Da ich mir das finanziell nicht leisten kann, und selbst nach einem Lottogewinn kein gesteigertes Interesse hätte, mir so viel Fotozeugs an zu schaffen, das die meiste Zeit nur zu Hause rum liegt, würde ich mit einer Bridgekamera mit mäßigem Zoombereich (24-300mm KB-äquivalent), aber gutem Bildsensor auskommen -
Michael, so weit war / bin ich auch schon

Ich schildere mal meine diesbezüglichen Erfahrungen, auch wenn nur eine "echte" Bridge dabei war:
1. 1J1 mit 10-100 (27-270), begleitete mich eine ganze Weile. Superkompaktes Setup, allerdings nervte das schlechte noch dazu feststehende Display ohne Touch, die fehlende Wasserwaage, der nur bei gutem Licht brauchbare AF. Mit F3.5-5.6 am 1" Sensor kommt man recht schnell in üble Rauschbereiche. Beides inzwischen verkauft, das Objektiv blieb hier im Forum.
2. Panasonic FZ1000 (25-400) verglichen zur 1er ein Riesenklotz, fast so übel wie eine kleine D-SLR. Aber ein sehr gutes Klapp-Schwenkdisplay (leider auch ohne Touch), 4K-Video, recht gut zu gebrauchender Sucher, erheblich bessere Bedienbarkeit als z. B. eine D5xxx. Mit F2.8-4.0 und etwas neuerem Sensor etwas weniger Rauschen verglichen zur J1, aber immer noch sehr früh sichtbar. Sie war recht lange meine ständige Begleiterin. Ich liebäugele zwar wegen des Touchscreens und der einschwenkbaren ND-Filter immer mal mit der FZ2000, aber derzeit bleibt die FZ1000 noch bei mir. Nicht mehr als Immerdabei, aber als Hauptvideokamera, da ziehe ich sie oft meinen Sonies vor.
3. Derzeitige Immerdabei: Sony A6500 mit SEL 18-200LE (27-300). Die ist ein gutes Stück kleiner als die FZ1000, wenn auch nicht so winzig wie die J1 mit 10-100, dafür aber eine vollwertige DX, deshalb ist auch der Rückschritt wieder auf F3.5-6.3 nicht weiter tragisch, da sie beim Rauschen doch sehr viel besser als meine 1"-Kameras ist. Dazu kommt dann das volle Funktionsprogramm einer modernen DX-Kamera. Für mich stellt sie derzeit den ultimativen Kompromiss aus Portabilität und Bildqualität dar, ist allerdings alles andere als ein Schnäppchen. Kann ich im Vorfeld absehen, das ich etwas mehr Lichtstärke benötige paßt das 50 1.8 oder das 35 2.8 noch mit in die kleine Fototasche. Wäre die Nikon DL 24-500 damals wirklich rausgekommen hätte ich sie wohl gekauft. Nun wo ich die A6500 + 18-200 Kombi habe sehe ich 0 Bedarf für eine neue Super-Bridge (auch einer der Gründe, warum ich die FZ2000 nicht habe)
Als Intermezzo zwischen der FZ und der A6500 gab es noch eine D5300 mit Tamron 16-300, das war mein letzter verzweifelter Versuch den endgültigen Wechsel weg von den D-SLR und damit zwangsläufig auch von Nikon noch abzuwenden. Im Grunde hat sie ihn aber eher noch beschleunigt. Verglichen zur Pana grausam umständliche Bedienung, keine Wasserwaage, kein Touch, praktisch unbrauchbarer AF im LV, schlechtere Unterstützung meiner Altlinsen verglichen dazu, wenn ich eben diese Linsen an eine der Sonies adaptierte, kein 4K-Video, zu groß, zu schwer. Sie liegt jetzt in der Firma rum, falls wir mal ein Foto brauchen, das nicht auch mit dem Handy machbar wäre. Allerdings nehme ich da dann auch meist die A6500, da bei der Nikon eigentlich immer der Akku vom rumliegen leer ist.
Die einzigen Bridges -allerdings mit viel geringerem BW-Bereich- die mich immer wieder ernsthaft reizen sind die Sony RX 100 IV oder V, da warte ich aber gelassen, ob die nicht noch dtl. günstiger werden, 700,- bzw. 900,- sind sie mir dann doch nicht wert.