NX-D - der nächste Epic Fail von Nikon?

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… Mit Programmen wie z.B. Photomechanic und/oder imatch ließ sich halt der gesamte Ablauf von Import bis Ausgabe abbilden. Dazu kommt, dass man seine Verwaltung auf Basis der NEFs aufbauen konnte und in den Verwaltungstools die veränderten Vorschau JPGs gesehen hat. …

Genau das ist das Dilemma, wie es Stefan auch in seinem Eingangsthread ausführt:

"Das Konzept mit proprietären Sidecar-Files ist auch alles andere als geglückt. Andere Programme werden die Metadaten darin nicht lesen. Wozu braucht man sie dann?
Der Umstand dass die Änderungen nicht mehr in die NEFs geschrieben werden, torpediert nebenbei professionelle Workflows mit PhotoMechanic. Allein das ist ein No-Go."


Der Workflow CNX und Photomechanic war genial einfach und auch unter Stress Vorort einsetzbar, dafür sehe ich derzeit keinen Ersatz. :down:
 
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Ich würde jedem der jetzt auf CNX-D setzt dringend raten, seinen Workflow auf einen JPEG Workflow umzustellen.

Das NEF wird in CNX-D bearbeitet, nach JPEG konvertiert, dort dann die Beschriftung, Bewertung usw. ergänzt, und das NEF inkl. Side-Car File kann man getrost vergessen.

Wenn Nikon dann in 4 oder 5 Jahren sich von Silkypix trennt und wieder auf ein anderes Pferd setzt, gibt es keinen Aufschrei mehr.
Es wird einfach das Frontend Tool gewechselt und der Workflow kann nahtlos beibehalten werden.

Ich werde jedenfalls kein Nikon Programm mehr in meinen Workflow aktiv einbinden.
Wer das weiterhin vorhat, der hat einfach nichts dazugelernt.

Walter
 
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Ich würde jedem der jetzt auf CNX-D setzt dringend raten, seinen Workflow auf einen JPEG Workflow umzustellen...


Bitte nicht auf JPEG!

Das ist ein verlustbehaftetes Format und bei jeder kleinsten Änderung wird neu komprimiert und optimiert. Und beim Optimieren gegen jedes Mal Informationen verloren.

Wenn, dann besser als 16Bit- TIFF speichern. Das Format ist ebenfalls Standard, es geht aber kein Bit verloren.

Wer sich eine > 1…2 k€ Kamera leistet, der sollte auch ein wenige Hunderter für eine Festplatte + (mindestens) einer externen Platte übrig haben, um die TIFFs zu speichern.


Gruß
erma
 
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Die Ergebnisse reichen für's Forum oder um sie auf 'nem iPhone anzuschauen, Leo. Aber wer mehr will, ist gut beraten, sich um die RAW Bearbeitung zu kümmern. Alles eine Frage des Anspruches.
Silkypix ist für mich nur die Fortsetzung eines Trends, bei dem Bilder entstehen, die meine Oma mit'm Smartphone auch hinkriegt.
 
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Ich verwende fast ausschliesslich RAW- Dateien. Wenn das Foto bearbeitet ist, ist es fertig und wird als JPEG mit hoher Qualität gespeichert.

Die Frage des persönlichen Anspruchs ist natürlich berechtigt, es sollte aber auch bei jeden Bild hinterfragt werden, ob man nicht mit Kanonen auf Spatzen schiesst.

Der Grossteil von Fotos, die ein durchschnittlich Fotografierender macht, sind doch Reise-, Familie- Sport-, Hunde etc Fotos, die man sich immer wieder gerne anschaut, wo man aber nicht den letzten Zacken an Qualität braucht.

Das war aber nicht die Frage, sondern erma hat geraten, um JPEG einen grossen Bogen zu machen, weil sich bei jeden Öffnen das JPEG verändert. Das ist so schlicht und einfach falsch. Man kann ja jede Datei wieder unverändert schliessen und Änderungen als neue Version speichern. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Viele Grüsse
Leo
 
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Das sind Horror- Geschichten!

Man kann doch Änderungen beliebig oft als neue Version abspeichern, das Basis- JPEG bleibt unberührt! Da gibt es keine Kumulation von Verlusten.


Viele Grüsse
Leo

das "basis-jpeg" selbst ist doch bereits verlustbehaftet! jpeg ist ein reines präsentationsformat, für archivierung und weitere bearbetung ist es vollkommen ungeeignet, denn selbstverständlich kumulieren sich die verluste von basis-jpeg und einer eventuellen weiteren bearbeitung.
 
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Es ist richtig, das bei jedem neuen Speichern eines JPGs der Algorithmus greift und man sich Verluste einfängt.
Ob diese jedoch beim ein, -zwei -oder dreimaligen speichern eines 100% (max. Qualität) JPGs unter normaler Betrachtung sichtbar werden, bezweifel ich jedoch stark.

Bezüglich der Archivierung: Ja, JPG für sich genommen taugt nicht als Archivformat.
Jetzt könnte man aber auch sagen, das Raw für sich genommen nicht als Archivformat taugt. Die Probleme werden hier ja deutlich aufgezeigt, wenn aus einem Raw zentrischen Workflow plötzlich eine kritische Komponente entfernt wird.

Raw+Metadaten+RGB gehören nach meinem Verständnis archiviert. Damit bleibt man Plattform unabhängig. Selber gewichte ich dann, ob ein Schnappschuss einfach als JPG mitgespeichert wird, oder ob ich stark Hand am Bild im Editor angelegt habe...dann halt als TIF.

Wenn man im übrigen merkt, dass ein JPG doch noch mal weiter verarbeitet werden muss, vielleicht sogar über mehrere Softwares hinweg, kann man das JPG in ein TIF wandeln, dieses bearbeiten und am Ende entscheiden, welches Format man archivieren möchte. Daher ist TIF für mich zu 75% nur ein temporäres Format.

Es hängt aber wie immer auch von seinen eigenen Ansprüchen ab:
Will ich maximale Eingangsqualität und jeden Schritt im Nachhinein noch über Jahre verändern können? Kann ich irgendwann ein Bild als "fertig" akzeptieren und wenn ich etwas ändern möchte, fange ich halt von vorne an? Macht mir die EBV Spaß oder ist es ein notweniges Übel? Kann ich viel Zeit darauf verwenden? Es gibt hier einfach kein Falsch oder Richtig, sondern das ist halt die Individualität in unserem Hobby.
 
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Der Workflow CNX und Photomechanic war genial einfach und auch unter Stress Vorort einsetzbar, dafür sehe ich derzeit keinen Ersatz. :down:


Jau, hat gut funktioniert. Habe selber lange so gearbeitet.
Aber gerade PM ist so gut konfigurierbar, dass eine Änderung an der persönlichen Arbeitsweise (Workflow) möglich sein muss. Wenn eine Software das hin bekommt, dann PM. Es gibt halt keine Patentrezepte für den Umbau, da die Anforderungen so unterschiedlich sind. Da muss sich jeder selber etwas überlegen. Ich würde aber jetzt keinen Grund sehen auch noch auf sein Verwaltungstool zu verzichten...

Wenn man sich im übrigen mit den Adobe Konvertern anfreunden kann, kann man per DNG genau so arbeiten, wie man es mit CNX+NEF gewohnt war (im Bezug auf die Verwaltung), wenn sich in den letzten Jahren nichts dramatisch verändert hat (habe es nicht mehr aktiv verfolgt). Im DNG konnte man auch die Metadaten direkt speichern (keine Sidecars), die Adobe Konverter (zumindest LR und ich glaube auch meine alte ACR Version) können das Vorschaubild ändern/aktualisieren. PM zeigt diese Änderungen dann an. Vielleicht ja eine Testversion wert...
 
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Hallo erma,

du hast wohl meinen Workflow-Vorschlag nicht aufmerksam genug durchgelesen.

Wenn ich ein JPEG Bild beschrifte oder bewerte, dann wird das Bild dadurch weder neu komprimiert noch sonst irgendwie verschlechtert.

Also noch einmal im Detail.

1.) Mein alter Workflow war wie folgt.

Bild in CNX oder ViewNX beschriften, mit CNX bearbeiten und bewerten, nach JPEG kopieren, fertig.
Ergebnis war ein NEF mit Beschriftung und eine JPEG-Kopie mit Beschriftung.
Das NEF konnten übrigens alle Programme am Markt inkl. Bearbeitungsergebnis (über eingebettetes Vorschaubild), Beschriftung und Bewertung korrekt anzeigen.

2.) Mein empfohlener neuer Workflow sieht nun so aus.

Bild in CNX-D (oder mit irgendeinem anderen RAW-Konverter) bearbeiten,
nach JPEG kopieren und dort erst beschriften und bewerten.
Sollte eine Bearbeitung zusätzlich zum RAW-Konverter notwendig sein, dann ist der Umweg über TIFF-16 empfehlenswert.
Ergebnis ist ein NEF ohne Beschriftung und eine JPEG-Kopie mit Beschriftung.
Dieses NEF kann übrigens kein einziges Programm am Markt (außer CNX-D selbst) inkl. Bearbeitungsergebnis, Beschriftung und Bewertung korrekt anzeigen.

Im Fall 1 kann ich jederzeit auf die alten Bearbeitungsschritte im NEF wieder zurückgreifen.
Im Fall 2 kann ich das zwar prinzipiell auch, werde aber keinen Wert mehr darauf legen, da ich aus der Abkündigung von CNX2 gelernt habe.
Wenn ich das Zwischenergebnis TIFF aufhebe, habe ich noch einige zusätzliche Vorteile, komme aber trotzdem noch lange nicht an die Möglichkeiten des Workflow 1 heran.
Ich halte den Vorteil des archivierten TIFFs auch nicht für signifikant. Wer jedoch das TIFF immer aufhebt kann auch dieses Bild bereits beschriften.

Workflow 2 (egal ob mit oder ohne TIFF) hat daher eindeutige Nachteile gegenüber Workflow 1, ich kann mir jedoch derzeit keine SW vorstellen, die mit Garantie auch die nächsten Jahre noch erhältlich sein wird, und ich möchte das Desaster von heuer kein zweites Mal mehr erleben.

Mir ist klar, dass es noch viele andere Lösungen für einen neuen Workflow mit bearbeiteten, beschrifteten und bewerteten Bildern gibt (z.B. der Umweg über DNG + PSD) und ich bin auch für jeden weiteren Vorschlag dankbar.

Walter
 
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Ich arbeite sehr gerne mit der Silkypix Pro Version. (GH3)
Also mir gefällt die Pro-Version nicht schlecht und sollten die das NEF komplett implementieren (sowas wie eine Nikon-Edition), so wie in C-NX-D, aber nur dann, könnte ich mir vorstellen, auf dieses Pferd zu setzen.
 
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