Es ist bereits früher Nachmittag als wir das Dorf zu Fuß verlassen. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch die Plantagen. Die Yorkin Indianer gelten als Vorreiter für ökologische Landwirtschaft in Costa Rica. Da dürfen die Plantagen so aussehen.
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Kakaofrüchte gibt es in zwei Farben. Hier die rötlichen, und die gelblichen.
Und nein, die gelben ergeben nicht die weiße Schokolade, sondern ebenfalls die braune
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In weiten Teilen Costa Ricas werden Ananas und Bananen unter anderem für den europäischen Markt in Monokulturen angebaut. Immerhin kommt rund 90% unserer Bananen und ein sehr großer Teil unserer Ananas, die wir in unseren Läden kaufen, aus Mittelamerika. Diese Monokulturen machen den produzierenden Ländern jedoch immer mehr Probleme. Nicht nur dass die Produzenten häufig von den wenigen großen Konzernen, wie der Chiquita Brands International (vormals United Fruit Company), oder der Dole Food Company, ausgebeutet werden. Diese Monokulturen werfen immer weniger Ertrag ab, weil die Böden inzwischen völlig ausgelaugt sind und auch mit modernsten Düngemitteln immer weniger Ertrag bringen. Zudem müssen immer mehr Pestizide, Insektizide und Fungizide eingesetzt werden, um den starken Schädlingsbefall zu begrenzen, was sich zunehmend auch bei uns bemerkbar macht. Immer wieder müssen stark belastete Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. In naher Zukunft ist mit erheblichen Ernteausfällen zu rechnen, wenn sich die Landwirtschaft nicht schnellstens umstellt.
Von daher schließen sich immer mehr Erzeuger zusammen, um ihre Landwirtschaft auf BIO-Produkte umzustellen. Mit unserem Kaufverhalten kann dieser Wandel in der Landwirtschaft beschleunigt werden, und auch zukünftig eine zuverlässige Versorgung sichergestellt werden. Die Produzenten haben die Chance einen vernünftigen Gewinn zu erzielen mit dem sie gut leben und ihren Betriebe auch weiterhin Umweltverträglich betreiben zu können.
Auch wenn sich die Konzerne immer mehr einen BIO-Touch anheften wollen, ist dies meist nur Greenwashing. Sie sind noch ganz weit davon entfernt, und letztendlich geht es immer noch um Gewinnmaximierung. Das Interesse am Wohl der Produzenten und Kunden ist eher gering.