Zeiss Objektive an Nikon D800E

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Liegt am Focus Shift.

Zum Thementitel Zeiss Objektive an der Nikon D800E kann ich seit vergangenen Freitag auch etwas dazu beitragen:
Der Händler meines Vertrauens hat mir für 2 Stunden ein Otus 85 1.4er überlassen, welches ich an einer D810 getestet habe.

Interessiert hat mich vor allem die Offenblende 1.4.

Im Rahmen eines Fotospazierganges hab ich ohne Stativ mit ISO 100 und Offenblende fotografiert.

Der MF ist nach einiger Eingewöhnungszeit bei statischen Motiven keine große Herausforderung (Fokusring ist mechanisch ein Gedicht !!).


Bei Blende 1.4 ist die Abbilungsleistung bis auf die Vignetierung ein Traum.


Jedoch: ich hatte ca. 70-80% oder mehr unscharfe Bilder!!!!!! :mad:
Auf den "grünen" Punkt beim Fokusieren kann man(n) sich nicht verlassen!!


Eine Lösung: Stativ, und zwar stabil, Live-View, MUP (Spiegelvorauslösung), Lupe und Fernauslöser/Selbstauslöser. Aus der freien Hand sind keine scharfen Bilder möglich - zumindest ich hab es unter den beschriebenen Bedingungen nicht geschaft.
Sehr, sehr spezielles Objektiv und trotz meiner ersten Erfahrungen mit unscharfen Bildern: mit Disziplin (Stativ ......) sind diese natürlich machbar. Oder: abblenden.
Aber dann verliert man natürlich einiges an Bokeh ......
Otmar



Die Schärfeebene ist bei großen Blendenöffnungen von der Blende abhängig, "Blendendifferenz" heißt das auf Deutsch.
Ist hier beschrieben:

http://www.the-digital-picture.com/Reviews/Zeiss-85mm-f-1.4-ZE-Planar-Lens-Review.aspx

Und auch hier:

http://www.zeiss.de/camera-lenses/d...hat_makes_the_difference/manual_focusing.html

http://www.foveon.de/fotografie/slr_sucherapertur/index.htm


Man wird nie bei 1,4 über die Mattscheibe oder das AF-Signal scharfstellen können, wenn eine Blendendifferenz bei dem Objektiv vorliegt!
Grund: Sucherapertur bzw. Apertur des AF-Systems.

Mich hat das Problem, als ich ein 1,4/85 an einer Kodak Vollformat in Betrieb nehmen wollte, fast um den Verstand gebracht.

Gruß



Dirk
 
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Habe mir nochmal alle threads hier durchgelesen. Mein Fazit: die sensationelle Qualität des 135er, 85er Otus (selbst nicht ausprobiert), 55er Otus und des 25/2.0 an D800(E) und D810 wird von allen anerkannt.
Ebenso die Schwierigkeit, diese scharfen Optiken korrekt zu fokussieren, vor allem ohne Stativ. Meine Treffergenauigkeit liegt übrigens auch deutlich (!) unter 50 Prozent.
Dennoch bin ich von meiner Idee abgekommen, auch nur eine der Optiken zu verkaufen. Im Gegenteil: Heute habe ich beim Karneval mit dem Sigma 50 Art in Autofokus fotografiert, und auch mächtig Ausschuss produziert, weil man bei rasch bewegten Menschen nicht immer die Zeit hat, den Fokuspunkt zu verschieben oder zu "locken". Mit dem Otus hätte ich vieleicht auch nicht mehr scharfe Bilder geschafft, aber dann würde ich mich wenigstens nur über mich ärgern, und nicht über die Technik.
Also weiter üben, und sich über die gelungenen Bilder freuen. Inzwischen sind mir mit dem 135er sogar schon gute Aufnahmen beim Handball gelungen, und die sind dann wirklich außergewöhnlich.
Ich verstehe aber jeden, der sich den Stress nicht antun will und AF-Optiken nutzt. Das ist dann letzlich eine Frage der Philosophie, und da gibt es meiner Meinung nach kein falsch oder richtig, sondern nur die Entscheidung, ob man sich auf die Technik (AF) verlassen will, oder lieber auf's eigene Geschick.
 
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Man wird nie bei 1,4 über die Mattscheibe ... scharfstellen können, wenn eine Blendendifferenz bei dem Objektiv vorliegt! Grund: Sucherapertur ...

Zur Vermeidung von Missverständnissen:

Diese Aussage ("Grund: Sucherapertur") trifft in dieser Allgemeinheit nur dann zu, wenn der Ausdruck "Mattscheibe" nicht für eine voll mattierte und stark streuende "Vollmattscheibe" steht, sondern für eine "Einstellscheibe" mit vergleichsweise geringer Mattierung und Einstellhilfen wie Mikroprismen oder Schnittbild-Indikator. Denn solche Einstellscheiben sind oft so ausgelegt, dass sie die volle Öffnung von Objektiven mit großen Anfangsöffnungen nicht nutzen, um bei der Benutzung von Objektiven mit kleinen Anfangsöffnungen ein Abdunkeln zu vermeiden.
 
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...
Ebenso die Schwierigkeit, diese scharfen Optiken korrekt zu fokussieren, vor allem ohne Stativ. Meine Treffergenauigkeit liegt übrigens auch deutlich (!) unter 50 Prozent.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Ist bei mir anders.
Dies nur als Hinweis, da Du Dich so fatalistisch hier äußerst. Vllt. regt das ja zum Nachdenken an und vermeidet ein schiefes Bild bei menschen, dies es nicht ausprobiert haben.

... Heute habe ich beim Karneval mit dem Sigma 50 Art in Autofokus fotografiert, und auch mächtig Ausschuss produziert, weil man bei rasch bewegten Menschen nicht immer die Zeit hat, den Fokuspunkt zu verschieben oder zu "locken".

Mit etwas Geschick kann man das ausgleichen. Ich habe auch beim Karneval fotografiert, mit AF: Ausschuß << 5%.


Also weiter üben, und sich über die gelungenen Bilder freuen. ...

Genau, denn es ist von Deinem Geschick und Deinem visuellen System abhängig. Letzteres kannst Du nur mittelbar kompensieren.
 
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Vielleicht sollten "sie" mal nen Kurs machen. Sicher haben alle analogies seiner Zeit nur unscharfe Bilder produziert und wissen es gar nicht?!
Also, ich kann das gejammere um "nicht scharf stellen können mit D800xx und Zeiss Objektive" überhaupt nicht nachvollziehen.
Wenn es so wäre, würde ich anfangen zu malen...
Manchmal habe ich das Gefühl vor lauter Technikgläubigkeit sind alle nur noch behindert mit ihren mitgegebenen Sinnen.
 
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Ne, seltsamerweise fotografiere ich seit Jahren mit dieser Kombi, ohne Problem und sogar meine Kunden sind zufrieden. Und ich kenne auch einige Kollegen, mit derselben Ausstattung, die auch hervorragend klarkommen.
Hier wird es so dargestellt, als kann man/Frau mit solch einer Ausstattung nicht oder nur marginal zu brauchbaren Ergebnissen kommen.
Es gibt halt auch andere..., das nur am Rande...
Und Nein, ich habe keine Ausrüstung, die entsprechend justiert oder modifiziert wurde.
Alles ganz normal und im Grünen Bereich.
 
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Bei entsprechend abgeblendeten Zeiss Optiken (z.B. Blende 11) sind auch die Aufnahmen mit einer D800 scharf zu bekommen.
Selbst wenn die Objekte in Bewegung sind.
Dann besteht ehr die Gefahr der Bewegungsunschärfe :)

Bei offener Blende (z.B. Otus 85mm 1:1,4) wird selbst der geübteste Fotograf Schiffbruch mit der Einstellscheiber der D800 oder dem grünen Punkt erleiden.
Gezieltes setzen der Schärfe ist dann Zufall.
Wesentlich problemloser ist dagegen die Verwendung der Lupe (10-13x) beim Live View oder mit Spiegellosen wie die A7R!
 
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Zur Vermeidung von Missverständnissen:

Diese Aussage ("Grund: Sucherapertur") trifft in dieser Allgemeinheit nur dann zu, wenn der Ausdruck "Mattscheibe" nicht für eine voll mattierte und stark streuende "Vollmattscheibe" steht, sondern für eine "Einstellscheibe" mit vergleichsweise geringer Mattierung und Einstellhilfen wie Mikroprismen oder Schnittbild-Indikator. Denn solche Einstellscheiben sind oft so ausgelegt, dass sie die volle Öffnung von Objektiven mit großen Anfangsöffnungen nicht nutzen, um bei der Benutzung von Objektiven mit kleinen Anfangsöffnungen ein Abdunkeln zu vermeiden.

Ich wäre mir nicht so sicher, ob die Sucherapertur nicht auch noch durch die (zu geringe) Größe des Spiegels verringert wird.

Viele Grüße

Dirk
 
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Bei entsprechend abgeblendeten Zeiss Optiken (z.B. Blende 11) sind auch die Aufnahmen mit einer D800 scharf zu bekommen.
Selbst wenn die Objekte in Bewegung sind.
Dann besteht ehr die Gefahr der Bewegungsunschärfe :)

Bei offener Blende (z.B. Otus 85mm 1:1,4) wird selbst der geübteste Fotograf Schiffbruch mit der Einstellscheiber der D800 oder dem grünen Punkt erleiden.
Gezieltes setzen der Schärfe ist dann Zufall.
Wesentlich problemloser ist dagegen die Verwendung der Lupe (10-13x) beim Live View oder mit Spiegellosen wie die A7R!

Eine Frage: Ist denn eigentlich bekannt, ob das Otus 1,4/85 auch eine Blendendifferenz aufweist?
Das Planar 1,4/85 hat ja eine sehr eindeutige.

http://www.the-digital-picture.com/Reviews/Zeiss-85mm-f-1.4-ZE-Planar-Lens-Review.aspx

Das deckt sich übrigens mit meinen Ergebnissen.

Dirk
 
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Ich wäre mir nicht so sicher, ob die Sucherapertur nicht auch noch durch die (zu geringe) Größe des Spiegels verringert wird.

Die Ausdrucksweise "Sucherapertur" halte ich aufgrund der in der nachstehend verlinkten Artikelserie erläuterten Zusammenhänge sowieso für nicht sonderlich glücklich gewählt, denke aber, dass hier nicht der Ort ist, dies näher zu diskutieren.

http://www.htw-aalen.de/dynamic/img...en/doz/2007/07_09_buendelbegrenzung_teil1.pdf
http://www.htw-aalen.de/dynamic/img...007/07_10_pupillenanpassung_nolting_teil2.pdf
http://www.htw-aalen.de/dynamic/img...nen/doz/2008/04_08_buendelbegrenzungteil3.pdf
http://www.htw-aalen.de/dynamic/img...nen/doz/2008/06_08_buendelbegrenzungteil4.pdf
http://www.htw-aalen.de/dynamic/img...en/doz/2008/08_09_buendelbegrenzung_teil5.pdf

In praktischer Hinsicht ist mir nicht bekannt, dass es SLRs gibt, bei denen die Zuverlässigkeit des manuellen Scharfstellens mit hochgeöffneten Objektiven durch einen zu kleinen Schwingspiegel beeinträchtigt wird.

Zu der Frage: "Scharf - (Wie) Geht das mit einem Objektiv von Zeiss an einer DSLR von Nikon?":

Eine fotografische 1:1 Abbildung ist aufgrund der sich bei ihr Geltung verschaffenden Naturgesetze bekanntlich ein Ding der Unmöglichkeit. Also ist jedes Foto in diesem Sinne "unscharf".

Insofern stellt sich also sowieso nur die Frage, wieviel Unschärfe bei einer bestimmten Abbildung aus der persönlichen Sicht der sie jeweils Beurteilenden dem jeweiligen praktischen Verwendungszweck dieser Abbildung angemessen zu sein scheint. Und auf diese Frage gibt es nun einmal keine allgemeingültige Antwort, da die Verwendungszwecke von Fotos und auch die persönlichen Sichtweisen der Beurteilenden dafür zu unterschiedlich sind.

"Man" scheint allerdings mit der beim Fotografieren mit Objektiven von Zeiss an einer Nikon DSLR erzielbaren Schärfe zumindest so zufrieden zu sein, dass es sich für Zeiss wohl zu lohnen scheint, Objektive für das Nikon-Bajonett anzubieten.
 
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"Man" scheint allerdings mit der beim Fotografieren mit Objektiven von Zeiss an einer Nikon DSLR erzielbaren Schärfe zumindest so zufrieden zu sein, dass es sich für Zeiss wohl zu lohnen scheint, Objektive für das Nikon-Bajonett anzubieten.

Das will ich garnicht in Frage stellen. Mein Hinweis war nur, daß es bei hochöffndenden Objektiven mit Fokus-Shift prinzipiell nicht möglich ist, über Mattscheibe oder AF-Confirm optimal scharfzustellen.
Im genannten Zeiss-Link ist alles gesagt.

http://www.zeiss.de/camera-lenses/d...hat_makes_the_difference/manual_focusing.html

Dirk
 
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Das will ich garnicht in Frage stellen. Mein Hinweis war nur, daß es bei hochöffndenden Objektiven mit Fokus-Shift prinzipiell nicht möglich ist, über Mattscheibe oder AF-Confirm optimal scharfzustellen.

Wenn mit "optimal scharf" die in technischem Sinne maximal erzielbare MTF gemeint sein soll, so lässt sich dieses Optimum sowieso bestenfalls auf der optischen Bank erzielen, aber nicht in der Praxis der bildmäßigen Fotografie.

Wenn "optimal" hingegen im Sinne "optimal im Rahmen des jeweiligen Verwendungszwecks der jeweiligen Fotografie" gemeint ist, dann lässt sich in diesem Sinne selbstverständlich auch mit Objektiven mit einer ausgeprägten Blendendifferenz "optimal scharfstellen" - und zwar auch "über Mattscheibe oder AF-Confirm", nämlich immer dann, wenn die dabei resultierende Unschärfe aus der Sicht des jeweiligen Verwenders in dem vom jeweiligen Verwendungszweck abhängigen zulässigen Bereich bleibt.
 
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Na toll, wegen diesem Thread bin ich auf dir Idee gekommen, ob nicht das 100´er Makro Planar zu mir passen würde...:rolleyes:

Gruß
Heiko
 
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Das kann ich bestätigen. Auch ich hatte beim Zeiss 21 2.8 bei schräg von vorne einfallendem Licht schon mit Flairs zu tun.

Bei meinem Zeiss 25 2.0 hatte ich bislang noch keine Flairs.
Dieses Objektiv scheint mir auch schärfer abzubilden als das 21er.

Gruß
Gianni

Meine Zeiss SWW (21mm, 18mm) produzieren eindeutig weniger Flares als ich sie z.B. bei den Nikons hatte, beim 14-24 eh logisch, aber auch beim 16-35.
 
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