Vergleichstest von: Zeiss Otus, Sigma 50 Art, Nikkor 58G, Nikkor 50/1.4G und 50/1.8G

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FlowtographyBerlin

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Hallo Forum,

ich habe einen Vergleichstest gemacht von folgenden Linsen:

  • Zeiss Otus 55mm/1.4,
  • Sigma 50mm/1.4 Art,
  • Nikkor 58mm/1.4G,
  • Nikkor 50mm/1.4G
  • Nikkor 50mm/1.8G

Das Besondere ist, daß es A/B-Slider gibt, mit denen man die Resultate eines gleichen Motivs direkt miteinander vergleichen kann, Schärfe, Bokeh etc. Außerdem gibt's "normale" Bildmotive und keine Ich-setz-mich-mal-an-meinen-unordentlichen-Schreibtisch-und-knips-in-die-Ecke" Motive. ;-)

Ist auf Englisch, aber die meisten können das ja: Klickt Ihr hier.

Viel Spaß,
Flow
 
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Niemals glaube ich, dass man mit einem vernünftigen Exemplar dieses Objektivs ein derart mieses Ergebnis erzielen kann. Entweder ist das fehlfokussiert, die Naheinstellgrenze unterschritten (die CAs sprechen dafür), oder Du hast ein Exemplar erwischt, mit dem zuvor in der großen Pause Fußball gespielt wurde.

Ich bemühe mich, immer zwei oder drei Exemplare durchzutesten, wenn ein Testobjekt so schlecht ist. In diesem Fall nicht. Ich finde auch, daß bei einem derartigen Preis für ein Plastikbomber es nicht vorkommen dürfte, daß Gurken auf dem Markt sind.

Nachdem ich das Ergebnis mit anderen von Kollegen verglichen hatte und auch mit solchen die im Netz sind, fand ich es auch nicht mehr "gurkig", die meisten bestätigen die Performance.

Wenn es sich um eine Gurke handeln sollte, sind wohl ziemlich viele auf dem Markt.
 
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Ich bemühe mich, immer zwei oder drei Exemplare durchzutesten, wenn ein Testobjekt so schlecht ist. In diesem Fall nicht. Ich finde auch, daß bei einem derartigen Preis für ein Plastikbomber es nicht vorkommen dürfte, daß Gurken auf dem Markt sind.

Nachdem ich das Ergebnis mit anderen von Kollegen verglichen hatte und auch mit solchen die im Netz sind, fand ich es auch nicht mehr "gurkig", die meisten bestätigen die Performance.

Wenn es sich um eine Gurke handeln sollte, sind wohl ziemlich viele auf dem Markt.

Eine meiner beiden anderen Begründungen schließt Du demnach aus?
 
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Nein, keineswegs. Vielmehr ein durchaus ernst gemeinter Hinweis darauf, dass die verallgemeinernde Diktion vieler Ausssagen dieses Tests, der Art und Weise seiner Durchführung nicht angemessen ist. Infos von der Art "Seht einmal her, hier sind einige persönliche Bilder und meine persönlichen (im Unterschied zu: allgemeingültigen) Eindrücke zu ihnen, können hingegen selbstverständlich informativ sein.

Lieber Pesch, ich hab mir den Test jetzt noch einmal selbst durchgelesen. In der Tat ist der Test so irreführend, und ich werde in Zukunft wohl klarer kenntlich machen müssen, welchen ISO-Normen der Test genügt und welchen nicht. Leider sind diese Normen nicht mein Fachgebiet, aber da werde ich mich dann wohl oder übel mal reinlesen müssen –*allerdings erst beim nächsten Mal. Meinst Du, es wäre sinnvoll, am Beginn des Artikels einen kleinen Hinweis auf die von Dir angeführte dreiteilige ISO-Norm unterzubringen (bzw. auf deren Nicht-Einhaltung)?

Aber als rein auf persönlichem Geschmack basierend wurde dieser Bildervergleich eben wohl nicht verstanden:
Daher halte ich meinen Hinweis auf den rein persönlichen (im Unterschied zu: naturwissenschaftlich fundierten) Charakter dieses Test für durchaus angebracht.
Das hast Du glaube ich falsch verstanden, denn das war ironisch gemeint, also genau andersherum als es dort rein formal geschrieben steht. Aber sonst hättest Du natürlich recht.
 
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Eine meiner beiden anderen Begründungen schließt Du demnach aus?

Naheinstellgrenze unterschritten? Falsch Fokussiert? Bei einem Test? Äh...

Bin mir nicht sicher, ob Du das ernst meinst, weil's hier ja gerade ein bißchen Ironie-Verständnis-Schwierigkeiten gibt, aber zur Sicherheit: Ja, das schließe ich aus.
 
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Naheinstellgrenze unterschritten? Falsch Fokussiert? Bei einem Test? Äh...

Bin mir nicht sicher, ob Du das ernst meinst, weil's hier ja gerade ein bißchen Ironie-Verständnis-Schwierigkeiten gibt, aber zur Sicherheit: Ja, das schließe ich aus.

Die Anzahl derer, die so einen Test locker verkacken können ist groß. Warum ich die Möglichkeit gerade bei Dir vollkommen ausschließen soll, weiß ich nicht. Grundsätzlich hast Du natürlich Recht.
 
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Die Anzahl derer, die so einen Test locker verkacken können ist groß. Warum ich die Möglichkeit gerade bei Dir vollkommen ausschließen soll, weiß ich nicht. Grundsätzlich hast Du natürlich Recht.

So bleibt für mich als Fazit diese interessanten Tests und zahlreicher anderer Berichte zu dem Nikkor 58 1.4, dass ich vor dem Kauf dieses Objektivs auf jeden Fall das Sigma 50 1.4 Art und, sollte es der Geldbeutel hergeben, auch das Zeiss Otus ausprobieren würde um dann das Objektiv zu wählen, das meinen Vorlieben und Bedürfnissen am meisten entspricht.
 
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Die Anzahl derer, die so einen Test locker verkacken können ist groß. Warum ich die Möglichkeit gerade bei Dir vollkommen ausschließen soll, weiß ich nicht.

Da hast Du natürlich auch wieder recht. Vielleicht sollte ich irgendwo noch ein paar grundsätzliche Prinzipien hinschreiben, wie ich was gemacht habe oder eingehalten. Ist nur ohnehin schon so lang, deshalb habe ich bisher darauf verzichtet.
 
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Mir persönlich sind Reviews bei denen die Tester 'Pseudo'-Wissenschaftlich daherkommen eher suspekt. Wenn ich veritable Quellen und konkrete Messergebnisse suche, dann finde ich die am ehesten bei einigen Herstellern (wie Zeiss, oder Leica/Leitz) die ganz nebenbei bemerkt, auch zu den wenigen gehören, die tatsächlich über die notwendige Fachkenntnis, Methodik und über ein Instrumentarium verfügen, um wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Darüberhinaus muß man diese Daten dann auch noch richtig interpretieren, um zu verstehen, welche Relevanz sie in der fotografischen Praxis haben.

Wenn ich einen Review wie den von Florian lese, habe ich aber gar nicht diesen Anspruch. Es geht eher um einen Erfahrungsaustausch bei dem man seine eigenen Erfahrungen mit denen anderer vergleichen kann. In der fotografischen Praxis sind mir auch noch andere Dinge wichtig, als die reinen Meßdaten (Haptik, Machanik, Handling, usw.). Die subjektive Erfahrung/Review eines Kollegen muß für mich weder wissenschaftlich sein, noch muß sie irgendwelche ISO-Normen entsprechen.

VG
 
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Mir persönlich sind Reviews bei denen die Tester 'Pseudo'-Wissenschaftlich daherkommen eher suspekt. Wenn ich veritable Quellen und konkrete Messergebnisse suche, dann finde ich die am ehesten bei einigen Herstellern (wie Zeiss, oder Leica/Leitz) die ganz nebenbei bemerkt, auch zu den wenigen gehören, die tatsächlich über die notwendige Fachkenntnis, Methodik und über ein Instrumentarium verfügen, um wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Darüberhinaus muß man diese Daten dann auch noch richtig interpretieren, um zu verstehen, welche Relevanz sie in der fotografischen Praxis haben.

Wenn ich einen Review wie den von Florian lese, habe ich aber gar nicht diesen Anspruch. Es geht eher um einen Erfahrungsaustausch bei dem man seine eigenen Erfahrungen mit denen anderer vergleichen kann. In der fotografischen Praxis sind mir auch noch andere Dinge wichtig, als die reinen Meßdaten (Haptik, Machanik, Handling, usw.). Die subjektive Erfahrung/Review eines Kollegen muß für mich weder wissenschaftlich sein, noch muß sie irgendwelche ISO-Normen entsprechen.

VG

Genau so und nicht anders ist es.

Den Praxistest von Florian finde ich sehr hilfreich, vielen Dank dafür.

Castello
 
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Niemals glaube ich, dass man mit einem vernünftigen Exemplar dieses Objektivs ein derart mieses Ergebnis erzielen kann.
Objektiv (egal was Pesch dazu sagt), ist dieses, Florian's Ergebnis ja bekannt und in diversen MTF-Tabellen numerisch hinterlegt (z.B. im Vergleich zum preiswerten 50/1.4G)

Dein Erstaunen, wie schlecht "schlecht" in der Praxis tatsächlich bedeutet, belegt den Wert von Florian's Arbeit. Für die ihm Dank gebührt.

Nicht wenige benötigen doch diese Art des Bildvergleichs, damit numerische Testergebnisse im Bauch ankommen. Was Nikon ja ganz offensichtlich so mit einkalkuliert.

Natürlich liefert das 58/1.4G offen scharfe Bilder, wenn man sie auf Webgröße skaliert. Aber eigentlich gehört das Objektiv vom Markt genommen und Käufer entschädigt.
 
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Auf englisch deshalb, weil man damit 327 mal so viele Leute erreicht. Die deutsche Fotocommunity ist nicht zu unbedeutend oder zu unernst (im Gegenteil), nur viel kleiner. So können es auch alle anderen, die halbwegs Englisch können, lesen. Und ich bin zu faul, das Ding noch zu übersetzen :p

Auch wenn man das nicht glauben mag, so ein Ding ist unerwartet viel Arbeit, und ich hab ja auch noch andere Sachen zu tun :)

Danke für Euer Feedback hier soweit, das ist gut zu wissen!

Irgendwie schade, weil das irgendwann zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird. Aber wenn sich dein Aufwand so 327-mal mehr auszahlt... ;)
 
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Was mich aber wirklich interessiert: Weshalb bringt Nikon solch ein Objektiv auf den Markt, was also haben die sich dabei gedacht?
Na ja, das ist ja nicht wirklich das Thema hier, aber ich vermute, das 58/1.4G ist nicht ganz so toll geworden, wie geplant. Immerhin haben sie der optischen Kontruktion des 50/1.4G zwei asphärische Elemente hinzugefügt, was ja auch den Preis z.T. rechtfertigt. Und 1000 LW/PH sind für viele Anwendungen ja auch scharf genug (ca. Full HD).
 
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Danke, Flow, das ist eine Art Test, der neue Standards setzt.
das mit dem Schieberchen ist ja echt gelungen.
Nun kann ich mit meinem preisgünstigen 50/1,8 G beruhigt "abgesichert" fotografieren, im Vergleich zu einem Voigtländer Nocton 58/1,4. *grins*

Das Nikon 58/1,4 mag ein schönes Bokeh haben aber ich kaufe meine Objektive nicht nach "Unschärfe", sondern nach dem Kriterium Auflösung und BQ.

Deshalb schwirrt mir die ganze Zeit das "Coastal Optics 60mm f/4 UV-VIS-IR APO Macro für Nikon" im Kopf herum, das ist halt nicht so lichtstark, aber sicher eine gute Referenz zum Otus.

Das mit dem Englisch ist schon in Ordnung, das versteht wenigstens jeder!
 
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Irgendwie schade, weil das irgendwann zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird. Aber wenn sich dein Aufwand so 327-mal mehr auszahlt... ;)

Wo ist denn da die selbsterfüllende Prophezeihung? Es ist ganz einfach: Deutsch = alle Leute in D, A, CH-D. Englisch = die meisten dort plus der Rest der Welt, der englisch kann. Das "lohnt" sich tatsächlich mehr.

Englisch ist nun mal die Lingua Franca. Blöd ist's nur wenn unnötigerweise Englisch geschrieben wird, aber hier hat's ja einen positiven Effekt.
 
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Toller Test! Toller Einsatz! [emoji106]
Warum auf englisch? [emoji6]

Ich kann meinen Fotofreunden hier in Dänemark den Link schicken, gerade weil er auf Englisch ist. Danke!

Die Internetsprache ist nun mal Englisch und wir sind ja auch froh darüber englischen Fotoartikel und Test im Netz lesen Zu können. Wenn die auf Spanisch oder CHinesisch wären...

Sprachlich ist der Test okay und auf jedenfall sehr gut verständlich.

(Ein Grossteil der Leute, die auf diesem Planeten Englisch sprechen und schreiben, sind keine Muttersprachler und tragen zum Entstehen neuer "Dialekte" bei. Den einen oder anderen Englischlehrer stresst das vielleicht, aber Sprachen verändern sich eben.)
 
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Wobei ich den Eindruck habe, daß das 58er Nikkor hier nicht repräsentativ zur Geltung kommt. Es ist wirklich nur schwer vorstellbar, daß dieses eine Exemplar wirklich den Durchschnitt zeigt. Die Farbkanäle sind verschoben und es sieht auch noch leicht verwackelt bzw. unscharf aus. Ist es möglicherweise stark dezentriert? Man müßte noch mal mindestens ein weiteres Exemplar testen.
 
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