To manipulate magnification, we took photographs with a 56-mm lens and printed them at 18 × 12 cm (same as the previous), and four additional sizes (6 × 4, 9 × 6, 29 × 19, and 39 × 26 cm).
We were curious to see whether these results would
generalize to larger picture sizes, so we conducted a
follow-up experiment with
larger pictures. We created pictures with three focal lengths (22, 56, and 160 mm) and printed each at four sizes (18 × 12, 53 × 35, 73 × 49, and 100 × 67 cm).
We first asked whether the data from the
follow-up experiment
differed from the
main experiment. A one-way
ANOVA performed on the data from overlapping conditions revealed
no significant effect (p = 0.53), … (Hervorhebungen: Pesch)
Quelle:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3440305/
Aber Ausnahmen bestätigen selbstverständlich auch hier die Regel: Solche Ausnahmen stellen zum Beispiel in großformatigen Bildbänden auf einer Doppelseite abgebildete Fotografien dar, die aus der normalen Leseentfernung (ca. 40 cm) dann unter Sehwinkeln von vielleicht horizontal sogar bis zu 70° betrachtet werden:
http://rechneronline.de/sehwinkel/
Wenn man sich also die Details im Foto genauer anschaut, dann wirken diese mit einer besseren Optik detailreicher und präziser.
Auch das gilt nicht ausschließlich für großformatige Fotos, sondern für alle Fotos, die in einer für die Betrachtung aus der Nähe ausreichenden Druckauflösung ausgedruckt wurden.
Denn dass eine bestimmte Optik sich durch eine besonders hohe
Grenzauflösung als "besser" qualifiziert, gilt höchstens für Sonderfälle, wie zum Beispiel die Auswertung von Luftaufnahmen durch hierfür speziell geschultes Personal.
Im Sinne der bildmäßigen Fotografie jedoch gehört – zumindest aus Sicht der Wahrnehmungsforschung - ein Objektiv dann zu den "besseren", wenn es bei denjenigen Ortsfrequenzen besonders hohe MTF-Werte aufweist, bei welchen auch die Kontrastempfindlichkeit unseres visuellen Systems besonders hoch ist. Und diese ist besonders hoch bei einer Ortsfrequenz von etwa 9 Perioden (oder Linenpaaren) pro 1° Sehwinkel:
http://de.wikibooks.org/wiki/Digita...st.angular.frequency.in.cycles.per.degree.png
Geht man also zum Beispiel davon aus, dass die kurze Seite eines KB-Fotos unter einem Sehwinkel
vom Doppelten des "Normalwinkels", also unter 54° anstatt 27° betrachtet wird, dann würde ein Objektiv aus Sicht der Wahrnehmungsforschung dann zu einem besonders hohen subjektiven Schärfeeindruck führen, wenn es bei der Ortsfrequenz von 54 x 9 = 486 Lp/PH oder 486 : 24 = 20,25 Lp/mm besonders hohe MTF-Werte aufweist. Und exakt für 20 Lp/mm geben Zeiss und Leica MTF-Werte auch an. Und exakt für den "Normalwinkel", also für 10 Lp/mm, geben nahezu alle Hersteller MTF-Werte an.
In Bezug auf die von vielen Testinstituten, wie zum Beispiel auch DxO veröffentlichten MTF50-Werte sollte man hingegen
diese Grafik auf der Seite 6 dieser Broschüre von Zeiss zum Zusammenhang zwischen Objektkontrast, MTF und Bildkontrast beachten. Wie man nämlich dort sieht, steigt der Bildkontrast bei der Abbildung durch ein Objektiv mit einer MTF von 50% selbst bei einem Motivkontrast von
10 Blendenstufen nicht über einen Wert von ca.
1,5 Blendenstufen.
1,5 Blendenstufen entsprechen nun laut der diesbezüglichen Erläuterungen
hier auf der Seite 6 einem Kontrast von 1 : 2^1,5 = 1 : 2,282. Und laut der ebenfalls
auf dieser Seite 6 erläuterten Umrechnungsformel entspricht ein Kontrast von 1 : 2,282 einem Michelson-Kontrast von (2,282 -1) : (2,282 + 1) = 1,282 : 3,282 = 0,391.
Und
in dieser hier verlinkten Grafik kann man nun nachsehen, bei welchen Ortsfrequenzen in Lp pro 1° Sehwinkel man einen Michelson-Kontrast von 0,391 überhaupt wahrnehmen kann. Denn das ist laut des
in dieser Grafik veranschaulichten Zusammenhangs zwischen der Kontrastempfindlichkeit und dem Wert für den Schwellenkontrast bei denjenigen Ortsfrequenzen pro 1° Sehwinkel der Fall, bei welchen
die in dieser Grafik ersichtliche Kontrastempfindlichkeit größer ist als 1 – 0,391, also ab einer Kontrastempfindlichkeit von
0,609. Und laut
dieser Grafik hier erreicht die Kontrastempfindlichkeit erst bei Ortsfrequenzen
unter ca. 20 Lp pro 1° Sehwinkel den Wert von 0,609.
Um den von DxO für die Kombi Nikon 1,4/50G/D800 angegebenen MTF50 Wert von 1600 Lp/PH überhaupt wahrnehmen zu können, müsste man also die Bildhöhe des entsprechenden Ausdrucks – also wohlgemerkt dessen
kurze Seite - unter einem Sehwinkel von
mindestens 1600 : 20 =
80° betrachten, also unter dem
"Normalwinkel" x 3.
Dies zur Praxisrelevanz der MTF50-Werte von DxO für die Kombis Nikon 1,4/50G/D800 und Nikon 1,4/58G/D800 für größere Betrachtungswinkel als den "Normalwinkel", und zwar vor dem Hintergrund, dass laut dieser weiter oben verlinkten Grafik von Zeiss bei einer MTF von 50% selbst dann der Bildkontrast nicht über ca. 1,5 Blendenstufen ansteigt, wenn der Motivkontrast 10 Blendenstufen beträgt. Und dies wohlgemerkt noch ganz ohne die Berücksichtigung der weiteren kontrastmindernden Einflüsse, also zum Beispiel der MTF des Druckprozesses.