Tansania - Expect the Unexpected


Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Eine zweiwöchige Fotosafari mit zwei Freunden im 4x4 durch den Norden von Tansania ist vorgestern zu Ende gegangen.

Unser Guide Yahaya hat das Motto der Reise geprägt:
Expect the Unexpected.

Der Schwerpunkte der Reise lag auf Menschen und Straßenszenen.
Wir haben 3 Massaidörfer besucht:
ein "Echtes" mit realen Leben,
ein "Kommerzielles", wo sich die Massai viel Mühe gegeben haben und
ein "Fake", als reine Touri-Falle.

Manche Massai leben noch sehr traditionell - die 95 jährige "Oma" Koko.


Andere interessieren sich aber nicht nur für Kühe und Frauen,
sonder auch für eine Nikon :D



Ein weiterer Schwerpunkt lag in den Nationalparks Tarangire, Lake Manyara und Serengeti mit wilden Tieren:



und großen und kleinen Vögeln,

Bienenfresser


sowie ein paar Landschaftsaufnahmen:
Rivercrossing am Mara-River

Fotowettbewerb Refelxionen
 
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jofro

Unterstützendes Mitglied
Das fängt ja schon gut an - mehr Bilder bitte!
 

Venden

Unterstützendes Mitglied
Danke für die Bilder und ich freue mich schon auf die nächsten.

Ich bin gerade dabei mein Tansania-Urlaub (Februar 2012) zu planen, bzw. die letzten Feinheiten durchzugehen.

Gruß,
Donato
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Danke für das positive Feedback für das "Appetitshäppchen".

Insgesammt habe ich 15855 Auslösungen auf den Kameras.
Ich werde noch etwas Zeit benötigen bis alle Bilder gesichtet sind.
Aber am Montag geht dann der Reisebericht los, mit
der Fahrt von Aruscha zum "Kambi Ya Tembo"

Bis dahin noch ein Bild vom "fliegenden Leopard" :D

 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
So jetzt geht es los.

Neben den Fotos von wilden Tieren und Menschen möchte ich auch
den Reisebericht mit ein paar Dokumentationsbilder von
Fahrzeugen und Unterkünften abrunden.

Die Reise beginnt mit einen Nachtflug mit Ehtiopian Airlines nach Addis Abeba.
Trotz Dürrekatastrophe in Ostafrika werden wir dort von sintflutartigen Regen empfangen. Da die Gepäckbeförderung dort nich auf Regen ausgelegt ist, habe ich später einen durchnässten Rucksack bekommen. Wie gut, das alles nochmal in Plastiktüten eingepackt war.

#7


Weiter geht es mit einen Anschlußflug über Mombasa zum Kilimanjaro Airport bei Arusha. Eine dicke Wolkendecke liegt über Ostafrika. Auch in Mombasa regnet es. Wir haben Trockenzeit und eigentlich sollten jetzt keine Niederschläge fallen.
Wer in Flugrichtung rechts einen Fensterplatz hat, kann
den Kilimanjaro sehen, wenn er nicht in Wolken gehüllt ist ...

#8


In Arusha erwartet uns Yajaya, unser Guide mit seinen Land Rover.
Das Fahrzeug ist nicht mehr ganz taufrisch, hat bereits über 450000 km
auf Afrikanischer Rüttel-Schüttel-Piste hinter sich.
Hinten gibt es drei Sitzreihen, eine für jeden.
Damit gibt es ausreichen Ablagefläche und Bewegungsraum.
Der Land Rover hat ein Sonnendach. Die Streben, insbesondere
in der 3. Sitzreihe schränken aber den Bewegungsraum des Fotografen ein.
Dachluken sind da praktischer, auch wenn einen dann tagsüber
die Sonne auf den Kopf scheint.
Zwischen der 1. und 2. Sitzreihe ist eine Stufe.
Die erste Sitzreihe ist niedriger und da muss man schon auf den
Zehenspitzen stehen oder auf dem Sitz balancieren, um mit einer
großen Tüte über das Dach zu kommen.
Die Schiebefenster sind recht schmal. Mit einer großen Tüte
schränkt das auch die Fotografiermöglichkeiten etwas ein.

Wir haben jeden Tag die Sitzreihen gewechselt, so dass jeder
mal die Vor- und Nachteile der einzelnen Reihen auskosten konnte.

#9
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Die Fahrt führt an den Kilimanjaro vorbei nach Norden.

Anfangs ist die Gegend noch dicht besiedelt
und Geschäfte säumen die Straße.

Klönschnack bei Tante Emma
#10


In Afrika findet viel Aktivität außerhalb der Häuser statt.
Auch der Tischler arbeitet im freien. Zwei Stühle sind schon fertig.
#11


Der Obstladen scheint schon bessere Tage gehabt zu haben
#12


Wer keinen eigenen Laden hat, muss seine Ware mit dem Bauchladen
selber tragen. Ein Wäschehändler auf der Straße
#13


Irgendwann endet die Teerstraße, die Felder weichen einer Busch- und Steppenlandschaft. Maasailand.
Ein Maasai ist mit seiner Schafherde unterwegs
#14


Aber auch die Kultur der Maasai verändert sich.
Ein Maasai mit dem Fahrrad und Maissäcken wäre vor ein paar Jahren
kaum vorstellbar gewesen
#15
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Zwei Nächte waren wir im Kambi Ya Tembo.
Das Camp besteht aus geräumigen Zelten.
Zum Schutz gegen Witterungseinflüsse sind sie überdacht.
Im Zelt gibt es zwei Doppelbetten und ein separaten Raum mit Waschbecken, Dusche und WC.

#16


Das Camp liegt im Maasailand zwischen Kilimanjaro Nationalpark, Arusha Nationalpark und den Amboselli Game Reserve.
Es liegt mitten im Busch.
Es gibt keinen Zaun und die Tiere können sich dort frei bewegen.
Nachts besuchen oft Zebras das Camp.

#17


Am Lagerfeuer kann man den Sonnenuntergang geniessen.
Bei uns war er leider hinter Wolken versteckt.

#18
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Am nächsten Morgen brauchte ich keinen Wecker.
Der Weißbauch-LÄRM-vogel hat seinen Namen alle Ehre gemacht:

#19


[EDIT] Elfennektarvogel (Männchen) im Übergang von Prachkleid zum Schlichtkleid. Danke Sandra!
#20


und ein Webervogel (Marmorspätzling)
#21


Ulugurunektarvogel, Bronzenektarvogel, Hildebrandtglanzstar, Gurrtaube, Graubülbül und noch ein paar weitere noch nicht identifizierte Vögelchen ließen sich in kurzer Zeit in der Lodge ablichten. Die Bilder gibt es bei
Gelegenheit im Vogelbilderthread.

Morgen geht es zum Massaidorf Olpopongi.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Ich tippe unter massiver Zuhilfenahme des Princeton Field Guide (Birds of East Africa) auf einen Elfennektarvogel (Beautiful Sunbird, Cinnyris pulchella) im Übergang vom Pracht- zum Schlichtkleid. Was meinst Du?
Danke Sandra.
Der Elfennektarvogel passt schon sehr gut.
Ich habe ihn jetzt auch bei Tanzaniabirds gefunden. Bild 16 kommt schon sehr nahe.
Das Buch habe ich gerade bestellt.

Das Weibchen dazu sieht so aus:
#22
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Die Maasai leben von Ihren Vieh.
Traditionell ernähren sie sich von Milch, Blut und Fleisch von
ihren Ziegen, Schafen und Rindern.
Sie sind keine Jäger und leben in Harmonie mit den Wildtieren.
Ob das auch für die Raubtiere gilt, ist nicht so sicher.

Durch den Bevölkerungszuwachs und die immer größer werdenden
Herden gibt es zunehmend einen Wettbewerb zwischen den
Wildtieren und dem Nutzvieh.

Die Jungen hüten die Schafe und Ziegen.
Sie sind von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang mit den Herden unterwegs,
um irgendwo noch ein paar Halme oder Blätter zu finden.
#23


Sind sie älter, dann dürfen sie auch den Reichtung der Massai hüten,
die Kühe.
#24


Eine Kuh hat einen Wert von ca. 400 US$.
Für 10 Kühe gibt es eine Frau.
Je mehr Kühe, desto mehr Frauen, desto mehr Kinder.
Er muss nicht für jedes Kind der biologische Vater sein - da nehmen
es die Massai nicht so genau - aber sie "gehören" dann dem Mann.
Viele Kinder bedeteutet wieder mehr Reichtum, denn
viele Jungen können das Vieh hüten und die Mädchen
kann man gegen noch mehr Kühe mit 14 wieder verheiraten.

Das macht den Maasai zum stolzen Krieger
#25


Wobei die Kultu r auch im Wandel ist.
Die Kleidung ist auch nicht mehr so ganz traditionell.
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Die Frauen sind nicht nur für die Kindererziehung da,
sondern müssen auch die Häuser bauen und instandhalten.
Als Regenschutz wird Gras/Stroh gesammelt.
#26


Frauen haben sich auch um die Essenzubereitung zu kümmern.
Dafür wird Brennholz gesammelt
#27


Die Häuser bestehen aus Akazienzweige, die
mit Kuhkacke abgedichtet verschmiert werden.
Das Dach wird oft mit Stroh bedeckt.
Jede Frau hat (baut sich!) ein eigenes Haus.
Die Häuser sind sehr klein und haben zwei winzige Räume
mit einer Bettenkonstruktion aus Akazienzweigen, die mit Kuhhäuten
belegt sind.
Der kleinere Raum ist für den Mann, der größere Raum für
die Frau und die Kinder.
Die Fenster sind nur kleine Gucklöcher und somit es es darin sehr dunkel.

Hier sind wir zu Besuch bei der 95-jährigen Oma Koko.
Sie kocht uns gerade Tee mit Kuhmilch in einen Blechnapf
auf offenen Holzfeuer in ihrem Haus.
Der Tee wird dann durch ein Sieb in die Blechtassen gefüllt.
Das Getränk schmeckt erstaunlich gut.

#28


Leider war der Zusatzblitz im Auto unerreichbar und
es gibt links eine kleine Abschattung durch das Weitwinkel (ohne Geli)
in Kombination mit dem Kamerablitz.
 

HaHa

NF-F Premium Mitglied
Danke, Bernd, für die von mir so erwartet ansprechenden Bilder. Der abspringende und fliegende Leopard sind herausragend. Ich plane für Juni. Lake Manyara und Ngorongoro-Krater sind im Norden gesetzt, der Ruaha-NP im Süden. Unschlüssig bin ich mir beim Tarangire - allgemein und speziell für diesen Zeitraum. Sicherlich hängt die Klärung auch davon ab, wie die vorhergehende Regenzeit verläuft. Wenn der Tarangire grün ist, könnten die Tiere weitgehend "unsichtbar" sein - ist meine Befürchtung. Hast du einen Tipp?

Gruß
Hans
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Ich plane für Juni. Lake Manyara und Ngorongoro-Krater sind im Norden gesetzt, der Ruaha-NP im Süden. Unschlüssig bin ich mir beim Tarangire - allgemein und speziell für diesen Zeitraum. Sicherlich hängt die Klärung auch davon ab, wie die vorhergehende Regenzeit verläuft. Wenn der Tarangire grün ist, könnten die Tiere weitgehend "unsichtbar" sein - ist meine Befürchtung. Hast du einen Tipp?
Ich war bisher nur im Februar und im August in Tansania.
Das Wissen für den Juni habe ich nur aus Büchern/Reiseführern.

Der Tarangire ist landschaftlich sehr schön (Baobabs, Tarangire Fluss).
Viele Tiere wandern zur Regenzeit ins Umland oder zum Lake Manyara.
Je nach Verlauf der Regenzeit kann der Tarangire ziemlich leer sein.
Im Februar waren dort nur wenige Tiere (Impala, Elefanten, Giraffen).

Den Ngorongoro Krater habe ich bewusst ausgelassen.
Es ist ein Juwel mit vielen Tieren auf engsten Raum.
Das wissen aber Andere auch und daher ist er
sehr teuer und durch die vielen Autos auf engsten Raum
auch zum Fotografieren nicht so schön.

Im Juni bieten sich in der Serengeti die Gegend um die Moru Kopies an.
Innerhalb weniger Wochen sammeln sich dort sehr viele Gnus auf sehr
engen Raum "Moru Crush". Eventuell kann man auch schon die
Herden dann beim Überqueren des Grumeti im Western Korridor erwischen.
Gerade bei den ersten Gruppen sind die Kokodile besonders hungrig.

Den Ruaha kenne ich nicht, sollte aber im Juni auch ganz interessant sein.
Anfang Juni war ich letzhtes Jahr im Nachbarland Malawi und das
war von der Jahreszeit her sehr schön.

Die Bilder vom Tarangire und Lake Manyara kommen voraussichtlich nächste Woche.
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Statt einer halben Stunde Fahrt hat die Fahrt von Kambi Ya Tembo zur Olpopongi Cultural Village - trotz Abkürzung durch den Busch - mehr als zwei Stunden gedauert.

Olpopongi ist ein kommerzielles Maasai Dorf. Die Hütten im Dorf
dienen auch als Übernachtungsmöglichkeit für Touristen.
Wir haben diese aber nicht genutzt.
Es gibt ein Restaurant mit Koch und
authentischen Essen (bei uns Pizza :dizzy:).
Angegliedert ist auch ein Museum, in dem die Kultur sehr gut erklärt wird.
Obwohl alles kommerziell ist, haben sich die Maasai dort sehr viel
Mühe gegeben und hatten dabei auch sehr viel Spaß.
Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Noch ein paar Portraits der Bewohner.
Leider stand wegen der langen Anreise die Sonne schon sehr ungünstig.
Teilweise haben die Maasai für uns im Muesum im Schatten posiert.

Nochmal die 95-jährige "Oma" Koko
#29


Maasai Frau vor einer Hütte
#30


#31


#32


#33


#34
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Egal, ob man in ihnen große Sprünge macht,
#35


durch den Busch läuft
#36


oder Touristen fotografiert ...
#37


... das Schuhwerk der Wahl sind Michelins (andern Orten Dunlops).
Die Sandalen werden aus alten Motorradreifen hergestellt.

#38


Gerüchten zur Folge soll es je nach Witterung 4 verschiedene Modelle geben:
Regen, Intermeadiate, Soft und Supersoft :hehe:

Am Nachmittag haben wir noch ein "normales" Maasaidorf besucht.
Die Fortsetzung kommt in ein paar Tagen.
 
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