Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Statusbericht 24. April 2021

Germany
New Cases 23.04.2021: 22262
Weekly average: 20395
7 day incidence: 172,0
Rt: 1,00 (0,96 - 1,04) | 0,99 (7-day avg)
Forecast 21.05: 19281 (14036 - 26488)
Alert Value A: 1,46 very high risk

Screen Shot 2021-04-24 at 11.00.56.png

Die Osterdelle ist vorüber (S-förmiger Ausschlag der blauen Kurve) und ich kann nun eine qualifizierte Bewertung der aktuellen Situation in Deutschland vornehmen:
  • Wir befinden uns exakt auf dem Scheitelpunkt der aktuellen Welle, auch "3.Welle" genannt.
  • Der Forecast meines Trendmodells oben ist zu pessimistisch, vgl. mein Kommentar unten dazu:
    • Bis zum 22.05. wird sich die Inzidenz ziemlich genau halbieren, auf ca. 70-100. Das liegt leicht unterhalb des Korridors meines Trendmodell oben (120+).
    • Das setzt natürlich voraus, dass Compliance und Maßnahmen konstant bleiben. Die Maßnahmen wurden mit dem neuen Infektionsschutzgesetz gerade verschärft, aber in der Praxis sind die Änderungen doch wohl eher gering gegenüber dem Status Quo. Und epidemiologisch inzwischen auch nicht mehr notwendig.
  • Die Zahl der Toten liegt gegenüber letzter Woche konstant bei 228 im 7-Tagesmittel.
  • Die Zahl der Intensivpatienten hat sich erhöht auf 5054 (+314; +7%). Das ist ein ähnlicher Anstieg wie letzte Woche.
  • Die Inzidenz des RKI liegt etwas niedriger als meine, die Gründe hierfür sind bekannt. Ich halte meinen Inzidenzwert für belastbarer. Die Inzidenz entspricht fast genau meiner Inzidenz der Vorwoche (172,7).
    • Seit gestern gibt es einen neuen Reporttyp des RKI: der Verlauf der täglich neu erfassten Fälle, im Zeitverlauf, Gesamt, nach Bundesland und Kreis. Damit wäre mein Algorithmus nun auch auf Bundeslandebene und Kreisebene anwendbar.
  • Die Zahl der Testungen in KW15 hinkte noch hinterher: 1.295.635 mit 12,41% Positivenrate. Das ist viel zu hoch.
  • Die Inzidenz bei den 15-19J ist auf 271 gestiegen (+102 gegenüber Ø). Während also die Pandemie in der Gesamtbevölkerung gerade ihren Scheitel durchläuft, ist dies in der Jugend noch nicht der Fall.
  • Betrachtungen zu den Variants of Concern, dem Impfen und der Saisonalität folgen separat als Kommentar unten.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Update meines Prognosemodells D

Aus meinem ursprünglichen Modell zur Einschätzung der Variants of Concern (VoC) habe ich inzwischen ein komplexeres Modell abgeleitet, das die folgenden Elemente enthält:
  1. Aktuell Inzidenz und R-Wert
  2. Entwicklung der VoC -> Berechnung der höheren Infektiösität von B117, aktuell ∆Rt=+0.30 (hat sich reduziert!)
  3. Saisonale Effekte ∆Rt ±0.164, aktuell berücksichtigt zu 100%
  4. Zuwachs des täglichen Impffortschritt ∆D = 123'000 pro Monat, aktuell berücksichtigt zu 60%
  5. Ohne Berücksichtigung der Effekte 3,4 kann mein Modell den jüngsten Verlauf ab 20.3. nicht abbilden, d.h., man sieht diese Effekte in der Praxis bereits.
Mit diesen Werten ergibt sich die beste Übereinstimmmung des jüngsten Verlaufs:

Screen Shot 2021-04-24 at 11.11.07.png

Man sieht aber auch, dass das Modell rückwärts für den Zeitraum vor dem 13./20. März versagt. Hier hat die Bevölkerung offensichtlich von "Hurra, wir öffnen" zurück auf "Mist, B117 erwischt uns jetzt" umgeschaltet - sichtbar auch am Peak von Rt am 20.3. (grüne Kurve), von mir "Frustpeak" genannt.

Hinzu kommt, dass sich auch B117 zuletzt nicht ganz so schnell durchsetzt, wie mein Modell anfangs berechnete. Einen solchen Effekt (eines scheinbar variablen ∆Rt für B117) hatte ich hier ja schon einmal vor einigen Wochen vorhergesagt.

Ferner wirkt sich positiv aus, dass sich bisher die weiteren kritischen Varianten (B1167 (Indien), P1 (Brasilien) und B1351 (Südafrika) kaum ausbreiten, @AnjaC berichtete. B1351 ist am verbreitetsten, aber bleibt unter 1%, seit 7 Wochen ohne zunehmende Tendenz.

Daraus leitet mein Modell insgesamt eine positive Entwicklung ab:
  • Der Scheitelpunkt ist erreicht (in Übereinstimmung mit meinem Trendmodell oben)
  • Die Inzidenz fällt unter 100: ca. 22.5.
  • Die Inzidenz fällt unter 50: ca. 5.6.
  • Die Inzidenz fällt unter 35: ca. 12.6.
  • Die Inzidenz fällt unter 1: ca. 17.7. (Null Covid -> dazu wird es wegen der massiven Lockerungen im Juni natürlich nie kommen ;) )
Kurz: Mein Modell sagt uns einen Sommer mit Inzidenzen unter 35 voraus.

P.S.
In der jüngsten Pressekonferenz wurde das RKI gefragt, wie denn der Inzidenzverlauf in den kommenden 4 Wochen erwartet würde. Die Antwort darauf war, dass man das nicht wissen könne, schon, da Modelle saisonale und Effekte der Impfungen ja nicht abbilden könnten ... Aha :)

Disclaimer:
Am 24.4. ist Rt gegenüber dem 17.4. stärker als prognostiziert zurückgegangen (hohe Compliance). Wenn die Compliance nachlässt, werden die Inzidenzen oben natürlich erst jeweils später erreicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay
Kay kommentierte

Verlang ein Honorar von mindestens € 35.000.- pro upgrade, dann hören Sie zu ...
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ausland

Austria
New Cases 23.04.2021: 2329
Weekly average: 2218
7 day incidence: 175,2
Rt: 0,94 (0,89 - 0,98) | 0,93 (7-day avg)
Forecast 21.05: 1327 (928 - 1897)
Alert Value A: 1,30 very high risk
Fallzahlen sinken.

Switzerland
New Cases 23.04.2021: 2113
Weekly average: 2016
7 day incidence: 164,6
Rt: 1,00 (0,95 - 1,04) | 0,96 (7-day avg)
Forecast 21.05: 1508 (1075 - 2117)
Alert Value A: 1,31 very high risk
Fallzahlen konstant.

France
7 day incidence: 318,7
Rt: 0,94 (0,65 - 1,36) | 0,90 (7-day avg)
Alert Value A: 1,42 very high risk

Italy

7 day incidence: 155,1
Rt: 0,94 (0,90 - 0,98) | 0,94 (7-day avg)
Alert Value A: 1,40 very high risk

Spain

7 day incidence: 130,7
Rt: 1,06 (0,93 - 1,20) | 0,99 (7-day avg)
Alert Value A: 1,30 very high risk

Sweden

7 day incidence: 373,5
Rt: 0,89 (0,81 - 0,99) | 0,95 (7-day avg)
Alert Value A: 1,61 very high risk

Poland

7 day incidence: 216,0
Rt: 0,75 (0,69 - 0,83) | 0,79 (7-day avg)
Alert Value A: 1,24 very high risk

Czechia

7 day incidence: 172,4
Rt: 0,85 (0,73 - 0,99) | 0,83 (7-day avg)
Alert Value A: 1,26 very high risk

United Kingdom

7 day incidence: 26,1
Rt: 1,00 (0,58 - 1,72) | 1,25 (7-day avg)
Alert Value A: 0,73 high risk

US

7 day incidence: 125,2
Rt: 0,89 (0,84 - 0,93) | 0,93 (7-day avg)
Alert Value A: 1,12 very high risk

Israel

7 day incidence: 10,8
Rt: 0,90 (0,79 - 1,02) | 0,81 (7-day avg)
Forecast 21.05: 32 (12 - 86)
Alert Value A: -0,03 moderate risk

Thailand

Weekly average: 1592
7 day incidence: 16,1
Rt: 1,10 (0,75 - 1,60) | 1,36 (7-day avg)
Alert Value A: 0,72 high risk

Brazil

7 day incidence: 193,1
Rt: 0,89 (0,82 - 0,96) | 0,94 (7-day avg)
Alert Value A: 1,64 very high risk

India

New Cases 23.04.2021: 346786
Weekly average: 297696
7 day incidence: 154,0
Rt: 1,28 (1,23 - 1,33) | 1,31 (7-day avg)
Alert Value A: 1,89 very high risk
Die aktuelle Welle hat sich minimal abgeschwächt, aber insgesamt ungebrochen.
Mit ca. 1 Million täglich Toten ist schon bis ca. Mitte Mai zu rechnen.
 

Anhänge

  • Screen Shot 2021-04-24 at 12.27.41.png
    Screen Shot 2021-04-24 at 12.27.41.png
    217,6 KB · Aufrufe: 23
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte
Kay

dann hören Sie zu ...
Nun ja, ich kann hier mein Modell "as is" kommunizieren, ohne, dass sich deshalb das Verhalten der Bevölkerung ändern würde.

Als RKI oder mit 1+ Mio Subscribern würde ich es vermutlich nicht. Zu schnell werden solche Forecasts "eingepreist" und die Compliance sinkt. Da kann ich das RKI auch verstehen. Was sie sagen, und welche Modelle sie intern tatsächlich besitzen, sind vermutlich zwei paar Schuhe. Ein einfaches Trendmodell ohne weitere Faktoren ist da schon ok, wenn man das dazu sagt. Was sie ja tun.

Umgekehrt ist es ähnlich: ein pessimistisches Modell warnt die Bevölkerung, die Compliance steigt, es tritt nicht ein. Ein Beispiel eines Präventionsparadoxons. Anders herum gilt dies genauso: ein optimistisches Modell führt zu fallender Compliance und es tritt auch nicht ein. Daher hält das RKI sich mit Prognosen auffallend zurück.

Das ist ja auch einer der Gründe, warum ich selbst rechne. Ich bin halt neugierig und will die Lage über den Trend hinaus verstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay
Kay kommentierte


Achtung Bezahlschranke!

Zum Thema: https://www.spiegel.de/wissenschaft...ndemie-a-a706214c-e0c9-4fc2-953e-c307a5d0c352

Letzter Absatz:

" Überraschend wenig thematisiert wurde im gesamten Pandemieverlauf übrigens, dass eine exponentielle Entwicklung auch nützlich sein kann. Sie wirkt nämlich in beide Richtungen. Gelingt es einem Land oder einer Region etwa, den R-Wert auf 0,7 zu reduzieren, dann halbieren sich die Fallzahlen alle acht Tage. Bei 0,6 alle fünfeinhalb Tage. Es gibt eigentlich kein besseres Argument für harte und dafür kurzzeitig ergriffene Maßnahmen. Allein: Damit durchgedrungen ist in Deutschland zuletzt niemand. "
 
Zuletzt bearbeitet:
P
pulsedriver kommentierte
Kay


Nun, in Deutschland harte aber kurze Massnahmen verkaufen, das wird auch schwierig, weil man im Herbst genau das zuerst versucht hat (natürlich nur halbherzig bei den Massnahmen) und dann immer weiter verlängern musste.
Das kann aus meiner Sicht nur noch verkauft werden, wenn das Ende der Massnahmen fix terminiert ist und nur noch mit massiven Mehrheiten verlängert werden kann. Also 4 bis 5 Wochen richtig zu, danach geht automatisch massiv was auf, ausser ggf- Restaurants drinnen und grosse Anlässe. Natürlich mit Schutzkonzapt wie Abstand, masken wo möglich, Maximalzahl der Kunden in Innenräumen usw. Verlängerung dieses kurzen, harten Lockdowns nur noch mit 2/3 Mehrheit in beiden Parlamentkammern. Den Prozess dazu kann man dann in der letzten Woche Lockdown anleiern. Ein harter Lockdown in der Länge hat bisher doch eigentlich immer gereicht um die Zahlen massiv runter zu bringen, siehe zuletzt in Lodon oder Portugal. Auch mit B1.1.7. Die 2/3 Mehrheit ist daher primär deswegen drinnen, um den Leuten glaubhaft zu beweisen, dass es dann nicht mal so eben in Verlängerung geht, sondern nur dann, wenn es doch noch so schlimm ist, dass man eine grosse Mehrheit der politischen Akteure überzeugt. Eben so schlimm, dass man auch einen Teil der Opposition überzeugen kann, dass es nötig ist.
Timing ist dabei auch alles: Ja Schule zu, aber nein, zumindest in den obligatorischen Schulen kein Fernunterricht mehr. Ggf. Ferien verschieben, sodass nur 1 bis 2 Wochen wirklich verpasst werden, das holt man auf.

Wer hingegen einen harten Lockdown einfach mal so von der Regierung propagiert: Da glaube ich einfach nicht mehr, dass der zeitlich streng limitiert ist. Das Vertrauen haben sie verspielt.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Kay

Wow, was für eine bahnbrechende Erkenntnis. Und so neu. :cool:
Ist der Spiegel eben erst aufgewacht? Oder macht es einen anderen Zusammenhang, wenn man den Artikel komplett liest/lesen möchte?
 
Kay
Kay kommentierte
ernst.w
ernst.w kommentierte

Das Vertrauen haben sie verspielt.
:f045: Täter-Opfer-Umkehr ist doch was Feines, gell? Da kann sich jeder nach Belieben gut abputzen und die Hände in Unschuld waschen. Jeder hat gleich Argumente zur Hand, warum "die von der Politik" die A.schkarte haben (müssen). Und dann kann man selbst natürlich wenig dagegen tun.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Nun, in Deutschland harte aber kurze Massnahmen verkaufen, das wird auch schwierig, weil man im Herbst genau das zuerst versucht hat (natürlich nur halbherzig bei den Massnahmen) und dann immer weiter verlängern musste.
Diese Phase war im April 2020, nicht im Herbst.
Damals gab es die Diskussion "Schnelles Öffnen" vs. "Duchhalten bis die Fallzahlen wirklich ganz unten sind". Wie erinnern uns alle noch an Streeck und Laschet im Lager "Lockerungen sofort" ;)

Damals habe ich hier auch plastisch den Effekt exponentiellen Rückgangs erklärt. Für Leser hier im Thread ist das, was Kay hier erwähnt, also 1 Jahr kalter Kaffee, brrr iiiiihhh ;)

Damals ist Deutschland falsch abgebogen. Wie die ganze EU. Oder auch UK und die USA. Anders als Korea, Australien etc.

Aber erinnert euch, das wissen wir heute, damals herrschte darüber mitnichten ein Konsens. Da hätte es eine Regierungschef gebraucht, der das gegen die Stimmung in der Bevölkerung einfach macht und auch erklären kann. Eine so charismatische Person hatten wir nicht, bekommen wir nicht, wollen wir nicht und wäre vielleicht auch nicht ganz ungefährlich.

Alternativ hätte damals eine öffentlich geführte wissenschaftliche Diskussion stattfinden können, mit klarem Konsens am Ende. Aber das Heinsberg-Protokoll zeigt uns retrospektiv auf, dass auch das hierzulande unmöglich war. Jeder war plötzlich Epidemiologe. Hinzu kam, dass selbst Epidemiologen (Streeck, Anders Tegnell) der klassischen, inzwischen veralteten Vorstellung anhingen, wonach Impfungen in einer Pandemie zu spät kommen und man daher die Durchseuchung bestenfalls moderieren, aber nicht verhindern kann oder auch nur sollte.

Wer hätte denn im April 2020 Uğur Şahin denn geglaubt, dass er das Vakzin schon fertig hat und nur noch getestet und produziert werden braucht? Hinweis: In Deutschland wurde BNT162b (der Impfstoff) erstmal am 23. April 2020 verimpft!! Mit einem Konsens darüber wäre die ganze Diskussion womöglich anders verlaufen. Und D womöglich schon im Herbst 2020 mit lokaler Produktion durchgeimpft gewesen ... (wie ich dies übrigens hier im ca. Mai 2020 vorgeschlagen hatte ...).

Jetzt, im Frühjahr 2021, ist das alles fast egal ...

Ja, ein R-Wert von (Wirtschafts-Schaden minimierend optimalen) 0.7 drückt die Pandemie schnell zurück, wie mein Forecast oben ja zeigt, da die Impfungen und saisonale Effekte dies bewirken, wenn wir nicht lockern. Aber auch mit Lockerungen wird R im Sommer wohl unter 1 bleiben und irgendwann ist es dann auch einfach vorbei. Halt 1 Jahr später als eigentlich nötig gewesen wäre. Was hat der Spiegel denn vor genau 1 Jahr zu diesem Thema geschrieben?
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

Vielleicht noch ein Nachtrag:

Eine Hälfte: R=0.7 bis Null-Covid Strategie möglich
Andere Hälfte: R=1.3 und schützt die Alten

Demokratie: wir einigen uns auf die Mitte, R=1 und Lockdown Light forever. Die Exponentialfunktion kennt eben keinen Kompromiss ;)

Eine Pandemie, oder irgendeine andere Naturkatastrophe, kann man NICHT rein demokratisch bewältigen. Wie das Rechenbeispiel oben zeigt. Ein Konsens-Politiker ist da automatisch überfordert.

Man hätte im März/April 2020 zwischen Bolsonaro und Ardern abstimmen sollen, und es dann durchziehen. Deshalb haben wir eine repräsentative Demokratie und es wurde vergessen, warum eigentlich ...
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

29.04.2021

20.10 Uhr: Forscher gehen von Inzidenz unter 50 aus​

Die Infektionszahlen in der Pandemie werden nach Einschätzung mehrerer Wissenschaftler in Deutschland kaum noch steigen. "Ich rechne nicht mehr mit einer Zunahme, aber auch nicht mit einer schnellen Abnahme", sagte Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin bei einer Anhörung im Parlamentarischen Begleitgremium Covid-19-Pandemie des Bundestags. Optimistischer zeigte sich Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Inzidenzen von deutlich unter 50 wie im vergangenen Sommer seien wahrscheinlich in den nächsten Wochen zu erreichen, sagte sie. Grund dafür sei vor allem der Impffortschritt. Auf Fragen der Abgeordneten antworteten insgesamt vier Wissenschaftler. So riet Eva Grill, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, zu mobilen Impfteams für sozial schwache Stadt- oder Ortsteile. Man müsse diesen Service zu den Menschen tragen, um sie zu erreichen, sagte sie. Es sei hilfreich, dabei Menschen einzubeziehen, die in Quartieren Anerkennung genießen. Generell sei es auch gut, dort immer wieder Masken zu verteilen und das Tragen zur Gewohnheit werden zu lassen.
[Quelle: ARD]

Wie schön, dass Viola jetzt auch so weit ist, wie wir hier am Samstag. Nun fühle ich mich nicht mehr ganz so einsam mit meinem Modell :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeigen
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Ob angesichts des Geschreis normalerweise recht gut situierter Schauspieler wohl der Gastwirt, der Lockdown-behaftete und in seiner Existenz bedrohte Solounternehmer etc. pp gelassen bleiben kann? Dass Erstgenannte sich mit ihrer Aktion dann auch noch unter die Sonne von AfD und Querdenker stellen, haben sie wohl selbst nicht bedacht. Zumindest gehe ich davon aus, dass die meisten sich nicht mit AfD und Querdenkern identifizieren.... oder?
 
M
Mary09 kommentierte
Anscheinend wurde gar nichts bedacht, in meinen Bekanntenkreis kommen sich Erkankte und Angehörige vor allem durch das Video von Richy Müller und dem noch unsäglicheren von Katharina Schlothauer mehr als veralbert vor. Da hilft auch die Überschrift „Satire“ nicht.
 
Sedlitzer
Sedlitzer kommentierte

Ob angesichts des Geschreis normalerweise recht gut situierter Schauspieler wohl der Gastwirt, der Lockdown-behaftete und in seiner Existenz bedrohte Solounternehmer etc. pp gelassen bleiben kann?

Von den Schauspielern - zumindest hier in D - sind die allerwenigsten gut situiert, und den anderen aufgeführten Gewerken fehlt einfach die "prominente" Plattform, um auf sich aufmerksam machen zu können. Gehen selbige nämlich wegen des nach wie vor bestehenden Problems auf die Straße, werden sie sofort den Querdenkern (oder schlimmeren) zugeordnet. Merkwürdigerweise von fast den Gleichen, die jetzt den Shitstorm schüren.
Schade, dass einige von #allesdichtmachen - wegen Gegenwind aus allen Richtungen - nun den Rückzieher machen, ich hätte da mehr Rückgrat erwartet. Zudem schätze ich Liefers, Müller und paar andere sehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

das Video von Richy Müller

Er entschuldigt sich. Interessant der Part mit den Vorlagen ... d.h., die Schauspieler schauspielern :(
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Richy Müller hat wirklich Rückgrat bewiesen. Siehe von Falk verlinkten Artikel in #5.323.20.
Deine sonstige Argumentation lasse ich mal so stehen, sonst sind wir gleich wieder offTopic.
 
#allemalneschichtmachen

 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Kein Wunder bei bring den R-Wert runter aber bitte ohne das es mich einschraenkt. ;)
 
T
Tom.S kommentierte
bernhard64
bernhard64 kommentierte

Man muss kein (Hobby-)Virologe sein, um die dahinter stehende Mathematik zu verstehen oder zumindest zu akzeptieren. Dass bei uns in der EU in gewissem Umfange das Präventionsparadoxon zuschlägt, sieht man an den Bildern aus Brasilien, Indien (grauenhaft) und sogar Bagdad (heute in der Tagesschau).
Dieses "bääh, mag ich nicht" zeugt von einer Existenz, die wohl primär dem Lust-Unlust-Prinzip folgt. Wie auch schon unsere entfernten Vorfahren die Amöben (die natürlich noch in uns stecken - im Ohr, in den Bronchien etc. Ach, wären wir doch alle ein bißchen mehr wie Mr. Spock ;).
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ach, wären wir doch alle ein bißchen mehr wie Mr. Spock
Wir sind genau so, wie die Evolution uns optimiert hat. Selbstkritik ist gut, aber bitte nicht übertreiben ... ;)
 
Kay
Kay kommentierte


Ach, hättest Du mir doch diesen Kernsatz so schön formuliert damals schon übermittelt, als ich 15 Jahre alt war. :6874:
 
Lockdown und die Realitaet.

Nach 22:00 nicht rausgehen - aber tagsueber mit 10 weiteren Muettern und 20 Kindern munter ohne Maske auf dem Spielplatz ratschen.

Yep so klappts mit der Verhinderung von Ansteckungen.
Da koennen wir auch Kindergaerten und Schulen wieder aufmachen.

Herr lass Hirn in Berlin runter fallen.

Beste Gruesse Bernd
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
häuschen
häuschen kommentierte


Na an Hansolo ... die Ausgangssperre soll doch nur Kontakte in Innenräumen verhindern und Treffen im Freien sind bekanntlich epidemiologisch irrelevant. Ich frage also: Was soll dann wieder diese Feindbildung mit den Müttern auf Spielplätzen?
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

Treffen im Freien sind bekanntlich epidemiologisch irrelevant
aber doch nur wenn diese ca 1.5 Meter Abstand eingehalten werden...
jedenfalls hier (Krefeld) gilt zur Zeit in Parks, Spielplätze, öffentliche Grünanlegen Maskenpflicht
 
häuschen
häuschen kommentierte


Weil es dort ne Maskenpflicht gibt, ist die epidemiologische Relevanz also belegt?
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

nein, aber das es im Freien ohne Abstand unbedenklich ist auch nicht
 
Eben im ORF-Teletext auf Seite 102:
Immer mehr Junge leiden an Long Covid

Immer mehr junge Menschen infizieren sich mit Corona. In den Spitälern steigt die Zahl der jungen Patienten, und auch mehr jüngere Menschen leiden an Erschöpfungszuständen nach der aktuten Erkrankung (Long Covid) - das zeigt eine Studie der Berliner Universitätsklinik Charite.

Long Covid betrifft dabei doppelt so viele Frauen wie Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Bei vielen Betroffenen ist der Kreislauf beeinträchtigt, sie sollten daher Überanstrengung vermeiden.
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Es bleibt auch in der Originalmeldung, z.B. der kleinezeitung.at, unklar, auf welche Charité-Studie verwiesen wird. Ernst, wir können mit solchen Quartärinfos hier wenig anfangen.

Möglicherweise die Primärinfo: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.02.06.21249256v1
Diese Studie wertet 42 Fälle an der Berliner Charité aus. Das ist nicht gerade belastbar - zumal völlig unklar bleibt, welcher Anteil der Bevölkerung hier repräsentiert wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
So sah das gestern in Bayern aus:

C523689C-880D-4A66-875D-7EB6557C2F72.jpeg

Auch ohne Masken kann ich hier keine Probleme erkennen. Einfach draußen Spaß haben
 
3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Sorry, sollte ein Kommentar auf den Beitrag zwei darüber werden ...
 
Kay
Kay kommentierte
Petanque hilft immer!
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Kay

Boßeln ist irgendwie besser ;)
 
Kurze Info ...
nachdem ich im Impfzentrum München vor 10 Tagen wegen einer Vorerkrankung abgewiesen wurde (Kontraindikation AZ, hatte die Spritze schon da liegen sehen ;) ), wurde ich heute von meinem Hausarzt mit BNT geimpft. Unerwarteter Anruf und die Sache war erledigt.
 
Kay
Kay kommentierte

Danke.
Die Frage ist:
Bei der Erstimpfung Ende März mit AZ wurde davon ausgegangen, dass die 2.Impfung vorgesehen war für Ende Juni
- auch wieder mit AZ und in 12 Wo. (Kenntnisstand der Medizin Ende März)

Wenn nun die Erstimpfung mit AZ Ende März war und inzwischen der Zweitimpfstoff durch bessere Erkenntnisse auf BNT geändert werden soll, (Kenntnisstand der Medizin Ende April)
muß trotzdem bis Ende Juni (12 Wochen ab Erstimpfung) gewartet werden, oder ist es ratsam, den Zweittermin mit BNT nach vorn zu verlagern?
 
falconeye
falconeye kommentierte
  • Like
Reaktionen: Kay
L
LandyMaddin kommentierte
Moin,

Erstimpfung mit BNT gestern beim Hausarzt, Zweitimpftermin 9.6., also genau 6 Wochen später.
Prio-Gruppe 3, Schleswig-Holstein.

Gruß Martin
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Erstimpfung BNT vor zwei Stunden beim Hausarzt.
Zweitimpftermin hängt von Verfügbarkeit von Impfstoff ab. Kein fester Termin. Voraussichtlich in 6 Wochen.
Prio-Gruppe 3, Bremen
 
falconeye
falconeye kommentierte
Apropos Impfen ... beim Import der Impfzahlen in mein Modell heute ist mir aufgefallen:

Gestern wurden erstmals über 1 Million Impfdosen an einem Tag (1.088.952) verabreicht! :)
 
Nachdem ich seit vielen Tagen versucht habe, über die Hotline der Impfstelle in unserem Klinikum in Senftenberg einen Termin zu bekommen, habe ich selbige zumindest heute morgen erreicht. Ergebnis:
>> Keine Terminvergabe mehr vor Pfingsten, und dann für irgendwann im Juni (frühestens) ...

Ok, als nächstes das Einwohnermeldeamt angerufen, wann denn der Impfbus nach Sedlitz kommt.
Antwort: gar nicht, wegen der Straßensperrung und überhaupt!
???
Nachfrage der Bearbeiterin: Können sie nächsten Montag [03.05.21] nach Großkoschen [Anmerkung: anderer Vorort von Senftenberg] kommen?
???
Ja, klar, warum?
Antwort: Da wäre der Impfbus (am Dienstag auch noch)
Ah ja [Dorf hat ca die Hälfte mehr Einwohner als wir]

Ergebnis: 2 Termine Montag Mittag ... kann ich mit leben.
 
Kommentar
62% der in einer Studie befragten Schweizer wollen sich fürs Reisen impfen lassen:

Ich seh bei mir selber, dass Reisen nach Asien ohne 2 Wochen Quarantäne ein wichtiger Grund ist. Bei mir sogar doppelt, die Hälfte unserer Verwandtschaft ist dort.
Und aus virologischer Sicht ist es sowas von egal, ob sich nur 62% impfen lassen, weil sie reisen wollen, oder weil sie nicht krank werden wollen.

Ein Schönheitsfehler noch. Selbst wenn ich will, kann ich mich nichtmal selber gegen alle Kosten von Nebenwirkungen versichern. Risikoversicherungen gegen Krankheit und Unfall sind hier in der Schweiz nur bis 90% de Einkommens wirksam. Wird man ein Pflegefall und will zu Hause betreut werden und nicht ins Heim, braucht man aber eher 150 bis 200% des vorherigen Einkommens, bei tiefem Verdienst sogar noch mehr. Da würde für den Fall der Fälle dann nichts anderes mehr übrig bleiben, als permanent nach Asien zu ziehen, im betreffenden land sind die Löhne einges tiefer und man könnte mit 90% des CH Einkommens auch eine volle Pflege finanzieren, plus die dann nötige Privatschule für die Kinder.
Finde ich immer noch eine Schweinerei, dass man sich nichtmal optional mit eigenem Geld voll gegen solche Risiken versichern kann. Die wahrscheinlichkeit, Pflegefall durch Nebenwirkungen zu werden, ist wahnsinnig tief, die Kosten für 40 Jahre Pflege rund um die Uhr zu hause belaufen sich alleine aber auf ca. 5 Millionen hierin der Schweiz. Eigentlich ein klassicher Fall für eine Versicherung, aber nein, ist gesetzlich verboten, wenn man infolge Krankheit oider Unfall nicht mehr arbeiten kann bekommt man nicht mehr als 90% vom letzen Einkommen, auch wenn man höher versichert war. Ich kann ja zur Not ausweichen, kann sogar die Landessprache von dort. Aber was machen alle die, die nichtmal eben in ein Land ausweichen können, wo man die Pflege für einen Bruchteil der Kosten bekommt?
 
5 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
P
pulsedriver kommentierte
Ich will die Fälle, wo sehr kleine Wahrscheinlichkeit mit sehr hohem Schaden zusammen kommt, eben möglichst abdecken. Bin z.B. auch gegen die finanziellen Schäden eines Erdbebens versichert. Schwere Nebenwirkungen einer Covid Impfung sind ein Paradebeispiel für sowas, wo sich eine Versicherung lohnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das eintritt, ist so gering, dass die Kosten für eine solche Versicherung trotz potentiell hoher Schadenssumme im Bereich dessen wären, was ein Big Mac hier in der Schweiz kostet.
Es ist immer besser, vorher solche Sachen abzusichern, als nachher zu jammern, wenn man bei den wenigen ist, die es unglücklicherweise trifft.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Es ist immer besser, vorher solche Sachen abzusichern, als nachher zu jammern, wenn man bei den wenigen ist, die es unglücklicherweise trifft.
Es gibt da zahlreiche Untersuchungen zu. Der Mensch kann Wahrscheinlichkeiten emotional einfach nicht korrekt einschätzen. Davon leben Lottogesellschaften, Versicherungen und viele andere.

Du lebst 30‘000 Tage, Risiken kleiner 1:100‘000 musst Du da echt nicht bedenken. Zumal man dabei die Risiken 1:100 übersieht ...
 
P
pulsedriver kommentierte
Das Risiko von einem Erbeben, das Wohnraum effektiv zerstört, ist hier auch gering. Sehr gering. Aber im Fall der Fälle geht es bei den Schweizer Immobilienpreisen dann durchaus mal um eine 7-stellige Summe, die man der Bank weiter schuldet und die die Bank dann zudem bis auf den Restwert vom Grundstück zurückgezahlt haben will, da nicht mehr als Pfand gesichert. Versicherung lohnt sich aus meiner Sicht.
Und bei der Impfung ist es eben auch so. Das Risiko, das was passiert, ist winzig, aber im Fall eines Falles kann ich es mir nicht leisten, mich zu hause dauerhaft pflegen zu lassen. Natürlich zahle ich der Versicherung mehr, als sie im Durchschnitt pro Versicherten ausgibt. Denn die Versicherung will was verdienen. Ist für mich OK so. Ich bin das Risiko los, dass ein einzelner Vorgang mich in die Pleite schicken könnte, und die Versicherung verdient was.
ich weiss aber, dass andere das anders sehen, so gibt es durchaus Länder, wo nichtmal eine Feuerversicherung des eigenen Hauses üblich ist. Hat es mehr als nur ein bisschen gebrannt, ist man eben pleite.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Ich bin echt gespannt, wie das noch mit den Warn-Apps weiter gehen soll.
Luca ist ja mal wieder stark in der Kritik, wie HIER im Zeit-Online Artikel beschrieben.
 
2 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Die Kritik ist teilweise berechtigt. Das Phänomen ist aber, daß mit zweierlei Maß gemessen wird: Staatlichen Apps wird mißtraut, privaten Apps werden munter die intimsten Daten anvertraut, Facebook & Co.

Daher kann nur einer privaten App gelingen, wo der Staat an seine Grenzen gerät - und die CWA nutzt das staatlich Mögliche schon recht gut.

Deshalb finde ich Luca gut, die Kritik verbessert es halt.

Es darf natürlich niemand vergessen, Luca zu deinstallieren, wenn Corona vorbei ist. Und das wird es!
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Mir wäre es lieber, wenn die CWA durch die zentralen Funktionalitäten von LUCA auf der Basis dezentraler Datenspeicherung erweitert würde. Selbst wenn jeder nach Corona LUCA deinstalliert, bleiben die immensen zentral gespeicherten Daten ja möglicherweise vorhanden. Es sei denn, der Datenbestand würde unter staatliche Kontrolle gelöscht.
Bei der Deinstallation von CWA auf dem jeweiligen Smartphone verschwinden die dort gespeicherten Daten von selbst im Nirvana.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Wenig beachtete Infos aus dem Investors Report:
Die geschätzten Umsatzkosten [in Q4 2020] in Höhe von 35,6 Millionen Euro wurden erstmalig im Zusammenhang mit unseren COVID-19-Impfstoffverkäufen erfasst. Dazu gehört auch der Anteil von Pfizer an unseren Bruttogewinnen
Leider ist mir nicht bekannt, wie viele Dosen in Q4 produziert wurden. Die USA haben in Q4 2020 14 Mio. Dosen mRNA erhalten, geplant war das Doppelte. Sagen wir mal 18 Mio. Dosen in Q4 inkl. UK. Macht 2€ Umsatzkosten pro Dosis.

Die Herstellkosten von 1kg lägen dann trotzdem bei ca. 3 Mio.€., oder 2.5 Mrd.€ für den 75kg Body. D.h., ein E.Musk-Body wiegt immer noch schwerer :D

Oder: 15g mRNA kosten ein Bitcoin. Falls sich jemand ein Gewicht für 1 Bitcoin vorstellen möchte ;)

Übrigens, mit 3'000€/g liegt mRNA gerade mal zusammen mit Plutonium auf Platz 7 dieser Liste der teuersten Stoffe -> https://www.welt.de/wirtschaft/gallery159377609/Die-19-teuersten-Substanzen-der-Welt.html
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte
Weitere News von BioNTech -> Youtube

Demnach hat BNT162b gegen B117 sogar eine 97%-ige Wirksamkeit.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Eine deutsche Firma forscht auch ein einem Therapeutikum und ist relativ weit damit.
Ich kann aber weder mit dem Namen noch mit der Quelle dienen... :devilish:
 
falconeye
falconeye kommentierte

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Atriva?

Ansonsten:
In der Biotech Emergency Alliance for Therapies against COVID-19 (BEAT-COV aka Allianz Beatcov) haben sich die deutschen Biotech-Mittelständler Aicuris, Atriva, Immunic und Inflarx zusammengeschlossen. Alle vier haben nach eigener Auskunft erfolgversprechende COVID-19-Therapieansätze in späten Phasen der klinischen Entwicklung.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Kann sein, ich weiß es leider nicht mehr.
Ich hatte es mit einem Ohr in einem Fernsehbeitrag mitbekommen, den meine Frau sah.
Interviewt wurde ein Oberarzt des Klinikums, das an den Tests beteiligt ist...
 
...zur Ermutigung:

Bekam am Mittwoch die erste AstraZeneca - Spritze.

Einzige, sehr geringe Erscheinung am Donnerstag:

Nach der Arbeit, habe ich den Wochweneinkauf getätigt. Die eingekaufte Ware habe ich in das 2.OG geschleppt, war relativ schwer.

Kurz dannach bekam ich erhöhte Temperatur, danach fror ich, das alles innerhalb einer halben Stunde.

Dannach nur noch die Müdigkeit, bis Freitag Vormittag.

Also, halb so wild, machts!

Gruß

Peter
 
4 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Mein Arzt hatte mir bei der Impfung gesagt: Die nächsten drei Tage keine körperlichen Anstrengungen! (y)
 
peterkdos
peterkdos kommentierte
...zu spät! :giggle:
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
oh in NRW läuft es bestens ;)
die 60-69 jährigen können angeblich jetzt einen Online-Termin buchen
wow nach der Anmeldung kommt folgernder zielführender Hinweis
Die Terminbuchung ist aufgrund Ihres Alters zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
(Na ja stehe auch bei meinem Hausarzt auf der Warteliste)
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


...finde ich schreklich, die Bürokratie ist bekanntlich eine deutsche Erfindung.

Pragmatismus ist für solche Leute ein Fremdwort.

Gruß

Peter
 
Die Terminbuchung ist aufgrund Ihres Alters zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
In unserer Gegend wird diskutiert, erst mal „gewisse Hotspots“ (Chorweiler z.B.) vorzuziehen.
Da gehts für dich doch noch einigermaßen, meine bakdige Impfung sehe ich wieder schwinden. Naja, man wird sehen.
 
Kommentar
Statusbericht 1. Mai 2021

Germany
New Cases 30.04.2021: 14326
Weekly average: 18356
7 day incidence: 154,8
Rt: 0,88 (0,75 - 1,03) | 0,98 (7-day avg)
Forecast 28.05: 13316 (3929 - 45133)
Alert Value A: 1,31 very high risk

Screen Shot 2021-05-01 at 11.36.13.png

Die Pandemie hat sich in etwa so entwickelt, wie letzte Woche hier erwartet: Die Inzidenz ist tatsächlich gefallen, auf nun 155 (erwartet: 160). Die Prognose im Modell oben ist eine lineare Fortschreibung, mein VoC-Modell ist optimistischer und sagt bis nä. Woche sogar einen Rückgang auf Inzidenz 120 - 130 voraus, s.u.

Rt liegt im Wochenmittel allerdings immer noch sehr nahe bei 1, der sich abzeichnende Rückgang ist als Trend also durchaus noch fragil. Der Alertlevel ist (nur) um 0.15 gefallen. Allerdings ist sich mein VoC-Modell (s.u.) hier viel sicherer als der Trend.

Das Impftempo hat sich weiter beschleunigt, die Beschleunigung beträgt nun +132'000 täglich mehr pro Monat. Das aktuelle Tempo liegt bei 0,58 Mio. Dosen täglich (im 7-Tagesmittel, die 1 Million-Grenze wurde erstmals am 28.4. geknackt)! Diese Beschleunigung wirkt sich positiv in meinem VoC-Modell aus.

Die Zahl der Toten bleibt konstant (aktuell 229 im 7-Tagesmittel). Die Zahl der Intensivpatienten beträgt 5015 (gegenüber 5054 letzte Woche), steigt also nicht mehr. Damit hat die 3.Welle in allen globalen Indikatoren ihren Scheitelpunkt erreicht oder durchlaufen.

Bereiche, in denen die Pandemie aktuell noch zunimmt:
Sachsen, Baden-Württemberg. 5-14J Schüler.

Die Zahl der Testungen hat in KW16 mit 1.41 Mio. endlich wieder das Niveau vor Ostern erreicht, die Positivenrate liegt mit 12.47% auf dem Niveau der Vorwoche und ist weiterhin viel zu hoch, d.h., es wird zu wenig getestet.
 
3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Update meines Prognosemodells D

Screen Shot 2021-05-01 at 11.57.54.png

Mein Prognosemodell wie oben gezeigt kann den aktuellen Verlauf der letzten Wochen nur halbwegs wiedergeben, wenn saisonale und Impfeffekte voll berücksichtigt sind.

Ferner ist die ∆Rt(B117) mit +0.27 bewusst zu -7% unterschätzt (da sich so eine bessere Übereinstimmung der letzten Wochen ergibt, in denen das RKI eine nur noch langsame Zunahme der Verbreitung von B117 meldet). B117 hätte schon längst bei 99% liegen müssen, gemeldet werden aber nur 90-93%. Das sieht man an der Abweichung der blauen Kurve und Punkte. In Folge dessen kann man mein Modell nun den Verlauf der Pandemie bis ca. Mitte März nicht mehr wiedergeben! Ein solches Modell kann den Verlauf also nicht über längere Zeiträume als 4-6 Wochen beschreiben.

Das reicht gerade aus, um ein Unterschreiten der Inzidenz 50 bis Anfang Juni als "möglich" zu beschreiben.

Schaun mer mal ... der Inzidenzwert nächste Woche sollte dann aber auch schon auf 125 gefallen sein ...
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ausland

India
New Cases 30.04.2021: 401993
Weekly average: 364927
7 day incidence: 188,8
Rt: 1,10 (1,01 - 1,21) | 1,16 (7-day avg)
Forecast 28.05: 969346 (472761 - 1987540)
Alert Value A: 1,75 very high risk

Screen Shot 2021-05-01 at 12.44.50.png

Von den Medien wenig beachtet, hat sich die Lage in Indien entspannt, der Alertlevel A sinkt wieder und hat selbst im Maximum "out of control" knapp verfehlt. Der Wert von Rt konnte bereits von 1.3 auf 1.1 gesenkt werden, ab 0.99 wäre die indische Welle gebrochen. Noch reichen die Maßnahmen also nicht aus, aber Indien ist nun auf einem guten Weg.

Betrachtet man Indien insgesamt, ist die Lage weniger dramatisch als z.B. in Portugal oder Tschechien. Das betrifft die Pandemieentwicklung in ganz Indien, nicht ggfs. in besonders betroffenen Provinzen. Und natürlich auch nicht die Zustände in den Krankenhäusern, von denen Indien halt nur relativ wenige hat.

Weitere Länder:
Austria
New Cases 30.04.2021: 2131
Weekly average: 2007
7 day incidence: 158,5
Rt: 0,94 (0,89 - 0,98) | 0,94 (7-day avg)
Forecast 28.05: 1208 (838 - 1741)
Alert Value A: 1,24 very high risk

Switzerland

New Cases 30.04.2021: 1831
Weekly average: 1924
7 day incidence: 157,1
Rt: 0,93 (0,87 - 0,99) | 0,99 (7-day avg)
Forecast 28.05: 1643 (961 - 2810)
Alert Value A: 1,32 very high risk

Poland

7 day incidence: 131,7
Rt: 0,75 (0,71 - 0,79) | 0,75 (7-day avg)
Alert Value A: 0,97 high risk

United Kingdom

7 day incidence: 23,3
Rt: 0,96 (0,91 - 1,01) | 0,95 (7-day avg)
Alert Value A: 0,45 high risk

Israel

Weekly average: 84
7 day incidence: 6,6
Rt: 0,66 (0,42 - 1,05) | 0,87 (7-day avg)
Alert Value A: -0,44 low risk

US

7 day incidence: 106,4
Rt: 0,91 (0,88 - 0,95) | 0,90 (7-day avg)
Alert Value A: 1,00 high risk

Thailand

7 day incidence: 21,6
Rt: 1,09 (0,96 - 1,23) | 1,21 (7-day avg)
Alert Value A: 0,79 high risk
 
Kay
Kay kommentierte

Der erste Mai läuft gerade.
Von Kundgebungen, Gegenkundgebungen, Demos und sonstigen Ansammlungen kann es noch kurzfristig Störungen geben.
Das Impftempo gibt Zuversicht.
 
Für mich ein sehr interessantes Video, mich würde Falks Meinung dazu interessieren
@falconeye

 
3 Kommentare
D
dimetos kommentierte
D
dimetos kommentierte
Was mir auch nach dem Lesen der Studie nicht klar ist: Warum konvergieren die Kurven von der "Risk of infection waves" nicht? Wenn man es schaffen würde, 90% der Bevölkerung zu impfen, sollte die gewählte Impfstrategie am Ende keine Rolle mehr spielen, das Risiko einer Infektionswelle geht dann sicher gegen 0. Da erscheint mir die Schlussfolgerung im Video, dass wir mit dem Risiko weiterer Infektionswellen bei der jetzigen Impfstrategie noch auf lange Zeit rechnen müssen, nicht plausibel.
 
falconeye
falconeye kommentierte
:)
Meine Meinung ist dreigespalten ... ;)
  1. Guck ich ungern Rieck-Videos. Er hört sich unheimlich gern reden und hinterfragt nicht immer ausreichend. Aber oft kann man trotzdem tatsächlich was lernen. Aber ist mit Vorsicht zu geniessen. Ausserdem behauptet er, dass Modelle gemeinhin die Annahme machten, dass jeder andere mit gleicher Wahrscheinlichkeit ansteckt. Genau das ist nicht der Fall und wird mit einem eigenen Parameter kappa beschrieben. Das hätte Rieck wissen müssen.
  2. Sind die gezeigten Grafiken grob irreführend! Dafür kann Rieck nix, die stehen so im Paper, das aber noch nicht reviewed ist. Das Problem: Alle Grafiken zeigen den Zeitraum von 50% bis 90% Impfquote. 50% ist das, was Israel z.Zt. erreicht hat. D.h., alle gezeigten Kurven betreffen die Frage, wie ein Land wie Israel ab jetzt am besten weiterimpfen sollte. Das ist aber im großen Ganzen ziemlich irrelevant (sowieso, und zusätzlich, weil keine Impflinge mehr bereit stehen (Kinder, Skeptiker)). Rieck nehme ich übel, dass er das nicht bemerkt hat!
  3. Ist das gesamte Paper methodisch angreifbar. Die Simualtionsmethode ist ok. Aber ich sehe keine Verifikation, dass die für einige kappa geschlossen berechenbaren Kurven herauskommen. Es ist völlig korrekt, dass spätestens bei Impfquote 1 (bei 100% Effektivität) alles auf 0 runter sein muß. Die Skala geht zwar nur bis 90%, die Effektivität ist nur 95%, aber dennoch ... Als Reviewer käme die Arbeit so bei mir nicht durch.
    Weiteres Problem: vor dem Hintergrund welchen Rt´s wird simuliert? Das macht einen Riesenunterschied! Die Zahlen legen nahe, dass mit R0 (ca. 2.4) simuliert wurde, was die Arbeit völlig weltfremd macht. Wir impfen bei R ~ 0.7-1.3.
    Weiteres Problem: Die besonders aktive Bevölkerung infiziert sich bereits vor der Impfung und fällt für den Effekt der „Active First“ Strategie aus. Das ist durchaus signifikant.
    Weiteres Problem: Die besonders aktive Bevölkerung infiziert sich während der Impfkampagne weiter, denn am Ende wird IMMER die Herdenimmunität erreicht, so oder so. Daher darf man dies nie ignorieren.
Zur Frage: ist unsere Impfstrategie optimal? Vermutlich nicht, aber besser, als das Video vermittelt. Es gibt ein Paper der Ethik-Kommission, dort werden Impfstrategien mathematisch bewertet. Die „Most Active First“ Strategie wird dort erwähnt, sie belegt Platz 2 nach der „Most Vulnerable First“ Strategie. Optimiert wurde nach geretteten Lebensjahren. Dieses Kriterium fehlt im Rieck Video übrigens.

Was Rieck auch übersieht in seiner selbstgefälligen Art: Die Phase 0-50% ist die wichtige Phase, die lange andauert und in der gestorben wird. Die Phase 50-90% ist vergleichsweise kurz (wegen hochfahrender Produktion) und bereits „hinter der Welle“. Zu dieser Phase, in der wir noch bis Juni sind, sagt er nichts. Und da wir die Impfpriorisierung im Juni aufheben, wird die „Most Active First“ in diesem dann einsetzenden Hauen und Stechen ja dann automatisch angewandt ;)

P.S. der zunächst geringere Effekt bei Impfung der vulnerablen zuerst ist völlig klar. Daher drehte ich in meinem Modell den Parameter, der den Effekt der Impfungen ankoppelt, auch nur langsam auf 100%. Inzwischen ist er da allerdings, da sonst die Zahlen jetzt nicht schon zurückgehen könnten. Das Modell bestätigt mir, was mir meine Augen im Impfzentrum sagten: es ist jede Menge Jungvolk geimpft. Viele 70+ und 80+ sind noch nicht geimpft bzw. haben noch keinen Termin. Aber die dynamisch Aktiven kreuzen einfach die „richtigen“ Kästchen an und sind geimpft. Ich verurteile das nicht, denn so ergibt sich eine tatsächlich ziemlich optimale Impfreihenfolge. Die Aggressiven sind auch die Spreader.

Man kann im Vergleich Rieck zu Drosten übrigens beobachten, dass die beiden nicht in einer Liga spielen: Drosten referiert auch über Paper. Aber er stellt immer zunächst eine Analyse der Stärken und Schwächen an und extrahiert wertneutral die lernenswerte Essenz. Rieck doziert und nutzt das Material, um versteckt andere zu kritisieren. Was es wieder zunichte macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute Abend schicke ich meine Frau raus zum Spaziergang. Ich darf ja nicht mit.

Dafür treffe ich mich zuhause mit einer anderen Person :6874:

Wo ist das Hirn in Berlin nur gelandet als es vom Himmel gefallen ist?
 
4 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Das Hirn ist noch gar nicht gefallen - Pfingsten ist erst in drei Wochen.
 
C
Christian B. kommentierte
Diese Fehlinterpretation des Gesetzes fällt auf Dich zurück. Wenn sich alle rechtmäßig verhalten, kann es zu dem Treffen mit der anderen Person bei Dir zuhause nicht kommen. Die andere Person darf nämlich in der Sperrzeit das Haus nicht verlassen, um Dich zu besuchen oder vom Besuch zurück nach Hause zu gehen. Erstens.

Zweitens: Wenn alle von sich aus in der Vergangenheit vernünftig (mit Hirn) gehandelt hätten, wäre eine solche Gesetzesänderung überhaupt nicht notwendig geworden. Ich darf das sagen, weil ich in einer Gegend wohne, in der während der ganzen Pandemie die Inzidenz von 100 nicht einen einzigen Tag überschritten war. Das geht also.
 
falconeye
falconeye kommentierte
deleted
 
G
Gianty kommentierte


Die Person kam vorher zu uns und ist über Nacht geblieben.
Gab letztes Jahr die Situation dass wir unseren Sohn in RLP besuchen durften, er jedoch nicht zu uns durfte.

Deleted
 
Mal eine Frage zur Einordnung des moralischen Kompass‘. In zwölf Tagen ist Christi Himmelfahrt. Üblicherweise trifft man sich an diesem ostdeutschen Herren-, Vater- oder Männertag im Freien und wandert, gern auch mit der einen oder anderen Flasche Bier. Wie ist es zu werten, wenn sieben Leute sich an der frischen Luft treffen und in dieser Gruppe im Wald spazieren gehen? Von den sieben ungefähr 40-Jährigen sind sechs Personen geimpft, vier einmal mit AstraZeneca, zwei doppelt mit BioNTech, einer gar nicht.
Klar ist, dass dies nicht den derzeitig geltenden Kontaktbeschränkungen entspricht, also juristisch zu verurteilen ist. Wie hoch ist allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass aus dieser Menschenansammlung eine Gefahr für die gegenseitige Ansteckung und Verbreitung des Coronavirus‘ entsteht und somit moralisch zu verurteilen ist?
 
Fraenker
Fraenker kommentierte
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte

Mit "wenn was nicht geht, dann geht es eben nicht" muss man schon an ziemlich dumme und gleichzeitig friedliebende 3Jährige geraten, dass sie dem lange folgen. ;) Klar, mit Gewalt geht so einiges, aber nie besonders lange richtig gut.
Will man Menschen mitnehmen und deren Bereitschaft zur Mitarbeit erhöhen, braucht es etwas vermutlich etwas mehr. Aber was weiß ich schon.

Und zu Deiner Bereitschaft, sich mit einem Impfstoff impfen zu lassen, der wirksam, aber bei jungen Frauen seltene Nebenwirkungen verursacht. Du bisher nirgends geschrieben, Dein Arzt hätte das so bewertet, sondern Du seiest skeptisch. Soviel zu subjektiven Risikobewertungen. ;)
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
@gelenkpfanne
finde dich damit ab, das es dich nichts angeht mit welchem Impfstoff ich mich impfen lasse oder nicht;)
 
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte

Grundsätzlich stimmt das. Spannend, was zu Pandemiezeiten andere Leute plötzlich was angeht, gell?
Vermutlich hat jeder seinen Anteil Unvernunft, weil jeder irgendwelche miteinander in Konflikt stehende Bedürfnislagen aufweist. Das soll sogar schon manchem Moralapostel so gegangen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Leute, Schluss. Hört auf, gegenseitig eure moralischen, ethischen, egoistischen wie auch immer genannten (und meist rein subjektiv unterstellten) Beweggründe zu bewerten. Das gilt für alle Threadteilnehmer.
Wenn ihr das tun wollt, dann per privater Nachricht, da könnt ihr euch zoffen, wie ihr wollt. Aber bläht den Thread damit nicht auf, für die meisten von uns ist das völlig uninteressant.
 
Wenn ein Gebot objektiv unsinnig ist, ist es eine moralische Pflicht, das Gebot zu ignorieren.

Die Frage ist doch, wer bestimmt das?
Zur Zeit denkt jeder zweite Coronaleugner oder Coronaverniedlicher, dass das, was er tut, richtig ist,
weil das Gebot, was ihn/sie einschränkt, oder auch nur einschränken könnte, objektiv unsinnig ist.
 
Kay
Kay kommentierte
Wenn eine Sache " ausgeschrieben " ist, geht es nicht um Objektivität, sondern um eine Entscheidung.

Anekdote dazu:
Zwei hamburger Rechtsanwälte kämpften in einem Rechtsstreit vor einem hamburger Gericht ausgiebig und erbittert.
Als der Richter meinte, er wolle jetzt das Urteil verkünden, verzichteten sie auf die Bekanntgabe der Urteilsgründe.
 
C
Christian B. kommentierte
C
Christian B. kommentierte
Jetzt drehen wir uns im Kreis. Im demokratischen Rechtsstaat hat nur das gesetzlich zuständige Gericht - in der Regel das Bundesverfassungsgericht, es gibt aber auch Fälle, wo Landesverfassungsgerichte oder Oberverwaltungsgerichte zuständig sind - die sogenannte "Normenvewerfungskompetenz." Im demokratischen Rechtsstaat geht (rechtlich gebundene) Mehrheit vor Wahrheit. Es steht niemandem ausser dem zuständigen Gericht vor, eine Norm als z.B. - objektiv unsinnig - zu verwerfen.

Objektiv unsinnige Normen, wie Du sie nennst, sind im demokratischen Rechtsstaat rechtwidrig und damit nichtig. Wir nennen den Grund nicht "objektive Unsinnigkeit", sondern arbeiten uns bei der Geltung von Normen danach ab, ob sie 1. zu einem legitimen Zweck erlassen wurden, 2. zur Erreichung dieses Zieles geeignet sind, 3. zur Erreichung dieses Zieles erforderlich sind (d.h. das mildestes unter mehreren zur Verfügung stehenden gleich wirksamen Mitteln) und ob sie 4. verhältnismäßig im engeren Sinne (angemessen) sind. Unsinnige Normen schaffen dann schon die Hürden 1. und 2. nicht.

Aber feststellen tut dies nicht ein Physikprofessor oder Philosoph oder ein sonst ganz schlauer Mensch, sondern der gesetzlich dazu berufene Richter.

Und es handelt sich hierbei NICHT um eine Frage der Moral, sondern um eine Frage des Rechts.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Aber feststellen tut dies nicht ein Physikprofessor oder Philosoph oder ein sonst ganz schlauer Mensch, sondern der gesetzlich dazu berufene Richter.
Da bin ich ganz bei dir, hatte ich weiter oben schon gesagt.
 
Kay
Kay kommentierte

Ach, Christian, komm:
Das ist alles Theorie.
Das Gericht entscheidet " nach Überzeugung des Gerichts ".
Wenn der Gesetzgeber, also die Politik, die Lobbies und die Mächtigen im Staat etwas als unsinnig, oder sinnig, oder wie auch immer definieren, dann wird das so angesehen .
Der Labeling Approach ist inzwischen schon lange in der Kritik, aber im Grundsatz immer noch gültig.
Der Ansatz, die Frage zu stellen, wer hier oder anderswo die Macht der Etikettierung hat und Normen vorgibt, ist nicht ohne Berechtigung und wurde vor 1963 schon gar nicht hinterfragt.
Erst mit Howard S. Becker und "Outsiders" ging es los, dass der Paradigmenwechsel so langsam in Schwung kam (Kurzfassung).

Unsinnig ist das, was der oder die, die das Recht und die Macht haben zu bestimmen, so bezeichnen und diese Definition vorgeben.

Unnatürlicher Geschlechtsverkehr ist eines der Beispiele und schadete der Volksgesundheit.
Jetzt ist unser Gesundheitsminister (!) mit einem Mann verheiratet.
Da ist nichts mit unsinnig, oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unsere Politiker waren leider unfähig, ihrem Volk von Anfang an alle Regeln in einer Pandemie verständlich und klar zu vermitteln.
Das fing bei den Masken an und endet noch nicht bei der Frage des Impfstoffes. Alles wird zerlabert.
Die Politiker schaffen weder für sich selbst, noch für andere, darzustellen, was objektiv sinnvoll ist.

Am Ende entscheidet jeder subjektiv, was er für objektiv unsinnig hält und handelt danach.

Bei Tempo 50, Anschnallpflicht, Zebrastreifen, ...
gibt es keine Diskussionen von Laschet, Scheuer, Lindefdp und Co.
 
Fraenker
Fraenker kommentierte
Kay

Es kommt immer wieder die Begründung: " Nicht ich habe entschieden, dass das unsinnig ist, sondern Prof. Keukele, Streek, ... "
Sind denn die Meinungen der von dir beispielhaft genannten Professoren nicht akzeptabel?
Wenn nein, warum denn nicht?
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

"“Ich begrüße alle Erstsemester in meiner Vorlesung."
:ROFLMAO::ROFLMAO: Gibt es auch Plätze für Spätberufene? Der Erwin Huber studiert ja auch wieder ...
 
falconeye
falconeye kommentierte
Kay

Objektiv unsinnig ist nicht Dein Begriff.
Ich hatte ihn hier in die Diskussion gebracht (Sorry dafür), von daher also schon. Er hatte eine (für den Kontext des Threads) formulierte konkrete Bedeutung, die durch von Experten übernommene Meinungen nicht abgedeckt wird. Experten können irren, als Gutachter sogar oft.


Eine akzeptable Meinung ist nicht automatisch objektiv wahr oder objektiv falsch. Nicht umsonst wird das Wort "unbestritten" oft synonym mit "objektiv" verwendet.

Ich glaube, mit der Unterscheidung zwischen "objektiv unsinnig" und "unsinnig" (für "subjektiv unsinnig") überfrachte ich die Diskussion hier nur. Ich ziehe mich daraus also mal zurück ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay
Kay kommentierte

" Nicht umsonst wird das Wort "unbestritten" oft synonym mit "objektiv" verwendet. "

Wenn Müller behauptet, das Auto hat nur zwei Reifen und sein Gegner sagt dazu nichts, dann hat das Auto unbestritten nur zwei Reifen.
Das ist dann eine unbestrittene Tatsachenbehauptung, muß aber objektiv nicht richtig sein.
Die Definitionen der Juristen decken sich vermutlich nicht mit denen der Physik.
 
falconeye
falconeye kommentierte
  • Like
Reaktionen: Kay
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten