Weitwinkel und Zwischenring

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bl2002

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Hallo Forum,

ein nicht unwichtiges Stilmittel ist die Loslösung des Motivs vom Hintergrund (bei einem Motivabstand von ca. 1-3m) durch Unschärfe. Bei Weitwinkeln läßt sich dies durch Offenblende auch einigermaßen erzielen; hierfür werden dann gerne lichtstarke (F=2 oder kleiner) Objektive bei Offenblende eingesetzt.
Die Bildleistung der Objektive ist aber besser bei Blende 4 oder 5.6.

Kommt mann mit einem dünnen Zwischenring bei 28mm (Bildwirkung an FX) zu einem ähnlichen Effekt, oder bin ich mit der Scharfstellung damit schon viel zu nah am Objektiv?

Danke im voraus
 
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welche kamera denn überhaupt?

f/3.5 hat ja schon ein billig-zoom. ich würde sagen 1.8 ist pflicht, 1.4 schadet auch nicht.
 
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Den Teil des Forums kannte ich noch gar nicht. Das ist ja sehr praktisch.
Danke.
 
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welche kamera denn überhaupt?

f/3.5 hat ja schon ein billig-zoom. ich würde sagen 1.8 ist pflicht, 1.4 schadet auch nicht.

Ich bin auf dem Sprung zu FX (komme ja vom analogen Kleinbild). Probiere bisher mit einer D5200 rum; damit komme ich aber nicht klar, da Sucher ungeeignet für manuelle Fotografie. Zu dunkel, zu klein. Das Teil hat auch keine Ai Unterstützung. DX Format ist für mich nicht interessant, da ich weder Sport noch Tierfotografie im Schwerpunkt habe.

Nikkor 28 /3.5 ist kein Billig-Zoom sondern eine bewährte Festbrennweite.
Schon etwas älter. Aber immerhin mit Ai Umbau. Habe ich gebraucht gekauft, als ich 16 Jahre alt war. Das Teil hat schon Geschichte auf dem Buckel.
 
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Entschuldigung, hatte ich beim ersten schnellen Lesen falsch verstanden.

F1.4 oder 1.8 sind bei Offenblende und Scharfstellen auf die im Sucher sehr kleinen Augen eine Herausforderung. Habe es gerade mit meinem 28/3.5 und 35/2.8 probiert. Kein Bild von 22 hat die Augen scharf. Wahr wohl zu hektisch.

Ist für solche Bilder manuelle Fokussierung überhaupt empfehlenswert?

Vom Bildeindruck könnte 35/1.8 an FX den gewünschten Verlauf bzw. Unschärfe erzeugen. Die Fokussierung macht mir aber noch Kopfzerbrechen, da viel Aufmerksamkeit für die Person sein muß.
 
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35 mm sind an dx aber kein weitwinkel und 28 mm fast kein weitwinkel. richtige weitwinkel sind andererseits auch nicht besonders porträt-geeignet.
 
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Mit fallen ein paar Sätze ein:

Manuelles Scharfstellen ist eine Sache der Übung und hat natürlich auch Grenzen. 100%-Ansichten und punktgenaues, manuelles Scharfstellen mit hochöffnendem Weitwinkelobjektiven vertragen sich nicht besonders und echte Treffer sind sogar mit der perfekten Ausstattung ein wenig Glückssache.

Wie erkennt man denn vom sozialen Umfeld etwas, wenn es noch unschärfer ist, als in Knurris Jugendzimmerbild?

28-35mm an FX wären 20-24mm an DX. Da ist Nikon etwas spärlich ausgestattet, wenn die Kohle nicht so locker sitzt. In Sachen Freistellung muss man da aber auch aufpassen, dass man nicht zu nah heran geht, denn dann sehen die Portraitierten auch schonmal sehr ungewöhnlich aus.

Und so geht Deine Vorstellung ein wenig an der Realität vorbei. Ob ich für eine solch diffuse Idee meinen gesamten Kamerapark umstellen würde? Ich glaube nicht.

Das Schöne ist aber: Der Blick durch den Sucher findet bei Offenblende statt und man kann das spätere Ergebnis in Sachen Schärfeverlauf schon bei der Aufnahme sehen. Man nehme also mal ein 24/1,8 zur Hand und schaue, was damit machbar ist, bevor man es kauft. Auf das Bisschen weniger an Schärfentiefe an FX würde ich auch nicht bauen, ohne es auszuprobieren.

Die günstigste Lösung für die ersten Anläufe wäre mEn: Ein Sigma 30/1.4 und etwas mehr Abstand zum Motiv. Was damit nix wird, wird auch mit anderer Ausrüstung nicht.
 
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Na, so schwierig ist es doch nicht, zum Glück.
Ich habe weder diffuse Ideen, noch muß ich meinen gesamten Kamerapark umstellen.
Alle meine Objektive sind für FX und ich bin mit denen zufrieden, ein Objektiv gegen ein lichtstärkeres zu tauschen (oder zu ergänzen) halte ich für überschaubar. Die D5200 habe ich nur zum probieren. Und genau das mache ich; um herauszufinden, was ich will (und FX ist für mich der Weg).
Meine bisherigen Fragen und Bildprojekte zeigen ja, was ich ausprobiere, um für mich das richtige Body zu finden. Die Fragestellungen arbeite ich gezielt ab und wenn ich was noch nicht richtig verstehe, frage ich. Zuerst aus Perspektive des Unwissenden zum Thema digitale Fotografie und nun sehr konkret auf Bildstile bezogen. Bei allen Fragen komme ich wieder auf den für mich wichtigsten Punkt: Wie stelle ich scharf, daß der von mir gedachte Bereich getroffen wird. Nicht ganz einfach, vor allem:
weil die angedachten Hilfestellungen gar nicht so funktionieren, wie ursprünglich von mir gedacht. Z.B. Live view. Hier hatte ich geglaubt, daß dies eine Einstellhilfe sein könnte. Ist es für mich aber nicht. Draußen (im hellen Licht) keine Chance, im Dunkeln stört es den Blick durch den Sucher usw. Auflösung, Kamerahaltung kommen noch als Thema dazu.
Da aber jeder hier (FÜR SICH) zu einer akzeptablen Lösung gekommen ist, werde ich es auch. Ohne jetzt sagen zu können, ob nicht eine elektronische Sucherunterstützung für mich die bessere Lösung ist; hier wäre auch ein innenlilegendes VR System (z.B. Sony A II) ein denkbares Zusatzkriterium (manuelle Fotografie mit Altglas), ohne das ich es jetzt gewichten kann; mangels Erfahrung. Die Vielzahl der technischen Lösungen und der damit verbundenen Bildresultate beweist, daß es nicht eine universelle Vorgehensweise gibt, sondern jeder für sich seinen fotografischen Stil und Vorgehensweise herausfinden muß. Genau das mache ich, aber hierzu muß ich die techn. Vorgehensweise der Bilder verstehen, es selber ausprobieren und erkennen, wo es bei mir hängt. Somit nähere ich mich Schritt für Schritt der richtigen Lösung und kann meine Bilder mit dem für mich richtigen Body machen.
Das die Fokussierung ein problembehaftetes Thema ist, beweisen diverse Hardware Systeme und die hieraus entstehenden unendlichen Diskussionen. Dabei interessiert mich kein Mainstream, sondern die Lösung, bei der ich den Schärfepunkt am besten erkennen kann.
Eine sehr schöne Darstellung der Erfahrungsreise läßt sich hier nachlesen:
https://kwerfeldein.de/2015/01/14/manueller-fokus-im-zeitalter-der-dslr/

Deshalb begrüße ich sehr, wenn hier im Forum Bilder mit Entstehungsgeschichte gezeigt werden. Ich habe mir keine Kritik an Knurris Bild 1 erlaubt, sondern meine Überraschung kundgetan. Ich hatte mehr Unschärfe bei diesem Setup erwartet.
Motivunabhängig. Die Bildbeispiele finde ich übrigens sehr gut. Sie zeigen mir auch den unterschiedlichen Charakter moderner WW zu denen der sogenannten Altglasfraktion. Beide Systeme haben ihren stilistischen Reiz und ich habe überzeugende Bilder aus beiden Welten gesehen. Also wäre hier ein anderes Objektiv auch als Ergänzung zu verstehen. Falls eins nur noch rumliegt, kann es ja später verkauft werden.

Über diesen Threat habe ich nun gelernt, daß sehr lichtstarke WW die von mir gewünschte Darstellung erforderlich machen. Und Weitwinkelportraits eine besondere Problematik der Fokussierung darstellen. Dank an alle Diskutanten.
 
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Was noch eine Idee ist: Freelensing (http://www.samhurdphotography.com/reviews/freelensing/).

Du könntest dein 28er einfach erstmal diskonnektieren, das führt mitunter zu Streulicht. Ich habe mir daher aus einem Fahrradschlauch einen "Tilt/Shift-Adapter" gebastelt.


2015-09-15-1037%20-%20553%20copy.jpg
 
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Ich vermute, daß um diesen Bildstil zu erreichen, müßte ich einen Zwischenring mit 1-2mm haben, um die Schärfe im Bereich 1-3m zu finden.

Über Bajonett schwierig.
Allerdings: Für den Umbau von Nikkoren an Pentax Kameras gibt es einen Vorschlag, in dem U-Scheiben untergelegt werden und das Bajonett damit ca. 0,9mm vorrückt. Geht bei meinen AI-S Objektiven ja leicht zu verwirklichen. Wollte ich bei Gelegenheit mal probieren.
 
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Ich weiß nicht so recht, warum du so auf den ZR fixiert bist? Hast du den Artikel überhaupt gelesen?
Der schiebt die Nahgrenze näher ans Objektiv und erhöht den Abbildungsmaßstab, mehr nicht. Zugleich beschneidet er dich in der Möglichkeit, auf weiter entfernte Objektive zu fokussieren.
Wenn du unbedingt mehr Abstand zwischen Kamera und Objektiv bringen willst, schraub es ab und halte es direkt vor die Kamera - dann siehst du, was ein ZR bringt.
 
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Ich habe das mit dem ZR so verstanden:
1) Verschiebung der Naheinstellung Richtung Objektiv
2) Verlust der Unendlicheinstellung
3) Verringerung der Schärfentiefe

Bei Punkt 3 bin ich mir nicht sicher. Ein Versuch ist es mir wert; 5 Schrauben, 5 U-Scheiben; das war es für ca. 1mm ZR. Alles reversibel; also nur ein Zeit Problem.
Es sei denn, Punkt 3 stimmt nicht und ich kann mir die bildliche Testung sparen.
 
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Also ich verstehe immer noch nicht, wovon du dir genau erhoffst, deinen genannten Zielen näher zu kommen, aber ich gebs auf... und bin gespannt, was bei rauskommt. ;)
 
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Ich bin auch gespannt. Selbst gemachte Erfahrung ist aber auch die beste und einzige Erfahrung.
Außerdem wollte ich es sowieso machen, da die Pentax K1 mir im Kopf rumgeistert und ich sie mal erleben möchte. Aber erstmal ist noch Sony dran, weil hier ein anderer Bedienungsansatz verfolgt wird und die Kupplungsringe ohne Objektivumbau funktionieren. Keine Ahnung, was dann letztendlich meine Lösung sein wird, aber ich habe keinen Zeitdruck, da nur Hobby.
Und nebenbei übe ich fokussieren unter widrigen Bedingungen mit dem bisherigen System.
 
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Ich vermute, daß um diesen Bildstil zu erreichen, müßte ich einen Zwischenring mit 1-2mm haben, um die Schärfe im Bereich 1-3m zu finden.

sag mal, hast du eigentlich die antworten hier im thread schon mal gelesen?

FÜR EINE FOKUSSIERUNG AUF 1 - 3 m BENÖTIGST DU KEINEN ZWISCHENRING! nicht mal mit einem teleobjektiv, sogar ein 200 mm tele kann auf 2 m fokussieren ohne zwischenring! bei einem weitwinkel kannst du auf 20 - 30 cm fokussieren. einen zwischenring benötigst du nur, wenn du NÄHER ran willst!

das ist doch der sinn eines zwischenrings. mit einem normalen 28er hast du doch ohne ring schon eine nahgrenze von rd. 30 cm. das heißt: ab 30 cm abstand (von der sensorebene!) brauchst du einen zwischenring der dicke NULL, also keinen!

nein, nicht mal ansatzweise, der zwischenring verlängert einfach den auszug und verringert damit die nahgrenze. mit der geringeren gegenstandsweite verringert sich natürlich c. p. die schärfentiefe, aber eben auch der maßstab! du hast dann statt eines porträts aus 1 m eine nahaufnahme des auges aus 20 cm!

du kannst die physik damit nicht überlisten.

nochmal: auf 30 cm kannst du mit einem 28er schon OHNE zwischenring fokussieren, jeder mm mehr auszug bringt dich näher! dir hilft kein zwischenring, sondern nur eine große öffnung!

was ist denn daran so unverständlich?
 
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