Sahib7 hat ja schon die grundsätzliche Antwort gegeben. Dieser Thread ist mittlerweile etwas unübersichtlich langIst Hardwarekalibration nicht das Benutzen des Spydergeraets? Ich glaub ich hab da irgendwas nicht/falsch verstanden.
Hardwarekalibrierbarkeit ist ein ganz wesentliches Qualitätsmerkmal von Monitoren, das Du damit verschenkst. Näheres erfährst Du im verlinkten Beitrag.Und warum ist es nicht richtig sinnvoll, den Monitor via Software zu kalibrieren?
Ich weiß nicht, wie genau Du das betrachten konntest; ein "erster Blick" ohne Referenz sagt wenig aus, da schaut jeder Monitor toll aus. Aber abgesehen davon: Das Problem sind die Serienstreuungen und die Langzeitstabilität des Messgerätes; Du kannst Dir einfach nicht hinreichend sicher sein, selbst ein dauerhaft ähnlich gutes Gerät zu erhalten.Diesen Monitor habe ich kalibriert mit dem Bundlekalibriergeraet gesehen, sah fuer mich als Laien absolut top aus.
Leider nein. Soll heißen: die Farbmanagement-Technologie ist noch so jung und labil, dass, wenn es schiefgeht, die Fehler gleich von der Art sind, dass sie auch jedem Laien (so lange er sich überhaupt für Farbe interessiert) höchst unangenehm auffallen.Koennte es sein, dass deine Ansprueche da ein wenig hoeher sind als meine?
Bitte.Vielen Dank auf jeden Fall fuer die ganzen Info die du lieferst.
Gut, das ist dann in der Tat eine ganz gute Beurteilungsgrundlage, und das Ergebnis so, wie man es sich wünscht.Als "Referenz" habe ich bei dem Vergleich den zweiten Rechner beim Bekannten sowie den Rechner seiner Partnerin gesehen. Sein zweiter Rechner/Monitor und ihr Monitor wurden mit dem Spyder kalibriert, der neue NEC eben mit dem mitgelieferten Ding. Ich konnte als Laie zwischen den drei Monitoren keine grossen Unterschiede sehen (eher keine).
Da stand ich wohl gerade auf der Leitung, denn iColor Display beherrscht zwar Hardwarekalibration, aber aus firmenpolitischen Gründen ist die nur für Quatos eigene Monitore freigeschaltet (mit denen Quato den meisten Umsatz macht). Insofern käme für NEC-Monitore nur basICColor display in Frage, das auf derselben Software-Technologie wie iColor Display aufbaut und insofern weitgehend identische Ergebnisse liefert, jedoch die meisten Monitore von Eizo und NEC (aber keine von QuatoLeider weiß ich nicht, ob iColor Display kompatibel zu dem von Dir gewählten NEC-Monitor kompatibel ist (prinzipiell kann es Hardwarekalibration, aber das muss nicht zwingend für alle Modelle am Markt gelten)
Hm, ein IPS ist es, aber ist es auch Wide Gamut? Davon habe ich noch nichts gehört und habe daher Zweifel (aber wissen tu ich es nicht).Deine Antwort in Beitrag 315 habe ich zum Anlaß genommen, nochmals Kalibrierversuche zu machen mit dem Ergebnis, daß ich mit der Wide Gamut-Kal. für IPS-Panels das beste Ergebnis erzielt habe (da das 24" -Cinema Display ja ein IPS ist).
Leider sind die Bilder unleserlich klein.Im Anhang
Aber selbst, wenn ich sie lesen könnte – das Ergebnis sagt nichts aus, solange nicht klar ist, ob Dein Display ein Wide-Gamut-Display ist oder nicht und ob also Deine Voreinstellungen korrekt sind.Ist das Ergebnis so einsetzbar?
Solange Du nicht mit antiker Adobe-Software kämpfen musst, die damit nicht zurecht kommt, solltest Du normalerweise immer Lut-Profile nehmen, weil die die Bildschirm-Macken viel detaillierter korrigieren können.Übrigens funktionierte ein erstelltes Lut-Profil fast genauso gut.
Wie sollte das gehen? Solange dieses Modul nicht mit einer Spezialschnittstelle mit mehr als 8 Bit pro Farbe mit dem Monitor verbunden ist (und so eine Schnittstelle hat ein handelsüblicher Monitor ja eben gerade nicht), ändert sich an dem Problem der geringen Datenbreite von 8 Bit pro Farbe zum Monitor, mit dem die Softwarekalibration zu kämpfen hat, doch überhaupt nichts. Und übrigens, aus Sicht der Computer-Hauptplatine ist die Grafikkarte ja in gewisser Weise genau so ein "externes Modul". Um die Qualität eines hardwarekalibrierten Monitors zu erreichen, darf es nach dem Modul, das die Farbanpassungen vornimmt, aber nirgendwo mehr ein "8-Bit-Nadelöhr" geben.Mal zum Schluß nur so eine Idee: Könnte man prinzipiell ein externes Modul zwischen Rechner und Monitor schalten, der vom Rechner aus gesehen einen Hardware-kalibrierbaren Monitor darstellt?
Ich habe in den 17 Seiten dieses Themas den Überblick verloren.
Ja, wenn Du keine Umgebungslichtmessung brauchst, keinen Projektor kalibrieren willst und keinen Eizo oder NEC mit Hardwarekalibration.Empfiehlt sich weiterin "Quato iColor Display 3 + DTP 94"?
Stimmt, das sieht sehr interessant und fundiert aus; den am europäischen Markt meines Wissens nicht zu findenden Chroma 5 kannte ich zum Beispiel schlicht nicht. Offenkundig stark aus der Heimkino-Perspektive geschrieben, aber das sollte die Geräte-Infos ja kaum berühren. Dass das DTP94 als für Projektoren geeignet beschrieben wird, bringt mich allerdings etwas ins Grübeln, denn nach meinen Tests ist das nicht so.Hier ein interessantes FAQ:
http://www.curtpalme.com/forum/viewtopic.php?t=11436
Ist mein Test auch, weswegen ich über diesen Test bei meinen Recherchen damals wohl nicht gestolpert bin. Gottseidank bewegt sich dieser Markt nicht so schnell, dass ein zwei Jahre alter Test schon wieder völlig veraltet wäre. Wenn mein ganzer Aufwand von damals jetzt bereits nutzlos wäre, dann würde ich jetztIst aber ca. 2 Jahre alt.
Da habe ich leider keinen Plan.Weiss jemand welcher bezahlbare Monitor mit Hardware-Kalibirerung empfehlenswert ist?
Klar, also kein Problem.Aber nur durch die mehr oder weniger qualifizierte Auseinandersetzung mit der Materie kommt man weiter.
Du bist vermutlich von der falschen Annahme ausgegangen, dass die Einstellung Wide Gamut einen irgendwie "größeren" Farbraum im Messgerät oder der Messsoftware einschaltet, aber das ist nicht der Fall. Die für Kolorimeter erforderlichen Filter sind eben für Standard-Displays ausgelegt und führen bei Wide-Gamut-Displays zu einem Farbstich, der korrigiert werden muss; das ist alles.Ja, das Cinema Display ist kein solches, doch da der Kal.-Versuch ohne Probleme mit iColor Display möglich war, ich auch davon ausging, wenn die Farbsollwerte nicht erreichbar sind, wird es eh nicht klappen, bin ich von einer gültigen Kalibration ausgegangen.
Macht ja nix, wir konnten das ja wohl auch so klären.Aus den Links auf meine eingestellten Bildschirmfotos ist nach dem Absenden das unleserliche Format entstanden. Wie`s richtig geht, muß ich noch rausfinden. Unter Hilfe hatte ich nichts gefunden - sorry.
1) Inter instrument agreement between at least 20 units:
- EyeOne Display 2 - max 18 E, mean 8 E
- Spyder 3 Elite - max 15 E, mean 7 E
- DTP94b - max 3 E, mean 1,5 E
- EyeOne Pro Rev D - max 3 E, mean 2 E
Diese Korrektur bezieht sich weniger auf die Paneltechnologie, sondern mehr auf den Farbumfang des Displays. Das ACD orientiert sich an sRGB, die wide-gamut Korrektur sollte daher ausgeschaltet sein. Was allerdings nicht schaden würde, ist eine Korrektur für white LED. Soll laut Quato in der nächsten Version von iColor anwählbar sein, weiß nicht, ob die schon in der 3.7 beta drinn ist.wowe schrieb:...daß ich mit der Wide Gamut-Kal. für IPS-Panels das beste Ergebnis erzielt habe (da das 24" -Cinema Display ja ein IPS ist).
Das i1 Display und du, ihr mögt euch anscheinend nicht besonders
Ich rate ja vom i1 Display nicht einfach aufgrund der Tatsache ab, dass es organische Farbfilter enthält, sondern aufgrund der umfangreichen Testergebnisse, für die ich erläuternd die Verwendung organischer Filter als mögliche/wahrscheinliche Ursache angeführt habe.Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist, warum du vom i1 Display abrätst, mit der Begründung, dass die Filter nicht langzeitstabil sind, nicht aber vom Spyder3, der meines Wissens ebenfalls organische Farbfilter verwendet.
Die sind sogar höchst interessant, da J. Raimar Kuhnen-Burger (Quatos Entwicklungsleiter und Marketing-Chef) hier wirklich aus dem Vollen schöpfen konnte und noch weit mehr Geräte als ich zur Verfügung hatte. Außerdem weiß er, wovon er redet (auch wenn ihm das pro-Quato-Ergebnis sicherlich recht istWas die Serienstreuung angeht, finde ich die Testergebnisse von J.Raimar Kuhnen-Burger übrigens nicht uninteressant...
Stimmt!Was allerdings nicht schaden würde, ist eine Korrektur für white LED.
Der von der Hardware her ja sehr gute ColorMunki wird durch die Software völlig kastriert..
Nachdem der Spyder3 ebenfalls Gelatinefilter verwendet, hat es mich nur gewundert, dass das böse G-Wort hier im Thread soweit ich sehe ausschließlich in Verbindung mit dem i1D auftaucht. Das wird dann nämlich genau so oft und gerne auch in anderen Foren nachgeplappert...Spyder super, i1D böse, weil die Filter dazu neigen, sich bei Vollmond aufzulösenDas muss im Umkehrschluss ja nicht zwingend heißen, dass jedes Gerät, das organische Filter verwendet, so schlecht ist.
Ich kann nur von den beiden Exemlaren berichten, die ich hier hatte...die Geräte lieferten doch recht deutlich unterschiedliche Ergebnisse und was die Schwarzwertmessungen angeht, haben beide schon bei Schwarzwerten unter 0,3 eher geraten als gemessen.Diese beiden Exemplare, das kann ich jetzt, eineinhalb Jahre später sagen, haben sich zwar bislang definitiv besser gehalten als das i1 Display und die früheren Spyder, aber verglichen mit der Gründlichkeit des restlichen Tests ist das eher anekdotisch einzuschätzen – vielleicht hatte ich Glück.
Ja, aber das ist nicht der Punkt. Umgebungslicht zu messen ist nicht "einfach gehalten", sondern unmöglich (obwohl die Hardware das prima könnte), aber vor allem reichen eben die 100 Farbfelder für die Druckerkalibration absolut nicht aus, jedenfalls nicht für die kritischeren CMYK-Drucker. Meine Messergebnisse aus dem Test beschönigen das eher noch; in der Praxis habe ich mittlerweile mehrfach erlebt, dass Druckfarben nach einer Profilierung mit dem ColorMunki so vollkommen daneben lagen (hellrosa statt braun ...), dass das Gerät für diejenigen nur als völlig unbrauchbar bezeichnet werden kann.Wobei ich es nicht ganz verkrehrt finde, die Software rel. einfach zu halten, um Leute, die sich das Ausmessen von Profilen nicht zum Hobby machen wollen, nicht mehr als nötig zu verwirren.
Vermutlich, und falls ja, war das ein Schuss ins Knie.Der Hintergedanke von x-rite wird hier aber natürlich eher der gewesen sein, das i1 pro nicht zu gefährden.
Das auszuprobieren, hatte ich leider immer noch keine Zeit. Kommandozeile ist aber natürlich das Gegenteil von "Anfänger-freundlich".Wenn man tiefer graben will, hat man zumindest noch die Möglichkeit, den Munki mit Argyll zu betreiben.
Ja, das stimmt wohl; es ging halt los mit der Frage "Warum ist das i1 Display so schlecht?" und nicht mit "Welche Kolorimeter haben Gelatinefilter?" Wenn, wurde es nur indirekt damit thematisiert, dass das DTP94 das eine Kolorimeter mit anorganischen Filtern ist.Nachdem der Spyder3 ebenfalls Gelatinefilter verwendet, hat es mich nur gewundert, dass das böse G-Wort hier im Thread soweit ich sehe ausschließlich in Verbindung mit dem i1D auftaucht.
Kann man allerdings vermeiden, wenn man das i1 Display in Knoblauchöl einlegt :vampir:i1D böse, weil die Filter dazu neigen, sich bei Vollmond aufzulösen
Na gut, aber das ist ja gerade der Punkt, dass solche Geräte nicht nach kurzer Nutzungsdauer bereits abdriften sollten … Und nur zwei Stück haben wir beide.Ich kann nur von den beiden Exemlaren berichten, die ich hier hatte...die Geräte lieferten doch recht deutlich unterschiedliche Ergebnisse und was die Schwarzwertmessungen angeht, haben beide schon bei Schwarzwerten unter 0,3 eher geraten als gemessen.
Allerdings sind zwei Stück natürlich keine statistisch relevante Anzahl und eines der Geräte war vorher schon ein halbes Jahr im Gebrauch, bevor ich damit das Vergnügen hatte...
Was macht Argyll denn für die Druckerprofilierung, misst es da mehr als 100 Felder (unter Inkaufnahme hoher Druckkosten)?
Für wirklich farbkritische Prints und Proofs sind 100 Messfelder natürlich ein Witz und da ist man beim Munki alleine schon deswegen schlecht aufgehoben, weil jegliche Unterstützung durch Fremdherstellersoftware und RIPs fehlt. Ein UV-Filter ist im Proof-Bereich auch nicht besonders förderlich. Das alles geht aber an der Zielgruppe des Munki vorbei.…aber vor allem reichen eben die 100 Farbfelder für die Druckerkalibration absolut nicht aus, jedenfalls nicht für die kritischeren CMYK-Drucker.
Na gut, aber das ist ja gerade der Punkt, dass solche Geräte nicht nach kurzer Nutzungsdauer bereits abdriften sollten … Und nur zwei Stück haben wir beide.
CMYK-Drucker muss aber nicht High-End bedeuten, sondern kann schlicht ein Postscript-Laserdrucker sein, und dann sieht es mit der Zielgruppe ganz anders aus.Für wirklich farbkritische Prints und Proofs sind 100 Messfelder natürlich ein Witz und da ist man beim Munki alleine schon deswegen schlecht aufgehoben, weil jegliche Unterstützung durch Fremdherstellersoftware und RIPs fehlt. Ein UV-Filter ist im Proof-Bereich auch nicht besonders förderlich. Das alles geht aber an der Zielgruppe des Munki vorbei.
Das schöne an der Munki-Software ist, dass man die Profile dann noch weiter für bestimmte Farben optimieren kann. Dein Beispiel wäre eigentlich die perfekte Vorlage für diese Funktion, theoretisch zumindest. Man übergibt der Munki-Software ein Bild mit dem Logo drauf, dieses wird analysiert und es wird ein zusätzlicher Chart mit den enthaltenen Farben wie eben auch genau diesem Weinrot erstellt.Ich habe zum Beispiel einen Fall erlebt, da ging es nur darum, dass in einer ganz kleinen Firma die Farbe des Firmenlogos im Briefkopf stimmen sollte, der zusammen mit dem Brief von einem (hochpreisigen) Farblaserdrucker ausgedruckt wurde. Das Firmenlogo war matt weinrot, aber der Drucker machte daraus ein leuchtendes mittleres Rot, und das Ergebnis war absolut unbrauchbar. Also kaufte sich die Chefin extra einen ColorMunki, in der Hoffnung, damit ihr Logo passend zu kriegen. Danach war es nicht mehr leuchtend rot, sondern hell rosa! Verständlicherweise hat sie den ColorMunki als pure Verarsche wahrgenommen; sowas darf gerade bei einem Gerät für Nicht-Experten eben nicht passieren.
Theoretisch, genau. Praktisch war das aber exakt der Punkt, an dem besagte Nutzerin – die viel und gerne am Computer arbeitet, aber beruflich nichts mit IT am Hut hat – ausgestiegen ist. Mehr als 100 Farbfelder zu vermessen, wäre kein Problem für sie gewesen, aber "Nachbessern" und "Rumbasteln" ist für die beschworene Zielgruppe des ColorMunki genau das Verkehrte.Das schöne an der Munki-Software ist, dass man die Profile dann noch weiter für bestimmte Farben optimieren kann. Dein Beispiel wäre eigentlich die perfekte Vorlage für diese Funktion, theoretisch zumindest.
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