#18 Die Menschen hier sind wettergegerbt und zäh wie Yakleder. Schon die Kleinen laufen barfuß im Schnee und spielen mit Messern, die Älteren holen glühende Kohlen mit spitzen, aber bloßen Fingern aus dem Feuer. Und alles, wirklich alles, muss zu Fuß oder per Lasttier in die abgeschiedene Gebirgswelt transportiert werden. Nepal zählt zu den ärmsten Ländern der Erde und verfügt nur über wenige geteerte Straßen.
# 19 Kein Witz! Dieser Sherpa trägt für 50$ nach eigenen Angaben 90-100kg zum Everest Base Camp. Reis, Eier, Cola, Snacks, Bier... es soll schließlich an nichts mangeln.
#20 Während sein Sohn verschnauft - wir treffen viele Kinder, Mädchen, die für einen Hungerlohn Touristengepäck in die Berge schleppen. Die meisten Träger sind dabei mitnichten "Sherpa", Angehörige jenes legendären Bergvolkes, das durch seinen besonderen roten Blutfarbstoff sogar einen genetisch bedingten Vorteil in der Höhe besitzt, sondern arme Schlucker, die sich in der Hochsaison etwas dazuverdingen.
Wenn ich daran denke, wieviele Jahre (oder Leben?) ein Träger nur für meine Kamera schinden müsste? Doch nie erleben wir Abneigung oder gar Neid, die Menschen sind uns gegenüber aufgeschlossen und gastfreundlich; ohne Zweifel arm, wirken aber glücklich und zufrieden mit dem, was sie ihr Hab und Gut nennen dürfen. Wir begegnen einem Stückchen des ‚echten‘ Nepals.
#21
Das ändert sich schlagartig, als wir Namche erreichen: ausgebaute Wege, teure Lodges und viel Kommerz. Jährlich besuchen etwa 30.000 Menschen den Sagarmatha-Nationalpark, der überwiegende Teil wählt den bequemen Luftweg über Lukla.
#22 Das kulturelle Zentrum der Sherpa.
Uns begleiten Karawanen lärmender Amerikaner, vermummter Japaner (vielleicht ist die Luft zu gut?), Abenteuersuchende jeglicher Trainings-, Gewichts- und Altersklassen. „Bei manchen fragt man sich, ob sie nicht versehentlich in den falschen Flieger gesetzt wurden“, scherzt einer.
#23 An Engpässen bilden sich regelrechte Staus (die "Fotoplätze" im Hintergrund sind übrigens Gräber...).
#24 Zahlreiche Flüsse entwässern die Region und bilden schließlich gewaltige Ströme, wie den Ganges.
Wir treten ein in die glitzernde Bergwelt - und verbrennen uns die Nase von unten! Die UV-Strahlung ist so hart, der Schnee so weiß, dass selbst die in Indien hart antrainierte Bräune keinen Schutz gegen die gleißende Strahlung bietet.
#25
#26 Ein erster Pass, ca. 4500m.
#27 Wechselhaftes Wetter sorgt für fabelhafte Lichtstimmungen.