Mal von der praktischen Seite betrachtet:
Was willst Du machen und wie reist Du?
Für Tierportraits und Vögel brauchst Du die langen, schweren und unhandlichen Rohre.
Am besten auch ein eigenes Fahrzeug aus dem Du mit Beanbag als Auflage heraus schießt.
Tierbestimmungsbilder langweilen mich und Vögel frustrieren mich, weil sie immer wegfliegen, wenn man schussbereit ist.
Wenn Du Aktion fotografieren möchtest, bist Du mit kurzen Zooms besser dran.
Ich mag mein 500er immer weniger: Für Aktion mit mehreren Tieren zu geringe Schärfentiefe.
In der flimmernden Luft Afrikas kannst Du an manchen Tagen schon ab 8 Uhr morgens mittlere bis große Distanzen vergessen. Nichts wird scharf.
Dein 300 ist gut. An der Df kannst Du doch schon ganz gut 'croppen'?
Auf kurze Distanz (bis 25 Meter) ist das 200-400 sehr gut. Auf grössere Entfernung wird der Zoombereich 300-400mm eher unbefriedigend.
(Meine Favoriten sind derzeit das 70-200 f:4 und das 300er f:2.8 - beides griffbereit an der D800E. Das hat auch mit eingeschränkter Logistik zu tun.)
Aber bitte vergiss Konverter an Zoomobjektiven. Da hast Du nur Ausschuss und Stress beim Schrauben in staubiger Luft.
Mit bestem Gruß -
Jo
Na ja, das mit dem 500er ist so eine Hassliebe. Es gehört in Afrika einfach dazu, wenn man es logistisch händeln kann.
Alle Linsen müssen sofort einsatzbereit auf dem Nebensitz liegen. Das sind immerhin 3 Kameras (zuletzt 70-200 f4, 300 f:2.8 und 500 f:4).
Dazu kommt noch ein gutes Fernglas und im Fußraum eine Kompakte und weitere Linsen für Landschaft etc..
Da ist bei mir (und meiner Frau) die Schmerzgrenze schon erreicht.
Aber wenn Du mich fragen würdest, auf was man verzichten könnte - ich wüßte keine Antwort...
Wir greifen lieber zum Fernglas als zum 500er und schmunzeln über die Nachbarn, die mit ihren langen Rohren im Dauerfeuer liegen.
Mit bestem Gruß - Jo