... ebenso schätze ich gut gemachte, informative und eben "anders" geführte Tests und Vergleiche, die … als entscheidende Quelle für neue Anschaffungen dienen können.
Meines Erachtens wäre der Informationswert auch solch eines "anderen" Tests wohl keinesfalls geringer, wenn auch ein solcher Test dem jeweiligen Kaufinteressenten zum Beispiel die Option bieten würde, die Bilder in den einzelnen Kategorien (Schärfe, Bokeh etc.) zunächst in einer Art von "Blindtest" - also noch ohne die Kenntnis ihrer jeweilgen Zugehörigkeit zum jeweiligen Objektiv - in eine persönliche Rangfolge ("schönstes Bokeh" bis "hässlichstes Bokeh" etc.) einzuordnen, und erst
danach zu erfahren, welches Bild jeweils mit welchem Objektiv aufgenommen wurde.
Nachstehend habe ich als ein Beispiel für solch einen interaktiven "Blindtest" einen verlinkt, bei welchem man sich zunächst dafür entscheiden muss, ob ein Bild das Ergebis einer fotografische Aufnahme ist, oder ob es sich bei ihm um ein comptergeneriertes Bild handelt:
http://area.autodesk.com/fakeorfoto/ Erst nachdem man sich bezüglich der Frage "Fake oder Foto?" entschieden hat, erhält man dann die Information, welches der Bilder eine Fotografie ist, und welches ein computergeneriertes Bild. Vielleicht wäre ja die Programmierung einer solchen interaktiven "Blindtest-Option" zumindest vom Grundsatz her auch im Kontext eines solchen Objektivtests wie dem von FlowtograhyBerlin kein Hexenwerk.
Leider sind diese Normen nicht mein Fachgebiet, aber da werde ich mich dann wohl oder übel mal reinlesen müssen.
Die internationalen Standards für die quantitative Erfassung der von Betrachtern subjektiv wahrgenommenen Bildqualität (im Unterschied zu: für die quantitative Erfassung der Abbildungsleistung von Komponenten bildgebender Systeme per MTF etc.) wirst Du meiner Erinnerung nach insbesondere in den diesbezüglichen Veröffentlichungen der
ITU,
IEEE, und
ISO finden.
Hier einige Beispiele:
ITU:
http://www.itu.int/dms_pubrec/itu-r/rec/bt/R-REC-BT.500-13-201201-I!!PDF-E.pdf
IEEE:
http://standards.ieee.org/develop/project/1858.html ....... Details zum CPIQ-Projekt:
http://scien.stanford.edu/pages/conferences/CPIQ/Presentations/CPIQ_Hultgren_Hertel.pdf
ISO:
https://www.iso.org/obp/ui/#iso:std:iso:20462:-1:ed-1:v1:en .......
https://www.iso.org/obp/ui/#iso:std:iso:3664:ed-3:v1:en
Meinst Du, es wäre sinnvoll, am Beginn des Artikels einen kleinen Hinweis auf die von Dir angeführte dreiteilige ISO-Norm unterzubringen (bzw. auf deren Nicht-Einhaltung)?
Wie Du schreibst, hast Du ja wohl sowieso vor, Dich über diese internationalen Standards zu informieren. Und im Zuge dessen wirst Du meines Erachtens auch zu einer Einschätzung in Bezug darauf gelangen, ob aus Deiner persönlichen Sicht irgendein Anlass dazu besteht, Deine eigene Vorgehensweise von den dort beschriebenen durch solch einen ausdrücklichen Hinweis abzugrenzen.
Unter den Internetanbietern von Kamera- und Objektivtests etc. verweist meiner Erinnerung nach derzeit ausschließlich DxO - wenn auch aus meiner Sicht eher etwas vage - auf eine Berücksichtigung der ISO-Standards für eine quantitative Erfassung der von Bildbetrachtern subjektiv wahrgenommenen Bildqualität:
The optical science community has long used Modulation Transfer Function or MTF, to measure and describe the sharpness of a lens. They will continue to do so as it is a great way to characterize the physical performance of a lens, however it’s both rather complex to understand and difficult to communicate how well a lens performs from the perspective of the human visual system.
At the end of the day photographs are primarily produced for humans to look at: so DxOMark is introducing the Perceptual MPix measure, a more intuitive way to describe lens and camera perceived sharpness.
DxOMark’s new Perceptual MPix measurements are based on acutance and human contrast sensitivity function (CSF) published in recently-released image quality standards from the International Standards Organization (ISO) and the International Imaging Industry Association (I3A).
Quelle:
http://www.dxomark.com/Reviews/Look...r-DxOMark-s-Perceptual-Megapixel-can-help-you
Den vorstehend zitierten Hinweis von DxO darauf, dass ihr
"Perceptual MPix measure" auf ISO-Standards basiere, finde ich allerdings in der folgenden Hinsicht etwas seltsam: Ein
Standard stellt es ja eigentlich gerade nicht in das freie Belieben, sich aus seinem Instrumentarium nur einzelne Elemente herauszupicken (
"acutance" und
"CSF"), aber andere Elemente, wie zum Beispiel die in der ISO 20462 standardisierten psychophysischen Messungen, unberücksichtigt zu lassen. Aber vielleicht spielt DxO mit den Begriffen
"acutance" und
"CSF" ja auch nicht auf eine Übereinstimmung ihres
"Perceptual MPix measure" mit der ISO 20462 an, sondern auf eine Übereinstimmung mit der
ISO 15739, wobei diese allerdings im engeren Sinne die subjektive Wahrnehmung von "Schärfe" gar nicht zum Gegenstand hat. Wie bereits gesagt: DxO drückt sich in Bezug darauf, auf genau welchen
"image quality standards from the International Standards Organization (ISO)" ihr
"Perceptual MPix measure" basiert, meines Erachtens reichlich vage aus.