Wechsel von D610 zur D750 sinnvoll?

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früher da hatten die Menschen eine Spiegel Kamera bestimmt mindestens 20 Jahre im Einsatz :winkgrin:
und die Kosten ausgerechnet pro Foto waren garantiert geringer
als wenn man sich alle 3 Jahre das neuste Modell kauft

nur meine Meinung

"Früher" waren die Entwicklungssprünge bei den einzelnen Modellreihen auch nicht so gravierend, wie heutzutage bei den Digitalen und somit auch der Druck nicht so hoch, eine neue Kamera kaufen zu müssen/wollen...
 
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"Früher" waren die Entwicklungssprünge bei den einzelnen Modellreihen auch nicht so gravierend, wie heutzutage bei den Digitalen und somit auch der Druck nicht so hoch, eine neue Kamera kaufen zu müssen/wollen...

ja dieser Druck hat die Menschen auch schon ganz krank gemacht in den Köpfen ,:dizzy:

Samsung S7 soll wieder etwas besser sein als Samsung S 6 welches letzte Jahr noch so bewundert wurde :lachen:
 
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... früher da hatten die Menschen eine Spiegel Kamera bestimmt mindestens 20 Jahre im Einsatz und die Kosten, ausgerechnet pro Foto waren garantiert geringer als wenn man sich alle 3 Jahre das neuste Modell kauft

Nope! Die Vermutung liegt nahe und vermutlich stimmt sie sogar bei Onkel Willi, der im Jahr zwei Filme (Thema: Weihnachten, Geburtstag und Urlaub) belichtet hat, aber für Amateure war Analog/Film die Hölle.

Ich mache heute (deutlich) unter 10000 Auslösungen im Jahr. Davon "bleiben" in meinem Fall (mit all der guten, einfachen Technik) +/- 20 "Hammerbilder", auf die ich wirklich stolz bin, die ich auch gern nach einiger Zeit wieder anschaue und immer noch (ganz ohne erste Euphorie) für gelungen halte. Mehr als diese 20 Bilder sind es nicht, das kann ich garantieren, denn ich habe Anfang November (wie jedes Jahr) meinen neuen Kalender gestaltet und keine 13 Hochformat Aufnahmen zusammen gebracht. Für Querformat waren 16 Aufnahmen im Rennen ... Eine DSLR "hält" bei mir rund fünf Jahre bis der Leidensdruck zu gross wird, und ich einem neuen Modell verfalle.

Zu analogen Zeiten hatte ich zwei Kameras im Einsatz (geladen mit Tri-X Pan und Ektachrome Professional 64 - ich war ein Kodak-Typ), und ich schätze mal, dass ich um dreissig Filme im Jahr durchgerissen habe. Den Tri-X kaufte ich als 3er Set oder gar im 10er Pack, den EP64 einzeln oder im 3er Angebot. Die Kosten für Filme, Chemikalien, Papier (alles SW) und Diaverarbeitung (ausser Haus, Rahmung selbst gemacht um Kosten zu sparen) werden um 400.- DM jährlich gelegen haben (für rund 1000 Auslösungen). Ich habe zu diesen Zeiten (trotz deutlich geringerer Ansprüche) wesentlich weniger "gute" Bilder fabriziert. Das lag vielleicht auch daran, dass eine "fotogene" Veranstaltung gelegentlich in eine Periode finanzieller Ebbe fiel, und gerade mal zu wenig Filme im Kühlschrank lagen.

Allein für Verbrauchsmaterialien kamen in fünf Jahren rund 2000.- DM zusammen - der Preis einer F2/F3/F4 (je nach dem, welche Jahre man vergleichen möchte). DAZU kam noch die Anschaffung der Kameras (FE und F2 in meinem Fall), und Kameras wurden damals auch schon "obsolet". TTL Belichtungsmessung, Offenblendmessung, Belichtungsautomatik, Autofokus (mit einhergehender Neuanschaffung des Objektivparks) - all zehn Jahre gab es einen wirklichen Generationenwechsel zwischen den 60ern und 90ern.

Nochmal: innerhalb von fünf Jahren hat man - hochgerechnet auf heute - damals den Preis einer D4s (des Spitzenmodells der Marke) allein an Verbrauchsmaterialien durchgerissen - wenn man nur 2,5 Filme im Monat belichtete. Mein Ai Nikkor 1:2-85mm hat 1983 (?) neu 769.- DM gekostet - rund 2/3 des Preises meiner vier Jahre zuvor gekauften Nikon FE, welche die Krone der Schöpfung unterhalb der F2 - später F3 - darstellte. Die Preise heutiger DSLR, heutiger Objektive, überhaupt des Hobby "Photographie" sind heute ein Witz dagegen!
 
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Wir sind heute in der luxuriösen Situation, aus einer Vielzahl von Kamera-Varianten das Modell auszusuchen, das den eigenen individuellen Vorlieben am Nächsten steht. Persönlich habe ich mich über das Erscheinen der D750 sehr gefreut, weil sie für mich der Nachfolger der D200 werden konnte: gleiche Gehäusegröße, etwas leichter, Vollformat - und das Klapp-Display. Mit dem Klapp-Display habe ich einige Motive noch besser darstellen können, weil ich die Kamera in Positionen bringen konnte, die mit dem Blick durch den Sucher nicht realisierbar waren, außer ich hätte die Beweglichkeit eines Gummi-Menschen. Ebenso ist das Klapp-Display eine wahre Erleichterung, wenn Aufnahmen mit dem Stativ eingestellt werden.
Natürlich habe ich auch Bilder mit der D200 - genauso wie vorher mit Analogfilm (FM2) - aufgenommen, die das brachten, was ich darstellen wollte. Die D750 hat dann den Zusatzbereich wieder ins Rennen gebracht, der früher einmal mit den zweiäugigen Rolleis und bei den Profikameras F2 / F3 mit dem Sportsucher erschlossen wurde und der bislang allenfalls mit einem Winkelsucher zu holen war. Der Winkelsucher führt allerdings bei Freihand-Aufnahmen auch zu akrobatischen Verrenkungen, und die Anfangseuphorie für den Winkelsucher war schnell auf die reinen Stativ-Aufnahmen zurückgegangen.
An einen Punkt kann man sich allerdings gewöhnen (im Positiven): Die enormen technischen Fortschritte lassen heute Zoom-Objektive entstehen, die als "Immerdrauf" einen Objektivwechsel (unterwegs) überflüssig werden lassen. Die Reaktionszeiten, also Zeiten für die Foto-Aufnahmen bzw. für die entsprechende Vorbereitung werden drastisch kürzer, weil in der Regel kein Objektivwechsel vorgenommen werden muss z.B. von Weitwinkel auf leichten Tele-Bereich.
Fazit: Zusammenstellen, welche Ziele oder Vorgehensweisen jeweils gewünscht sind, und sodann die hierzu passenden Ausstattungskomponenten wählen. Mich haben die Kameras, Objektive usw., die ich heute habe, alle "angesprungen", und es gibt ebenso natürlich Ausstattungs-Komponenten auf dem Markt, die mich nicht besonders reizen. Was für den einen eine tolle Lösung sein kann, muss noch lange nicht nach dem Geschmack eines anderen auch gleich gut sein. Deshalb gibt es voraussichtlich nie das "beste Produkt", weil die Bewertung vom persönlichen Nutzwert und den Vorlieben abhängt.
 
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