Objektiv für Einsteiger

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Onkel-Herbert

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Hallo, ich bin es schon wieder. Der Neuling. Ich habe jetzt eine Nikon D 300 und ein Objetiv von Nikon 18 - 105 mm. Bevor jetzt die Frage kommt was ich fotografieren möchte, " Alles" . Ich kann das ja garnicht beantworten. Auf jedenfall Landschaft. Portraits warscheinlich nicht.

Ich hätte gerne ein Lichtstarkes Objektiv um "Blüten nah auf zu nehmen" Nachtaufnahmen in der Natur und Stadt .

Ins Auge gefasst habe ich ein Sigma 35 mm ART 1.4 oder

Nikon 17 - 55 mm 1.2

Das Nikon habe ich schon getestet. Macht tolle Fotos. Ich hätte ja auch eins das ich hier als Anhang beigefügt hätte, wenn ich wüsste wie .

Ich freue mich über eure persönlichen Meinungen.
Gruß
Herbert
 
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ein 17-55/1.2 gibt es nicht, das wäre auch ein mehrere kilo schweres monster für den preis eines mittelklassewagens.

das sigma 35/1.4 ist sehr gut, ich würde aber für eine dx-kamera ernsthaft überlegen, ob nicht das af-s 35/1.8dx ausreicht. für nah- oder makroaufnahmen gibt es spezielle makro-objektive wie das micro-nikkor 85/3.5 oder das tamron 90/2.8. dabei ist lichtstärke nicht erforderlich.

... und irgendein bild ist nicht zu sehen.
 
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Hallo,

Ich hätte gerne ein Lichtstarkes Objektiv um "Blüten nah auf zu nehmen" Nachtaufnahmen in der Natur und Stadt .
Nah- und Makroaufnahmen: Wenn man die große Blende bei lichtstarken Objektiven tatsächlich verwendet, stellt sich immer das Problem der extrem geringen Schärfentiefe ein, die von wenigen mm bis max. einigen Zentimetern reicht. Es werden deshalb zumeist Nah- und Makroaufnahmen mit betont kleiner Blende aufgenommen (z. B. 8, 11 oder noch kleiner). Dass es dabei zu langen Verschlusszeiten kommt ist die große Herausforderung für den Makro-Fotografen.

Nachtaufnahmen: Auch hier ist zumeist die große Blende nicht die Methode der Wahl um das geringe Licht auszugleichen ... sondern ganz schlicht ... ein Stativ. Hinzu kommt: Wenn Du Dir mal wirklich gute "Nacht-" Aufnahmen ansiehst, dann wirst Du erkennen, dass diese zumeist nicht in stockfinsterer Dunkelheit aufgenommen wurden, sondern während der (auch fortgeschrittenen) Dämmerung, so dass noch genügend Zeichnung in den Schatten und keine übertriebenen Kontraste durch Spitzlichter entstehen.

Bei beide Genres sind also nicht unbedingt teuere 1,4er Objektive die erste Wahl.

Ciao
HaPe
 
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Hi,

Was wäre denn deine Empfehlung an Objektiven HaPe ?
das ist eine schwierige Frage. Das Problem: Neue Objektive machen evtl. mehr Freude, aber nicht automatisch bessere Fotos.

Ich würde folgendermaßen vorgehen:

Schritt #1: Nimm´ Dein aktuelles Objektiv und knipse ein paar Aufnahmen von Deinen favorisierten Sujets ... also ein paar Blumen-Nahaufnahmen, ein paar Landschaftsbilder, ein paar Nachtaufnahmen.

Schritt #2: Sehe Dir die Bilder in einer ruhigen Minute an und überlege, was genau Du daran verbessern würdest. Das könnte z. B. sein:
- Bei den Blumen: (1) Blüten größer bzw. formatfüllender, (2) mehr Schärfentiefe (3) weicheres Farbübergänge.
- Bei der Landschaft: (1) weniger harte Kontraste, (2) keinen ausgefressenen Himmel, (3) keinen krummen Horizont
- Bei den Nachtbildern: (1) weniger Verwacklungen, (2) keinen bräunlichen Himmel, (3) schärfere Autos, Passanten

Schritt #3: Bei den obigen neun Verbesserungswünschen, könnte bei gerade mal drei (!) ein anderes Objektiv hilfreich sein. Bei den sechs anderen ist es der eigene Workflow. Erkennst Du, wo das der Fall ist? Würdest Du also zuerst ein neues Objektiv kaufen um Dich dann überraschen zu lassen, welche Auswirkungen es auf Deine Fotografie hat, besteht eine große Gefahr, dass die Investition (die wahrscheinlich größer sein wird als die für das 18-105er) eine Fehlinvestition ist.

Evtl. ist die Naheinstellgrenze Deines 18-105er zu groß, als dass Du die Nahaufnahmen machen könntest, die Du Dir vorstellst. Dann wäre evtl. eine Makroobjektiv eine Empfehlung ... vielleicht reicht aber ein wesentlich günstigerer Achromat (= Edel-Nahlinse) für Deine Belange aber schon aus.

Es macht viel mehr Spaß selbst ein für die eignen Belange passendes Objektiv auszuwählen. Wir helfen Dir gerne, aber die individuellen Bedürfnisse sind viel komplexer als dass es mit der Nennung eines Herstellers und eines Modells befriedigt wären.

Ciao
HaPe
 
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das sigma 35/1.4 ist sehr gut, ich würde aber für eine dx-kamera ernsthaft überlegen, ob nicht das af-s 35/1.8 ausreicht.
Welcher Logik folgt denn diese Überlegung? Wenn man hohe Freistellung haben will, ist doch gerade das weiter geöffnete Objektiv bei DX zu bevorzugen.

[MENTION=120127]Onkel-Herbert[/MENTION]: Wie schon geschrieben, lichtstarke Objektive bringen Dir für Makros gar nichts. Für Makros muss man manchmal sogar mit vielen Schichtaufnahmen arbeiten ("Focus Stacking"), weil man die Objektive gar nicht so weit abblenden kann, wie man für die gewünschte Tiefenschärfe müsste.

CB
 
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Welcher Logik folgt denn diese Überlegung?

der "logik", einem einsteiger, der nach einem "lichtstarken objektiv für nah- und nachtaufnahmen" (und nicht nach größtmöglicher freistellung) fragt, eine günstigere und leichter beherrschbare alternative aufzuzeigen. würdest du in einem solchen fall ausschließlich lichtriesen von f/1.4 empfehlen?
 
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Ich bitte hier um Entschuldigung falls ich mich falsch Ausdrücke. Ich möchte gerne Blumen Blätter ganz nah heranholen und alles was darum ist, sollte nicht erkennbar sein. Ich glaube das sind dann Makro Aufnahmen. Ich dachte dafür müssen dann ganz lichtempfindliche Objektive her. Wenn nicht, dann ist das ja schon mal für den Geldbeutel gut.Ich hatte von einem Bekannten mal das 17 -55 mm von Nikon drauf. Damit konnte ich auch schon mal gut nah rangehen. Mit meinem Objektiv ist das aber nicht so möglich. Jetzt lese ich hier immer das man sich zBsp. ein 35 mm Objektiv als Festbrennweite zulegen soll oder ein 60 mm Makro bzw. 85 oder 105 mm . Und da ich nicht unbedingt zwei - drei mal kaufen möchte , deshalb diese Fragen hier.

Weiterhin vielen Dank für die Antworten.
 
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Ich hätte gerne ein Lichtstarkes Objektiv um "Blüten nah auf zu nehmen" Nachtaufnahmen in der Natur und Stadt .

Wie schon dargelegt: für Nachtaufnahmen brauchst du ein Stativ, dein Objektiv ist dafür prinzipiell gut geeignet.

Für Makros könnte ein Makro-Objektiv nötig sein. Es stellt sich die Frage, ob wir von "richtigen" Makros oder Blümchenbildern mit etwas größerem Abbildungsmaßstab sprechen.

Sinnvoll wäre a) dein Budget (!) und b) hier mal 3-4 aussagekräftige Beispiele zu verlinken, die deinem anvisierten Ziel entsprechen.


ein 17-55/1.2 gibt es nicht, das wäre auch ein mehrere kilo schweres monster für den preis eines mittelklassewagens.

Nur off Topic: das Sigma 18-35 1.8 wiegt ca. 1 Kilo und ist gar nicht mal soooo teuer (ja, ihm fehlen unten 1 und oben 20mm). ;)
 
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Hallo,

kein Problem ... dafür sind wir ja da ;)

Weiterhin vielen Dank für die Antworten.
wenn Dein Motiv "groß" abgebildet werden soll, dann ist der sog. "Abbildungsmaßstab" (gerne auch mal ABM abgekürzt) eine wichtige Größe für Dich. Er wird im wesentlichen beeinflusst von der "Brennweite" ... noch viel mehr aber von der "Naheinstellgrenze". Es ist DIE zentrale Eigenschaft eines Makro-Objektivs, dass es eine sehr, sehr kleine Naheinstellgrenze hat. Manchmal reicht diese bis wenige mm an die Vorderlinse heran.

Dein 18-105er hat einen max. ABM von 1:5. Das ist gar nicht so schlecht. Dies bedeutet, dass auf Deinen (24 mm breiten) Sensor Motive dann gerade noch passen, wenn sie 5 * 24mm = 12 cm breit sind. Wenn Dir das noch zu viel ist ... d. h. wenn Du z. B. ein nur halb so großes Blatt formatfüllend abbilden möchtest, dann ist das mit dieser Kombination alleine nicht mehr möglich. Du könntest dann beispielsweise:

- einen Ausschnitt wählen (allerdings wird sich dann Schärfe etwas verschlechtern)
- den bestehenden ABM Deines Objektivs durch einen Achromaten verändern (könnte evtl. bei den Daten gerade noch klappen)
- ein Makro-Objektiv wählen

Alle modernen Makro-Objektive lassen einen ABM von 1:1 zu. Das bedeutet, dass Du damit eine 24 mm lange Biene auf deinen 24 mm breiten Sensor gerade eben noch formatfüllend abbilden kannst. Mit so großen Abbildungsmaßstäben umzugehen ist sehr schwierig und verlangt sehr viele Erfahrung beim Fotografen. Der Wind ist ein großes Problem, aber auch bei so kurzen Motiventfernungen genügend Licht aufs Bild zu bekommen. Und natürlich die Schärfentiefe ... die für alle Makro-Fotografen eine permanente Herausforderung ist. In allen Fällen wird es aber so sein, dass Du freiwillig mit kleinen Blenden fotografieren wirst und nicht mit einer Blende 1,4.

Bzgl. der Nah- Makroaufnahmen würde ich als nächstes überlegen, Wie groß in den nächsten Monaten dein ABM sein soll bzw. wie groß Deine Motive / Dein Bildausschnitt sein sollen. Sind sie immer größer als 12 cm, musst Du gar nichts wechseln. Sind sie manchmal kleiner als 4 cm, kommst Du für sehr gute Ergebnisse um ein Makro-Objektiv nicht herum. Technisch und preislich gibt es dazwischen noch einige Zwischenlösungen.

Ciao
HaPe
 
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Nun ja HaPe, das Ändern des Objektives bringt ja auch einen Nachteil mit sich. "ICH KANN ES DANN NUR NOCH FÜR DEN NAHBEREICH NUTZEN" und das sollte es dann ja auch nicht sein. Also ich glaube , ich werde mir von einem Herrn hier aus der Gemeinschaft das 17 -55 mm für 500 Euro kaufen. Dann kommt noch ein Stativ mit Kopf und dann werde ich mal weiter schauen. Bei dem Stativ schaue ich dann nicht so auf das Gewicht sondern auf die Standfestigkeit. Karbonteilchen kann ich nicht gebrauchen, da ich mit dem Mopped öfter auf Tour bin und wenn mir dieses sensible Teilchen auf den Boden fällt, dann ist das Geschrei bei mir groß. Warscheinlich kaufe ich dazu dann ein gebrauchtes Makro und der Fisch ist erstmal gegessen
 
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Das finde ich einen guten Ansatz. Nur die Sache mit den Carbonteilchen habe ich nicht verstanden, die Dinger sind nämlich ziemlich stabil. Aber Alu ist stoßunempfindlicher, da hast du Recht.
Davon ab hilft kein Objektiv der Welt allein auf dem Weg zu besseren Bildern... #2 ist fehlfokussiert, das geht auch mit einem Standardobjektiv anders, und in #1 kann ich nicht ansatzweise erkennen, was überhaupt fotografiert wurde, ist dir die Kamera runtergefallen?
 
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Hallo,

ich nehme an, der Entschluss für eine Neuinvestition ist getroffen und nun fragt sich nur noch was genau es sein soll ... was an sich ja nichts Schlechtes ist.

Zunächst mal: Ein Makro-Objektiv hat natürlich auch einen Fokus-Ring und man kann es selbstverständlich auch für den Fernbereich einsetzen. Hin und wieder nutze ich mein 105er Makro sogar für Portraits. Manche sagen, da sie für den Nahbereich "optimiert" sind, bilden sie im Fernbereich schlechter ab. Das kann ich anhand meiner beiden Makro-Objektive nicht bestätigen.

Das 17-55er war viele Jahre lang DAS qualitativ hochwertige Universalzoom für DX-Kameras. Ich habe es lange eingesetzt und habe damit auch gute Erfahrungen im Zusammenhang mit dem 500D Achromaten von Canon gemacht. Aber es ist kein klassisches Makro-Objektiv. Manche sagen, das es optische Schwächen hat. Das würde ich an Deiner Stelle vorher noch abklären, ob das für Dich ein Problem ist.

Bei allen drei von Dir genannten fotografischen Bereichen ist aber ein Stativ (und eine passende Fernbedienung) aber sicherlich das mit Abstand wichtigste Utensil. Insofern passt der Plan schon ganz gut.

Ciao
HaPe
 
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der "logik", einem einsteiger, der nach einem "lichtstarken objektiv für nah- und nachtaufnahmen" (und nicht nach größtmöglicher freistellung) fragt, eine günstigere und leichter beherrschbare alternative aufzuzeigen. würdest du in einem solchen fall ausschließlich lichtriesen von f/1.4 empfehlen?
Nein, würde ich nicht. Mich interessierte aber der von Dir aufgezeigte spezifische Zusammenhang mit DX - ich würde auch einem FX-Neueinsteiger kein 1,4er für die geäußerten Anforderungen empfehlen.

CB
 
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Nein, würde ich nicht. Mich interessierte aber der von Dir aufgezeigte spezifische Zusammenhang mit DX - ich würde auch einem FX-Neueinsteiger kein 1,4er für die geäußerten Anforderungen empfehlen.

CB

:dizzy:

wir müssen jetzt nicht wirklich diskutieren, warum ich einem dx-nutzer ein dx-objektiv empfehle? ich habe nicht behauptet, dass ich einem fx-user keine 1.8er für fx empfehle. wenn hier jemand seinen logik-analysator justieren muss, bin das wohl nicht ich.
 
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