Wie an anderer Stelle schonmal erwähnt, gibt es auch "Heimkehrer" zu analog. Der Grund für mich ist einfach: Die Konzentration auf das Motiv und die Überlegung der Umsetzung. Schlicht der Spass.
Und das alles gibt es mit Digitalkameras nicht?
Ick muss mir wundern.
Ich konzentriere mich nicht, ich überlege nicht, wie ich das umsetze und ich habe keinen Spaß. Das alles muss an meiner D200 liegen.
Gerade die häufig erwähnten, so genannten Vorteile von digital halte ich für Anfänger für problematisch.
Der Anfänger wird sich nicht erinnern – also auch nicht lernen –wie er zu seinem guten Foto gekommen ist. […] Wenn er mit zwei, drei Filmen raus geht, wird er mit Sicherheit aufmerksamer und präziser arbeiten.
Gruss
Ist das so? Macht der Analog-Anfänger sich nach jedem Foto Notizen? Also so eine Art ins Moleskine geschriebene Exifs?
Und dann bekommt er entwickelte Negativfilme, die er nicht deuten kann und kümmerliche Abzüge, die die Ergebnisse seiner Bemühungen nicht im entferntesten widergeben können?
Wenn alle hier dafür plädieren, dass der Anfänger analog (oder ich sag mal: chemisch) zu fotografieren habe, da frage ich mich doch, warum die Ratgeber sich dann aber doch für die Digitalfotografie entschieden haben. Wo man doch mit der Analog-Ausrüstung so viel bessere Fotos machen kann. Und allein der Gedanke daran macht ein besseres Foto.
Es macht nicht cool, zu behaupten, »analog« sei besser.
Ich habe verdammt viele – und diverse, eigentlich viele gute – Fotos mit der Nikkormat FT2 meines Vaters, mit meiner F, FE, FE2, der Box, der FX 70 und der Rolleiflex gemacht. Aber Ixux, Lumix, D70 und D200 haben doch noch mal ein ganz anderes Potential.