchschnittlich dreimal pro Woche ein einmal zusammengestrichen. Trotzdem ist es möglich mit Frischgemnüse zu kochen.
Wie meine persönliche Zukunft aussieht? Keine Ahnung! Das lasse ich in aller Ruhe auf mich zukommen, denn ich habe gemerkt, dass es meist einige oder sogar viele Möglichkeiten gibt, sich auf die gegebenen Umstände einzustellen.
Was ich mir wünsche:
- dass ein möglichst großer Teil der Menschheit gut durch die Krise kommt
- dass die Menschheit ingesamt dazu lernt, auf welchen Gebieten auch immer
- dass die reichen Länder mehr für die armen da sind (davon merke ich aber z.Zt. nicht viel

)
- dass alle Länder mehr Augenmerk auf ihr Gesundheitssystem legen
- dass die Menschen sich notwenfigen Änderungen gesellschaftlicher, sozialer, politischer, etc...... Art nicht verschließen
- dass die Menschen aus der Krise Chancen zu positiven Veränderungen nutzen (neue Arbeitswelt, Auswirkungen auf Verkehr und Umwelt, etc.)
- ....
- ....
- dass ich wieder reisen kann (ein bisschen Egoismus sei mir erlaubt

)
Vielleicht sollten wir uns in 6 Monaten nochmal dieselbe Frage stellen, oder?
Wenn du dich per E-Mail auf neuen Beiträge hinweisen lässt, dann kannst du die gelöschten Beiträge ja immer noch per E-Mail lesen.
Überlege mal, welcher Aufwnd für Anja dahinter stecken würde, wenn sie auch noch jede Menge PN schreiben müsste.
Und das Allerbeste: gar nicht OT schreiben. Ja guter Witz... gelingt mich auch nicht immer