Im kompostfarbenen Forum gibts einen, der hat mal behauptet, 90000 Aufnahmen im Jahr zu machen. Das sind bei einem 12-Stunden Tag 20 Bilder pro Stunde, alle drei Minuten eins. Tagaus, Tagein, am Arbeitsplatz, auf dem Klo, beim Essen.
Bilder hat er nie gezeigt. :kopfkratz:
Mit meiner A1 und der F1 hatte ich in den 80ern rund 5000 Dias gemacht und etwa genau so viele SW-Aufnahmen. In den 90ern mit meinen Nikons noch mal rund 5000 Dias. Das sind 15000 Aufnahmen in 20 Jahren.
Eine Reihe davon sind gut geworden, aber nur ganz wenige davon sind wirklich richtig gut.
Auf meinen Rechner tummeln sich nun ebenfalls 15000 Aufnahmen - aus rund fünf Jahren Digitalfotografie. Das sind pro Zeit vier mal so viel wie zu Analogzeiten, was nicht verwundert, denn natürlich waren damals die Kosten und die Nachbearbeitung durch SW-Entwicklung und Rahmung eine gewaltige Bremse.
Die Anzahl guter Aufnahmen ist dabei nicht nur absolut sondern auch prozentual gestiegen, was ebenfalls nicht wundert, denn wenn man nicht dazu lernt kann man es auch lassen.
Ich glaube aber nicht, dass ich doppelt so viele gute Aufnahmen hätte, wenn ich doppelt so oft auslöste. Denn eines hab ich mir aus der Analogzeit bewahrt: Ich schaue mir eine Szenerie i.d.R. etwas länger an, bevor ich draufdrücke. Und so manches Mal, wenn ich durch den Sucher schaue, nehme ich den Finger wieder vom Auslöser, weil es wohl nichts werden würde.
Ich vermute mal, dass diejenigen, die sich in Analogzeiten daran gewöhnen mussten sich ihr Material einzuteilen, unterbewusst immer noch zurückhaltender auslösen, als diejenigen, die von Materialfragen gänzlich unbelastet gleich digital eingestiegen sind.
Das ist nicht wertend, ich mag nämlich nicht beurteilen was "besser" oder "schlechter" ist. Es ist einfach so.
Achja: D700, neun Monate alt, bisher 110 Filme