NF-Review Nikon Z 7ll

Nikon Z 7II im Praxistest

AnjaC

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Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis in dieser Kameraklasse​


Die nächste Spiegellose bitte zum Test: In unserer Review-Reihe ist heute die Nikon Z 7II dran. Dieter berichtet ausführlich und vergibt 4,5 von 5 möglichen Sternen.

Hier geht es zum Testbericht:

Nikon Z 7ll

Review  Nikon Z 7ll

Nikon Z 7II im Praxistest
 
Zuletzt bearbeitet:
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Brunke

Sehr aktives Mitglied
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Weder erhellend noch umfassend. Da gibt es mittlerweile fundiertere Tests, immerhin ist die Kamera schon einige Zeit auf dem Markt. Was das Fazit angeht, passt der eher skeptische Text nicht zur Benotung mit 4,5 Sternen. Ich weiß auch nicht was die Z9 mit der Z7II zu tun hat.

Ein Test mit der kommenden Firmware könnte dann wieder interessant sein, weil aktuell.
 
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phlogiston
phlogiston kommentierte
Ich fand es angenehm, eine Betrachtung der Kamera aus heutiger Sicht und dazu noch von einem fotografischen Normalbürger zu lesen. Die Expertenreviews waren sicher damals aktueller, die Aussagen zum Teil meßverfahrengestützt oder auch nur meinungsstark formuliert, oft aber undurchsichtig in Bezug auf die Unabhängigkeit der Meinung.

Ich halte die hier veröffentlichten Mitgliedertests weiterhin für sinnvoll, sie ergänzen die (subjektiven, aber darin wenigstens offenen) Sichtweisen und ich maße mir daher sicher kein negatives Urteil an oder verallgemeinere gar meine Ansicht.
 

Wuxi

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Ich teile die Kritik von @Brunke

Ein Review in drei Teilen
1 (Unvollständige) Produkfeatures die man überall nachlesen kann
2 Sogenannte Testfotos ohne größere Herausforderungen
3 Ein sogenanntes Fazit, das sich nicht aus dem “Test“ ableitet sondern einfach allgemeine und oft gelesene Behauptungen in den Raum stellt

Die z7ii hat mit der z9 nichts zu tun, warum diese erwähnen?
Die z7ii ist ein unbefriedigender Kompromiss und keine Action-Kamera? (Nichts davon wurde versuchsweise getestet)
Der IBIS bringt 5 Blenden? (Glaube ich kaum, wurde auch nicht getestet)

Also das ist leider für mich kein Testbericht.
 
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011100

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Seit knapp 5 Wochen habe ich die Z7II. Dazu fällt mir bei diesem Testbericht dasselbe auf, wie meine Vorredner schon erwähnten. Einen ganz großen Nachteil sehe ich darin, dass Nikon nicht in der Lage ist, ein Handbuch der Kamera beizulegen. Das Pamphlet, das 58 Seiten hat, ist nur eine Kurzbeschreibung, die offenbar ausreicht, um die EU-Kriterien zu erfüllen.
Ich bin mit der Z7II sehr zufrieden, sie hat die D850 abgelöst. Dabei kam es mir auf schnelle Bildfolgen über längere Zeit an, bei der Z7 und der D850 war ja je nach Einstellung bei 16 oder 18 Bildern in Folge Schluss. Die Z7II ist doppelt so schnell wie die D850 und kann viermal so viele Bilder verarbeiten.
Klar gibt es Negativ-Punkte: Das Handbuch muss von der Z7, die ja bis auf die Speicherzahl der Serienbilder ähnlich ist, downgeloaded werden. Der Monitor ist nur klapp-, aber nicht schwenkbar.
Auch die User-Programme sind noch nicht ausgereift. Wird der AF verstellt oder die Anzahl der Serienbilder in einem anderen Programm, so sind diese Einstellungen wie durch Geisterhand auch bei U1...U3 vorhanden.
Auch wird der Sensor beim Objektivwechsel nicht geschützt. Das heißt: Objektivwechsel in freier Natur ist bei Wind oder schlechtem Wetter unmöglich!
Sorry lieber Dieter, aber diese Dinge hätten Dir auffallen müssen.
Aber wenn ich so die anderen Kameras in diesem Genre vergleiche, so hat jede ihre Macken. Ob das die Z9 besser ist?
Einige der o.g. Macken könnte Nikon durch Firmware-Updates abstellen, ich bin mal gespannt, ob das passiert.
Die Z9 liegt leider in einem Preisbereich, der m.E. ihre wenigen Vorteile gegenüber der Z7II nicht gerecht wird.

Ich füge mal ein Bild mit der Z7II bei, welches mit dem adaptierten Leica-R 2,0/50 aufgenommen wurde. Weil aber hier bei 28er das bessere Objektiv gewesen wäre, habe ich mit zwei Aufnahmen nebeneinander ein Panorama daraus gemacht. Es herrschte Sauwetter, im Hintergrund zog schon der Nebel auf, der eine halbe Stunde später auch bei meinem Standpunkt angekommen war. 99_7241-lssP8933anf-DreiAnnenHohne-20211114-Holzborn-0654Phd.jpg
Auch Testaufnahmen vom Vollmond mit ISO 25600 fielen überraschend brauchbar aus.
 
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1bildermacher1

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Das Problem bei den meisten persönlichen Tests ist, dass man selber in vielen Fällen nicht objetiv sein kann denn ich kann bei jeder Kamera etwas finden. Morgen kommt wieder eine Neue und dann bemängelt man, was die Alte nicht konnte.
Das ist ungefähr so wenn man Bilder beurteilt, eigene Vorlieben haben da gar nichts zu suchen und das können die meisten hier nicht.
Vor Jahren war ich an einem Jurorenkurs mit Profis und sehr guten Amateuren, da konnte man dies sehr gut feststellen wie das persönliche in die Bewertung mit einfloss.
Ich selber benutze D5/D850/D7II für mich ist der VR/IBIS geschätzt um 4 Stufen besser. Nikon gibt 5 Stufen an warum sollten sie Lügen? Ich als Amateur kann dies doch gar nicht testen. Für mich sind alle 3 gleichwertig und bekommen eine 5. Ein Handbuch brauche ich so gut wie nicht und die alten Handbücher liegen noch alle unbenutzt im Schrank.
 
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Wuxi

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Das Problem bei den meisten persönlichen Tests ist, dass man selber in vielen Fällen nicht objetiv sein kann
Das muss man ja nicht. Ist ja ein persönlicher Eindruck.

Ich kritisierte nur dass im Fazit Dinge geschrieben wurden die im Abschnitt Test gar nicht ausprobiert wurden.
Dann ist es kein Test.

Ich fände besser sich bei so einem komplexen Gerät auf bestimmte Aspekte (die einem für die eigene Arbeit wichtig sind) zu konzentrieren. Diese Dinge ausprobieren, dann berichten wie das geklappt hat.

Der Dieter (den ich nicht über Gebühr kritisieren will, nur ein bisschen ;-)) hat Bilder mitgeliefert von denen er schreibt dass sie perfekt sind.
Dann ist das Testergebnis doch 100% gut oder?
 
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Brunke

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Meinungen zur Z7II, die ebenso subjektiv und vielfältig sind, haben hier im Forum schon Seiten gefüllt. Da würde eine weitere nur helfen, wenn dem Schreiber eine besondere Expertise zuzubilligen ist.

Ein Test verlangt nach definierten Kriterien und Verfahren, mit denen die Kamera geprüft wird. Ziel sind objektive Ergebnisse, die sich vergleichen lassen. Die Aussagen des Herstellers müssen durch die Testergebnisse bestätigt werden, damit ein Prüfpunkt als bestanden gilt. Dazu gehören natürlich auch Aussagen zu Bedienkonzepten, die immer subjektiv gefärbt sind. Die Mühe einer neuen Testreihe würde ich mir nur machen, wenn man einen Ansatz verfolgt, der sich von den vielen Tests unterscheidet, die es schon gibt. Vielleicht macht es Sinn an der Stelle das Forum abzuholen und mal zu fragen, was da gewünscht ist.
 
4 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Ich fände Erfahrungsbericht als Begriff besser als Test.
 
phlogiston
phlogiston kommentierte
Ein Test verlangt nach definierten Kriterien und Verfahren

Tja, dann gibt es wohl nur sehr wenige Kameratests im Internet zu bestaunen. Weder gibt es allgemein gültige Verfahren noch auch nur Kriterien. Man kann ja schon froh sein, wenn sich eine bestimmte Quelle im Großen und Ganzen an ihren (festgelegten?) definierten Kanon hält. Objektivtests sind einfacher zu normieren und _das_ wird ja dann auch im Allgemeinen getan.
Betrachtungen und reviews habe ich es oben genannt, und daher:
vielleicht ist der Begriff 'Erfahrungsbericht' tatsächlich insgesamt bei komplexeren Systemen, die auf verschiedenste Weise genutzt werden können, der angemessenere.
 
Bertho
Bertho kommentierte
Ein richtiger Erfahrungsbericht kann es aber nicht werden, wenn man eine Kamera nicht längere Zeit benutzt hat.
Das begrenzt für einen Schreiber die Zahl des möglichen Berichte extrem.

Als Testbericht sehe ich Dieters Arbeit nicht. Eine Sterne-Bewertung ist ohnehin zweifelhaft. Hier mit dem Fazit nicht vereinbar.

Die Hervorhebung Dieters Meinung als Testbericht des Netzwerks-Fotografie sehe ich kritisch.
 
Kay
Kay kommentierte

Der Schlußsatz ist doch aufschlußreich: " ... findet in der Z 7ll durchaus noch eine sehr gute Kamera. ... "
Man achte auf das " noch " - bei: gerade mal in der Hand gehabt und gerade noch akzeptable Antiquität.
Bei diesem Tempo ist so ein Bericht eben nur eine Momentaufnahme!
 

spurensucher

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Mein Statement zur Artikelreihe „Top-DSLM“

Vor einigen Wochen startete ich auf Netzwerk-Fotografie eine Reihe mit Reviews zu den aktuellen spiegellosen Top-Systemkameras. In loser Reihenfolge wollte ich die Sony Alpha 1, Canon R5, Leica SL2, Nikon Z 7ll, Panasonic S1R und die Sigma fpL vorstellen. Alle genannten Modelle sind s.g. Vollformat-Kameras. Die Sensorauflösungen reichen von 45 MP bis zu 50 MP, und die Preispanne von rd. 3.000 bis 7.400 Euro. Alle Kameras waren bis zum Beginn der Artikelreihe schon unterschiedlich lange auf dem Markt, so dass ich davon ausgehen konnte, dass für die Kameras zwischenzeitlich auch schon einige Firmware-Updates zur Verfügung gestellt wurden. Darüber hinaus sind für die Kameras auch schon zahlreiche, auch umfangreiche Tests erschienen, so dass ich mich darauf beschränken konnte, meine eigenen Betrachtungen auf die „systemischen Probleme“, bzw. deren Beseitigung zu fokussieren. Worum es also bei der Artikelreihe gehen sollte, habe ich vor dem ersten Review ausführlich beschrieben!

Natürlich lese ich zur Vorbereitung der Reviews auch andere (Test)Berichte, natürlich auch, um meine Eindrücke zu hinterfragen. Außerdem stehe ich im permanenten Dialog mit anderen Fotografen, von denen ich auch, sofern es für mich nicht nachzuvollziehende Probleme gibt, etwa bei der Bedienung der Testprodukte, den einen oder anderen auch gerne einmal hinzuziehe, um mich abzusichern. Ich weise auch jedesmal darauf hin, dass ich keine „Labortests“ mache! Da sich alle Kameras hinsichtlich der Bildqualität auf einem Spitzen-Niveau befinden, es andererseits aber dennoch, z.B. bei der Perfomance oder Ausstattung, kleine Unzulänglichkeiten gibt, vergebe ich dann auch nur 4 ½ Sterne. Zur Bewertung sei noch angemerkt, dass die Hersteller selbst ihre Kameras mit dem Label „Top-Kamera“ versehen, und das ist die Messlatte, die ich anlege! Dazu kommt eine sehr unterschiedliche Preisgestaltung, die ich, da es um die jeweiligen „Top-Modelle“ der Hersteller geht, bewusst für diese Kamerakategorie außen vorgelassen habe. Den Anfang machte dann die Canon R5, es folgte die Leica SL2. So weit so gut!

Dass ein Review zur Nikon Z 7ll hier im Forum besondere Beachtung finden würde, war ebenso zu erwarten, wie die Tatsache, dass hier im Forum natürlich alle dazu veröffentlichen Tests inzwischen bekannt sein dürften, ebenso wie viele Meinungen und Statements der Forumsmitglieder. Anders ausgedrückt: eigentlich ist in diesem Forum schon alles zu dieser Kamera gesagt! Abgesehen davon wollte ich, als langjähriger Nikon-User (seit über 50 Jahren), die Z 7ll bei meinen Betrachtungen auch nicht außen vorlassen.

Natürlich hätte ich, abgesehen von der aktuellen Artikelserie, gerne einen Testbericht zeitnah nach dem Erscheinen der Kamera im Dezember 2020 geschrieben, was leider nicht möglich war. Und zwar deshalb, weil die Firma Nikon seit Jahren, trotz entsprechender Anfragen, dem NF offiziell überhaupt kein Equipment zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Für die Z 7ll habe ich konkret seit dem Frühjahr regelmäßig im Monats-Rhythmus für einen Test bei der zuständigen Agentur angefragt und bin genauso regelmäßig vertröstet worden. Erst anlässlich eines sehr konstruktiven Gesprächs mit Nikon selbst, Anfang September, gab dann es eine Zusage! Und sorry, natürlich hat das Erscheinen der Z 9 etwas mit der Z 7ll zu tun, die 7ll ist seitdem nicht mehr die Top-DSLM im Hause Nikon.

Da meine Eindrücke und Einschätzungen praxisbezogen sind, und der Zeitraum, für den die Kameras bei mir sind, begrenzt ist, habe ich versucht, mit den Kameras jeweils das gleiche Programm abzuspulen, zumindest soweit das Wetter und meine Zeit dies zuließen. Eine wichtige Erkenntnis ist aber auch die, dass, gerade bei diesen Kameras, die „Lernphase“ um alle Möglichkeiten, die sie bieten auch beim täglichen Fotografieren zu nutzen, deutlich länger als 3-4 Wochen dauert. Vor diesem Hintergrund ist es auch kaum möglich, alle technischen Möglichkeiten der Kameras und alle Bereiche der Fotografie in so einem Artikel abzubilden. Dazu kommt, dass wir hier auch leider mit begrenzten Ressourcen arbeiten müssen, sowohl finanziell als natürlich auch personell und zeitlich!

Natürlich bin ich nicht allwissend und sicher auch nicht fehlerfrei, auch kann ich Kritik ertragen, nur sollte sie sachlich und angemessen sein.

Dieter

PS: Ich kann aber schon verraten, dass tatsächlich eine der Kameras die vollen fünf Sterne bekommt, leider kann es nicht mehr die Nikon Z 7ll sein!
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
@spurensucher DIeter, bitte meine Kritik nicht überbewerten, gell!
um alle Möglichkeiten, die sie bieten auch beim täglichen Fotografieren zu nutzen
Das ist ja nicht zu schaffen. Ich finde eine Beschränkung auf Teilaufgaben wäre auch wertvoll.
Eine vollumfängliche Bewertung einer (z.B.) z7ii würde ich mir nicht zutrauen obwohl ich eine habe.
 

AnjaC

Administrator
Teammitglied
Administrator
Die geäußerte Kritik habe ich mir sorgfältig angesehen und eine Weile darüber nachgedacht. Es mag sein, dass es eine Frage der Bezeichnung ist – so kann man argumentieren. Ich finde nur keine bessere, denn es ist ein Test und ein Bericht darüber. Ein Erfahrungsbericht würde meinem Verständnis nach eine längere Zeitspanne der Erfahrung mit dem Produkt erfordern. Das ist meist nicht möglich.

Ich möchte einmal erklären, was einen NF-Testbericht ausmacht und besonders auszeichnet (oder auch eine NF-Rezension bei einem Buch) und warum er diesen Namen auch verdient:

Die Berichte werden geschrieben von Mitgliedern dieser Community, aktiven Usern unserer Foren. Also von solchen Menschen, die ein so getestetes Produkt als Käufer oder Konsument verwenden würden. Nicht – und das sage ich jetzt mal ganz deutlich – von irgendwelchen Technikexperten, die die siebte Schraube von unten links dahingehend begutachten, ob die genauso viele Umdrehungen beim Reinschrauben gebraucht hat wie die daneben. Unsere Tester haben kein Testlabor, keine Messeinrichtungen – genauso wenig wie ihr. Getestet und geschrieben wird von der Community für die Community. Also von euch für euch. Das passiert ehrenamtlich, in der Freizeit, mit großem Engagement und unentgeltlich.

Gerade und besonders Dieter hat sich hier in den vergangenen Monaten über die Maßen für die Community eingesetzt und die Testprodukte zum überwiegenden Teil selbst organisiert. Dabei hat er Erfolge erzielt, wo wir als Netzwerk Fotografie Betreiber zuvor trotz intensiver Versuche nichts bewirken konnten. Bettina und ich sind ihm dafür außerordentlich dankbar, das kann ich gar nicht genug hervorheben! Nicht nur, dass wir hierdurch euch mehr und handfesten Content anbieten können, Dieter hat auch Kontakte hergestellt, wo vorher keine waren, so dass wir hoffentlich in Zukunft hierauf intensiv aufbauen können.

Mir ist dabei auch der Hinweis wichtig, dass das Netzwerk Fotografie schon lange kein reines Nikon-Forum mehr, sondern für alle Kameramarken offen ist. Mit der von Dieter initiierten Artikelserie sollte eben diese Markenvielfalt hier auch im Bereich der Produkttests deutlich abgebildet werden. Und: wir testen immer neutral – es gibt keinen Markenbonus für ein Produkt!

Was haben all unsere Tester und Rezensenten von ihrem großen Einsatz in diesem Bereich? Sehr wenig – außer viel Arbeit. Bei niedrigpreisigen Testprodukten ist es manchmal (längst nicht immer!) möglich, das Produkt oder das Buch im Anschluss an den Test zu behalten. Gerade die hochpreisigen Produkte aber, die die meisten von euch besonders interessieren und über die es meist mehr zu schreiben gibt, müssen nicht nur (hoch) versichert zurückgeschickt werden, sondern das auch noch innerhalb einer sehr knapp bemessenen Zeitspanne. Also ist das nicht nur Arbeit, sondern auch noch Arbeit unter Zeitdruck – und das in der Freizeit. Wohlgemerkt, ohne Gegenleistung.

Die einzige „Entlohnung“, die unsere Tester und Testerinnen haben, ist die Veröffentlichung, dass diese geklickt und gelesen wird und dass sie Anerkennung nicht nur von uns, sondern auch und vor allem von euch bekommen. Denn für euch schreiben sie.

Vorgesagtes gilt nicht nur für Dieter, dessen Engagement für die NF-Community allerdings eine besondere Auszeichnung unbedingt verdient, sondern für alle unsere Tester:innen und Rezensent:innen.

Das heißt nicht, dass man inhaltlich nicht kritisieren dürfte. Man kann aber das eine tun und das andere trotzdem nicht lassen. Manche Kritik liest sich hier für mich schon so, als ob ihr als Autoren für Testberichte einen deutschen Dustin Abbott, Matt Granger, Thom Hogan (setzt einen beliebigen Namen ein) inklusive ihrer Ausstattung erwartet – und das selbstverständlich gratis, denn wo kommen wir denn da hin, wenn jemand für gute und langwierige Arbeit auch noch bezahlt werden möchte, zumal auch noch im Internet, wo am besten eh alles kostenlos sein muss.

Sollte mich dieser Eindruck trügen, dann tut es mir leid. Es kann sein, dass ich da falsch liege, aber so ist es in manchen Fällen, nicht nur bei diesem Testbericht, bei mir angekommen. Von daher wäre es auch schön, sich vor dem Abschicken eines Kommentars mal zu überlegen, welche Wirkung er erzeugen könnte.
 
4 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Zur Klarstellung,
ich habe ja auch schon mal was geschrieben und weiß das das viel Arbeit macht.

Daher auch vielen Dank an Dieter Döblin @spurensucher für die Mühe!

Meine Kritik bitte als konstruktiv verstehen und sich bitte nicht abschrecken lassen!
 
wuschler
wuschler kommentierte
Man kann dem Autor übrigens auch ein Like für seine Mühe hinterlassen ;)
 
Kay
Kay kommentierte
Es kann sein, dass es für einige User hier nutzbringend sein könnte, Kameras aus sechs verschiedenen Produktionen zu testen.
So lange wir noch weitgehend auf Nikon beschränkt waren, konnte der eine oder andere vielleicht noch mitdenken,
oder hatte die Kameras sogar noch selbst zu haus.
 
phlogiston
phlogiston kommentierte
Ein Erfahrungsbericht würde meinem Verständnis nach eine längere Zeitspanne der Erfahrung mit dem Produkt erfordern.

Ich stimme deinen Ausführungen zu, würde aber den Begriff 'Erfahrungsbericht' nicht überhöhen. Wenn ich eine Kamera nur kurz in die Hand nehme um dann über meine Erfahrung mit diesem wenige Sekunden andauernden haptischen Erlebnis zu berichten, dann ist auch das ein Erfahrungsbericht. Nirgendwo ist festgelegt, wie lange meine Erfahrung andauern muss, bis ich sinnvoll über sie berichten kann. Ich muss das nur offenlegen.
Der Begriff ist in meinen Augen sehr flexibel, er setzt nur eins voraus: ich habe mich tatsächlich mit dem Gegenstand beschäftigt und keine Literaturstudien betrieben.
 
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