Der
Dampfschlepper Woltman ist ein typisches Arbeitsschiff des historischen
Hamburger Hafens. Er wurde nach dem Hamburger Direktor der Strom- und Uferwerke
Reinhard Woltman benannt. Woltman war 1814 bis 1836 für den Uferausbau der
Niederelbe verantwortlich und war auch durch eine Erfindung berühmt geworden: Das von ihm 1790 beschriebene
Prinzip der Messung von
Strömungen mit Flügelrädern, so genannten "Hydrometische Flügeln", die nach ihm auch als
Woltmanflügel bezeichnet werden, wurde seinerzeit zum Messen der
Strömungsgeschwindigkeit eines
Flusses eingesetzt. Der Schlepper wurde von der Werft der Gebrüder Sachsenberg in
Roßlau a. d. Elbe im Auftrag der Schiffahrts- und Hafen-Deputation
Hamburg als Ersatz für einen anderen Schlepper gleichen Namens gebaut. Er arbeitete mit dem
Bagger XI an den Ufern von Unterelbe und Elbmündung und
verholte die
Baggerschuten.
Die Besatzung bestand aus
Kapitän,
Maschinist,
Bootsmann und zwei
Heizern. Bis 1976 war der Dampfer beim
Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven im Einsatz, dann wurde er wegen der steigenden Kohlenpreise und der hohen Besatzungskosten aus
Wirtschaftlichkeitsgründen ausgemustert und in die Niederlande verkauft, wo er in kurzer Zeit mehrfach den Eigentümer wechselte. Im April 1984 kam das Schiff wieder nach Deutschland zurück.
Das Schiff wurde von Ende 1997 bis 2004 von
Jugend in Arbeit Hamburg e.V. generalüberholt und erhielt unter anderem einen neuen Kessel.
Und der Dreimastschoner Albert Johannes: Dieses solide gebaute, zuverlässige Segelschiff wurde als Frachtsegler im Jahr 1928 gebaut. Nach vielen ereignisreichen Jahren als Frachter hat es seine ursprüngliche Form wiedererhalten und segelt heute als stolzer 3-Mast-Gaffelschoner über die Meere.