Ich habe dann gesehen, dass sie eine heftige Schwellung im Bereich der Vulva bis hinunter in den Oberschenkel hatte. Die herbeigerufene Tierärztin brauchte zwar noch eine Weile, bis sie da war, aber Wappah ging es zusehends besser. Ich habe sie fast 8km auf dem Stallgelände auf und ab geführt, damit sie sich bloß nicht wieder hinlegt - sie war ja immer noch todmüde. Das zweite Bild ist entstanden, etwa 20 Minuten nachdem wir sie auf die Beine gestellt hatten.
Sie läuft noch nicht wieder rund, aber nach Einschätzung der Tierärztin wird sich das in den nächsten Tagen und Wochen wieder geben, wenn die ganzen inneren Verletzungen (mutmaßlich, weil so ein Tier ja nicht sagen kann, was weh tut, Zerrungen, Prellungen oder gar Mikrorisse in den Muskelfasern wegen der Anstrengungen) abgeklungen sind.
Gestern abend war ich noch mal bei ihr und es ging ihr schon deutliche besser, und heute morgen war ihr, bis auf das klamme Laufen hinten, kaum noch etwas anzumerken. Wach und aufmerksam, mit Appetit.
Ihr könnt auch gar nicht vorstellen, was für ein Riesenfelsbrocken mir vom Herzen gefallen ist. Immerhin ist Wappah mein ältestes Familienmitglied, das ich mit 2,5 Jahre gekauft, aus Frankreich nach Deutschland geschmuggelt und komplett selbst ausgebildet habe. Ich habe das Pferd schon mein halbes Leben lang, und jetzt sieht es so aus, als wäre noch nicht Schluss