… Wer lichtstarke Objektive benutzen will, hat eh immer das größte Gewicht in Form von Glas bei sich, und wenn ich dann noch lese "Handling wie D5 oder D810", dann frage ich mich, wo dann noch der Vorteil einer Spiegellosen liegt.
….
Der einzige Vorteil, den ich sehe,
ist, daß die Dinger völlig lautlos
sind
Alles mit mehr als sagen wir mal 20 Bildern pro Sekunde nennt sich "Filmen"
Und ich will eine echte Nikon, mit dem Handling einer D800 oder D5
Wer lichtstarke Objektive benutzen will, hat eh immer das größte Gewicht in Form von Glas bei sich, und wenn ich dann noch lese "Handling wie D5 oder D810", dann frage ich mich, wo dann noch der Vorteil einer Spiegellosen liegt
Nikon betreibt Systempflege, Innovationen findet man bei anderen Firmen, wenn ich bspw. mal zur K1 rüberschaue. Die konzentrieren sich auf eine (durchaus beachtliche) Fan-Gemeinde für DSLR-Kameras und werden zukünftig fallende Absatzzahlen mit dem Preis wettmachen.
Vielleicht liege ich ja falsch, aber nach meinem Verständnis könnten alle Objektive bei einer Spiegellosen kleiner sein, weil der Abstand zwischen Bajonett und Sensor verringert werden könnte.
... sagt "Oldie FM2" :winkgrin: ...Ich hoffe mal Nikon baut nicht so ein nostalgisches Ding mit grausiger haptik.
Vielleicht liege ich ja falsch, aber nach meinem Verständnis könnten alle Objektive bei einer Spiegellosen kleiner sein, weil der Abstand zwischen Bajonett und Sensor verringert werden könnte.
Auf jeden Fall sind meine Vollformat-M-Objektive sehr zierlich gegenüber den Nikon Pendants. Und das liegt sicher nicht nur am fehlenden AF und VR.
Ich fände eine Spiegellose übrigens grundsätzlich interessant, wüsste aber nicht ob ich (sofort) wechseln würde.
Ich bin geneigt, dir hier zu widersprechen. Was du schreibst, gilt für kurze Brennweiten. Bereits um die
"Normalbrennweite" nähern sie sich aneinander an, und bei Telebrennweiten kehrt sich der Vorteil ins
Gegenteil um. Schau dir z.B. mal die gängigen SLR-85er und 90 an (mit Blende 1.8 oder 2), und dann
das 90/2 von Fuji.
Prinzipiell ist die Lichtstäreke eines Objektivs bestimmt durch die Brennweite und den Durchmesser der Eintrittspupille, also der Projektion der Blendenöffnung auf die Frontlinse.
Das Auflagemaß spielt dabei keine Rolle. Das ist nur wichtig für die Berechnung der Entfernungseinstellung.
Wichtig für die Bauart des Objektivs ist dagegen die Größe der sensorseitig auszuleuchtenden Fläche. Deshalb sind FX-Objektive größer als DX- oder gar CX-Objektive.
Das verstehe ich nur theoretisch, denn:
Leica 2/90: Filtergewinde 55mm
Nikon 1.8/85: Filtergewinde 67mm
..Wir sind m.E. an einem Punkt, wo Technik keine grundlegenden Vorteile mehr bringt, sondern das Können des Fotografen entscheidet. Egal mit welchem System..
Wäre ich bei Nikon, wäre ich derzeit sehr besorgt.
In den letzten 6 Monaten ist der DSLR und EVIL Markt implodiert. Durchschnittlich -50% ggü. dem Vorjahr.
http://cipa.jp/stats/dc_e.html
Die große Marktveränderung geht definitiv nicht von Dslr zu den Spiegellosen. Als Nischenplayer könnte Nikon in den spiegellosen Markt einsteigen, eine breite Businessbasis für viele Jahrzehnte ist das nicht.
Nikon braucht nicht eine coole spiegellose Kamera, Nikon braucht ein tragfähiges Kamerasystem um wirtschaftlich überleben zu können. Dazu kommt die Innovationsfalle mit den Stammkunden. Schneiden sie technisch alte Zöpfe ab um bahnbrechend neues zu machen, ist die Systempflege und der Aufbau der Stammkundschaft in den letzten 50 Jahren für die Katz gewesen. Ein wirtschaftlicher Selbstmord.
Die großen Veränderungen sind:
Die Anzahl der Leute, die ihre Bilder noch selbst ansehen geht prozentuell laufend zurück - sharing first dominiert zunehmend.
Die kaufmännische F&E Gleichung ist für Nikon und Canon komplett aus dem Ruder gelaufen. Da alles den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Digitalmarktes unterliegt, findet dort wie üblich die Innovation zunehmend im Markt mit der größten Stückzahl statt - Smartphones.
Nikon muß sich entscheiden, ob sie in der Zukunft ein DSLR/EVIL Nischenplayer sein wollen, oder sich selbst und den Markt komplett neu erfinden, um wieder die alte Marktbedeutung (des Gesamtmarktes) zu erlangen.
Though times,
Andy
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