Information Petition: Kein erneuter Meisterzwang für Fotografen


NF Adventskalender 2019
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gpox

Sehr aktives Mitglied
Es geht wiedermal um die armen "Meister" die zwar ggf. eine Ausbildung haben aber die kreativen Ansprüche von Auftraggebern nicht erfüllen.
Arme "Meister", nun wird wieder Lobbyarbeit angeschoben im Glauben, das sich hier der Kuchen anders verteilt. Wie armselig!
Künstlerisch und kreative Aufträge regelt der Markt selber und wenn dieses Deutschtum sich wieder durchsetzt brauchen die Anbieter sich ja nicht Fotografen nennen.
Moin
wenn ich so einen Schwachsinn lese...von einem der es (vielleicht) garnicht nicht nötig hat
kräuseln mich meine Nackenhaare :mad:

die vielen Kommentare dazu strotzen nur von Fehleinschätzungen....
und werden wohl von Leuten gemacht die ALLE meinen>>> Kreative Künstler zu sein

ich möchte erinnern das....
der jahrelange Aufschwung seit den 50er Jahren lag fast immer in "tüchtigen Handwerkern" die ihren Beruf gelent hatten
und damit über die Zeit immer besser wurden.....

alleine die Tatsache, das der Begriff "Handwerker" hier total mißverstanden ist und ständig runtergeprügelt wird....
weil ALLE Auftraggeber, also auch Privatleute>>> angeblich genau wissen was sie wollen, welche Vor- und Nachteile eine Sache hat
und letztlich dazu führen das ständig Jobs korrigiert werden müssen....und das natürlich "umsonst"
das treibt jeden Handwerker in die Insolvens !

die Freigabe von Handwerksberufen, einschließlich der Berufsfotografen>>>> hat keinerlei Vorteile gebracht :(
außer den großen Firmen, die die Preise(Honorare) diktieren

# bei Fotografen wurden die Honorare so weit reduziert, das sich kaum einer Selbstständig machen kann
# im Bauwesen...wird gefuscht, weil man zeitliche Vorgaben bekommt, die keiner einhalten kann
# freie Gärtner...kennen kaum die die Methoden wie man Pflanzen beschneidet oder setzt
# Fliesenleger werden aussterben....nachweislich gibt es 2/3 wenige "Fachbetriebe" die wirklich ALLES können

und ja....ich kann alles beweisen, erstens weil ich seit Jahren das einge Haus renoviere und...Glück hatte.....

weil ich mir 10 Jahre gegönnt hatte und Ausbilfung hatte, in anderen Studios gearbeitet hatte...
und sehen konnte was die "tollen Profis" an Fehlern oder Murks eingebaut hatte, was sie nicht beherschten !

dann kam die Meister Prüfung....
OK die Art und Weise hätte man mal auf neusten Level bringen können....Scanner und Compis standen ja schon bereit...
von 25 Leuten waren 10 dabei die eigentlich keine Fotografen waren und später auch nicht in die Puschen kamen...

aber ein Tross von 5 Leuten, ich mit dabei, bekamen Bestnoten, wurden sofort erfolgreich Selbstständige die>>>
ALLES konnten um einen Beriebt nach den Gesetzen beherrschen konnten....
und natülich auch Ausbilden konnten...was ich ebenfalls gemacht hatte

und was sie "lieben Auftraggeber" angeht kann ich sagen...das dort geschummelt wird one Ende
bewust falsche Angaben gemacht werden wie>>> was kostet ein Industriuebild 13x18....5 DM oder....???

und wem mein Gelaber immer noch nicht reicht>>>

im ersten 3/4 Jahr hatte ich schon einen Umsatz von 40.00 DM.....im zweiten Jahr +100.000 DM....
es ging weiter das ich im 8.Jahr schon bei kurz 7stellig(DM) im Umsatz angekommen war....

und so neben bei....ich hatte Kunden die fest 16 oder 35 Jahre treu waren......
kann einer dageben halten
Mfg gpo
 

VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
Nur eins ganz kurz:

# bei Fotografen wurden die Honorare so weit reduziert, das sich kaum einer Selbstständig machen kann
Im Gegenteil. Seit dem Wegfall des Meisterzwangs ist die Zahl der fotografischen
Einzelunternehmer konstant gestiegen, und zwar von gerade mal 1000 auf über 14000.
Tendenz weiter steigend.

Wenn die alle wieder Pleite machen würden, könnte die Zahl kaum weiter ansteigen.
Das tut sie aber.
 

Kay

NF-F Platin Mitglied
...
Einzelunternehmer konstant gestiegen, und zwar von gerade mal 1000 auf über 14000.
Tendenz weiter steigend. ...
Ob das nun gut ist, oder überhaupt etwas besagt, möchte ich hier nicht entscheiden - nur soviel :

In einem meiner Berufe hat sich die Zahl von 2.700 in Hamburg auf über 10.000 erhöht.
Manche verdienen Millionen, andere fahren Taxe, oder helfen stundenweise im Verkauf.
Die Ausbildung allein ist kein Garant für irgendetwas.
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Du wirfst hier so einige Dinge etwas durcheinander. Wie bereits geschrieben, scheinst Du ein richtig Guter Deiner Zunft zu sein. Das dürfte der Erfolgsfaktor sein. Was den "gesetzlichen Part" betrifft, hatte ich ja bereits geschrieben, daß der betriebswirtschaftliche Teil der Meisterausbildung hervorragendes Rüstzeug für Kleinunternehmer ist (für größere Firmen indes reicht es nicht). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Mir hat es enorm geholfen, und ich führe mein Pressebüro wie einen Handwerksbetrieb. Läuft!

Was aber auch ein wesentlicher Punkt ist: Die Fachrichtung. Nach den Bildern, die ich bisher von Dir gesehen habe, bist Du im Bereich Sach- bzw. Werbefotografie tätig. Das ist ein ganz anderes Kaliber, als ein 08/15-Portraitstudio. Auch die Ausbildung in einem anspruchsvollen Industriefoto-Studio ist eine andere Welt. Ich denke schon, wer einen guten Ausbilder hat, Talent, Fleiß und Ausdauer beweist, hat eine richtig gute Basis.

Nur: Wie teilen sich denn die Fotohandwerksbetriebe und die Anzahl Azubis denn auf diese Bereiche auf? Zumindest in den "goldenen Zeiten", wo die Portraitfotostudios noch ausbildungsstark waren, dürften vermutlich 90% der Azubis hier gelandet sein.

Bye the way: Wie groß ist in Deiner Sparte der Anteil der studierten Fotodesigner, wieviele Quereinsteiger (beispielsweise der gelernte Koch als Food-Fotograf...)

Als ich meine berufliche Laufbahn anvisierte, erklärte mir die Verkäuferin in einem Fotogeschäft / Portraitstudio, sie könne mir zu den Angaben eines Objektives (gefragt war Lichtstärke von Linse aus dem Schaufenster) nix sagen. Sie sei keine Verkäuferin, sondern Foto-Azubi im 2. Lehrjahr.

Wir reden hier vom 1. Haus am Platz, in dem damals gefühlte 90% der Hochzeitsfotos in der Stadt gemacht wurden. Ich habe nach diesem Eindruck entschieden, lieber erstmal Fernsehtechniker zu werden. Obwohl ich heute u.a. als Agenturfotograf unterwegs bin und keine Elektronik mehr repariere: Ich habe es nicht bereut.

Was mich schon damals die Nase rümpfen ließ: Bewerber zum Foto-Azubi wurden nach Nase ausgewählt. Nicht nach fachlichen Aussichten. Es wurde betont, keinen Azubi haben zu wollen, der schon fotografische Erfahrungen im Hobby gesammelt, und deshalb möglicherweise einen eigenen Stil hat. Das ist lächerlich. Eine "Fotografen" der Region waren lüsterne alte Knacker, denen der A.... der blonden Abiturientin einfach besser gefiel. Klingt hart und muss nicht allgemeingültig sein, aber bei uns im Südsauerland gibt es in der Szene einschlägige Fälle.

Ich finde die Ansicht hinsichtlich des Stils lächerlich bis katastrophal. Sie sind absolut konträr zu den Erfahrungen aller anderen Gewerke. Ein junger Bursche, der zum Einstellungsgespräch als Schreiner-Azubi mit was Selbstgebautem aus Holz (wenn´s ganz gut gemacht ist) kommt , ist immer weit vorne. Genauso der Nachwuchsbäcker, die direkt den selbstgebackenen Hefezopf mitbringt. Ich sag´s mal knallhart: Wenn ich als Lehrherr (zumindest bei einem als Hobby geeigneten Gewerk) einen Bewerber habe, der sich nicht offenkundig dafür begeistert, der hat keine Chance. Zu seinem eigenen Schutz. Viele Berufe sind nicht hobbytauglich, aber für Kfz-Mechatroniker, Elektroniker und ganz sicher Fotografen sieht das anders aus. Übrigens sehen das die Aufnahmeprüfungen für die Studiengänge zum Fotodesigner (oder entsprechenden aktuellen Ausbildungen) exakt genauso. Die wollen Mappen sehen. Wer da noch nicht grundsätzlich fotografieren kann und keinen besonderen Stil hat, fliegt raus.

Jetzt sag mir doch mal, wo nun angesichts dieser Lage der Meisterzwang sinnvoll sein soll?

Ganz nebenbei: Wie groß ist denn die Fluktuation von frischgebackenen Gesellen in völlig andere Berufe? Eine junge Verwandte wurde vor zwei Jahren Jahrgangsbeste, mit einem wirklichen coolen Foto. Im Handwerksblatt lese ich ständig Erfolgsgeschichten über Jahrgangsbeste mit ihren hervorragenden Karrierechancen. Meine junge Verwandte hat kurz danach in der Stadtverwaltung angefangen. In der Abteilung zur Überwachung des ruhenden Verkehrs. In einem Gewerk, wo es so zu geht, kann es mit dem Ausbildungswesen hinten und vorne nicht stimmen.

Moin
wenn ich so einen Schwachsinn lese...von einem der es (vielleicht) garnicht nicht nötig hat
kräuseln mich meine Nackenhaare :mad:

Mfg gpo
 
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pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Ich könnt ja wetten, dass die meisten, die hier gegen die Institution Meisterhandwerk argumentieren schlicht zu faul, oder zu geizig waren ihren Meister zu machen :p
Tja, gegen mich hättest Du die Wette bereits verloren. Außerdem wird hier nicht gegen die Institution "Meisterhandwerk" allgemein argumentiert, ganz im Gegenteil. Allerdings müssen sich auch andere Gewerke diesbezüglich in Frage stellen lassen, wenn in einem größeren Betrieb der Meister (oft der Inhaber) selbst kaum auf der Baustelle ist und die Gesellen und Azubis Mist bauen. Was der Kunde vielleicht erst nach Jahren realisiert.
 

Kurt Raabe

NF Team
Moin
wenn ich so einen Schwachsinn lese...von einem der es (vielleicht) garnicht nicht nötig hat
kräuseln mich meine Nackenhaare :mad:


Mfg gpo
Moin Gerd
bisher habe ich mich aus dem Thema rausgehalten
aber wenn ich deine selbstgefällige beweihräucherung lese
sträuben sich mir die Nackenhaare......
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Dann bist Du wie gpo einer der ganz Guten seiner Zunft. Gibt es auch. In meinem Lehrberuf war das Leistungs- und Qualitätsniveau auch sehr hoch. Aber gerade in Baubranche passieren ja nun genug heftige Pannen. Auch wenn die Fernsehberichte über Pfusch am Bau die Extremfälle zeigen, es gibt sie ja nun tatsächlich. Und der Anteil Baustellen, bei denen mittelschwere Katastrophen passieren, ist ja nun dramatisch hoch. Ich denke, mit der Dunkelziffer der Pannen, die noch während der Bauphase "geradegebogen" wurden, würde ich mal so etwa 80-90% von Bauprojekten für Betroffen halten.
 

Falter

Sehr aktives Mitglied
Ich könnt ja wetten, dass die meisten, die hier gegen die Institution Meisterhandwerk argumentieren schlicht zu faul, oder zu geizig waren ihren Meister zu machen :p
Eine sehr gewagte Unterstellung. Wir unterstellen ja auch nicht, dass die meisten Meister nur Murks abliefern?

Meine Frau z.B. hat, bevor sie sich selbständeig gemacht hat, jahrelang fotografiert, gelernt, tausende Euro in Kurse gesteckt (und nein, nicht die typischen "Lasst uns nackte Weiber fotografieren" die leider 90% der Kurse ausmachen). Zusätzlich hat sie sich noch von mir durch den Betriebswirtschaftlichen- und Verkaufsteil ausbilden lassen.

Die Spreu trennt sich ohnehin von selbst vom Weizen. Gerade der betriebswirtschaftliche und der Marketingteil wird unterschätzt.
 
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