Ich möchte gern mal die andere Seite beleuchten, warum ich Fotografier-Verbote tlw. sogar gut und richtig finde.
- Wir hatten kürzlich eine Pferdetrainerin am Stall, die auch stark was gegen das Fotografieren hatte. Sie hatte einfach schon zu viele Bilder in mieser Qualität und äußerst unvorteilhaften Posen von Mensch und Pferd gesehen, die einfach Negativ-Werbung für sie bedeuten würden. Ich hatte dafür Verständnis und wir haben uns dann einfach darauf geeinigt, das ich die Bilder erst ihr zur Begutachtung schicke und gut wars.
- Ähnliches dürfte wohl für Museumsverwalter/Promis usw. gelten. Auch wenn ich berühmt wäre wüßte ich schon gern, was von mir veröffentlicht wird. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben und wenn dann auch noch ein Bild mit dem Handy von mir gemacht wird und um die Welt geht fänd ich das alles andere als lustig
- Wer in den sonnigen Süden fliegt wird dort auch mit ortsüblichen Gepflogenheiten konfrontiert. Wenn ich dann hinterher in der Bild die ganzen "Leserreporter-Bilder" sehe, von Müllbergen, rissigen Wänden, schmutzigen Stränden würde mir als Hotelier/Reiseveranstalter auch ganz anders. Denn genauso wie die Bilder in den Katalogen nur die schönsten Ecken zeigen scheint es eine neue Ausprägung von "Typisch deutsch" zu geben, nämlich mit der Kamera jede Ecke zu untersuchen, um mit Gewalt Fehler zu finden.