Portrait mit Claudia

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So, vielen Dank ihr Lieben.
Was die WB betrifft, so sind das hier alles entwickelte Raws, so dass ich den ja noch nachjustieren kann.
Mein Hauptproblem war m. E., dass ich glaubte,das Modell in die Sonne Stellen zu müssen, die eben nur bruchstückhaft durch die Baumkronen kam und dann das Gesicht unvorteilhaft beleuchtete. Dann habe ich es mehr mit Gegenlicht oder seitlichem Licht versucht, damit es die Augen entspannt öffnen konnte und glaubte dann zu harte Schattenbildung durch die Sonne mit Aufhellblitzen ausgleichen zu können. Die Aufhellblitze habe ich dann mitunter auch noch falsch positioniert.
Ist doch schön wenn man noch etwas Luft nach oben hat und in etwa weiß was nicht so toll war. Zum Glück sind die Beteiligten Laien und sehr zufrieden, so dass ich vielleicht noch eine zweite Chance bekomme.
Martin
 
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Das stimmt, daher habe ich auch wenn möglich (besser wäre: sinnvoll) geschrieben. Ich fotografiere auch ab und an vor hellen Hintergründen. Dann sind diese aber i.d.R. sehr dezent und nahezu strukturlos.

Es gibt sehr viele gute Bilder mit weißen Hintergrund, bei denen der Hintergrund der hellste Bereich ist. Das ist im Bereich der Modefotografie für große Internetshops gang und gäbe. Hier trennt sich allerdings die Spreu vom Weizen was die Qualität der Aufnahmen betrifft. Hier sieht man zum Teil sehr gute Sachen, aber meist ist das ein Bereich mit mehr Schatten als Licht, wenn du weißt was ich meine.
 
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Das fotografieren ist eine stetige persönliche Weiterentwicklung und es war für mich stets die harte sachliche Kritik die mich angespornt hat, bessere Bilder zu machen und meine persönlich Technik zu verbessern. Gefälligkeitskommentare nutzen rein gar nichts. Es gibt eben einen Maßstab für eine gelungen Aufnahme und ich spreche hier nicht von Kunst, weil das ein ganz anderes Thema ist. Ich finde es schon super, ein Portrait zu schießen das sich deutlich von der Masse abhebt und dazu muss es keine Kunst sein. Also drann bleiben am Thema und vor allem hab Spass dabei. Ich blicke auch mit einem lächeln auf meine bescheidenen Anfänge (Bilder) vor über dreißig Jahren zurück.
 
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Ich habe das Gefühl, dass ich schlecht im Erklären bin. Wenn der Hintergrund strukturlos weiß und hell ist, kann das Auge da nix Interessantes finden und bleibt natürlich am Motiv hängen. Der Hintergrund darf halt nicht „spannend mit hellen und dunklen Flecken“ sein. Dann geht das Gesicht unter, wenn Du weißt, was ich meine
 
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hier noch eines mit gleichmäßiger Belichtung

DSC_4293c2_web_web
by Martin Feyerabend, auf Flickr
Habe mir noch mal die Kritiken zu Herzen genommen und kann vieles ansatzweise nachvollziehen.
Etwas schwer tue ich mich mit der Behauptung alle gezeigten Bilder seien falsch belichtet, dieses hier sei unterbelichtet.
Bei diesem hier sind laut Rawtherapee oben die Lichter etwas ausgefressen, was ich in Kauf genommen habe, das Modell dagegen ist weder über- noch unterbelichtet.
Wie definiert ihr bitteschön unterbelichtet?
Liegt das nun ganz willkürlich im Auge des Betrachters oder welche objektiven Kriterien gibt es?
Die Frage ist ernst gemeint, denn sonst kann ich das ja nicht ändern: ich finde die Belichtung ok, am Modell sind weder die Tiefen abgesoffen noch die Lichter ausgefresse, also nach meiner Definition prinzipiell korrekt belichtet.
Mit gleichmäßig belichtet habe ich natürlich nicht das Gesamtbild sondern das Gesicht gemeint, welches hier weitgehend abgeschattet war.
 
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Martin, hast Du mal Deinen Monitor gecheckt? Vielleicht ist das das Problem. Bei mir sieht Claudia extrem dunkel aus. Auf dem iPad etwas besser als auf dem PC-Monitor, aber gefühlt viel zu dunkel. Ein Vorschlag: wandele das Bild mal in sw um und gehe mit dem Mauszeiger auf die Wange. Der Wert sollte bei 160 - 180 liegen. Tut er das nicht, ist der Hautton zu hell/zu dunkel.
 
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Sorry, in aller Deutlichkeit: Das Gesicht ist zu dunkel für ein Portrait! Ganz egal, wo irgendwo sonst die Lichter ausgefressen sind. Das ist überhaupt keine Frage technischer Kriterien der Bildbeurteilung, also von Iso, Spotmessung und Histogramm etc. etc., sondern einzig und allein der ästhetischen Bildanmutung, wenn es Dein Ziel war, ein "schönes" Portraitfoto aufzunehmen.
 
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das hat doch nichts mit dem Hintergrund im allgemeinen zu tun. Wenn du wie im vorliegenden Fall ein anderes Objektiv benutzt, kann der Hintergrund aussehen wie er will. Er sollte nur nicht zu nahe am Modell sein oder du nutzt das als Stilmittel. Gehe ein wenig weiter weg und benutze ein AF-S 70-200 2.8 und fotografiere diese Portraits mit Offenblende bei 135-200m oder nimm ein AF-S 200mm 2.0 oder gehe näher ran mit einem 85 1.4 oder noch näher mit einem 50 1.4 und die Sache sieht gleich völlig anders aus, verausgesetzt die Belichtung stimmt und hier sollte man wissen was man tut. Und sag jetzt bitte nicht, dass das nicht funktioniert bei diesen Lichtverhältnissen.
 
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Deine Fotos finde ich gut.

Vielleicht würde ich mehr Augenmerk mit auf die Bearbeitung der Augen mit legen.
Was ich die letzten Monaten in der Hundefotografie mit lernte: Die Augen sind (fast) das halbe Foto - auch wenn man ein tolles Ausgangsfoto hat.
 
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Hab hier noch mal den kritisierten Weissabgleich geändert:
In welchem Programm (benutze Gimp) mit welchem Mauswerkzeug soll ich das tun? Welches ist die physikalische Größe die sich hinter 160-180 versteckt? So weiss ich leider nicht, was ich messen soll. Sorry.
 
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Ich habe keine fünf Minuten in PS gepfuscht, um eine halbwegs vernünftige Belichtung des Models ohne Änderung des Hintergrunds zu erreichen. (Wenn man genau hinguckt, sieht man Ränder, die nicht perfekt sind.) Es geht bei Porträts vor allem darum, dass das Sujet, also die Person, korrekt belichtet ist. Findet sich noch ein gut belichteter Hintergrund, dann wird es langsam was. Der Hintergrund in diesem Bild taugt nichts. Unruhig, ausgefressen. Man müsste an diesem Foto in meiner Schlamperversion noch weiterarbeiten. Die Schulter gefällt mir nicht, die Haut nicht, die Augen auch nicht, vielleicht ein bisschen D&B, nachschärfen ...
Der Spruch vom Fotografen, der mittags nicht fotografiert, ist so alt wie falsch. Selbstverständlich geht es frühmorgens und abends (blaue Stunde!) am besten. Wenn das Licht aber steil von oben kommt und hart ist, dann sucht man einen schattigen Platz mit schattigem Hintergrund. Oder man steht im Schatten und benutzt eine helle Hauswand als Supersoftbox. Oder geht in eine Toreinfahrt und nimmt das indirekte Licht. Oder man geht unter eine Brücke, oder man hält einen Diffuser, Reflektor oder sonst was dem Model über den Kopf. Und so weiter und so fort.
In dem hier in Rede stehenden Bild sieht man, dass es schattige Plätze gab. Man stellt sein Model nicht in die Mittagssonne, egal woher das Licht kommt. Das sieht immer bescheiden aus. Da kann man das Desaster mit Blitzen und Reflektoren bestenfalls abmildern. Gut wird das aber nie.

 
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hier noch eines mit gleichmäßiger Belichtung

DSC_4293c2_web_web
by Martin Feyerabend, auf Flickr


Wenn Du dieses Bild nicht als unterbelichtet wahrnimmst, dann stimmt bei Deinem Ausgabegerät etwas nicht.
Es ist so stark unterbelichtet und so farbstichig, dass es in der Bildbearbeitung nur mit großem Aufwand noch zu retten ist und nur, wenn man das NEF als Basis nimmt. Am besten belichtet ist von Deinen Bildern das Foto in Beitrag #7 (aber noch nicht perfekt).

Mit dem obigen Bild hatte sich ja auch Sven ( @jazzmasterphoto ) in Beitrag #26 versucht - leider ist der Versuch (mit Verlaub Sven ) etwas in die Hose gegangen. Das Ergebnis ist zwar heller, aber viel zu kontrastreich und viel zu stark gesättigt.

Die Korrektur von @cditfurth in Beitrag #52 halte ich für deutlich gelungener, aber auch hier sehe ich deutliche Probleme bei den Farben (Hauttöne) und der Hintergrund ist zu gesättigt...

Zudem halte ich den Schnitt für unglücklich, weil das Modell zu tief im Format sitzt und weil die Bluse nur minimal angeschnitten ist (mehr oder gar nicht wäre besser). Ich würde oben mehr abschneiden und unten den Rand der Bluse wegnehmen.

Aus dem JPEG ist nicht genug rauszuholen (die Hautfarbe z.B. ist weit davon entfernt optimal zu sein), aber in diese Richtung sollte ein gut belichtetes Foto etwa gehen:





Aber das Foto sollte optimalerweise nicht in Photoshop entstehen (das wird selten optimal), sondern bei der Aufnahme. Wie schon mehrfach erwähnt, ist hartes Sonnenlicht kritisch für Portraits. Da das Licht das A & O für ein gelungenes Foto ist, solltest Du mal die Tipps von @shovelhead und @PeterTaylor lesen und befolgen. Die beiden haben hier schon oft gezeigt, dass sie wissen, was sie tun.
Zudem schadet es nie, sich die Aufnahmen guter Fotografen im Netz anzusehen und zu analysieren (und mit den eigenen Ergebnissen zu vergleichen). Beim Nachmachen lernt man sehr viel und den eigenen Stil entwickelt man dann im Laufe der Zeit von selbst...
 
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Ich sach' ja, ich kann nicht erklären. Mit Hintergrund meine ich den abgebildeten Hintergrund. Der kann per se struktorlos sein oder natürlich durch das verwendete Objektiv weich gezeichnet werden. Dazu kommt dann aber auch noch sowas wie Bildwinkel, Kompression...
 
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da bin ich vollkommen deiner Meinung. Bei den gezeigten Bilder kommen mehrere ungünstige Faktoren zum tragen. Das wäre eine unpassende Zeit, nicht die richtige Ausrüstung (ich nehme für so eine Lichtsituation immer einen großen Sunswatter mit). Oft reicht die Blitzleistung von Systemblitzem nicht aus (nicht umsonst gibt es leistungsfähige mobile Generatoren mit bis zu 1200 Watt/sec). Die Fehlbelichtung und der Grünstich machen die Aufnahmen für mich persönlich fast unbrauchbar. Man kann auch Aufnahmen unter Bäumen machen ohne Grünstich. Dann kommt noch dazu, dass das Equipment zur Bearbeitung in dem Fall der Monitor offensichtlich nicht das anzeigt was er soll. Es soll es jetzt nicht so hart klingen, aber wären das meine Bilder, hätte ich sie komplett gelöscht. Aber andererseits ist es ganz gut das mfey die Bilder gezeigt hat, da er nun einige Anhaltspunkte hat woran er arbeiten kann.
 
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Das Bild, das jetzt immer in der Diskussion steht, ist in der Tat subjektiv zu dunkel. Die meisten Rembrandbilder für manche auch. Es ist laut Histogramm keine krasse Fehlbelichtung, was auch für die anderen gilt.
Es ist allerdings bei korrekter Einstellung des Monitors dunkler als man es haben möchte. Bei den ca. 90 anderen Bildern ist das keineswegs durchgehend so.
Mein Hauptproblem sehe ich im Gegensatz zu einigen Kommentatoren nicht in der falschen Belichtung insgesamt, sondern der falschen Positionierung des Modells sowie den unsachgemäßen Einsatz des Blitzlichtes, mit unschönen Effekten auf Licht und Schatten im Gesicht.
Da haben die Kritiker recht.
Es war etwas unüberlegt von mir, ohne ausreichende Erfahrungen nun a la Studiolichtsetzung das ungünstige Sonnenlicht mit einem Blitzlicht neutralisieren zu wollen, ohne das jemals weder im Studio noch outdoor gemacht zu haben. Aber nur so lernt man dazu.
Ob es unbedingt ein Reflektor sein muss oder eine Faltsoftbox auch ginge, da halte ich mich mal zurück, die Fachmeinungen gehen hier sicher auseinander.
Shovelhead und Taylor haben mir trotz harter Kritik geholfen.
Die einfache Idee mit Fensterlicht anzufangen, scheint mir zielführend zu sein.
Der Hinweis von Taylor, die für mich zunächst nicht so schlimme Unterbelichtung, durch Prüfung der Grauwerte im Gesicht zu zu objektivieren, hat mich überzeugt und eines besseren belehrt.
Die Anregung von @ Luckyshot
"Zudem schadet es nie, sich die Aufnahmen guter Fotografen im Netz anzusehen und zu analysieren (und mit den eigenen Ergebnissen zu vergleichen). Beim Nachmachen lernt man sehr viel und den eigenen Stil entwickelt man dann im Laufe der Zeit von selbst..."
ist lieb gemeint, sie reicht aber nicht aus, was man an meinen Ergebnissen sicher sehen kann, ................


Bei den hier gezeigten Bildern habe ich nicht zuletzt um Kritik gebeten, weil ich gewisse Mängel schon auch selbst gesehen habe, die es in Zukunft zu vermeiden gilt, wenngleich die harte Kritik für mich etwas überraschend kam.
Gott sei Dank haben auch das Modell und die Mutter kein so kritisches Auge, sondern haben sich ganz herzlich bedankt, so dass da noch eine weitere Chance sich auftun dürfte.
 
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...... Die Fehlbelichtung und der Grünstich machen die Aufnahmen für mich persönlich fast unbrauchbar. .....
Das ist so eine Zuspitzung, die ich für übertrieben halte. Wenn du das Bild eine Portraitlaien betrachtest, darfst du keine Profimesslatte anlegen. Der Grünstich ist doch ganz einfach in der RAW - Datei per Mausclick zu korrigieren, deshalb sind doch nicht gleich alle Bilder unbrauchbar.
Nur bei diesem letzten sehe ich eine Fehlbelichtung, bei den anderen was die Belichtung anbelangt, eine subjektiv differente Wahrnehmung, die sich schwer objektivieren lässt, deshalb mein ironischer Verweis auf die dunklen Rembrandbilder.
Aber ich will bei insgesamt positiven Resümee, das ich aus der Kritik ziehen konnte, es nun dabei belassen.
 
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Guten Morgen,

als selbst bekennender Porträt-anfänger möchte ich mich ganz ausdrücklich für diesen Thread bedanken. Daran kannst Du aber auch zum Beispiel ich viel lernen.

Ich habe ja einen ähnlichen Thread laufen in dem ich "harte Kritik" einstecken muss. Das habe ich aber natürlich auch genau so gewollt.

Leider fehlen mir regelmässige Gelegenheiten sprich Modelle um wirklich konsequent an meinen Fehlern zu arbeiten. Umso schöner, wenn man jemanden gefunden hat, der bereit ist diesen Weg ein Stück mitzugehen. Und schön, wenn diesem "jemand" auch die Bilder Freude bereiten, die hier zu Recht kritisiert werden. Andernfalls fänden wir Anfänger ja noch schwerer Menschen zum fotografieren.

Gruss
Heiko
 
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Wir sind hier ja eine Community und das bedeutet für mich auch, dass man sich gegenseitig hilft. Ich könnte Euch (@mfey & @schneemann) anbieten, einen kleinen Praxisworkshop zu machen. Wenn ihr daran Interesse hättet, schreibt mir gerne eine PN. Gilt auch für weitere Interessenten bzw. Anfänger in der Portraitfotografie.
 
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