Weißes Finnland

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Der Wasserfall ist eingefroren und unter Eis und Schnee nur zu erahnen.
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Wir wandern noch ein kleines Stück weiter
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Ziel ist die Schutzhütte Kiutaköngas.
Tisch und Bänke sind durch Schneemassen bereits belegt.
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Zum Abschluss des Tages noch ein paar minimalistische Bilder
Gräser
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Bäumchen im Wintermantel
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Zwei Dolly-Buster Hügelchen
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Wellen im Schnee
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Ein Ring im Schnee.
Das Bild habe ich etwas heller gehalten, damit es nicht so grau ist,
die Strukturen sind dann auch etwas dezenter. :fahne:
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Am letzten Tag weichen wir vom Programm ab.
Wir fahren nach Ruka.
Es ist das Touristenzentrum mit zahlreichen Hotels, Seilbahnen und Skipisten.
Ein Schneemann begrüßt die Normaltouristen.
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Hier haben auch bekannte Sportler, insbesondere Berufskraftfahrer (fliegende Finnen und Kreisverkehrfahrer), einen noblen Wohnsitz.
(durch die getönte Scheibe vom Taxi fotografiert)
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Vor der Nobelhütte steht ein Nobelhobel.
Mit dem Bentley werden Fahrsicherheitstrainings auf zugefrorenen Seen veranstaltet.
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Die Post bleibt im Briefkasten frisch.
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Vereiste Eisbar.
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Was mag im Topf drin sein? :nixweiss:
Lecker lecker Eisbein?
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Wir ziehen wieder die Schneeschuhe an.
Dann geht es auf den Hausberg von Ruka.
Wir stapfen wieder durch den Schnee.
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Heute ist es nicht so neblig.
Wir können bis ins Tal nach Ruka schauen
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Eisskulpturen
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Die Skulpturen erlauben Durchblicke
Bei diesem Bild habe ich getrickst.
Es ist ein Ausschnitt aus einem runden Fischaugenbild,
bei dem ich die schwarzen Ecken übermalt habe.
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Mit dem Weitwinkel sieht es so aus.
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Abstraktes
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Auch Urmels Verwandte sind hier
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Mit viel Fantasie sieht man hier eine Hippo-Karikatur ...
aufrecht stehend mit großer Krawatte
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Nachmittags geht es auf Safari
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Wir besuchen Susi (Finnisch = Wolf) und seine Hunde
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Nach einer kurzen Unterweisung stehen die Schlitten für uns Bereit.
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Die Hunde sind energiegeladen und können die Abfahrt kaum erwarten
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Das Nilpferd darf auf den ersten 5 km als Balastgewicht mitfahren. :D

Endlich geht es los.
Unsere 6 Huskys jagen den ersten kilometer wild los.

Ich sitze im ersten Schlitten auf einem Rentierfell.
Darunter ist nur noch eine Plane.
Durch die hohe Masse des Nilpferds schleift diese auf dem Boden.
Jede Unebenheit spüre ich am Allerwertesten. :motz:

Aus der niedrigen Sitzposition im Schlitten ist das Fotografieren schwierig.
Also Kamera an gestreckten Armen hochhalten und <klick, klick, klick>.
Irgendetwas wird schon drauf sein. :D

Mit einer längeren Belichtungszeit versuche ich die Dynamik einzufangen.
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Eine Kurve ermöglicht ein Bild von einem nachfolgenden Schlitten
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Sonst starre ich nur auf die 6 Hundepopos vor mir.
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Auf halber Strecke wird gewechselt.
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Ich lasse die Huskys laufen.
Aber inzwischen läßt deren Motivation deutlich nach.
Gemächlich traben sie dahin.
Bei der kleinsten Steigung bleiben sie stehen.
Sie schauen mich treudoorf an.
Ich habe verstanden.
Ich steige vom Schlitten ab.
Dann schiebe ich den Schlitten den Hügel hoch.
Oben angekommen, bin ich total ausgepumpt.
Die ausgeruhten Hunde sausen sofort wieder los.
Ich habe Mühne mich am Schlitten festzuhalten.
Mit schnellen Schritten laufe ich hinter dem Schlitten hinterher,
bis ich auf die Kufen aufspringen kann.
Ich bin sicher, das haben die Biester mit Absicht gemacht.
Dieses Spielchen wiederholt sich noch mehrmals.
 
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Am Ziel angekommen lassen sie sich dann auch gerne fotografieren.
Die Hunde sind eine Kreuzung aus sibierischen Huskys und Alaska-Huskys.
Auch eine andere Hunderasse wurde gezielt eingekreuzt, um die Leistungsfähigkeit der Hunde zu steigern.
Einige Hunde haben sogar unterschiedliche Augenfarben.
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Die Hunde werden wieder ausgespannt
und bekommen ihre Streicheleinheiten
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Auch das Frauchen bekommt Ihre Streicheleinheiten.
Wobei man sich als Hund auch etwas erlauben kann ...
... was für den Fotograf ethisch nicht korrekt ist. :D
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Wir gehen noch auf Rentiersafari
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Weißes Rentier im Schnee
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Im Auge des Rentiers
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Der letzte Abend im Blockhaus. :beerchug:
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Am nächsten Morgen geht es wieder nach Hause.
Auf dem Rückflug von Helsinki nach Hamburg saß neben mir ein anderer Hobby-Fotograf.
Er hatte in der gleichen Woche eine Fotoreise mit einem bekannten Profi-Fotografen gebucht.
Sie waren nächtelang in Nordfinnland und Nordnorwegen unterwegs, ständig auf der Jagd nach Wolkenlücken und Polarlichtern.
In der ersten Nacht sind sie von Rovaniemi bis zum Nordkap gefahren.
In einer Wolkenlücke haben sie mal kurz ein schwaches Polarlicht gesehen.
Trotz viele tausend km Fahrerei und Hotelankünfte um 03:00 Uhr morgens gab es keine weiteren Polarlichter.

Da war es bei uns viel entspannter.
In Kuusamo gab es durch die Wolkendecke keine Aussicht auf Polarlichter.
Es hätte keinen Sinn gemacht hier nachts auf die Jagd zu gehen.
Wir haben auch keine blaue Stunde oder Sonnenauf- und Untergänge verpasst.
Das Schneeschuhwandern durch den Winterwald hat mir viel Spaß gemacht.
Es sind andere Bilder entstanden, als ich gehofft hatte.
Mein Bedarf an Baumbildern ist aber noch für eine Weile gesättigt.
Somit war es auch richtig, dass wir am letzten Tag mit dem Hundeschlitten eine Tour gemacht haben,
anstatt auf einen weiteren Berg zu steigen und weitere Bäume im Nebel zu knipsen.

Fazit:
Ein schöne Reise, die sich für mich gelohnt hat.
Ich würde es so aber nicht nochmal machen.

Wenn das Hauptziel der Reise Polarlichter sind, sollte man spontan reisen und nicht vorher buchen.
Bei der Polarlichtfotografie müssen zwei Wahrscheinlichkeiten aufeinandertreffen.
1. Klarer Himmel
2. Sonnenaktivität

In Nordfinnland gibt es grob zwei Wetterlagen.
Gewinnt das sibierische Hochdruckgebiet, ist dort Wochenlang ein wolkenfreier Himmel und eiskalt.
Gewinnt die feuchtware Luft vom Atlantik gibt es tiefhängende Wolken und Nebel.
Die Wahrscheinlichkeit für klaren Himmel liegt bei ca. 30-40%.
Bucht man viele Monate vorher eine Reise, sind die Chancen auf Polarlichter so ca. 10-20%
Besser ist es, wenn man Wettervorhersage und die Sonnenaktivität beobachtet.
Wenn alles passt, muss man spontan sich in den Flieger setzen und gegebenenfalls mit dem Mietwagen auf die Jagd gehen.

Der nächste Winter ist der letzte bei Solar Maximum.
Vielleicht bekomme ich im nächsten Winter eine zweite Chance auf Polarlichter. :nixweiss:

Vielen Dank fürs Lesen, Bilder anschauen, Thanks, Daumen und netten Kommentare.

Die nächste Fotoreportage wird wieder in ein exotisches Land führen.
:hallo:
 
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Hallo Bernd,

ich danke Dir für die informative Berichterstattung und die nette Unterhaltung in den letzten Tagen.

:up::up::up:
 
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