Zu Besuch beim Kakao

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Also, lieber Klaus, lieber ZappZero, lieber Jan, liebe alle, jetzt zeige ich das
gerade meiner Frau und sage "ich bin ganz baff, jetzt weiß ich gar nicht, was
ich schreiben soll", da sagt sie: "Schreib: "Ich bin ganz baff, jetzt weiß ich
gar nicht, was ich schreiben soll"".


Also: Ich bin ganz baff, jetzt weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll!

Vielen Dank dafür!



Also, eine Geschichte, ganz ohne Bild, war wohl sehr wichtig, schnell das Vertrauen,
vielleicht auch etwas Anerkennung der Leute dort zu gewinnen:

Gleich am ersten Tag ging ich bei schönstem Wetter weit in die Fazenda hinein, um ein Gefühl
für den Ort bekommen und mich etwas "warmzuknipsen". Bei Sonnenschein, 35°, leichtes T-Shirt,
Kamera in der Hand, wurde ich von einem tropischen Wolkenbruch überrascht! Innerhalb kürzester
Zeit musste ich mir etwas einfallen lassen, denn das verträgt keine Kamera, auch keine Nikon!

Ich schaffte es, einem Bananenbaum ein großes Blatt zu entreißen, hielt es über die Kamera
und beugte noch meinen Oberkörper darüber. Natürlich wurde ich auf dem Rückweg in die
Fazenda beobachtet und die Geschichte sprach sich rum wie ein Lauffeuer - Tenor: der "alemão"
weiß sich zu helfen! Das zählt dort was, und dass ich auch noch herzhaft über mich und
die Geschichte lachen konnte, kam gut bei den Leuten an. Das machte später
Vieles einfacher.






 
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ZappZero schrieb:
Gib uns bitte noch ein paar Backgroundinfos!

OK.



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Dona Elaine, Haushälterin


Jochen, bei so vielen wundervollen Bildern bleibe ich bei diesem hier immer wieder hängen. Es strahlt irgendetwas ganz besonderes aus - für mich. Ich muss es mir immer wieder ansehen.

Noch einmal vielen Dank für deine phantastische Reportage und die viele Arbeit, sie uns so einmalig zu präsentieren!

Viele Grüße,
Sylvia




Nehmen wir mal dieses Bild. Ich kann mir vorstellen, dass es Sylvia aus folgenden
Gründen anzieht: Dona Elaine ist eigentlich seit vielen Jahren pensioniert. Jedoch
möchte der Farmbesitzer, Dr. Ângelo Calmon de Sá, dass sie kocht, wenn er sich - 2-3
Mal im Jahr - auf der Farm aufhält: Es schmeckt ihm nur, was sie kocht. Also kommt sie
nochmals zum Kochen. Dona Elaine ist sehr schüchtern und ich brauchte einige Tage,
bis ich ihr Vertrauen gewinnen konnte und sie sich für ein Foto einverstanden
erklärte. Sie posiert also in keinster Weise, sie weiß nicht, wie das geht.

Außerdem möchte sie nicht mit all den modernen Küchengeräten arbeiten, die es heute
so gibt, weil sie glaubt, dass z.B. so ein Stösel ('pilão') besser funktioniert. Dona Elaine
stammt wirklich noch aus einer anderen Zeit, aus einer komplett anderen Welt
.

Das Licht tat sein übriges dazu. Ich musste die Überblendung des grellen Sonnen-
lichtes, das durch das Fenster eindang, einfach so hinnehmen (auch mit D-Lighting!).



 
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Lieber Jochen,

auch von mir ganz, ganz herzlichen Dank für diese wunderbar fotografierte und wunderbar erzählte Reportage! Danke, dass Du uns zum Kakao mitgenommen hast und uns an seiner Geschichte, aber auch an der Geschichte der Menschen, die mit ihm zu tun haben, teilhaben lässt :up:

LG
Sandra
 
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Carlos Roberto, Vorarbeiter


Fotografieren in Brasilien ist eigentlich ein Kinderspiel. Den meisten Leuten macht es Spaß,
fotografiert zu werden, sie sind i.d.R. auch Meister im Posieren. Dass Viele sich sogar
selbst fotografieren, gehört inzwischen zum Straßenbild. Carlos Roberto, einer der Vorarbeiter,
hatte auch seinen Spaß, als ich mit (aus seiner Sicht) Riesenkamera und Blitz im Unterholz
rumsprang. Man sieht an seinen Schweißperlen, dass es heiß und schwül ist: keine leichten
Begingungen zum Fotografieren, vor allem wegen der ständig nassen Hände.





 
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Sehr gerne war ich auch in der Schule. Die Freundlichkeit, Leichtigkeit und Fröhlichkeit der Kinder ist unbeschreiblich!




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"O amigo Joaquim"


Die Klasse stimmt ein Begrüßungslied für mich ein: "Bem-vindo, amigo Joaquim"!
(Jochen können sie nicht richtig aussprechen, das wird zu Schotschen!)








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Träumer









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Mittagspause

Nicht gerade gesund, das kleine Mittagessen, dafür aber lecker. Da es hinten und vorne
an Geld fehlt, helfen die Eltern der Kinder im Wechsel mit ...








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Rollentausch: Geografiestunde mit dem 'alemão'



Der Lehrer nutzte gleich die Gunst der (Geografie-)Stunde und ließ mich eine kleine
Unterrichtseinheit machen: Deutschland, Europa, Fliegen mit dem Flugzeug, wächst
in Europa Kakao? Warum nicht? Und Kaffee? Warum nicht? etc. Ich weiß nicht, was
die Kids alles verstanden haben, aber ich bin sicher, dass sie beeindruckt waren, so,
wie ich auch.:) Dafür nahm er die Kamera und fotografierte den "Unterricht".





 
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Ich bin der zehnte, ich mag keine Schokolade.

Aber Deine Reisereportage, die mag ich sehr.

Ach ja, John Tullius hat unrecht, ich lüge definitiv nicht!

Beste Grüße

Torsten
 
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Ich mag Schokolade und Kakao und ich mag ganz besonders deine bebilderte Geschichte. Vielen Dank für diese wundervollen Einblicke in die Kakaoproduktion und in das Leben der Menschen dort! :up:
 
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Hallo Jochen,

ich schließe mich allen Vorrednern an, SUPER KLASSE!
Diese Ausführlichkeit und Nähe zum Ablauf der Caçau Aufbereitung und die Kultur die damit Zusammenhängt. Auch fotografisch sehr gut inzeniert mit Tricks die das Hinsehen, nochmals steigern.
Bin selber ein ausgebilderter Tropen landwirt (FH), nun in Ruhestand, und geniesse deine Reportage um so mehr!
Abgesehen von den vielen super Bilder, sind die Bilder in Beitrag 28, das Blaue Haus und das Porträit von Fridundino meine Favoriten.
Hoffe sehr, das deine Reportage ein breiteres Publikum zugänglich wird, verdient hat sie es allemal! Vorsichtig bei dem Importeuren in HH, HB oder die Schweiz anklopfen?

vielen Dank für deine Arbeit und Herzblut.


Gruß Warner
 
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Hallo Jochen,

vielen Dank das wir an deinem Besuch beim Kakao teilhaben durften. Aufmachung, Stil, Informationsgehalt, Geschichten, Bilder, alles hammermäßig gut. Im Umgang mit Buchverlagen kenne ich mich nicht aus, hast du mal über einen Buchdruck im Stil von "book of demand" nachgedacht? Verlage nutzen diese Möglichkeit um keine Bücher mehr auf Lager legen zu müssen. Googele mal unter diesem Stichwort, für viele Geschmäcker gibts Möglichkeiten.

Und nochmals, Danke :)
 
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Nochmals vielen Dank Leute, auch für die Tipps. Ich glaube, PoD oder BoD ist eher
etwas für die Eitelkeit denn für den Geldbeutel. Vorstellen könnte ich mir da
vielleicht aber ein eBook.

Aber mit so vielen Bildern ist das wohl eher ein Problem, der Kindle kann auch
immer noch nur Graustufen(!) und das heutzutage, tststs... Hat jemand Erfahrung
mit iPads oder anderen hübschen Gerätchen?




Hier noch ein ein paar Fundstücke ...






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3 Grazien













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Chocolatada













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Kinderportrait




 
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In Foren liest man oft viel egozentrischen, selbstgerechten Mist. Leider auch hier.

Wenn dann aber so ein Thread wie dieser daher kommt, der einen mit technisch perfekten und motivisch wunderbaren Bildern auf eine Reise nimmt, so als ob man selbst vor Ort war, dann ist alles vergessen.

Ich hatte beim Ansehen der Bilder ob deren Qualität und der liebevollen Aufmachung mehr als einmal feuchte Augen.

Danke dafür!

Publius
 
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Leider eine Absage:

"... Wir erhalten täglich eine große Anzahl von Anregungen, und nur einen winzigen Teil davon können wir aufgreifen. Das liegt auch daran, dass wir einen beträchtlichen Vorrat an bereits fertigen, in Arbeit oder in der Planung befindlichen Reportagen haben, auf deren Veröffentlichung wir uns schon freuen. Diese "Halde" möchten wir eher abbauen als sie weiter aufzustocken.

Bleibt uns nur, Ihnen viel Erfolg zu wünschen, falls Sie Ihr Material einem anderen Verlag anbieten möchten. ..."
 
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Danke für die tollen Bilder und Geschichten drumherum. Einfach toll. Bewunderswert wie vertraut Du mit den Bewohnern der Farm warst.

Ich muss noch viel, viel lernen um auch nur annähernd ein so tolles Bild hinzu bekommen und dann gleich so viele. Ich kann das nur staunend bewundern.

Danke

Hein
 
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