Genau, Bilder haben sie veröffentlicht. Also eben keine quantitativen Messergebnisse bezüglich der von den Betrachtern dieser Bilder subjektiv wahrgenommenen Qualitätunterschiede.
Wenn die Unterschiede so evident sind wie in diesem Fall, dann kann man auch unter Mißachtung aller ISO-Normen zu den richtigen Schlüssen kommen.
It defines a standardized suite of objective and subjective test methods for measuring camera phone image quality attributes, and it specifies tools and test methods to facilitate standards-based communication and comparison among carriers, handset manufacturers, and component vendors regarding camera phone image quality.
Quelle: http://standards.ieee.org/develop/wg/CPIQ.html
Falls man ganz persönlich beim Betrachten der von FlowtographyBerlin gezeigten Bilder "evidente" Qualitätsunterschiede wahrnimmt, dann kann man daraus für sich selbst ganz persönlich, also zum Beispiel für eine ganz persönliche Kaufentscheidung, selbstverständlich jeden Schluss ziehen, der einem persönlich "richtig" zu sein scheint. Und diese Auffassung habe ich hier auch bereits wiederholt in meinen Beiträgen zu diesem Thema vertreten. Aber aus einem solchen individuellen persönlichen Qualitätseindruck lässt sich eben nicht zuverlässig schließen, welchen Qualitätseindruck andere Betrachter als man selbst oder gar die meisten von ihnen haben oder haben werden.
Die Anbieter der in der Fotografie benötigten Produkte und Dienstleistungen interessieren sich deswegen auch weniger dafür, wie ein einzelner Benutzer so ganz höchstpersönlich die Bildqualität der zum Beispiel mit einem bestimmten Handy aufgenommenen Fotos beurteilt, sondern eher dafür, wie "der Markt" sie beurteilt.
Psychophysik
Gibt's eigentlich schon Selbsthilfegruppen für 58er-Käufer? Sans Ear grüßt
Weiß ich nicht. Aber bei Flickr gibt es eine Gruppe zum 58er, da machen also tatsächlich Leute Bilder mit dem Ding. Soll man gar nicht glauben...
Für den einzelnen Anwender ist es vollkommen irrelevant wie der 'Markt' ein Objektiv beurteilt.
• Consumers know what they like, even if they can't articulate it
• 'Nesses' inhabit the consumers' minds:
– Brightness
– Colorfulness
– Sharpness
– Noisiness
–
• 'Nesses' are measurable quantities
• Image Quality is the quantitative assessment of these and other similar psychophysical responses, as determined by the degree to which the image attributes fulfill the viewer's expectations
Quelle (Seite 5): http://scien.stanford.edu/pages/conferences/CPIQ/Presentations/CPIQ_Hultgren_Hertel.pdf
Wenn dies unterbleibt, fällt es manchem vielleicht nicht ganz so fachkundigen und erfahrenen Kaufinteressenten vielleicht unnötig schwer, richtig einzuschätzen, welches Maß an Verbindlichkeit das Testurteil des jeweiligen Reviewers tatsächlich für sich reklamieren kann.
Weiß ich nicht. Aber bei Flickr gibt es eine Gruppe zum 58er, da machen also tatsächlich Leute Bilder mit dem Ding. Soll man gar nicht glauben...
Schon alleine die Tatsache, wieviele Tester sich über die Größe und das Gewicht, des Otus, oder Sigma wundern zeigt, daß sie den eigentlichen Grund der überragenden Leistung dieser Objektive nicht verstanden haben.
Erklär's mal bitte für Doofe, was ist denn der eigentliche Grund?
Das ist das alte Problem. Derjenigen, für den die Qualitätsunterschiede wichtig sind, kann in der Regel auch beurteilen, wie aussagekräftig ein Test ist und welche Bedeutung er ihm zumisst. Weil er genau weiß was er braucht, oder haben möchte.
Der Unerfahrene kann das nicht und für letztere, geht es auch eigentlich um ganz andere Dinge als rein technische. Wer sich nur auf eine 'Expertenmeinung' verläßt und die Unterschiede selber nicht beurteilen kann, oder an den eigenen Bildern nicht bemerkt, der braucht auch keine 'bessere' Optik.
Genauso lege ich persönlcih z.B. keinen Wert darauf, wenn das Sigma jetzt den EISA-Award gewonnen hat, oder welche 'Auszeichnungen' es sonnst noch abräumt. Oder das Otus letztes Jahr einen Designpreis gewonnen hat, um mal ein anderes Beispiel zu nennen.
Wer nicht selber die Vorteile gelber Objektivbeschriftung erkennt und sich z.B. an deren Ästhetik stört, der brauch auch keine gelbe Schrift. Und wem es in erster Linie um die Größe, oder das Gewicht geht, der ist mit einer Pancake Optik, oder einer spiegellosen Kamera besser bedient. Schon alleine die Tatsache, wieviele Tester sich über die Größe und das Gewicht, des Otus, oder Sigma wundern zeigt, daß sie den eigentlichen Grund der überragenden Leistung dieser Objektive nicht verstanden haben.
Nee, das kommt so nicht hin: Größe und Gewicht sind der Preis, den man (ab einem bestimmten Niveau und ab einer bestimmten Anzahl von gleichzeitig zu erfüllenden Kriterien) für ordentliche Optik hinlegen muß. Größe und Gewicht sind für die meisten eher ein Minuspunkt. Also ist es durchaus interessant zu erfahren, wie "schlimm" das Ausmaß denn nun ist. Das hat doch nix mit Verstehen der restlichen Leistung zu tun.
… als die quasi symmetrischen Konstruktionen der spiegellosen Kameras.
Diese neuen Rechnungen kamen unter dem Namen Biotar auf den Markt. Sie waren ganz ähnlich aufgebaut wie das ursprüngliche Planar, hatten aber bei den Krümmungsradien der Flächen und bei den Brechzahlen der Gläser die strenge Symmetrie aufgegeben und damit weitere Korrektionsparameter gewonnen.
Dass die von Carl Zeiss Oberkochen gebauten Gauß-Typen nicht Biotar heißen, sondern den älteren Markennamen Planar benutzen, hat historisch-politische Gründe.
Quelle: http://blogs.zeiss.com/photo/de/wp-...1/07/de_CLB_40_Nasse_Objektivnamen_Planar.pdf
Auch wenn die Kamera gar keinen Spiegel oder sonstige "Hindernisse" im Bildraum besitzt, kann die Bauweise eines Weitwinkelobjektivs große Bedeutung haben, nämlich dann, wenn die Kamera einen digitalen Sensor hat – heute also fast immer.
Quelle (Seite 11/15): http://blogs.zeiss.com/photo/de/wp-...12/de_CLB_41_Nasse_Objektivnamen_Distagon.pdf
Dass man auch mit kompakten Gauss Typen herrvoragende 50mm Optiken bauen kann, zeigt Leica mit dem aktuellen Sumicron 2/50 Asph.
Und vor diesem Hintergrund ist die Verallgemeinerung, Weitwinkelobjektive für spiegellose Kameras seinen "quasi-symmetrische Konstruktionen", in dieser Allgemeinheit unzutreffend.
Wer aber schon etwas länger dabei ist weiß, daß bis vor wenigen Jahren gerade im WW-Bereich die symmetrischen Konstruktionen den komplexeren asymmetrischen deutlich überlegen waren.
Quelle (Seite 132): http://www.furnfeather.net/books/pdf/llcforweb.pdf
- 6.5.6 2.8/28, Elmarit (2), 1972 Canada manufacture.
This Midland design is a retro-focus construction and the change was needed for the M5. It equals, but did not surpass the quality of the previous, symmetrical design.
- 6.5.7 2.8/28 Elmarit-M (3), 1979 (new focusing mount from # 3037401 Canada mnf)
A much improved design became available after only a few years. In 1979 the second Canadian Elmarit-M 1:2.8/28mm arrived on the market and this lens set the standard for the 28mm focal length for years to come.
Klassische Objektive im Brennweitenbereich rund um 50 mm sind vom Typ Planar. Mit einem quasisymmetrischen, sehr kompakten Aufbau weist dieser Objektivtyp eine enge Verbindung zwischen der Korrektion der Bildmitte und dem Bildrand in dem Sinne auf, dass bei einer guten Korrektion der Bildmitte der Bildrand unkorrigiert bleibt und umgekehrt.
Unser wichtigstes Ziel war aber eine konstante Abbildungsleistung über das gesamte Bildfeld, einschließlich der Ecken. Deshalb haben wir die relativ einfache Struktur des Planars durch die wesentlich komplexere des Distagons ersetzt.
Quelle: http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/2268810-post95.html
Was ich damit vor allem zum Ausdruck bringen wollte ist, daß ein Objektiv durch Komplexität und Größe prinzipiell keine Rückschlüsse auf die optische Qualität zuläßt.
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