Was ist ein Fotograf?

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Hank schrieb:
Das natürlich, was sonst..:

"Versierter Dipl.-Fotodesigner sucht neue kreative Aufgaben in den Bereichen Still, Portrait, Mode, Architektur, Landschaft, Live, Journalismus. Profesionelles Studio und Equipment (analog/digital, div. Formate) vorhanden."

Dem guten Kollegen würde ich nahelegen, von den sieben Sachgebieten alles bis auf zwei zu streichen und sich für die übriggebliebene Paarung eine gute Begründung zu überlegen.
Die Leute in den Werbeagenturen können sich höchstens zwei Sachen merken, deswegen glauben sie auch nicht, dass jemand gut in Mode und Landschaft und Portrait und Still sein kann.
Ich glaube das auch nicht.

Grüße
Christian
 
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KrischanDO schrieb:
Dem guten Kollegen würde ich nahelegen, von den sieben Sachgebieten alles bis auf zwei zu streichen und sich für die übriggebliebene Paarung eine gute Begründung zu überlegen.
Die Leute in den Werbeagenturen können sich höchstens zwei Sachen merken, deswegen glauben sie auch nicht, dass jemand gut in Mode und Landschaft und Portrait und Still sein kann.
Ich glaube das auch nicht.

Grüße
Christian
...ich auch nicht, deswegen war's auch nur eine ironische Antwort auf die Fragen von Roland L.
 
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Hank schrieb:
:eek: ...na hoffentlich kriegst Du jetzt die Kurve wieder... :D
Hier ein kleiner Tipp, z.B.:
http://www.fotografie-studium.de

Danke, bekannt:

Mein Eindruck von den veröffentlichten Arbeiten: Fotografiestudium (Lehre, ...)
hat noch nie geschadet. Aber bei diesen Arbeiten wird nicht die technisch, handwerkliche Umsetzung gelobt, sondern die Idee, das Konzept.

Idee und Konzept vorstellen, dafür brauchst Du kein Studium.

Ideen sind gefragt.

Ideen zu finden ist nicht einfach.

Fotografen zu finden, die ein fertiges Konzept abarbeiten, ist einfach.

Ein Gaukler mit Ideen im Kopf hat es leichter als ein studierter Fotograf - für ihn reicht der Nachwuchs mit der Taschenknipse zur Vorstellung.
Ist der Gaukler dann noch ein Fotograf, ist das super.
Ist der Gaukler ein Genie, ist der Fotograf austauschbar.

Je besser die Idee ist, desto unwichtiger der Fotograf.
Nimm Helmut Newton, nimm seine in Szene gestellten Modells, stell Dich daneben, fotografiere mit einer Agfa-Klack. Wenn Helmut seinen Nachlaß mit ins Grab nimmt und seine Aufnahmen für immer verloren sind, wirst Du mit Deinen Agfa-Aufnahmen berühmt - auch, wenn der Horizont darauf schief ist!

Gruß vom
Kay
 
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Kay schrieb:
Aber bei diesen Arbeiten wird nicht die technisch, handwerkliche Umsetzung gelobt, sondern die Idee, das Konzept.
Idee und Konzept vorstellen, dafür brauchst Du kein Studium.
:eek: :confused: Ich seh das anders, völlig anders. Aber okay, lassen wir's halt dabei. Lohnt sich nicht, drüber zu streiten.:D
 
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Hank schrieb:
Ich seh das anders, völlig anders. Aber okay, lassen wir's halt dabei. Lohnt sich nicht, drüber zu streiten.:D

Stimmt. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage: Es würde mich freuen, wenn Du Recht hast!

Meine - selektive - Wahrnehmung geht nur dahin, dass sich die Realität mehr und mehr von dem gewünschten Ideal entfernt. :fahne:

Gruß vom
Kay
 
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Roland L. schrieb:
Wieso hat Hugo eigentlich keinen eigenen Account ?
Hugo ist ein riesiges weisses Kaninchen. Nur Kay kann ihn sehen.

"Na ja", grinst Hugo, "aber auch erst, seit ich ihm beibringen konnte, dass Karotten gesund für die Augen sind ..."
 
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Eine sehr philosophische Frage....

Für mich zählt in erster Linie das Bild das raus kommt. Wenn man sich ein sensationell, geniales BIld ansieht, wird es schwer sein herauszufinden, ob es von einem "handwerklich" top ausgebildeten Fotogarfen oder von einem "genialen" Kopf gemacht wurde (wobei das eine das andere nicht ausschließt).

Ich denke, dass es in erster Linie auf das Ergebnis ankommt. Wie es zustande kommt, ist mE egal.
Für bestimmte Aufnahmen benötigt man sowieso eine Kenntnis, die über die Automatikfunktion hinausgeht.

Ich vergleiche das gerne mit Grafikern oder Malern.
Es zählt vielmehr die Idee als die Fähigkeit zu malen od. zeichen.
Wenn ich eine gute Idee habe, diese auch dementsprechend umsetzen kann, dann werde ich mehr beachtet, als jemand, der zwar alle Techniken beherrscht, aber keine Idee hat....
 
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tengris schrieb:
Hugo ist ein riesiges weisses Kaninchen. Nur Kay kann ihn sehen.

"Na ja", grinst Hugo, "aber auch erst, seit ich ihm beibringen konnte, dass Karotten gesund für die Augen sind ..."

Hugo ist ein Fan von Harvey und mit Kay Mitglied in der GmbD!

Gruß von der ganzen Gesellschaft mbD!
 
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Kay schrieb:
Diskussion - Was ist ein Fotograf?
P.S.:
Statt einer Antwort:
Es gibt Steinmetze und es gibt Bildhauer. In der Fotografie heisst beides "Fotograf". Damit sind Missverständnisse vorprogrammiert.

P.P.S.:
In der Werbefotografie ist es üblich, dass die mehr oder weniger kreative Idee von einem Werbefritzen oder "Creative Director" kommt und vom Fotografen nach dessen Anweisungen handwerklich perfekt umgesetzt wird. Da dürfte die Rollenverteilung wohl klar sein.
 
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Hmh, die Eingangsfrage scheint mir Gegensatzpaare zu konstruieren, die gar nicht die Eingangsfrage "WAs ist ein Fotograf" behandeln.
Als müsste ich mich zwischen zwei Möglichkeiten des Bildermachens entscheiden, obwohl beide zur Fotografie gehören.

Ein Fotograf macht sich Gedanken um ein zu erstellendes Bild, sei es nun die Frage nach dem Handwerk oder der Bildidee. Beides sind Anforderungen an den Fotografen. Dabei wissen wir doch, dass selbst die Abbildung einer Reproaufaufnahme eine subjektive Darstellung ist. Auch hier findet die Auseinandersetzung mit der Bildidee statt. Und wirklich kreative Fotografen, die ihre Bilder gut gestalten wollen und können, kommen nicht um die Beschäftigung mit ihren Bildern und Aufnahmemöglichkeiten herum. Jedenfalls dann nicht wenn sie die Schwächen der ach so kreativen Bilder verbessern möchten, die entstehen weil sie z.B. bestimmte Lichtbedingungen nicht berücksichtigt haben etc. Ein erfolgreicher Fotograf, und vieleicht geht es ja um die Frage des Erfolges, wird auf Dauer nicht darum herumkommen sich mit dem Handwerk zu beschäftigen. Und sei es auf dem niedrigsten Level, bei der Wahl der Kamera.
Gruß
Jörg
 
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tengris schrieb:
In der Werbefotografie ist es üblich, dass die mehr oder weniger kreative Idee von einem Werbefritzen oder "Creative Director" kommt und vom Fotografen nach dessen Anweisungen handwerklich perfekt umgesetzt wird. Da dürfte die Rollenverteilung wohl klar sein.

Um mit Hugo Harvey zu zitieren: "Und spätestens da liegt der Hase im Pfeffer!"

Dein Beispiel macht deutlich, was ich wohl mehr oder weniger verschroben aufzuzeigen versucht habe.

Gruß vom
Kay
 
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hobby - FOTOGRAF
amateur - FOTOGRAF
semi professioneller - FOTOGRAF
professioneller - FOTOGRAF
berufs - FOTOGRAF
tier - FOTOGRAF
sport - FOTOGRAF
reise - FOTOGRAF
gelegenheits - FOTOGRAF
astro - FOTOGRAF
möchtegern - FOTOGRAF
architektur - FOTOGRAF
.........................................................................................................................................................................................
........................................................
...................................
....................
.......etc.

sind wir nicht alle ein bisserl knipser hier :D, tschuldigung FODDOGRAF
 
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Kay schrieb:
Moin,

bei Praesentationen von neuen Fotografen - und bei Preisverleihungen - (berichtet z.B. bei "Profifoto") fällt mir immer wieder auf, dass diejenigen bei arrangierten Aufnahmen (nicht bei Naturfotos, Aktion, Streetlife, ... ) in erster Linie Beachtung erhalten, die eine Idee gehabt haben und diese (handwerklich zumindest ohne Fehler umgesetzt) abgelichtet haben.

Auf das reine Fotografieren scheint es dabei nicht mehr anzukommen - dass man das kann, wird vorausgesetzt.

Wenn aber die originelle Idee am wichtigsten erscheint, frage ich mich, was die ganze Geschichte überhaupt noch mit Fotografie zu tun hat.

Handwerkliche Fähigkeiten hin, handwerkliche Fähigkeiten her, grundsätzlich gilt, dass ein gutes Bild eine Meinung widerspiegelt sollte, erst dann wird es als solches interessant. Zudem sind gute Fotografen mehr als nur reine Chronisten. Wenn sie zu Leitartiklern werden, eigene Standpunkte entwickeln und auch vertreten, erst dann werden ihre Arbeiten relevant.

Des Weiterne kann es jedes handwerklich noch so indiskutable Handybildchen mit entsprechender Honorierung auf die Titelseiten schaffen. Wichtig hierbei, dass das öffentliche Interesse groß genug ist und nicht unbegrenzt viele Bilder zum gleichen Thema bzw. Ereignis existieren, ansonsten kommt es zur inflationären Entwertung des Bildes.

Egal wie, es sollte stets zwischen Abbild und Sinnbild unterschieden werden und vor allem letzteres hat mit technischer Perfektion weniger am Hut, aber wie Susan Bright bereits schrieb: "Was wir sehen, hängt stets auch zum Teil davon ab, was wir zu sehen erwarten". :fahne:
 
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tengris schrieb:
In der Werbefotografie ist es üblich, dass die mehr oder weniger kreative Idee von einem Werbefritzen oder "Creative Director" kommt und vom Fotografen nach dessen Anweisungen handwerklich perfekt umgesetzt wird. Da dürfte die Rollenverteilung wohl klar sein.
Es ist auch durchaus üblich, den Fotografen bereits mit der Idee zu konfrontieren, bzw. beim Brainstorming mit einzubeziehen, denn letztendlich steht und fällt die Produktion mit dem Können und der Einfühlsamkeit des Fotografen, der weiß, was und ob etwas funktioniert. Gute Fotografen haben durchaus den Rang eines Creativ Directors und sind maßgeblich für erfolgreiche Kampagnen verantwortlich.
 
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tengris schrieb:
...
In der Werbefotografie ist es üblich, dass die mehr oder weniger kreative Idee von einem Werbefritzen oder "Creative Director" kommt und vom Fotografen nach dessen Anweisungen handwerklich perfekt umgesetzt wird. Da dürfte die Rollenverteilung wohl klar sein...
Gerade in der Werbefotografie kann ich wenig Kreativität entdecken. Eher ein ständiges Abkupfern.
 
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Ich habe außer dem Eingagspost noch keinen Eintrag gelesen, denn mir fiel spontan eine Gegenfrage ein:

Bei welchen Bildern haltet Ihr inne?

Welche Bilder in unserer reizüberfluteten Welt erzeugen in Euch Emotionen bzw. erzählen Euch eine Geschichte?

neunhundert
 
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tengris schrieb:
P.S.:
Statt einer Antwort:
Es gibt Steinmetze und es gibt Bildhauer. In der Fotografie heisst beides "Fotograf". Damit sind Missverständnisse vorprogrammiert.

Das trifft es IMHO ganz gut.

Ist ja beim Fotografieren wie in der Musik. Wer ist der bessere Gitarrist? Der, der alles von Dream Theater rückwärts in dreifacher Geschwindigkeit spielen kann, aber noch nie was eigenes gemacht hat? Oder der, der handwerklich kurz hinter Volkshochschule für fortgeschrittene Anfänger ist, aber damit Leute zum Träumen bringen kann?

Also eigentlich kaum beantwortbar weil die altbekannten Äpfel und Birnen...

Viele Grüße
Christoph
 
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Roland L. schrieb:
Gerade in der Werbefotografie kann ich wenig Kreativität entdecken. Eher ein ständiges Abkupfern.
Du darfst dir aussuchen, von welcher Seite des Käses du bei meiner Aussage "... mehr oder weniger kreative Idee ..." abbeissen willst.

Mal abgesehen davon wäre es einmal eine interessante Diskussion mit dem Cognacglas am Kamin, ob sich eigentlich "creative" zu "kreativ" ebenso verhält wie "Fantasy" zu "Fantasie". Ich fürchte fast. Soll uns aber hier nicht weiter vom Thema ablenken.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte:

Die Entstehung eines guten Fotos hat sowohl künstlerische als auch handwerkliche Aspekte. Wobei je nach Aufgabenstellung die eine oder die andere Seite wichtiger sein wird. Aber das eine oder das andere wäre nur in den seltensten Fällen möglich. Viele weltberühmte Fotos von weltberühmten Fotografen sind eben definitiv nicht mit dem Mobiltelefon oder mit einer Primitivknipse entstanden, sondern mit einer Kamera, welche gewisse Mindeststandards erfüllt. Ansel Adams wird gerne zitiert, wenn es wieder mal darum geht, dass "ein wahrer Meister keine GigapixelMegaDigiPuffi braucht". Na ja, der Meister hat vorwiegend im Großformat gearbeitet, das ist wohl schon wieder ein wenig in Vergessenheit geraten.

Diese künstlerischen und handwerklichen Aspekte müssen sich nicht notwendigerweise in einer Person vereinigen. Habe mal eine Doku über Helmut Newton gesehen, wo der lange und ausgiebig mit seinem Laboranten diskutiert hat, wie er die Abzüge für eine geplante Ausstellung haben wollte. Im Endeffekt bringen beide Können, Wissen und Erfahrung ein, aber letztlich ist klar, wer unsterblich wird und wer für gute Arbeit gut bezahlt wird.

Und wenn jetzt ein Teil der handwerklichen Arbeit von einer Maschine übernommen wird, na ja wir werden 's wohl überleben. Solange ich besser weiss, wie zu belichten ist, solange stell ich 's ein und wenn die Kamera es besser weiss, dann soll sie halt machen. Viele Leute haben auch von McDonalds keine hohe Meinung, aber ist es manchmal ganz angenehm, keine Pfeile schnitzen zu müssen, wenn man Hunger hat.
 
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tengris schrieb:
Du darfst dir aussuchen, von welcher Seite des Käses du bei meiner Aussage "... mehr oder weniger kreative Idee ..." abbeissen willst.

Mal abgesehen davon wäre es einmal eine interessante Diskussion mit dem Cognacglas am Kamin, ob sich eigentlich "creative" zu "kreativ" ebenso verhält wie "Fantasy" zu "Fantasie". Ich fürchte fast. Soll uns aber hier nicht weiter vom Thema ablenken.
...
Wenn auch ein Grappa sein darf gerne ;)
PS.: Nur mit der Käsespruch kann ich im Moment nichts anfangen, ich kann zwar erahnen was Du damit meinst, aber sein genauer Sinn ist mir nicht geläufig.
 
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