TECHART oder MEGADAP?

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shovelhead

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Ich sehe mir das Thema seit einiger Zeit an, obwohl ich komplett unbeteiligt bin: Meine eigene, analoge Leica Ausrüstung habe ich 2014 verkauft (ich war zwei Tage mit dem Leica Geraffel glücklich: als es endlich hatte, und als ich es wieder los war), und als mir 2019 eine MM mit zwei Objektiven zur Verfügung gestellt wurde (Preis: ich sollte sie nutzen, entstandene Bilder veröffentlichen und über meine Erfahrung schreiben), fiel mir der Abschied auch ungemein leicht.

Nikon hat Leica in den 60ern bei Journalisten abgelöst, weil die Leica Linsen gut, die Nikkore aber wesentlich besser waren und insbesondere einen für damalige Verhältnisse phantastischen Kontrast boten. Berg-und-Tal Nikkore (Nikkor Auto-XYZ) waren und sind den Linsen aus Wetzlar haushoch überlegen, und das traf auch auf die nachfolgende Generation zu. Irgendwann wurde es dann wohl selbst Leica zu peinlich und die Konstruktionen wurden überarbeitet, aber das 50mm Summilux ASPH ist nicht besser als das AF-S Nikkor 50mm 1.4 G. Ich habe SEHR ähnliche Aufnahmen mit beiden Objektiven an 24 MP Bodies gemacht, der Unterschied ist der Preis (Faktor 15 - ja, die Leitz Linse kostet das 15-fache).

Daher mal meine Frage: wo ist der Nährwert, sich ein komplett überteuertes Objektiv an eine moderen Kamera zu schrauben, wenn die Qualität einfach keinen Unterschied macht? Gerade die Z Serie, deren neue S-Nikkor Konstruktionen dem derzeit optisch Machbaren nah kommen, braucht eigentlich keine Fremdobjektive, und verglichen mit Leica bekommt man S-Nikkore quasi hinterher geschmissen.

Oder - noch unverständlicher - warum kauft man sich ein Fremdobjektiv von .... überraschender Qualität (ich drücke das mal neutral aus) mit Leicabajonett, um es dann per Adapter an einer Nikon zu betreiben? Gibt es nicht genug miese Fremdobjektive direkt mit Nikon-Bajonett?
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Einige meinen, auf Fotos mit Leica-Objektiven geknipst, einen speziellen Leica-Look zu erkennen. - Wer so gute Augen hat, muss nun mal das 15-fache bezahlen.

Es gibt aber tatsächlich Objektive mit einem gewissen Abbildungscharakter, die perfekten (und sehr guten) Z-Objektive gehören eher nicht dazu. Ich mag die Objektive von Voigtländer, sehr wertig, eher klassische Abbildungseigenschaften und preislich akzeptabel. Allerdings, wenn ich mir ein manuelles Objektiv kaufe, will ich es auch manuell nutzen. Bei mir gibt es deshalb keinen Bedarf für Megadap & Co.

Interessant ist es trotzdem, was die Chinesen sich da ausgedacht haben....
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
@shovelhead
Es gibt auf dem Markt eine Menge Objektive mit M-Anschluss die weder von Leica produziert wurden, noch überteuert sind.
Daher sind auch die Adapter durchaus legitim. Egal ob mit oder ohne AF.
 
hooky69
hooky69 kommentierte
Also bei mir ist es ja erstmal andersherum, die M Linsen waren vor dem Adapter schon vorhanden. Die Objektive die ich besitze sind gebraucht gekauft und keines davon hat über tausend Euro gekostet. Damit wäre das überteuert schon mal vom Tisch. Zweitens gibt jede Menge Adapter für den Adapter, damit sind dann auch sehr günstige Objektive zu betreiben. Drittens gibt es Objektiv mit besonderen Eigenschaften. Zum Beispiel meine drei Voigtländer. 21mm 35mm und 50mm das sind geniale Sternchenmacher. So exakte Sterne habe ich noch von keinem anderen Objektiv gesehen. Also wer solche Objektive schon besitzt, der erhält einen schönen Mehrwert durch den Adapter. Hinzu kommt das diese Kombis mit 5 Objektiven in meine kleine Bilingham passen, kleines Gebäck also :)
 
Kay
Kay kommentierte
Leica ist für viele Fotografen Kult. - Nehmen wir die beliebte Äpfel und Birnen und vergleichen ... - sagen wir mal ... so mal eben - was fällt da ein ? Ach ja : Motorräder.

"Wir verkaufen einen Lebensstil - das Motorrad gibt es gratis dazu".
 
shovelhead
shovelhead kommentierte
Kay schrieb:
"Wir verkaufen einen Lebensstil - das Motorrad gibt es gratis dazu".

ich verstehe, worauf Du hinaus willst. Ken und Barbie machen einen Ausflug am Sonntag und tragen dazu die neueste Biker-Fashion.
Ich bin ja mehr so von der "chrome won't bring you home" Fraktion. Ich hatte insgesamt sieben Harleys, aber nur eine mit elektrischem Fuss. Die Anderen musste man selbst antreten, und die "Dealerships" reparieren die Baujahre vor 1984 schon seit 1998 nicht mehr.

ich schweife ab ...

Ja. Es geht bei Leicas wohl um ein Lebensgefühl
 
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Anthracite

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Daher mal meine Frage: wo ist der Nährwert, sich ein komplett überteuertes Objektiv an eine moderen Kamera zu schrauben, wenn die Qualität einfach keinen Unterschied macht? Gerade die Z Serie, deren neue S-Nikkor Konstruktionen dem derzeit optisch Machbaren nah kommen, braucht eigentlich keine Fremdobjektive, und verglichen mit Leica bekommt man S-Nikkore quasi hinterher geschmissen.
Ich überlege durchaus, eine Nikon Z zu kaufen, um das native S-Objektivsortiment einen großen Bogen zu machen, stattdessen einen AF-Adapter von Techart oder Megadap zu kaufen und ausschließlich M-Objektive von Voigtländer und Leica zu nutzen.
Grund: Nur Leica M bietet für Vollformat das, was ich bei Objektiven gerne hätte: Klein und gut und lichtstark. Die Objektive von Nikon S, wie auch von Panasonic K, Sony FE und Canon R, sind mir von wenigen Ausnahmen abgesehen zu groß und zu schwer oder zu lichtschwach oder beides.

Beispiel:
Nikon S 50/1,2:
Gewicht 1090g
Größe 89mm x 150mm, 82mm FIlter

Voigtländer Nokton 50/1,2
Gewicht 344g (plus Gewicht vom Adapter)
Größe 63mm x 44mm (bzw. 63mm x 56mm mit Adapter), 52mm FIlter

Ja, mag sein, dass das Nikon 50/1,2 messtechnisch noch besser ist als das Voigtländer. Das ist aber nicht wichtig, da ich eigentlich keine Situationen habe, wo ich von der besseren Qualität wirklich profitieren würde - schlecht ist das VL auch nicht. Das, was mir am VL fehlt, ist der Autofokus - den liefert der Adapter nach. Umgekehrt kenne ich mich gut genug, um zu wissen, dass Objektive mit einem Kilogramm Gewicht zu oft nicht mitkämen.

Da ich aber erst kürzlich eine D780 gekauft habe, bleibt obiges erst mal eine Überlegung.
 
hooky69
hooky69 kommentierte
Bei mir funktionieren 50, 75 und 90 mm sehr zuverlässig auch ohne Vorfokussieren. Ich habe seltsamerweise bei 35mm bei äußeren Fokuspunkten etwas Probleme mit jagendem Fokus. Aber alles halb so dramatisch. Zu 95 Prozent trifft der AF besser als ich manuell und sicherlich mehrfach schneller.
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Klar funktioniert das, wenn man nicht unbedingt ganz dicht ans Motiv ran will. Ich bin allerdings - nachdem man mittlerweile durch den flüsterleisten und superschnellen Schrittmotor so verwöhnt ist - mittlerweile zu ungeduldig zu warten, bis der Motor geräuschvoll den ganzen Fokusweg beschritten hat, und da ich gern manuell fokussiere, halte ich es jetzt so, dass ich schnell manuell einstelle und dann mit dem AF-ON-Knopf die perfekte Feinjustierung durch den Adapter machen lasse. Das geht dann auch blitzschnell und sehr leise, weil ja nicht soviel Tubus bewegt werden muss. Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich finde den MEGADAP eine tolle Ergänzung zur Z-Serie und zu den manuellen Nikkoren (oder zu Objektiven mit Leica M-Anschluss oder zu alten Olympus Zuikos etc.) - es ist aber nicht so, dass der MEGADAP autofokustechnisch den Z-Nikkoren auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte. Nur das wollte ich sagen, damit niemand enttäuscht ist. Ich bin von MEGADAP sehr angetan!
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Das stimmt. Wenn aber @Anthracite das neue Voigtländer Nocton 1.2/50mm asph. in Kombination mit dem MEGADAP ins Spiel bringt, sollte bedacht werden, dass das Voigtländer im deutschen Fachhandel über 1.000 EUR kostet und der MEGADAP, wenn man ihn nicht in Deutschland kauft, sondern - so wie ich - direkt importiert, immer noch ca. 350,- EUR incl. Zoll und Steuern, zusammen also fast 1.400 EUR. Schön wertig gebaut und auch verhältnismäßig kompakt, aber erfüllt das Deine Ansprüche nach "nicht teuer"?. Das Z 1.2/50mmjat einen Straßenpreis von aktuell 2250,- EUR. Das ist sehr groß, stimmt, aber es hat sehr schnellen Autofokus und eine sensationelle Schärfe schon bei Offenblende. Es würde mich interessieren, ob das Voigtländer da herangekommt, aber es wäre mir jetzt auch zu teuer, dieses Objektiv nur zu Testzwecken zu kaufen. @Anthracite : Wenn Du es hast und die Pandemie zuende ist, gibt es vielleicht ja mal die Möglichkeit eines Forentreffens für diesen Vergleich?
 
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BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Ich bin mit meinem Nikkor K 1,2/55 mehr als zufrieden Es ist nur unbedeutend größer/schwerer als das Voigtländer Nokton.
Daher habe ich keine Ambitionen für etwas mehr Bildqualität das Zehnfache auszugeben.
Es gibt aber auch ein schönes kompaktes 7artisans 1,1/50 mit Leica M Anschluss für ca. 300 Euro. Da wäre ein Vergleich zum Nokton interessant.
 
Anthracite
Anthracite kommentierte
@Christian B.
Den Techart/Megadap würde ich nicht nur für das 50/1,2 kaufen, sondern für auch für weitere Objektive. Bei fünf Objektiven mit Leica M (so viele würden es mindestens, sollte ich das Konzept weiter verfolgen) läge der Preis für den Adapter pro Objektiv nur noch bei 80 Euro, und wenn ich alle meine Objektive mit dem Adapter nutze, komme ich für den Adapter pro Objektiv auf deutlich unter zehn Euro :eek: (ich habe viel Altglas). Zuverlässiger AF und Verzicht auf Adapter sprechen natürlich für das Nikon, aber mir sind Gewicht und Baugröße wichtig, weshalb ich wohl das Voigtländer unabhängig vom Preis vorziehen würde.

Was den Vergleich betrifft: Die Pandemie wird vermutlich eher zuende sein, als dass ich das VL haben werde. Die D780 ist noch neu und erfüllt ihren Zweck sehr gut, da gibt es vorerst kein Geld für eine neue Kamera.
 

bbearny

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Tach auch,

eigentlich hatte ich mein M-System für eine ruhige Art des Fotografierens gekauft. Seit zur z7 der Novoflex-Adapter kam, macht das Fokussieren von M-Objektiven an der z noch mehr Spaß. Nachdem ich mir diesen Tread durchlas, würde ich mir zusätzlich den Megadap bestellen.

Meine Frage:
Ist hier jemand, der Erfahrungen mit dem Techart hat, z.B. bzgl. AF, Gewicht, Lautstärke ....
 
4 Kommentare
Christian B.
Christian B. kommentierte
Tja, mit dieser Frage begann ich ja diesen Thread und blieb leider ohne Antwort. Ich habe dann den Megadap bestellt, weil er sofort lieferbar war. Vom Gewicht her dürften die beiden sich nichts geben, AF müsste man mal nebeneinander vergleichen, ebenso das Geräusch.
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Den Techart kann im deutschen Fachhandel jetzt für 450 EURO kaufen.
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Der Megadap ist im deutschen Fachhandel jetzt für 399 Euro lieferbar (z.B. bei Foto Brenner).
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Nikon Fotografen brauchen für beide Adapter zusätzlich einen Adapter von Leica M auf Nikon F. Empfehle z.B. der von Gabale. (Das istauch die Firma, die den Megadap herstellt.)
 

Christian B.

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Pünktlich zum 1. März.

Nikon Z6, MEGDAP, Ai-S Micro-Nikkor 4.0/200mm IF, Blende 5.6, 1/320 s, ISO 180.

Das manuelle Fokussieren mit der butterweichen Innenfokussierung des alten Micro-Nikkors ist eine wahre Freude. Mit dem brillianten Klappdisplay der Z6 sind bodennahe Aufnahmepositionen kein Problem. Der MEGADP garantiert die perfekte Schärfe. Ein Traumobjektiv. Mechanisch edel, leicht, schlank, scharf, schönes Bokeh. An der Z6 läuft es zu neuer Höchstform auf. Bin sehr zufrieden.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Wobei diese Aufnahme auch ohne den MEGADP vergleichbar gut geklappt hätte, bei Dir sicherlich.

Bei Fotografen mit weniger manueller Fokussiererfahrung ist der AF-Adapter natürlich hilfreich und könnte das Interesse an manuellen Objektiven grundsätzlich steigen lassen.
 
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Christian B.
Christian B. kommentierte
Danke, das hoffe ich doch. Gerade, wenn man kein Stativ hat und sich die Pflanze leicht bewegt, ist so ein Autofokus für die letzten Millimeter-Bruchteile aber sehr angenehm. Das verwendete AF-Feld wird grün - klick. Ähnlich wie ein Augen-AF: Es geht auch ohne, hilft aber ungemein.
 

onkelpi

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Guten Morgen die Herrschaften :)
Es ist - wie ich lese - keine Antwort zur Frage gefunden worden: Welcher Adapter (Techart oder Megadap) ist der bessere?

Aber wie verhält es sich eigentlich im direkten Einsatz mit sagen wir
- einer Nikon Z7
- mit z. B. Leica Apo-Summicron-M 90mm f/2.0

und zwischengestecktem Megadap-Adapter?

Kann ich mit der Arbeitsblende fotografieren? Und wenn ja (gutes und reichlich Licht vorausgesetzt), bis zu welchem Blendenwert ergibt das Eurer Meinung nach (noch) Sinn im Hinblick auf das im Sucher bzw. auf dem Display erscheinende Bild?

Danke für Eure Tipps.
 
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Christian B.
Christian B. kommentierte
Selbstverständlich geht das. Es geht bei einer Spiegellosen sogar sehr gut, weil das Sucherbild aufgehellt wird. Es geht nicht nur beim gutem und reichlichem Licht gut. Hast Du jemals durch den Sucher einer Z7 geschaut? Das gilt im übrigen auch bei Verwendung von F-, Ai- und Ai-S-Objektiven am FTZ.
 
O
onkelpi kommentierte
Ok, gut zu wissen. Danke ;-)
 

Anthracite

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Kann ich mit der Arbeitsblende fotografieren?
Du kannst nur bei Arbeitsblende fotografieren. Offenblendmessung und automatische Springblende bietet der Adapter nicht.

Nach meinen Erfahrungen bei Fuji wird die Fokussierung am genauesten, wenn man bei Offenblende fokussiert, selbst wenn dann mehr oder weniger deutlich abgeblendet fotografiert wird, und dies allem Fokus-Shift zum Trotz. Also erst auf Offenblende aufblenden, dann fokussieren, dann auf Arbeitsblende abblenden und danach erst auslösen. Es gibt alte Objektive ohne Springblende, die hatten extra zwei Blendenringe, um dieses Vorgehen zu erleichtern.

Mit Dslr und Nikon-F Objektiven hast du das Problem nicht. Da wird Offenblendmessung und -fokussierung gut unterstützt.
 
2 Kommentare
Christian B.
Christian B. kommentierte
onkelpi fragte aber weder nach DSLR noch nach F-Objektiven, sondern nach Z7 und Leica-Objektiven. Und das geht halt mit dem MEGADAP - nur - mit Arbeitsblende.
 
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BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Trotzdem ist die Aussage von @Anthracite völlig richtig und ergänzt sehr gut die Deine.
 

BernhardJ

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Nicht nur bei Fuji wird die Fokussierung mit Offenblende am genauesten. Bei Sony ist es auch so. Zum Glück gibt es aber dafür auch Adapter mit Springblende.

Grüße - Bernhard
 
2 Kommentare
Christian B.
Christian B. kommentierte
Für Leica M?:LOL:
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
@Anthracite wird schon wissen, auf welchen Satz von ihm sich meine Aussage zum Springblenden-Adapter bezog.
 

onkelpi

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Du kannst nur bei Arbeitsblende fotografieren. Offenblendmessung und automatische Springblende bietet der Adapter nicht.

Nach meinen Erfahrungen bei Fuji wird die Fokussierung am genauesten, wenn man bei Offenblende fokussiert, selbst wenn dann mehr oder weniger deutlich abgeblendet fotografiert wird, und dies allem Fokus-Shift zum Trotz. Also erst auf Offenblende aufblenden, dann fokussieren, dann auf Arbeitsblende abblenden und danach erst auslöse .........


Genau so, wie Du es beschreibst, habe ich es zwischenzeitlich mit meiner Fuji X-T20 gemacht. Unter Offenblende fokussiert, dann abgeblendet und ausgelöst. Kann gut funktionieren, doch im Nahbereich wird es kritisch, weil man sich doch wieder ein wenig bewegt hat, beim Die-Blende-Schließen.

Hängt sicher auch sehr von der verwendeten Brennweite ab.

Da ich in Kürze auf Vollformat umsteigen werde (wohl auf eine Nikon Z7 oder Z7 II) werden die von mir bislang verwendeten Leica-Objektive (Apo-Summicron-M 90mm f/2.0 + Apo-Telyt-M 135mm f/3.4) zumindest etwas einfacher zu nutzen sein, da der Cropfaktor auf APS-C (Fuji) wegfällt.

Ich gehe auch davon aus, das der EVF einer Z7/Z7 II das rein manuelle Scharfstellen ohne Fokus-Peaking oder andere Hilfsmittel ermöglichen sollte.

Und dann gibt es noch den Megadap- bzw. Techart-Adapter. Eine solche Lösung würde ich allerdings erst angehen wollen, wenn mir manuelles Fokussieren als zu schwierig oder mit zuviel Ausschuss belastet erscheinen würde.
 
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BernhardJ

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Die Z7 und Z7 II haben doch auch soweit ich weiß die wählbare farbige Kontrastkantenanhebung beim fokussieren. Ein super Hilfsmittel. Um damit von Hand sehr gut scharf zu stellen, braucht man keine Ausschnittsvergrößerung.

Grüße - Bernhard
 
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Anthracite
Anthracite kommentierte
Das Fokus-Peaking kenne ich von Fuji und von der Nikon D780. Mich hat es enttäuscht. Die Genauigkeit ist unbefriedigend. Die Fokussierhilfe im Sucher der Dslr (grüne Pfeile, grüner Punkt) ist genauer und schneller. Ich nutze Fokus-Peaking nicht mehr.
Man sollte sich vom Fokus Peaking nicht zu viel erhoffen.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Komisch. An der Sony funktioniert es hervorragend. Ich hatte noch nie so wenig unscharfe Aufnahmen bei manueller Fokussierung.
 

onkelpi

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Die Z7 und Z7 II haben doch auch soweit ich weiß die wählbare farbige Kontrastkantenanhebung beim fokussieren. Ein super Hilfsmittel. Um damit von Hand sehr gut scharf zu stellen, braucht man keine Ausschnittsvergrößerung.

Grüße - Bernhard

Das ist richtig, aber je nach Brennweite und Motiv kann so ein Peaking auch den Blick auf das Motiv extrem einschränken, wenn fast alles 'aufpeakt'.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Dann verstehe ich die Einwände von @onkelpi nicht so ganz.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Habe ich das Pixel-Peaking auf strong eingestellt und will ein recht kontrastreiches Motiv mit einem 24mm Objektiv bei Blende 8 fotografieren, dann blickt es überall im Sucher. Aber unter diesen Bedingungen ist dann auch fast das ganze Bild scharf.

Pixel-Peaking auf normal, oder schwach eingestellt und zusammen mit der Lupenfunktion genutzt z.B. bei einem 85mm Objektiv bei Blende 1.8, da macht es Sinn und da blinkt in der Vergrößerung dann auch nur noch der knappe scharfe Bereich.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
...bei Blende 8 fotografieren, dann blickt es überall im Sucher...
Das mit dem Blendenwert verstehe ich nicht ganz. Meistens wird doch bei Offenblende scharf gestellt. Da hat man doch schon eine gewisse "Entzerrung" durch die kleinere Schärfentiefe.
Wird dagegen mit Arbeitsblende fokussiert, entsteht eine (fast automatische) Verringerung der "aufgepeakten" Bereiche durch die geringere Bildhelligkeit.
Deswegen bin ich davon auch recht begeistert, denn es funktioniert sowohl bei Arbeitsblende als auch abgeblendet recht gut - wenn es nicht zu dunkel ist.

Zudem kann man bei manueller Fokussierung schön um den gewünschten Bereich etwas hin und her stellen, um so schön den Mittelbereich der Schärfe dort gemittelt einzustellen wo man sie braucht.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Wenn ich ein manuelles Objektiv nutze und die Blende über den Blendenring einstelle, dann sieht man Sucherbild unterschiedlich aus, je nach dem, ob ich Blende 1.8, oder Blende 8 auswähle. Bei Blende 8 blinkt es deutlich mehr, ist ja auch logisch, es gibt dann mehr kontrastreiche Kanten.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Okay, Du stellst bei Arbeitsblende scharf. Ich verwende dagegen oft Adapter mit Springblende und somit Fokussieren bei Offenblende.
 

onkelpi

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Wie schaut es eigentlich mit dem Objektivwechsel 'on the road' aus bei Einsatz eines solchen Adapters? Muss nicht die jeweilige Objektiv-Brennweite auch an den Adapter mitgeteilt werden? Wie funktioniert das unterwegs? Oder holt sich der Adapter die Information aus der Z7?
 
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hverheyen

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dem Adapter ist die Brennweite egal, der Z auch, sofern Du den Antiwackeldackel abschaltest.
 
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onkelpi

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Also müsste ich demnach bei Objektivwechsel bei zugeschaltetem Antiwackeldackel im Nikon Menü die entsprechende Brennweite für diesen hinterlegen bzw. auswählen. Danke!
 
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Christian B.
Christian B. kommentierte
Nein, das funktioniert beim Megadap anders (hatte ich oben schon einmal geschrieben, aber das kann man überlesen). Man programmiert den Megadap auf die Brennweite des angeschlossenen Objektives dadurch, dass man mit einer bestimmten, in der Bedienungsanleitung festgelegten, mit dem Einstellrad im Kameradisplay eingestellten Blendenzahl (größer 5.6) ein Bild macht und die Kamera dann abschaltet und wieder einschaltet (bis 135mm). Die Blendenzahlen von 1 bis 5.6 verwendet man, um beim Fotografieren die tatsächlich eingestellte Arbeitsblende in die EXIF zu schreiben. Wenn man stärker abblendet als 5.6 geht das zwar, aber man kann nur 5.6 in die EXIF schreiben lassen, weil man sonst die Programmierung der Brennweite ändert. (6.3 ist - glaube ich - 10mm).
 
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onkelpi

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Nein, das funktioniert beim Megadap anders (hatte ich oben schon einmal geschrieben, aber das kann man überlesen). Man programmiert den Megadap auf die Brennweite des angeschlossenen Objektives dadurch, dass man mit einer bestimmten, in der Bedienungsanleitung festgelegten, mit dem Einstellrad im Kameradisplay eingestellten Blendenzahl (größer 5.6) ein Bild macht und die Kamera dann abschaltet und wieder einschaltet (bis 135mm). Die Blendenzahlen von 1 bis 5.6 verwendet man, um beim Fotografieren die tatsächlich eingestellte Arbeitsblende in die EXIF zu schreiben. Wenn man stärker abblendet als 5.6 geht das zwar, aber man kann nur 5.6 in die EXIF schreiben lassen, weil man sonst die Programmierung der Brennweite ändert. (6.3 ist - glaube ich - 10mm).

Ja klar - so war das! Hab es vorhin bei Ken Rockwell in seinem Review zum Adapter gelesen, unter den Negativ-Punkten.

Werde ohnehin ohne Adapter einsteigen und hoffe mal, ihn dann nicht doch zu benötigen. Wenn ich daran denke, was das momentan für eine Anstrengung ist, an der Fuji X-T20 exakt zu fokussieren, erhoffe ich mir wegen wegfallenden Crop und einigen weiteren Features der Z7, wie wesentlich feinerem EVF/Display, hier doch klare Vorteile.
 
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cditfurth

NF-F Platin Mitglied
Platin
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Nein, das funktioniert beim Megadap anders (hatte ich oben schon einmal geschrieben, aber das kann man überlesen). Man programmiert den Megadap auf die Brennweite des angeschlossenen Objektives dadurch, dass man mit einer bestimmten, in der Bedienungsanleitung festgelegten, mit dem Einstellrad im Kameradisplay eingestellten Blendenzahl (größer 5.6) ein Bild macht und die Kamera dann abschaltet und wieder einschaltet (bis 135mm). Die Blendenzahlen von 1 bis 5.6 verwendet man, um beim Fotografieren die tatsächlich eingestellte Arbeitsblende in die EXIF zu schreiben. Wenn man stärker abblendet als 5.6 geht das zwar, aber man kann nur 5.6 in die EXIF schreiben lassen, weil man sonst die Programmierung der Brennweite ändert. (6.3 ist - glaube ich - 10mm).

Ich spiele gerade mit dem Megadap herum und bin positiv überrascht. Was ich hier aber nicht verstehe: Man teilt dem Megadap via Blende mit, was er in die Exif schreiben soll. Ist klar. Nur: Was hat das mit dem IBIS zu tun? Muss man in der Kamera nicht dennoch die Brennweite eintragen wie üblich? Oder tut der Megadap das via Exif-Daten? Ich zweifle ...
 
hooky69
hooky69 kommentierte
Hört sich alles kompliziert an, ist aber in der Praxis völlig easy. Am besten klebt man sich ein kleines Etikett in den vorderen oder hinteren Deckel des Objektivs, auf dem die Programmierblendenzahl für das jeweilige Objektiv steht. Das erspart im Feld den Blick auf die Bedienungsanleitung.
 
O
onkelpi kommentierte
Mal ein wenig Kleinkrämerei: Bei meinem Apo-Telyt-M 135mm f3.4 gibt es diesen hochkant am Objektivtubus vermerkten Korrekturwert für die Brennweite, der nicht völlig unerheblich ist. Bin gerade nicht sicher, aber es muss so ein Wert, wie '96' oder so gewesen sein. Das heißt, es handelt sich mitnichten um ein 135mm Objektiv, sondern eher um ein 145er! Wird, da ja nur maximal 135mm programmierbar sind, dem IBIS/der Kamera nicht ein - sagen wir - suboptimaler Wert suggeriert?
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Ich glaube, dies Unterscheidung spielt bei Brennweiten über 135mm keine große Rolle mehr, da die Ausgleichungsfähigkeit des IBIS mit zunehmender Brennweite nachlässt. Nicht umsonst hat Nikon allen bisherigen Z-Nikkoren mit Brennweiten länger 85mm zusätzlichen einen eingebauten Stabilisator spendiert.
 
hooky69
hooky69 kommentierte
Wie Christian schon sagte, die 10mm machen den Kohl nicht fett, das kann man wirklich vernachlässigen. 135mm einstellen und gut :)
 
O
onkelpi kommentierte
Es sind (habe nachgeschaut) nur 5,7mm zuzätzliche Brennweite (Der Korrekturwert auf meinem Apo-Telyt-M 135mm f/3.4 lautet auf: '57').
Dies nur noch zur Abrundung des Ganzen ;-)
 
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