Nikon will spiegellose Kameras bringen?

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[MENTION=180]Mika[/MENTION]: Von "gründlich schiefgegangen" kann man wohl kaum sprechen. Die DF hat schon ihre Fangemeinde. Und es könnten noch viel mehr sein, wenn man vielleicht auch einen DX-Ableger gebaut hätte. Darüber hinaus ist Retro kein Selbstzweck, es muss auch ergonomisch stimmen. Da hätte man bei der DF durchaus das eine oder andere besser machen können. Und den Design-Zwitter aus F3 und FM/FE-Linie fand ich auch nicht besonders schön. Jedenfalls machen es zig andere Hersteller besser. Ich hab die DF dennoch ernsthaft in Erwägung gezogen, da ich das Sensor-Konzept durchaus geschätzt habe. Leider war ich skeptisch bezüglich des AF-Modules.
Fakt ist jedenfalls: Es gibt bei Nikon Designer, die es wesentlich besser können, das zeigt sich bei gelungenen Edel-Kompakten immer wieder! Und Leica beweist neben Fuji und Olympus, daß sich der Formfaktor einer analogen KB-Kamera bzw. Reflex hervorragend in Digital bauen lässt! Wenn Nikon das bisher nicht gemacht, ist das schade, aber kein Grund es nicht wieder anzupeilen.
 
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Tja... also wenn die echt so aussieht wie auf den Bildern, dann ist die sowieso nix für mich. Zu klein, zu asymmetrisch und ohne Hebel, Kippschalter und Kurbeln

VG
 
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Das Bild mit dem Mädel und der Kamera... sie schaut mit dem linken Auge.
Wenn man Rechtsäuger ist: könnte das Gehäuse auf der linken Seite schmal genug sein, dass die Nase daran vorbei passt und man nicht immer den Monitor verschmiert?
Das nervt mich nämlich immer :rolleyes:

PS: habe mal den Komposter angeworfen:
picture.php

In Höhe der optischen Achse scheint mir etw. retuschiert worden zu sein, da läuft eine krumme Linie durchs Bild.
 
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Nikon hat ein einziges Mal Retro versucht und das ging gründlich schief ...

Ist die Df wirklich so schief gegangen? Da habe ich meine Zweifel.
Und warum hat sie so viele Kritiker (neben den Fans)?
Ist es wirklich nur die Ergonomie?
Oder ist es auch die Tatsache, dass den meisten Nikon-Usern die Rückwärtskompatibilität des F-Bajonetts doch nicht so wichtig ist, wie sie immer tun?
 
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Ist die Df wirklich so schief gegangen?

Sie hat sich sehr bescheiden verkauft, ja.

Und warum hat sie so viele Kritiker (neben den Fans)?

Weil sie eine übermässig kastrierte Kamera ist. Ohne Video
kann man heute keine Kamera mehr verkaufen. Die Auflösung
auch eher mau - das grenzt die Schar der Kunden gewaltig ein.

Die Hoffnung die Df (basierend auf dem Sensor) als
"D4 für Kassenpatienten" zu verkaufen ist nicht aufgegangen.
 
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Mir drängt sich immer mehr der Eindruck auf: Die Df hat sehr viele Kritiker, aber die meisten davon sind nicht im Besitz dieser Kamera.

Deshalb möchte ich mal etwas Positives zu meiner Df sagen, was so gut wie nie erwähnt wird:

Mit der Df gemachte Fotos zeigen sehr schöne Farben, die natürlich wirken und eine gute Farbtiefe haben, aber nicht "bunt" sind. Besonders angetan bin ich auch von den sanften Farbübergängen.

Und mit den alten Nikkoren an der Df kann ich auch sehr schöne Schwarzweiß-Aufnahmen machen.

Daneben bin ich auch oft mit meinen spiegellosen Sonys (Alpha 6500, Alpha 7R2) unterwegs, die ich wegen anderer guten Eigenschaften schätze.
Auf die ebenfalls spiegellose Nikon bin ich jedenfalls sehr gespannt.

Gruß
Hans
 
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Die Hoffnung die Df (basierend auf dem Sensor) als
"D4 für Kassenpatienten" zu verkaufen ist nicht aufgegangen.

Ja. Die DF ist eine langsamere D610 mit geringerer Auflösung ohne Video und ohne Blitz - zum doppelten Preis. Klingt irre attraktiv, oder?

Hätten sie der DF den 51er AF eingebaut und läge die Bildfrequenz bei 7 oder 8 B/s wäre sie die D4 für mittlere Lohngruppen geworden - aber diesen "D700-Fehler" wird Nikon niemals wiederholen.

Ich persönlich habe in vier Jahren D610 genau sieben (!) Sekunden Video ausprobiert (und kläglich versagt) - die Video-Funktion wird (genau wie der eingebaute Blitz) gern als Feature genannt, ist mir persönlich aber vollkommen egal, und das trifft vermutlich auf die meisten Interessenten dieser Kamera zu: wer gern mit alten Linsen herumspielen will, ist nicht unbedingt an Video interessiert. Dessen fehlen zu kritisieren schiesst also am Ziel vorbei.

Nach all dem Geflenne: der 39er AF ist durchaus OK - er ist nicht langsamer als der 51er, er deckt halt ein sichtbar kleineres Feld ab. Bei Motiven in oder nahe der Bildmitte ist das keinerlei Problem.
 
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Heißt für mich aber auch:
Alle schreien "F-Bajonett! F-Bajonett!"
Aber, die die's wirklich wollen, sind äußerst wenige ...

Nein, anders herum.

Siehe eins weiter oben - manuelle Objektive sind für Video sehr gut
geeignet weil der Follow Focus einen definierten Anschlag hat und
die Schneckengänge sehr viel feinere manuelle Fokussierung erlauben.

Aber ohne Video fällt genau die Käuferschicht raus die das größte
Interesse an manueller Fokussierung mit alten, manuellen Linsen hätte.
 
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manuelle Objektive sind für Video sehr gut
geeignet weil der Follow Focus einen definierten Anschlag hat und
die Schneckengänge sehr viel feinere manuelle Fokussierung erlauben.

Naja - dafür gibt es Video-Objektive mit sehr flacher Steigung im Schneckengang. Ein typisches 105 oder 135 dreht von Nah auf unendlich in rund 120° - das wird spannend bei händischem Follow-Fokus.

Ausserdem war der Unique Selling Point der Df auch nicht "manuelle Objektive" - damit können alle Fx Nikons umgehen - sondern Prä-AI, sogenannte "Auto-Nikkore" (meist Berg- und Tal, aber auch gummiert) erkennbar Immer an den vollen - ungelochten - Hasenohren. Diese Objektive sind optisch gelegentlich gleich, gelegentlich schlechter als die AI und AI-S Versionen, werden aber aufgrund ihres Aussehens gesucht.

Ich besitze selbst eine Reihe Berg-und-Tal Nikkore (teilweise seit knapp 40 Jahren) und mir ist wirklich kein Fall bekannt, wo diese Objektive explizit für Videographie gesucht wurden. Da werden - wenn überhaupt Nikkore - eher AI(s) Versionen genommen und dann die Blendenstops entfernt.

Nope - die Video-Nummer bei der Df klingt immer noch nicht wichtig. Das interessiert Käufer maximal auf dem Papier.
 
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Naja - dafür gibt es Video-Objektive mit sehr flacher Steigung im Schneckengang.

Und wir wissen alle wie heftig die Hersteller diese Objektive für
die Cine-Fassung beaufschlagen.

Ein typisches 105 oder 135 dreht von Nah auf unendlich in
rund 120° - das wird spannend bei händischem Follow-Fokus.

Nö, dafür gibt es ja die Übersetzung.

(...) mir ist wirklich kein Fall bekannt, wo diese Objektive explizit für
Videographie gesucht wurden.

Gebrauchtkäufe laufen typisch so ab daß der Einsteller in der Bucht
sein Objektiv beschreibt, der potentielle Käufer muss nicht bekanntgeben
was er damit machen will.
 
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